Kleinvieh

Ein relativ neues Thema (für mich) ist Plastikvermeidung beim Kleiderkauf. Neu deshalb, weil es bisher nie schwierig gewesen war, ein Unterhemd, ein T-shirt, eine Jeans oder eine Unterbüx zu kaufen – bzw, es war schwierig, aber aus anderen Gründen (Paßform, Farbe…. Geschmacksfragen halt). Erschwerend kommt nun neu hinzu, daß es kaum noch möglich ist, ein Kleidungsstück ohne Mikrofaser-/Elasthan- /Polyacrylanteil zu kaufen. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-) anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte. Auch der Unterhemdenkauf hat sich vor Jahren schon schwierig gestaltet: Mikrofaser überall, und die mag ich nichtmal anfassen, geschweige denn überziehen!! Ich habe dann einen großen Stapel gekauft, als ich welche aus 100% Baumwolle fand, nehme aber an, daß das Problem nicht kleiner geworden ist, wenn ich in zwei oder drei Jahren wieder los muß, um Ersatz zu beschaffen (ewig hält auch Baumwolle nicht) Und auch Unterbüxen machen inzwischen nicht mehr nur ihrer Form wegen Probleme, sondern auch noch, weil sie aus reiner Baumwolle sein sollen. Die Plastikanteile sind nämlich nicht nur deshalb problematisch, weil sie das recyceln der Stoffe und das kompostieren erschweren, sondern auch, weil mittlerweile 35% des Mikroplastik, das sich in unseren Meeren tummelt, aus Textilien stammt, wie ich las.
Mir ist durchaus klar, daß auch Baumwolle nicht unproblematisch ist (ich sag nur: Herbizide!! Wasserverbrauch!!!) Möchte frau aber auch noch bio kaufen, wird der Kleiderkauf schier unmöglich: vor Ort „geht nicht wegen gibt’s nicht“, im Netz mag ich nicht, denn ich möchte anprobieren, und gefallen tut mir eh das meiste, was da angeboten wird, nicht.Aber es gibt noch ein anderes Problem: nämlich, daß ein kleiner Kunstfaseranteil die Sachen deutlich haltbarer macht, ohne diesen Anteil aber, weil inzwischen offenbar „exklusiv“, sehr teuer.  Diese Problematik hat sich in diesem Beispiel für den Herrn F. gezeigt:
vor nichtmal anderthalb Jahren hat er viel Geld in gute Naturfaserkleidung gesteckt: einen horrend teuren Schurwoll-Pulli, und ebenso überteuerte teure reine-Wolle-Socken, mehrere Paare. Letztere waren schön, waren bequem, alles gut. Aber dann – waren sie nach kürzester Zeit am kaputtgehen! Die Socken haben nicht mal ein Vierteljahr gehalten, dann hatten sie riesige Löcher, unstopfbar. Und der Pulli bekam nach gerade mal einem Jahr des Nicht-Dauertragens fadenscheinige Stellen an beiden Ellbogen.

Immerhin haben wir eine Lösung für Letztere gefunden:

Die Socken aber sind im Müll 😦 Und ehrlich gestanden bin ich wirklich nicht sicher, ob ich bereit bin, für mich etwas so teures zu kaufen, das dann so kurz nur tragbar ist. Denn erstens habe ich gern Dinge lange um mich, zweitens bin ich ein absoluter Einkaufsmuffel, und drittens tut es mir einfach leid um die in großen Teilen ja noch guten Sachen. Da ich aber selbst nicht nähen kann und will, gebe ich auch so schon Zeit und Geld dran, Sachen zum flicken zu bringen. Das nach so kurzer Tragezeit bei so teuren Dingen wie diesem Pulli zu tun, das widerstrebt mir sehr.

Letztens habe ich mir aber dann doch eine Reine-Wolle-Filzjacke gekauft, für viel Geld, von Ivanhoe. Man darf gespannt sein, wie lange die hält – allerdings „fürchte“ ich, lange *gg* – weil sie sehr hübsch ist, aber längst nicht so warm, wie ich von Filz erwartet hatte. Und schon neige ich dazu, meine Notkauf-Plastik-Fleecejacken mehr zu tragen als die gute Wolljacke…. Notkauf, weil es seit Jahren nirgends mehr Sweatshirtjacken (aus Baumwolle) ohne Kapuze gibt und meine alten auf waren.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

28 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Bibo59 sagt:

    Ich schrieb ja, dass ich nicht Flohmarkt-tauglich bin. Aber ich habe so gut wie neue Schuhe von Ecco bei Ebay ersteigert. Passen gut. Der Kauf wurde notwendig, weil schon letztes Jahr ein Paar durch war und das Letzte auch schon schwächelt. Ich trete die immer am rechten Fahrradpedal kaputt. Ich erwarte noch ein 2. Paar, weil ich auf mehrere gesetzt hatte.

