Honigschwemme!

GROOOOOOSS!!

Die Kringelchen, ich erwähnte es bereits, platzen aus allen Nähten. Trotzdem haben wir noch keine Weiselzelle gefunden und ihnen am Donnerstag den DRITTEN Honigraum aufgesetzt, weil auch der 2. bereits ausgebaut war. Vorhin nun habe ich mal nachgeschaut, ob es denn vielleicht schon so weit ist, den ersten abzuernten. Garnicht so einfach, denn ich bin klein, der Turm mit 3 Zargen drauf ist hoch, und so ein Honigraum voller Honig ist sauschwer! Wie schwer, das hatte ich sogar noch unterschätzt, ich habe ihn kaum wieder obendrauf gekriegt, und überhaupt ging es nur mit schieben und dadurch mit Toten bei den Bienen 😦 – das mach‘ ich nicht nochmal alleine!

Das Ergebnis des nachschauens allerdings war klasse: obwohl erst etwa ein Drittel verdeckelt war, hat das Refraktometer klar grünes Licht gegeben: 15,5% Honigfeuchte aus unverdeckelten Zellen – 18% ist nach DIB (Deutscher Imkerbund) okay, 20% nach Gesetzeslage. Also die Bienenflucht druntergesetzt und morgen können wir ernten!

Gut, daß wir das Refraktometer haben – ohne das hätte ich gedacht, es ist längst noch nicht so weit, weil man pi mal Daumen sagt: 2/3 müssen verdeckelt sein, dann ist der Honig reif. Aber diese Daumenregel stimmt halt längst nicht immer, oft ist auch verdeckelter Honig noch recht feucht, oder aber – wie jetzt – Biens verdeckeln noch nicht, aber der Honig ist längst reif.

Bisher hatten wir noch nie so viel Honig! Das höchste der Gefühle waren 2 Honigräume auf einem Volk, der 2. allerdings war nie voll, und wir haben überhaupt erst einmal eine ganze Zarge voll Honig geerntet, und die war noch aus mehreren Völkern zusammengetragen – und jetzt das! Es gibt mehrere Probleme *g*

  • Wir haben nur einen Eimer zum durchlaufen lassen (das klappt, soweit ich mich erinnere, knapp, wenn man gut quetscht und immer zwischendurch mal wartet, bis wieder Honig abgeflossen ist)
  • Wir haben insgesamt nur sechs Honigräume (pro Volk zwei, dachten wir, reichen dicke) und so müssen wir schnell sein, denn die Kringelchen brauchen den Platz, und wir müssen ihnen fix den abgeernteten Honigraum samt „Ausschleckresten“ an den Rähmchen, von denen wir ja auch bloß die haben, die in die sechs Zargen passen, wieder obenaufsetzen
  • Und ich bin nicht sicher, ob wir genug Gläser haben, dabei dachte ich, langsam keine mehr sammeln zu müssen …. Also, für diese eine Zarge reicht das dicke, aber es kommt ja noch viel mehr!!!)
  • Dazu kommt: wir verkaufen ja nur privat, und da ist fraglich, ob wir solche Mengen überhaupt essen/ verschenken/ verkaufen können. Honig wird ja nicht schlecht, aber trotzdem….

Luxusprobleme *gg*

Und es liegt ein arbeitsreicher Tag vor mir. Heute bereite ich schonmal die Küche soweit vor (soll ja möglichst sauber sein), und mrgen dann….. yallayalla!! 🙂Unser Bienenstand im Moment. Von vorn nach hinten: Sonnenvolk mit einem Honigraum, Mondvolk mit zweien und der Kringelchen-Wolkenkratzer 😉 Dahinter ein Ablegerkasten: wir beherbergen für vier Wochen den Ableger der Antigenfoodfrau. Danach kann er zurück in ihren Garten (dann sind alle Bienen eines natürlichen Todes gestorben, die sonst in ihren alten Kasten zurückfliegen würden)


PS Nachtrag, den Dicken betreffend: ich bin teffs Rat gefolgt und hab mal beim Tierarzt angerufen. Wurde (nochmal) beruhigt, und vor allem habe ich sein Gewicht vom letzten Mal bekommen: 5,8 Kilo, das heißt: er hat es gehalten und sogar noch ein klein wenig zugelegt (das kann aber auch waagebedingt sein). Die Frau am Telefon meinte: solange er nicht abnimmt – alles gut in dem Alter. Alle 14 Tage mal wiegen, dann ist man auf der sicheren Seite. 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 7.

