Garten und Co

Dieser Frühling hat es in sich:

im Februar, als Winterlinge und Co herauskommen wollten, war alles patschnaß. Wirklich patschnaß – noch nie war unsere Auffahrt länger schlammig. Jetzt schon: das Wasser stand wochenlang, bei jedem Schritt quatschte es unter den Füßen.

Dann kam der März. Ein herrlicher März, sonnig, trocken, warm – zu warm. Alle Pflanzen riefen „Hurra! Frühling!“, auch Biens stimmten ein, die Vögel jubilierten, alle stellten sich auf „Explosion“ und Vermehrung ein – zu früh.

Schlagartig sanken die Temperaturen, der ganze April war kalt mit teils heftigem Frost, stürmisch und trocken, und auch jetzt noch gibt es Nachtfröste (erst heute nacht wieder), und die Tage sind – Ausnahmen wie den Sonntag ausgenommen- mit kaum mal zweistelligen Temperaturen viel zu kalt.  Die Folge: wenig Regen und ständiger Wind haben die Böden ausgetrocknet, auch im Teich ist nur wenig Wasser. Die Stauden im Garten kümmern – als Beispiel: um diese Zeit sind die Akeleien normalerweise mindestens knie- bis oberschenkelhoch – jetzt ragen die höchsten Knospen nur gerade bis Mitte Wade auf. Die Pflanzen verzögern die Blüte, solange es geht – aber es geht halt nur begrenzt. Unsere Kirschbäume blühen jetzt, sie scheinen unbeeindruckt – andere Obstbäume haben heftige Schäden, eine „richtige“ Obstblüte wird das wohl nicht, obwohl ich lange dachte, wir hier seien weniger betroffen, weil wir später dran sind und die Knospen noch nicht so weit waren, als es so stark fror. Ich glaube, das hat getäuscht.

Der Raps steht seit letzter Woche in Vollblüte, aber nach wie vor kommen die Bienen selten dazu, sich ihren Teil zu holen – zu kalt. Ich fürchte, selbst wenn sie unterwegs sind, wird es nicht allzuviel geben: wo die Böden vom Wind ausgetrocknet sind, da honigen auch die Blüten nicht.

Unbeeindruckt zeigen sich Diejenigen, von denen ich mir wünschte, daß sich dieses Mistwetter kräftig auswirken würde, beeindruckt Die, denen ich Alles Gute wünsche – so isses im Garten halt manchmal….

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Beim fotografieren kam mir dann noch eine gute Idee: wenn Iris und Sumpfdotterblume im trockenen stehen, dann doch auch die Iris-Ableger, die mir seit letztem Jahr ein Dorn im Auge sind (ich möchte nicht, daß der ganze Teich mit Iris zuwuchert) Und so holte ich mir meinen Spaten und habe mühsam am Steilhang zum Teich zwei Iris-Kloben ausgebuddelt. Diese Sorte Iris, die Sumpfschwertlilie, hat ein unglaublich verstricktes Wurzelwerk, man kriegt sie eigentlich nur als Ganzes aus dem Boden, und das ist sogar bei erst zwei Jahre alten, im Durchmesser vielleicht 20cm messenden Ablegern schon richtig schwer. Und dann habe ich auch gleich noch eine der Weiden rausgegraben, die sich nach dem Christian-Bruch aus in den Teich gefallenen Ästen dort bewurzelt und ausgetrieben haben. Das war ungleich leichter.

Na, das ist doch mal was gutes dieses seltsamen Frühjahrs, auch wenn Weide und Iris mir da nicht zustimmen werden.

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13 Kommentare zu “Garten und Co

  1. Bibo59 sagt:

    Die Ernte aus dem Teich kannst Du ja in einem begradigten Gewässer Deines Vertrauens versenken. Wächst alles wieder an.

  2. Karin sagt:

    Obstblüte: In Meckenheim (großes Apfelgebiet im Rheinland) sind lt. Angaben der Bauern
    bis zu 90% der Blüten ganz erfroren oder
    geschädigt. Auch die Erdbeeren haben gelitten, es wird nicht so viele geben, d.h.
    das Obst wird wohl teuer.

  3. ladypark sagt:

    Hier hatten meine Kugelrobinie und der letztes Jahr gepflanzte Blauregen schon im März ausgeschlagen. Und nun? Es sieht alles tot aus. Keine Ahnung, ob die sich wieder erholen. Zu früh gefreut. 😦 Gerade regnet es etwas, ich bin froh darüber.

    • Fjonka sagt:

      Tja, keine Ahnung, ob das noch was wird – abwarten 😦
      Regen: WENN es schon unter 10° hat und wolkig ist, dann kann es auch bitte gleich mal einen Tag durchregnen… hier hats in der Ncht ein bißchen was gegeben, jetzt ists trocken.

    • wardawas sagt:

      Mein Hibiscus hatte auch schon vorwitzige Blättchen getrieben, die nun weiß und erfroren dastehen. Aber was konnte ich gestern entdecken? Er treibt unverdrossen direkt daneben neue Blättchen aus! Da freut sich doch des Menschen Herz!
      Bei den Hortensien hat es zwar den oberen Austrieb am älteren Holz erwischt (traurig-braun, riecht wie zu lang gekochter Kohl), aber unten steht ein Kranz junge frische Triebe parat, direkt über der Erde und geschützt vom alten Holz.

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