  2. Eine Frau sagt:

    Ganz im Ernst? Ich habe mir noch nie Gedanken über den Plastikanteil in Klamotten gemacht. Ich kaufe „eigentlich“ (auch gern second Hand) nur Baum- oder Schurwollsachen, gerne auch Leinen. Bis auf die Büxen … Und da fängt es an. Die haben alle einen Elastananteil, weil ich die Bequemlichkeit mag. Und da komme ich in einen Zwiespalt. Ich hasse steife Jeans. Auch die T-Shirts. Ich mag keine ohne Elastan, weil die immer so leiern und schlabbern. Was für ein fieses Thema ist das denn bitte?
    Grmpf.
    Wie ist das eigentlich mit Viskose? Viskose ist ja ein Neben- oder „Abfall“produkt bei der Gewinnung von Baumwolle …

    • Fjonka sagt:

      *lol* ja, gemein, gell?
      Mir geht’s anders, ich mag die „Ex-Normaljeans“ ohne Elastan, weil ich finde, daß die anderen immer irgendwie doof aussehen. Ich mags ja eh nicht so anschmiegsam… aber daß so überwiegend „Plastik“anteile drin sind ist wirklich fies.
      Viskose habe ich bisher immer für ein gutes Naturmaterial gehalten. Aber ich kann auch nicht nachgucken gehen, ob ich da vielleicht auch falsch liege, denn ich hab nix aus Viskose im Schrank, weil es, scheint mir (die ich ja, wie Ihr jetzt wißt, bisher eher Zufallskäuferin bin und eher nicht suche), nur noch selten Viskose gibt.

      • Viskose wird aus Zellstoff hergestellt, aus Pflanzenfasern, die allerdings chemisch stark verändert werden. Modal ist eine Viskoseart, die ausschlließlich aus Buchenfasern hergestellt wird. Neuerdings kommen Fasern aus anderen, schnell nachwachsenden Rohstoffen auf den Markt, die nach einem ähnlichen Prinzip hergestellt werden. Bei Lycocell, eine Viskoseart, die immer mehr auf den Markt kommt, benötigt man zur Herstellung wohl auch weniger Wasser, das Verfahren ist kürzer und es werden nur organische, umweltverträgliche Lösungsmittel verwendet. Bambus in der Wolle gibt es ja schon länger, auch aus Milch, Algen und Pilzen kann man Stoff herstellen, aber dei Milchfaser begeistert mich weniger, denn dafür müssen ja wieder mehr Kühe „ran“. Ramie findet man auch ab und an, da wird eine Brennnesselart versponnen (wie Leinen).

      • Eine Frau sagt:

        Richtig gemein!

        Du bist ja auch zwei Zentner weniger als ich 😉 Ab einem gewissen Gewicht, kneifen die Steifen. 😀

        Ich hab eine Tunika und zwei Blusen, meine ich, aus Viskose. Bin da aber gerade nicht sicher in wieweit die bei der Gewinnung aufgearbeitet wird. Ich werde mal recherchieren, was genau in der Viskose drin ist.
        Wir haben vieles aus Viskose im Laden. Da wundere ich mich immer, wenn Kunden denken, das sei ein chemisch hergestelltes Produkt. Hm. Ja, ich werde mal recherchieren.

      • Eine Frau sagt:

        Oh oh.
        Das ist heute wohl kaum mehr aus Baumwolle gewonnen, sondern aus Holzfasern. Da ist der Herstellungsprozess wohl so, dass man Viskosefaserns als chemisches Produkt sieht 😦
        Wikipedia sagt:

