Gestern

Gestern war Winter wie ich ihn mag:

Sonne, windstill, 12°

Die Tiere mögen ihn auch so: gegen zwei Uhr summte es wie in der Obstblüte – alle drei Bienenkästen waren belagert von sonnenhungrigen Bienen. Der alte Kater hat sich das mit uns zusammen angeschaut, ist dann beim Gang um den Teich ein wenig zurückgeblieben. Nur um dann – ICH BIN EIN KATER IN DEN BESTEN JAHREN UND ZEIGE EUCH JETZT MAL, WIE ICH FLITZEN KANN – an uns vorbei zu rasen, den gestreckten Galopp immer noch einmal beschleunigend bis zur Wintergartentüre.

Das habe ich natürlich nicht eben mal festhalten können, wohl aber, wie wohlig unser Dicker aussehen kann, wenn Jemand weiß, was guttut. Nämlich so wohlig:

🙂

Des Abends dann ein Schreck: beim heimkommen sehen wir ein Schild am Ortsschild:

Geflügelpest Beobachtungsgebiet

Gerüchteweise hatte ich gehört, daß im Sperrgebiet Katzen nicht frei laufen dürfen, also erstmal zum recherchieren an den Computer – und tatsächlich: Ausgangsverbot auf mindestens 15 Tage Ohje! Noch vor einigen Jahren hätte das echte Randale bedeutet – mal sehen, wie’s unser Dicker jetzt aufnimmt. Mit seinen 18 Jahren ist er ja doch etwas ruhiger. Etwas (siehe oben)

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Katz'.

16 Kommentare zu “Gestern

  1. Jane Blond sagt:

    Ich hatte da erst kürzlich wieder eine „Diskussion“ mit einem AfD-Politiker, der propagiert, die Vogelgrippe sei nur erfunden. Naja, es gäbe sie zwar, aber sie würde von der Politik aufgebauscht werden, weil man verhindern wolle, dass sich Selbstversorgung weiter etabliert. Man könne Fleisch von erkrankten Tieren ohneweiteres essen. Alle, auch die erkrankten Tiere, würden „aus Spaß“ gekeult werden.
    Nachdem ich ihn darauf hinwies, dass jedes Mal auch Großbetriebe betroffen sind, hat er mich gesperrt.
    Das nur am Rande. Generell sollte man weg davon kommen, Fleisch und tierische Produkte aus Massentierhaltung zu konsumieren. Ich arbeite da geraumer Zeit an mir, muss aber gestehen, immer mal wieder was ausm Supermarkt mitzunehmen, weils dann grad bequem ist. Ich gelobe Besserung.
    Das ist eine so globale Sache. Die Hälfte der europäischen Getreideproduktion geht in die Massentierhaltung. Da muss man mal drüber nachdenken. Und in Afrika verhungern Menschen. Möge mir die nächste Wurscht von Lidl im Halse steckenbleiben.

    • Fjonka sagt:

      Verschwörungstheorien sind immer so schön einfach…. und Leut‘ zu sperren scheint leider auch einfach zu sein.
      Ich arbeite ja nach wie vor an meinem „Restaurantessensverhalten“. Daheim snd wir prima vor, außer wenn des Herrn Mama Wurst und G#räuchert’s schickt gibts nur bio. Aber im Restaurant schaffe ich oft nicht, „nur“ vegetarisch zu essen, obwohl ich ja weiß, was ich da verschlinge.

      • Jane Blond sagt:

        Ob das nun bio ist, weiß ich gar nicht. Mir ist das auch weniger wichtig, als artgerechte Haltung. Ich bin deswegen auch großteils auf Wild umgestiegen. Kurz vor SL ist ein kleiner Hofladen. Wie heißt das Kaff denn noch? Irgendwas mit G.
        Die bieten auch Wurstwaren an. Sehr lecker! Wild, Fleisch und Tierprodukte aus artgerechter Haltung. Eier vom Hobbyhühnerwirt um die Ecke. Sicher auch nicht bio, aber artgerecht. Ansonsten bestell ich bei meinem Sohn. Da weiß ich auch wie das Schwein hieß und wo es lebte.
        Das ist wie mit deinem Kleinvieh. Hauptsache man bleibt irgendwie dran und lässt nicht in Sachen Bewusstwerdung nach. So kommt man dem Ziel auch Stück für Stück näher.

        • Fjonka sagt:

          Grumby.
          Das sehe ich genauso, aber wen ich die Betriebe nicht persönlich kenne, ist bio nunmal die einzige Möglichkeit, artgerechte Haltung zu bekommen. (Plus zusätzlich noch „kein roundup“, Blüten statt Monokultur etc. Aber ich esse sehr gern zB auch Eier von Freunden, deren Hühner draußen sind, aber nichtbio gefüttert werden)

          • Jane Blond sagt:

            Grumby, genau! Früher ging es auch ohne bio. Würden alle etwas darauf achten, was sie konsumieren, würde das auch wieder unnötig werden.
            Bei uns ist das noch halbwegs okay. Wenn man nach Mecklenburg fährt: nur noch Monokulturen. Der ausgewachsene Mais geht mit da nur bis zum Kinn. Und ich bin ein eher kleiner Mensch.

