Kleinvieh

Eine ganz einfache Maßnahme, die, würde JedeR sie durchführen, schon ordentlich gegen Verschmutzung und für den Tierschutz hülfe, ist diese:

ich habe mir angewöhnt, wenn wir spazierengehen immer ein kleines „Trash out“ zu veranstalten: mal eifriger, mal weniger eifrig hebe ich im laufen Plastikstückchen, Zigarettenkippen oder wasauchimmer mir an Kleinmüll vor die Füße kommt auf und werfe das Zeug gesammelt daheim in den Müll.

Ich bin eh eine, die häufig gesenkten Blickes läuft, weil ich Blüten, Pflanzen, Insekten angucken möchte, da fällt das nicht schwer. Was mir zu eklig ist, lasse ich halt liegen. Jedes Stückchen hilft – nicht nur für die Optik, sondern leider sieht man ja immer wieder die Bilder von Tieren, die sich in Plastikresten oder weggeworfenen Dosen heillos verfangen. Über ein solches Bild ist mir auch erst aufgefallen, daß ich dieses ganz einfache „Kleinvieh“ ja auch mal hier beschreiben könnte:

Schon ein Weilchen her – Beispiel des „Fangs“ eines Spaziergangs

im Schleswig-Holstein-Magazin war ein Bericht über den Helgoland-Marathon, an dessen Rande der Reporter zwei Möwen an der Klippe sah, die durch ein Reststück Fischernetz aneinandergefesselt waren. Eine kleine Gruppe Menschen stand schon dort, aber die beiden saßen an der steilen Klippe, so einfach war kein rankommen.
Es war nur eine kurze Sequenz, aber ich erinnerte mich im Laufe des Abends und des heutigen Tages mehrfach an dieses Bild – ich hoffe, man konnte den Tieren helfen. Und ich hoffe, es ging mehr Leuten so, daß diese Bilder, der eine Satz dazu, sie zum denken gebracht hat. Und vielleicht sogar zum handeln, wer weiß?

Also, liebe LeserInnen, beim nächsten Gang durch die Stadt oder über Land – einfach mal eine Jackentasche zum Mülleimer machen! Jedes bißchen weniger ist ein Gewinn 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

14 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Marlene sagt:

    Mein Kind hat mich letztens drauf gebracht, weil es eine Milchtüte am Straßenrand gesehen hat. Wir haben dann auf dem Weg zum Einkauf und Zurück alles aufgesammelt, was uns in die Quere kam, wir hatten zufällig eine Tüte dabei. Aber es war schon sehr eklig, die Milch noch halb voll, tropfend usw. Ich finde es schrecklich, was die Leute alles so fallen lassen. Ich dachte, inzwischen hat das auch der letzte gelernt, aber nein. Ich hoffe mit dir, dass immer mehr Leute von den Folgen von Plastik erfahren.
    Liebe Grüße,
    Marlene

  2. Jeanne sagt:

    Liebe Fjonka,
    großen Respekt, dass du dir nicht zu schade bist, den Müll einzusammeln. Ich mach das auch oft so und mein Mann kommt manchmal aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Ich hab mir hierfür sogar für wenig Geld (bei Tedi) eine Greifzange gekauft und hab auch immer Plastikbeutel und Einweghandschuhe einstecken. Und du hast vollkommen recht: würde jeder so handeln, würden wir unseren Kindern ein viel schönere Welt hinterlassen!! Aber vielleicht ist dein Beitrag ja ein Anstoß- und wie so oft fängt vieles bekanntlich klein an :)….Danke dafür!!
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Fjonka sagt:

      Hallo und willkommen hier 🙂
      Da bist Du ja viel „ausgerüsteter“ als ich, auch für die ekligeren Müllteile… Ich hätte ehrlich gestanden wenig Lust, mit Geifzange spazieren zu gehen – Respekt retour fürs aufsichnehmen solcher Unannehmlichkeiten! 🙂
      Bloß das mit den Einmalhandschuhen sehe ich ein wenig kritisch – Müll verursachen, indem man Müll sammelt!? Aber durch die Zange wirst Du die ja eh eher nicht brauchen.

  3. Hallo Fjonka!

    Wie schön, dass Du bei EiNaB mit dabei bist, so komme ich endlich einmal wieder dazu auf Deinem Blog vorbei zu schauen. In letzter Zeit komme ich gar nicht mehr zum Lesen auf anderen Blogs, das geht mir richtig ab.

    Deinen Tipp finde ich ganz wunderbar, ich mache das auch immer wieder. Letztes Jahr habe ich den halben Strand in Italien gesäubert und beim Wandern finde ich immer wieder Plastikflaschen in der Natur, die nehme ich dann auch meist mit.

    lg
    Maria

  4. teff42 sagt:

    gelegentlich machen das auch so. Es ist schon erstaunlich, wieviele (auch Pfand-)flaschen in der Landschaft liegen. Es gibt im Hunderundenareal eine Stelle an der täglich 2-3 (Pfand-)Bierdosen liegen. Da muss jemand echt Durst haben 😦

  5. Da ich fast in jeder (Jacken) Tasche Kotbeutel habe, nutze ich diese oft auch dafür. Beim Wandern machen wir das auch, aber auf grund der Menge begrenzen wir es dort auch Scherben oder Splitter.

    • ladypark sagt:

      Ich nehme jetzt auch immer mehrere Beutel auf die Hunderunde mit, sehr nützlich zum Müllsammeln. So in die Jackentasche mag ich den Dreck dann doch nicht stecken. Also liebe Nichthundehalter, Kotbeutelchen eignen sich wunderbar. 😉

      • Fjonka sagt:

        Einziger Nachteil: die sind aus—– Plastik! Hergestellt, um in den Müll zu wandern.
        Ich habe geplant, Tüten dafür wiederzuverwenden, die ich nicht vermeiden kann. Zum Beispiel kommt in der Biokiste das Pfund Kartoffeln immer in einer Papiertüte. Oder die Apothekenlieferung letztend – das Medikament war auch in einer Papiertüte, ideale Größe dafür. Nun muß ich bloß noch dran denken – aber sooooo empfindlich bin ich beim IndieTaschestecken zum Glück nicht.

        • Bibo59 sagt:

          Wenn denn die Hundekackebeutel mal in den Müll wandern würden! Viele werden befüllt, zugeknotet und unter dem nächsten Busch entsorgt. Völlig kontraproduktiv. Die Kacke wäre längst zersetzt, der Beutel hält. Richtig ist, Hunde sollten nicht auf Gehwege, Kinderspielplätze oder Liegewiesen kacken. Aber man kann sie auch erziehen, so dass sie z.B. ins Gebüsch gehen oder über den Rinnstein.

Platz für Klönschnack ...

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