        „Als Viskosefasern werden halbsynthetische Chemiefasern (Regeneratfasern) bezeichnet, die mittels des Viskoseverfahrens, des am weitesten verbreiteten Nassspinnverfahrens, industriell hergestellt werden. Der Ausgangsrohstoff des Viskoseverfahrens ist Cellulose, heute überwiegend in Form von Chemiezellstoff. In aufeinanderfolgenden Prozessstufen wird der Zellstoff zuerst mit Natronlauge behandelt, wodurch sich Alkalicellulose bildet. Bei einer anschließenden Umsetzung dieser Alkalicellulose mit Schwefelkohlenstoff bildet sich Cellulose-Xanthogenat. Daraus wird durch weitere Zugabe von Natronlauge die Viskose-Spinnlösung erzeugt, die durch Löcher brausenartiger Spinndüsen in das Spinnbad gepumpt wird. Dort entsteht durch Koagulation pro Spinndüsenloch ein Viskose-Filament. Durch Verstrecken und weitere Bearbeitungsschritte sowie das Zusammenfassen der einzelnen Filamente entstehen Viskosefilamentgarne bzw. durch zusätzliches Schneiden Viskosespinnfasern.[1] Die chemische Zusammensetzung der Viskosefasern (Grundbestandteil Cellulose) ähnelt dabei der von Baumwolle.“

        „Regeneratfasern sind Fasern, die aus natürlich vorkommenden, nachwachsenden Rohstoffen über chemische Prozesse hergestellt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Zellulosederivate aus Holz. Gemeinsam mit den synthetischen Chemiefasern zählen sie zu den Chemiefasern und sind keine Naturfasern.“

        „Als Chemiezellstoff wird hochreine Cellulose bezeichnet, die meist aus Holz durch das Sulfat- oder Sulfitverfahren gewonnen wird. Chemiezellstoff dient als Ausgangsmaterial für die Celluloseverformung und -derivatisierung. Chemiezellstoff ist auch das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Celluloseregeneraten aus denen Fasern wie Viskose und Folien wie Cellophan hergestellt wurden.[1][2]
        Der Unterschied von Chemiezellstoff zu Zellstoff, z. B. für die Papierherstellung, ist die höhere Reinheit bzw. der höhere Anteil an Cellulose. Dies ist für die Verwendung, z. B. in chemischen Verfahren, notwendig.“

        Das ist echt ein gemeines Thema.

  3. Fjonka sagt:

    Kommentar im Namen von REALKIKU, die mir eine mail schickte, weil’s mit dem kommentieren Probleme gibt:
    „Das ist ein heißes Thema! Ich versuche ja seit einigen Jahren (schon berufsbedingt 😉 und spätestens seit der Brandkatastrophe in Bangladesh damals) fair und bio zu kaufen, aber selbst die haben oft Elasthan etc. drin. Und ich habe auch wie Du die Erfahrung gemacht, dass es ganz ohne Plastik oft weniger haltbar ist.
    Bei Ernstings Family und anderen Billiganbietern würde ich persönlich nicht mehr kaufen, denn da kann man schon fast sicher sein, dass die Sachen unter miesen Bedingungen hergestellt sind. Unterhosen kaufe ich seit einigen Jahren bei Living Crafts und die halten lange. Aber sind sie reine BW? Gleich mal recherchieren… Nee, meine haben auch 5% Elasthan 😦 Aber doch, es gibt dort jede Menge Unterwäsche in 100% BW! 🙂 https://www.livingcrafts.de/damen/unterwaesche Das ist alles GOTS (Global Organic Textile Standard, schließt nach meiner Information bio und fair ein).
    Dann haben wir hier in OL den Vorteil in einer Unistadt mit linkem Bildungsbürgertum-Anteil zu wohnen 😉 , das heißt hier gibt es Bioläden an jeder Ecke und auch einen Laden von Maas Natur (Kleiderladen). Der Stil gefällt mit zwar auch nicht immer, aber T-Shirts und BW-Socken kaufe ich da und die halten auch ewig. Diese Saison haben sie auch endlich schöne Jeans! (Mit Elasthan 😦 )
    Ansonsten kann ich Paradize Apple unterstützen: Ich habe mir Bio-Hanfstoff gekauft und Jeans (oder auch Cordhosen) von meiner Schneiderin nähen lassen. Das ist allerdings nicht unkostspielig. Der Stoff kostet ca. 60 € und das Nähen nochmal 120 €.
    Ich bestelle Bio-Stoffe gern bei Siebenblau. http://www.siebenblau.de/ Dort gibt es übrigens auch Nähgarn aus 100% Bio-Baumwolle. Wir haben hier vor Ort allerdings auch auch einen Stoffladen, der Gütermann-Baumwoll-Nähgarn führt, das ist meines Erachtens auch 100% BW. Ich persönlich kaufe BW-Nähgarn aus beruflichen Gründen im Schneiderei-Großhandel.
    Wollsocken strickt mir meine 96-jährige Oma 😀 😀 😀 Leider mit handelsüblichem Sockengarn, das ja immer auch 25% Polyirgendwas drin hat. Aber ich habe mir selbst schon Socken aus 100% Wollgarn vom Finkhof getrickt, die halten bis jetzt super! Den Finkhof finde ich für Wollsachen soweiso eine prima Adresse, aber ihre fertigen Wollsocken habe ich noch nicht ausprobiert. http://finkhof.de/
    Wie Du siehst, greife ich viel auf das Internet zurück. Du möchtest das ja nicht so gern und da ergeben sich natürlich zusammen mit Deinem etwas abgelegenen Wohnort tatsächlich Probleme, für die ich auch keinen Rat weiß. Aber wie immer gilt es wahrscheinlich, nach der besten Lösung zu suchen und Kompromisse zu schließen, wo es nicht anders geht. Das ist schon viel wert!