            • Fjonka sagt:

              Was mir allerdings unverständlich ist, da es bei Mais doch inzwischen um Biomasse geht. Korn ist winzig (zT gezüchtet, aber auch gespritzt), damit’s nicht umfällt. Aber Mais soll doch groß sein!?
              Aber es ist bei uns nur auf den 1. Blick halbwegs okay. Auf den 2. sieht man auf dem Weg nach Grumby (auch, aber überall) dezeit wieder gelbe Flächen: totgespritzt, damit im nächsten Frühjahr ohne Mühe bestellt werden kann. Und was kürzlich noch Maisplantage war, wird in sehr vielen Fällen im Frühjahr mit Roundup und Co totgespritzt. Wer auf den noch existierenden Dauerweidenflächen mal genauer hinguckt sieht: totgedüngt? Da wächst Gras-Monokultur ohne Krut und Blüten – weil die hochgezüchetten Kühe sonst zu wenig Nährstoffe aus der Silage kriegen. Undsoweiter….. Das ist alles andere als Natur da draußen! Und absolut kein bißchen okay mehr, leider! Deshalb ist „bio“ nicht ganz so egal, zumindest regionales „bio“ hilft da.

              • Jane Blond sagt:

                Vielleicht bin ich da etwas blind. Unser Bauer macht das fantastisch. Und irgendwie gehört dem hier alles. Das mag blenden. Ich achte mal mehr drauf, wie das außerhalb ist.

  2. Muri sagt:

    Ach ich ärgere mich so über diesen Unsinn! Aufstallung auch bei den kleinsten privaten Halter von Geflügel, Katzen und Hunde am besten im Einmalwegwerfanzug ausführen und das alles nur weil die Geflügelindustrie die Marschrute diktiert.

    • Fjonka sagt:

      Nicht zu vergessen, Zehntausende von getöteten Tieren – und, das sagen selbst Amtstierärzte und Co.: ohne Massentierhaltung gäbe es diese agressive Mutation des Virus garnicht, weil es sich in extensiver Haltung viel schneller selbst eliminiert hätte als es sich verbreiten hätte können.
      Was muß geschehen, damit die richtigen Konsequenzen gezogen werden?????

      • Muri sagt:

        Auf jeden Fall nicht müde werden allen und jedem zu erklären, das nicht Wildvögel das Virus verbreiten, sie sind genau so Opfer wie die vielen Tiere die gerade von Bio.- u. Kleinbetrieben aber auch Hobbyhaltern geschlachtet werden weil sie schlicht weg den Platz nicht haben ihre Tiere halbwegs Artgerecht durch die Zeit der Stallpflicht zu bekommen.

        Entschuldige mir schwillt bei dem Thema der Kamm, symbolisch gesprochen, die Medien verkaufen es so als ob ein vor sich hin sterbender Wildvogel seinen letzten Schiß über der Putenmastanlage getan hätte und damit verantwortlich wäre für das keulen von abertausend Tieren.

        • Fjonka sagt:

          Das empfinde ich nichtmal so, bisher heißt es immer „keine Ahnung, wie das Virus in die abgeschlossene Haltung kam, evtl Lüftungsanlage….“. Aber ich empfinde die Maßnahmen als reinen Schutz der Massentierhalter, und DAS ist, was mich daran schwerst ärgert. Natürlich könnten Privat-Hühner angesteckt werden. Aber rechtfertigt diese Möglichkeit das, was da jetzt passiert??

  3. Bibo59 sagt:

    Ist denn Vogelgrippe überhaupt für Katzen ansteckend?

  4. ladypark sagt:

    Das erinnert mich an meine abendlichen Kuschelrunden mit dem Hundekind, das sehr deutlich zu verstehen geben kann, wie es gekrault werden möchte. Und das stundenlang bitteschön. 😉

    Danke noch für den Link, ich hoffe, hier wird kein Sperrbezirk eingerichtet werden müssen, das Hundkind läuft ja grundsätzlich ohne Leine. Dass es nicht wildert spielt ja leider keine Rolle. 😦

    • Fjonka sagt:

      Nein, das ist egal. Auch daß der Katz höchstens noch 10 Minuten lang rausgeht – Patrouille plus Klo – ist ja egal, und daß er in diesem Jahr eh nur ein einziges Mal ein unvorsichtiges Spatzenkind im Maul hatte. 😦

Platz für Klönschnack ...

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