Musik

Auch in der Altstadt, auch schön: der Schleswigr Dom. Auch wenn ich für Beleuchtungsorgien nicht zu haben bin, so finde ich es doch allabendlich schön, ihn in die Dunkelheit aufragen zu sehen. Ausnahmen bestätigen....

Teil der Altstadt: der Schleswiger Dom. Auch wenn ich normalerweise draußen Dunkelheit mag und suche, so finde ich es doch jeden Winterabend aufs Neue schön, ihn aufragen zu sehen*.

Bis 16 Uhr gearbeitet, dann ein wenig durch Schleswig geschlendert, mich im neuen veganen Bistro auf ein Gemüsecurry niedergelassen und danach auf den Weg durch die nun schon nächtliche Altstadt Richtung Johanniskloster  gemacht. Gaaaanz langsam, denn ich hatte noch viel Zeit und die Altstadt im Dunkeln ist einfach sehr, sehr ruhig und schön.

Um halb sechs war ich dort, und es warteten schon einige Menschen im Nieselregen auf die Öffnung der Türe zur Kapelle. Die aber nicht aufging – durchs Fenster rief man, der Schlüssel sei nicht auffindbar, wir möchten doch bitte seitlich durch den Schwahlgang eintreten. *gg* Na jut. Es ging in eine Kapelle aus dem 11. Jahrhundert (!) mit Resten von Renaissancemalerei und Kreuzgewölben. Und dort saß ich dann zweieinhalb Stunden in einer Kirchenbank und hörte dem neuen Gitarrenorchester Hamburg zu. Ich wusste nicht, ob ich ein Gitarrenorchester mögen würde, aber dieses Konzert war kostenlos gegen Spende – prima zum testen – und jetzt weiß ich: ich mag es sogar sehr! Sowas schönes! Von Renaissancemusik über 50erJahre bis hin zu einer Komposition von 2002 gab es Stücke zu hören. Die Akustik und Atmosphäre in der Kapelle- wunderbar. Der Abend: ruhig und schön und, mit dem Rückweg durch die schlafende Stadt (samstags um halb neun *gg*) geradezu friedvoll.


* beim einfügen des Fotos, das ich im letzten Jahr gemacht habe, wird mir klar, warum ich in den letzten Wochen immer ein vages Fragezeichen m Kopf hatte, sah ich den Dom: offenbar ist die Beleuchtung des Turms auf kühleres Licht umgestellt worden. Oder aber mein Eindruck ist dem geschuldet, was ich, wie so oft, erst zu spät (gestern nämlich, am letzten Tag, abends) mitbekommen habe, nämlich der Lichtreise. Ich werde es am Mittwoch sehen, wenn ich wieder abends zum Parkplatz gehe.

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5 Kommentare zu “Musik

  1. naliestewieder sagt:

    Konzertante Gitarrenmusik finde ich auch wunderschön. Ein Gitarrenorchester hab ich noch nicht gehört. Bei mir läuft gerade total beruhigender Weihnachtsjazz von Nils Landgren, da bin ich beinahe mal im Auto eingeschlafen dabei=-O

    • Fjonka sagt:

      *lol* – also besser auf dem Sofa hören als auf dem Fahrersitz!
      Mir haben die Stücke, bei denen mehrere Gitarren spielten, tendenziell besser gefallen als die mit 1 oder 2 Spielern (es waren zwischen eins und 10, oft aber spielten 4-7 gleichzeitig, wechselten aber im Stück durch, sozusagen)

  2. Bibo59 sagt:

    Das Foto ist arg dunkel geraten. Ja, manchmal weiß ich auch nicht, ob ich etwas mag und dann hilft meistens ausprobieren. Danach kann ich mit Überzeugung sagen: Mag ich oder nix für mich. Komisch, ne, aber das musste ich lernen. In meiner Familie wird gern mal kenne ich nicht mit mag ich nicht verwechselt. Da wurde sogar gesagt: Das kannst du nicht, oder gar das magst Du nicht (z.B. scharfes Essen, ich liebe scharfes Essen.)
    Über die Kulturliste Köln bekomme ich manchmal Freikarten. Bisher mochte ich fast alles.

    • Fjonka sagt:

      Naja, so dunkel IST es nunmal, wenn ich abends den Dom sehe *gg*
      Das mit der Kulturliste hab ich schonmal mitgekriegt, eine Superidee der Stadt! (Aber ich würde wohl zu reich sein, davon profitieren zu können. Ist ja auch okay so – bloß scheue ich mich durchaus, zwischen 20 und 40 Euro für etwas auszugeben, von dem ich keine Ahnung habe, ob ich vor der Pause flüchten muß….)

      • Bibo59 sagt:

        Eben, aber man kann ja vorher Präferenzen setzen. Oper habe ich nicht angekreuzt, obwohl ich wohl gerne einmal in eine Oper ginge. Ich weiß aber, dass mir überzüchtete Soprane Ohrenschmerzen verursachen. Ebenso wie Jazz meistens. Nach 2 Jahren offene Jazzhaus-Schule und über 30 jähriger Freundschaft mit einer Jazz-Fanatikerin kann ich Jazz mit Sicherheit ausschließen. Für alles andere bin ich sehr offen. Ich war seit dem vorigen Jahr dreimal im Schauspiel (von warum sind am Ende alle nackich? über najaaa, bis interessant), dreimal gab es Kleinkunst/Kabarett (3x gut), einmal a capella Maybebop (sehr gut!) einmal Zirkus Roncalli. Da war jetzt nichts dabei, wo ich hätte früher gehen wollen. Caveman kannte ich schon aus HH, hätte ich also normal nicht noch mal geschaut. Manches sagte mir jetzt erstmal nix, war aber immer gut. In der Großstadt überfordert mich oft das Angebot. Da eine Auswahl treffen, finde ich schwierig. Als ich noch beim Fernsehen gearbeitet habe, wusste ich ja automatisch, was für mich interessant ist und was nicht, und hatte auch das Geld übrig um ab und zu ins Theater zu gehen. In meinem Blog gab es ja anfangs die Rubrik „umsonst und draußen“ und natürlich gibt es hier auch solche Veranstaltungen. In Köln artet das aber leider oft in „umsonst und mir zu voll“ aus.

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