    • Fjonka sagt:

      Finkhof: Von dort sind des Herrn teure Wollsachen (Socken und Pulli) Also, der Pulli ist vielleicht so okay, der Herr F. benutzt seine Ellbogen sehr doll, aber die Socken kann ich wirklich nicht empfehlen. Unterwäsche kaufe ich tatsächlich auch im Netz, meine bisherigen Unterbüxen sind von Otto, da wusste ich, die passen auch. Bislang hat mir immer „100% BW“ ausgereicht, für bio war ich zu geizig, muß ich gestehen. Muß mich doch sehr überwinden, für EINE Unterbüx über 10 Euro hinzulegen…. ich bin derzeit dabei, in Bezug auf dieses Thema in mich zu gehen. Ich könnte es mir ja leisten,. wieso bin ich bei Kleidung so geizig, bei Möbeln aber (zB) absolut bereit, einen Batzen Geld hinzulegen. Da ich ja eh nur selten Kleidung kaufe und nicht allzuviel im Schrank habe, ist es, wenn, dann wirklich schnell nötig, und dann siegt oft der Schweinehund. Aber wie gesagt, in den letzten Wochen „bin ich dran“, mal sehn, wohin es führt.

  4. Frank sagt:

    Vielleicht kannst Du Dich ja mit einer Wollfleece-Jacke anfreunden. Bollmann & Schweiger in Wees hat da schöne Sachen.
    http://www.bollmann-schweiger.de/sortiment/wollfleece-damenjacke-tailliert

    • Fjonka sagt:

      Das finde ich mal ganz prinzipiell einen Tipp, denn Wees ist ja praktisch „umme Ecke“ – da kann ich in den Hofladen fahren und anprobieren, ohne große Action!!! Nie von gehört! Sowas…
      Danke, da fahre ich nächste Woche hin, das interessiert mich jetzt! 🙂

  5. ladypark sagt:

    War gerade bei Famila einkaufen und habe mal einen Blick auf die Unterhosen geworfen: Da gibt es diverse in 100% Baumwolle, vielleicht ist ja was für dich dabei. Meine eigenen Unterhosen kaufe ich ausschließlich bei Ernstings Family, da gibt es eine Sports-Kollektion aus 100% Baumwolle, die sich super tragen lässt. Es gibt sie in weiß und in schwarz.
    Unterhemden kaufe ich selten, wenn dann beim einschlägigen Discounter, auch in 100% BW.

    • Fjonka sagt:

      Uterbüxen hab ich in den letzten jahren immer bei Otto bestellt (und sonst nix *g*) – aber meine werden jetzt fadenscheinig, und die Paßform gibts dort nicht mehr. Insofern danke für den Tipp, ich geh‘ ja niemals zum Discounter, deshalb weiß ich sowas garnicht. Und Famila- ich weiß garnicht, wo eines ist!?

      • ladypark sagt:

        Famila ist in Schleswig neben dem Schwimmbad. Ich habe die Büxen allerdings in Tarp bei Famila gesehen. Und Ernstings ist in SL in der Fußgängerzone, nicht weit vom Tiger Richtung Hertiehaus.

  6. Roswitha sagt:

    Wir haben wunderbare Wollsocken von Bär(-Schuhe)- eigentlich ein Schuhladen, gibt es wahrscheinlich auch in Hamburgund im Netz. Sehr haltbar trotz Dauereinsatz!

  7. portapatetcormagis sagt:

    Im Second-Hand-Laden findet man da oft schöne Sachen. Nicht teuer, schont Ressourcen und ist eigentlich immer gute Qualität.
    Für die Unterbüx zugegebenermaßen aber für mich nix.

    • Fjonka sagt:

      Leider bin ich da noch nie fündig geworden, liegt wohl an meiner (zu kleinen) Größe…. Aber Straßenflohmärkte sind einigermaßen ergiebig (2 Hosen im letzten Jahr!)

