Kleinvieh

Da hatte ich doch noch einen so schönen Beitrag in petto- und dann hab ich ihn einfach vergessen! Aber jetzt bin ich auf das Foto gestoßen, und so geht es nochmal zurück in den Sommer ….

Das war nämlich so:

Im Sommer wollten wir zu de ole Lüüd, und ich hatte gesagt „Ich bring‘ Eis mit!“ Und da kam mir eine Idee…. und so packte ich also vier Schälchen auf mein schönes Antirutsch-Tablett und dachte mir „Ich versuch’s einfach mal!“ Und das hab ich dann auch getan. Rein in die Eisdiele, und gesagt: „Ich hätte bitte gern vier Eisbecher à zwei Kugeln. Aber kann ich die bitte in meine mitgebrachten Schälchen bekommen?“ – Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken, ja sogar mit einem freundlichen „Aber klar“ wurden unsere Eis in die Schälchen gefüllt:

img_20160828_142725Ja, man muß sich bloß trauen! 🙂

Das ganze blieb eine einmalige Aktion, was daran liegt, daß wir normalerweise nur Eis im Hörnchen kaufen. Aber sollte ich mal wieder Eis mitbringen wollen, dann sicher wieder ganz ohne Müll 🙂 Und da das mal was anderes ist als „keine Tüte“, mache ich diesen Vorschlag auch bei der derzeitigen Einab publik. Ganz nebenbei habe ich, was mir jetzt erst einfiel, noch mehr Müll gespart als gedacht: nicht nur die Pappbecher – sondern auch die Plastiklöffelchen, die es sonst immer dazugibt, die Plastikblätter, die sie auf die Sahne packen, wenn sie die Pappbecher auf den Pappteller gestellt haben, bevor sie das Ganze noch mit Papier einpacken…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

14 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Fussel sagt:

    Früher hatten meine Eltern einen sehr weithalsigen Thermosbehälter, mit dem dann immer jemand aus der Familie mit dem Rad zur Eisdiele fuhr. Die Eisdiele war nicht sehr gemütlich und immer überfüllt, mit Riesenschlange vor der Tür (DDR halt), so daß wir das Eis lieber zuhause aßen. Solche großen Behälter finde ich heute kaum noch und in der Edelstahlvariante, die ich inzwischen auch bevorzuge, gibt’s nur sehr kleine, nur 250ml oder 500ml. Naja, inzwischen esse ich Eis deutlich seltener und lieber vor Ort 🙂

  2. Hallo Fjonka!

    Eine ganz tolle Idee! Man kann sicher auch größere Behältnisse mit Deckel nehmen, dann ist der Transport einfacher.

    Bei einer Eisdiele, die ich kenne, gibt es Stryroporbecher, die man dann immer wieder verwenden kann. Aber die eigenen Behälter ist natürlich noch besser.

    lg
    Maria

  3. zauberweib sagt:

    Das ist ja cool! Ich hab übrigens letzte Woche bei nem Bäcker entdeckt, dass der jetzt auch Thermobecher zum Kaufen anbietet und die erste Kaffeefüllung gibts gratis dazu. Geht doch! 😉

    • Fjonka sagt:

      Jau- aber dann muß man eben wieder dran denken, den Becher beim nächsten Mal mitzubringen…. und das wird mE erleichtert, wenn die Einweg-Pappbecher auch was kosten oder gar nicht mehr zu haben sind!

      • Fussel sagt:

        Jupp, ich bin auch dafür, dass das was kosten sollte. Und bitte nicht zu knapp, das muß teuer sein! Auch die Plastiktüten im Supermarkt sollten nicht nur 20 Cent kosten. Bei den meisten Leuten funktioniert Lernen nur, wenn’s richtig wehtut.

        Übrigens ein schönes Beispiel: Vor etlichen Jahren (inzwischen mindestens 12, oder noch mehr) wurde in Dresden eine Sonderabgabe auf Einweggeschirr eingeführt. Das führte zu Protesten, aber z.B. auf dem Striezelmarkt (der Weihnachtsmarkt) stellte man auf Porzellantassen für Glühwein und Punsch um. In den ersten beiden Jahren haben viele Anbieter noch selbst gespült, später entwickelte sich ein Geschirrspüldienst. Nach ein paar Jahren hatte jemand mit einer Klage gegen die Abgabe Erfolg und sie mußte wieder abgeschafft werden. Inzwischen hatte es aber allgemein so viel positives Echo auf die Mehrwegbecher gegeben (angenehmer zum Trinken, es quellen nicht überall Mülleimer über, ökologischer), dass das System trotz abgeschaffter Abgabe beibehalten wurde.
        Andere Märkte, die sich inzwischen entwickelt haben, haben das Prinzip auch übernommen (zwar nicht alle, aber doch eine erkleckliche Menge).

        Negativ finde ich, dass an anderen Stellen, wo man als Kunde nicht unmittelbar Einfluß hat und es auch häufig nicht mitbekommt, der Plastikverbrauch stark steigt. Früher waren um die Rollcontainer, in denen unser Bioladen seine Ware bekommt, Netze drumrum, die man auf- und zuhaken konnte. D.h. diese Netze wurden jahrelang verwendet. Heute wird Plastikfolie drumgewickelt. Und auch beim Zurückgeben wickelt auch der Bioladen die Dinger wieder in Plastik ein. Grrrr.
        Oder Obst, was vielerorts nur noch in Plastikschalen angeboten wird (und dann sind manche Leute soooo stolz, dass sie dafür keine Tüte nehmen! Wo die Plastikschale mindestens das Zehnfache wiegt!). Auch grrrr.

        • Fjonka sagt:

          Ja, das „graue Plastik“. Kaufste als Kunde gutgelaunt etwas nicht verpacktes und weißt nicht: da hat der Verkäufer vorher aus einer vollständig mit Plastik umwickelten Palette einen Karton gezogen, in dem 4 Kleinkartons sind, in denen jeweils 5 der Artikel in einer Plastiktüte (mit einem Gel-Päckchen gegen Feuchtigkeit drin) sind, aus der man dann den Einzelartikel rausholt, um ihn aus einem Stück Ludftpolsterfolie zu pulen – und unverpackt hinzustellen. Na, danke!

  4. ladypark sagt:

    Gerad eben las ich im hiesigen Käseblatt, dass es immer mehr Läden gibt, die coffee to go in mitgebrachte Becher abfüllen. Allerdings glaube ich nicht, dass allzuviele Leute sich diese Mühe machen. Allein hier im Dorf ist der eine Mülleimer innerhalb weniger Tage mit den Pappbechern vom Bäcker vollgestopft. Ärgerlich diese Müllberge.

  5. Bibo59 sagt:

    Ich sehe ja immer nur die Titel zuerst in der Mail, also: Kleinvieh, Eis essen.
    Klar, dachte ich, nix Lagnese oder Schöller, verpackt, sondern Hörnchen vom Eismann. Aber an die Papp-Becher zum Mitnehmen dachte ich gar nicht, weil meine Art der Fortbewegung das ausschließt. Einige Eisdielen sind übrigens dazu übergegangen, statt Papp-Bechern Waffel-Becher abzugeben. Wenn man übrigens tiefgekühlte Beeren (die ich nie kaufe) mit Sahne zusammen im MIxer schreddert bekommt man leckeres Fruchteis.

    • Fjonka sagt:

      *lol*- also, um zu sagen, daß ich Waffeln statt Becher nehme beim Eiskauf – also, dafür hätte ich nicht extra ein „Kleinvieh“ geschrieben!

Platz für Klönschnack ...

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