6 Kommentare zu “Honigschwemme!

  1. Schön das es es dem Dicken ja doch gut geht. Aber als „Mutti“ wird man schnell nervös. Kenne ich.

    Ja die Bienchen sind schon treue Seelen. Meine Freundin hat ihren Ableger auch in einen anderen Garten verlegt (eine nette ältere Dame aus dem Dorf hat ihr eine Ecken zur Verfügung gestellt) und einen weiteren sogar 2 Dörfer weiter an den Rand einer ungenutzen Schafweide.

    • Fjonka sagt:

      🙂 Gut, wenn man solche Orte hat – zur Not gehts aber auch am eigenen Stand, nur nicht so unproblematisch. Eine Freundin hats über „2 Tage im Schuppen ohne Flugerlaubnis“ hingekriegt.

  2. Katrin sagt:

    Du hast ja einen wirklich schönen Bienenstand. So angenehm im Schatten. Ich Imker noch nicht selber, möchte aber gerne nächstes Jahr damit anfangen. Diese Jahr ist zum lernen. Schön hier einen Blogg gefunden zu haben in dem man über die selben Interessen (Katzen und Bienen) lesen kann und freu mich wenn ich auch hier noch viel lernen kann.

    Liebe Grüße auch an den Dicken. Es hat auch seine schönen Seiten ein Seniortier in der Familie zu haben. Ich durfte diese Zeit der Ruhe mit meiner Hündin erleben und habe versucht die schönen Seiten des älterwerden mit ihr ganz bewusst zu genießen. Aber ich kann sehr gut verstehen wenn man sich Sorgen macht. Da kann es nie schaden einmal mehr den Tierarzt anzurufen. Man muss ja nicht gleich hinfahren. Hab ich auch oft so gemacht. Das beruhigt die eigenen Nerven und das merkt dann auch dein Kater.

    LG, Katrin

    • Fjonka sagt:

      Hallo und willkommen hier 🙂
      Der Schatten hat so seine Vor – und Nachteile: bei mir fliegen die Bienen morgens erst deutlich später, das ist gerade im zeitigen Frühjahr schon schlecht! Dafür hat es derzeit, wenns heiß ist, Vorteile- man befürchtet weniger, daß Waben reißen könnten.
      Vielleicht hast Du im Menü gesehen, daß ich schon seit 7 Jahren über die Bienen schreibe – bei „Jahr X“ chronologisch, aber falls Du noch nicht so viel weißt, gibt es auch den Tag „Imkerlatein“, wo ich viele Begriffe erklärt habe, oder „Über Bienen“ mit allgemeineren Infos.
      Was den Senior angeht, so finde ich recht schön, daß es gemütlich-ruhig ist mit ihm. Und man kennt sich schon so lange, das ist auch was, was ein Wert an sich ist, finde ich 🙂

  3. Bibo59 sagt:

    Das ist ja echt ein Wolkenkratzer, vor allem im Vergleich zu dem kleinen Kästchen daneben. Ich habe nicht ganz kapiert, warum die Bienen zu Euch umgelagert wurden, bis andere gestorben sind. Waren die krank?

    • Fjonka sagt:

      Bienen sind ja, wenn sie nicht freiwillig schwärmen, standorttreu. Das heißt: willst Du einen Ableger machen, ist es am besten, sie aus ihrem Flugradius herauszubringen, dann fliegen sie sich neu ein und gewöhnen sich an ihr neues Zuhause. Sonst würden alle Flugbienen in die alte Beute zurückfliegen statt im Ablegerkasten zu bleiben.
      Aber nach 4 Wochen sind alle Flugbienen, die schon gelebt haben, als man den Umzug gemacht hatte, tot (ganz normale Lebensdauer einer Sommerbiene: 4 Wochen), und also kann man sie dann zurückbringen. Die neuen werden dann nicht in die Ursprungsbeute zurückfliegen.
      🙂

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