      • portapatetcormagis sagt:

        🙂 Mir geht es andersrum. Ich bin zu mollig für den Flohmarkt (oder die Anbieter zu dünn) und werde im 2nd-Hand fündig. Aber Hauptsache fündig.

  8. Füt Jeans wüßte ich auch ne Lösung, die ist nicht billig, aber nachhaltig wär sie schon. Mit der Lieblingsjeans zur Schneiderin deines Vertrauens und zum Beispiel im Hanfladen Hanfcanvas bestellen, kannste selber färben und hält länger als Baumwolle. So mach ichs mit meiner Lieblingshose schon seit Jahren, im Stoffladen funzeln sie mir den Stoff schonmal an, um einen möglichen Kunstfaseranteil festzustellen, nur Nähfaden bekommt man fast nur noch in/mit Kunstfaser. Selbst wenn man Nähseide dazu sagt. Ich hab natürlich den Vorteil des selber nähen könnens.

  9. Bibo59 sagt:

    Ich wollte mal den Klamottenkaufzwang meiner Mutter in geregelte Bahnen lenken und bestellte zu Weihnachten einfache weiße Baumwoll-T-Shirts. Trage ich beim Aikido unterm Gi. Ich dachte, da kann sie nichts falsch machen. Was ich bekam waren gefühlte hundert Garnituren aus Shirt und Unterbüx. Alles Baumwoll-Plastik-Gewebe, klebrig auf der Haut, wenn verschwitzt, die Shirts teilweise mit Strass-Steinchen versehen, die Unterbüxen teilweise mit so dicken Nähten, dass ich mich daran wundgeritten habe. Das hatte ich nun davon.
    Ich werde jetzt so nach und nach meine Klamottensammlung umstellen. Bei C & A habe ich schon Unterbüxen aus Baumwolle ohne dicke Nähte gefunden.

  10. Ania sagt:

    Vielleicht wäre es Zeit für einen Hamburgbesuch? Hier gibt es nicht nur Hess-Natur, sondern auch Marlow nature (seit über 20 Jahren). Soweit ich weiß haben die sogar einen Ableger nur für Männer. Darüber hinaus gibt es auch noch die passenden Schuhläden. Und wenn man mal gezielt sucht vielleicht auch noch andere Läden, das waren nur die beiden, die mir spontan einfielen. Himalaya zum Beispiel hat auch (nur?) ökologisch korrekte Kleidung.

    Eine andere Form des ökologischen Kleiderkaufs ist übrigens der Kauf Second Hand. Da ist natürlich auch immer Plastik drin, aber man verlängert eben die Lebensdauer der Stücke. Schuhe kaufe ich selbst fast nur noch bei eBay.

    • Fjonka sagt:

      Second Hand hab ich auch schon einiges gekauft, die Straßenflohmärkte hier haben ab und an mal was, zB schon zwei Hosen inzwischen.
      Ebay allerdings kommt eher nicht in Frage, ich muß anprobieren. Ein einziges mal hab ich eine Jeans gekauft, dieselbe marke und dieselbe Größe wie eine, die ich hatte. Ich dachte, damit auf der sicheren Seite zu sein, aber weit gefehlt – die Netz-Kauf-Büx ist knalleng, meine Originalhose passte dagegen super.
      Vielleicht müsste ich mal mein Klamottenkaufverhalten umstellen, dann könnte das mit HH was werden. Ich bin ja eine ungeplant-und-nur-das-nötigste-Käuferin, und spätestens im 3. Laden am Stück werde ich furchtbar unleidlich….

      • Maenade sagt:

        Ich hatte die gleiche Idee wie Ania: Ausflüge nutzen. In Berlin gibt es z.B. Naturkaufhäuser, die verschiedene Marken führen. Ich bin aus Budgetgründen Schnäppchenkäuferin, gehe dort also zu den Sonderangeboten und kaufe, was mir gefällt, auch, wenn ich es nicht furchtbar dringend brauche. Sachen zu kaufen, die wirklich gebraucht werden, finde ich nämlich sehr anstrengend.
        Unterwäsche aus 100% Baumwolle hab ich immer bei Karstadt und ich glaube auch C&A gefunden.

        Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist der Plastikanteil bzw. der Anteil anderer Fasern bei Wolle sinnvoll, weil die eine sehr kurze Faserlänge hat. Reine Wolle reißt daher recht schnell – es sei denn sie wird z.B. gefilzt. Bei Baumwolle hingegen geht es wohl nur(?) um Bequemlichkeit beim Tragen und Passform.

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