Am Hafen.

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Das war im Juni 2015.Das große Gebäude links war in der Zeit, in der ich Flensburg kenne, erst Disco, dann Laufhaus (also ein Bordell, in dessen Innenhof wohl die Damen flanierten und dann mit den Freiern zu den außenherum liegenden Zimmern liefen) Dann schloß das, und seitdem stand dort alles leer und verfiel. In den Häusern daneben gab es Kneipen, auch Restaurants und drüber Wohnungen. Aber auch hier: lange Leerstand und Verfall. Immer wieder gab es Pläne, die dann nicht wahr wurden, und Verkäufe an Investoren, die nichts taten. Jetzt aber gehts los. Hinter der Front war ein neueres Gebäude, das auch Disco war – das wurde jetzt völlig abgerissen.

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Was aber soll dort entstehen? – Ein großes Hotel soll es werden. Außer den Front-Häusern wurden auch noch hinten raus einige einbezogen, so daß es insgesamt sieben Bestandshäuser sind, die nun zu dem Komplex gehören. Hier, auf der Seite der Baufirma, gibt es mehr Bau-Bilder. Allerdings habe ich die aktuelleren 😉

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Kann man mögen oder nicht – ich persönlich finde es bisher ganz schön, trotz der Rost-Fassade auf dem (vorher) leeren Grundstück. Hinten drin ist es hauptsächlich voll- aber das ist leider inzwischen normal, wenn neu gebaut wird. Kein Platz für einen Platz, für etwas Natur oder auch nur eine kleine Grünanlage. Es muß sich ja lohnen, und das tut es nur, wenn alles zugeknallt wird. Eine insgesamt traurige Entwicklung, wobei ich allerdings Einfamilienhaus-Neubaugebiete da oft trostloser finde als Verdichtungen im Stadtgebiet.

Ich bin schon gespannt, wie’s am Ende aussehen wird. Herbst ist jetzt – aber ob es wirklich bald schon eröffnet wird? (Im Text der Baufirma steht, im Herbst 2016 solle Eröffnung sein)

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Stadtbild.

10 Kommentare zu “Am Hafen.

  1. Lakritze sagt:

    Vor der Baustelle stand ich im September, mein Schiff lang direkt davor, und habe mich gefragt, was das wohl wird. (Und ob Flensburg jetzt auch ein Gentrifizierungsproblem bekommt.) Danke für die Aufklärung!

    • Fjonka sagt:

      Tja, das mit der Gentrifizierung, das macht natürlich auch vor kleineren Städten nicht Halt.
      Ich persönlich bin da mit meinem Mitgefühl allerdings eher bei den Häusern. Und wenn Leute mit Geld alte, schöne Häuser retten, dann sei es ihnen gegönnt, damit danach auch Profit zu machen.
      Bei uns in der Gegend trifft es mE derzeit aber stärker die küstennahen Dörfer: alte, hübsche Häuser werden schick renoviert (was toll ist) und dann stehen Schilder davor von Ferienhaus-Firmen „Mein Urlaub unter Reet“, sowas in der Art. Das bedeutet dann, daß sehr viel Gegend außerhalb der Saison sehr leer ist, und – was mir besonders leid tut – daß Gartenpflegefirmen die ehemals schönen Gärten ordentlich und pflegeleicht halten. Keine Blüten und Obstbäume, sondern Kies und Rasen.

  2. Jane Blond sagt:

    War spannend zu beobachten 2015, als die Front so rumstand. Ich wusste nicht, dass das ein Hotel werden soll. Die haben schon was gemacht in Flensburg. Ich liebe den Oluf Samsan Gang, respektive, was man daraus gemacht hat. Da würde ich gerne wohnen.

    • Fjonka sagt:

      Ja, der Olof ist prima- die haben sogar Gärten hinten raus! Das ist ’ne Super-Lage! Würde ich auch nehmen!!

      • Jane Blond sagt:

        Damals haben die die Häuser quasi verschenkt. Möchte nicht wissen, was die heute kosten …

        • Fjonka sagt:

          Schon. Aber ich kann mich auch sehr gut an das allererste frisch sanierte Haus, das ganz normal als Wohnhaus genutzt wurde, erinnern. Da habe ich gedacht: „Ganz schön mutig, in DER Straße würde ich nicht wohnen wollen!“. Denn da war oft Randale nachts, Gejohle eh.
          Und später, als fast alle Gewerblcihen gegangen waren, waren die Häuser so kaputt, daß sie wirklich saniert, nicht nur renoviert wedern mussten. Da war der Kauf billig – aber ich denke, die Käufer haben auch wirklich richtig viel Geld reinstecken müssen.

  3. ladypark sagt:

    Interessante Bilder. Ich bin auch gespannt, wie es dann mal fertig aussehen wird. Auf jeden Fall freut es mich, dass sie die Fassaden erhalten haben. In Schleswig z.B. haben sie ja das alte Metrokinogebäude abgerissen, es war so schön und nun ist es komplett verschwunden. 😦

    • Fjonka sagt:

      Gestern hing übrigens schon ein Hotel-Schild, und erstmals war auch das Gerüst vor den Fronten und der Bauzaun weg. Die Fassade der ehealigen Disse ist schön, aber im Fachwerkhäuschen ist unten leider eine zu große Glasfront.

  4. Bibo59 sagt:

    Schön, so eine Vorher-Nachher Geschichte müsste ich auch mal machen. Leider dauert es in Köln ewig, bis dann mal was fertig ist. Insiderwitz der Kölner Museumsszene: Kaum stichst Du in Köln nen Spaten in die Erde, hast Du ein Problem. Und leider bremst auch das Kölsche Grundgesetz: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet. Selbst wenn ein potthässliches Parkhaus in der Innenstadt an einer Hauptstraße endlich entsorgt wird, wird noch gemeckert, wenn da ein Hotel hinkommt.

Platz für Klönschnack ...

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