Es gibt ja so viel Wissenswertes…

… über Erlangen, ich weiß!! Kennt Ihr das Lied? Musste ich grad dran denken….. aber eigentlich wollte ich Euch mal berichten, wie das mit den fleißigen Bienchen und dem Honig ist (danke, unterwegsmitmir, für die Anregung im Kommentar gestern)

Es ist nämlich schier unglaublich, was diese Tierchen in welcher Geschwindigkeit schaffen – manchmal sammeln sie an einem einzigen Tag mehrere Kilo Nektar, und wenn man dann weiß, daß

  • eine Biene 50 mal ausfliegen muss, um 1 Gramm Nektar zu sammeln weil in die Honigblase nicht so viel reinpaßt, Bienchen muß ja auch noch fliegen können…..
  • für 1 Kilo Honig also 150.000 Ausflüge notwendig sind!!
  • eine Biene pro Tag 40 Ausflüge macht, und pro Ausflug etwa 100 Blüten besucht
  • eine Biene für 1 Kilo Honig bis zu sieben Mal die Erde umfliegen müsste (von der Flugstrecke her gesehen)
  • die höchste Fluggeschwindigkeit von Bienen „leer“ etwa 70 km/h beträgt, und „beladen“ etwa 20 km/h
  • 1 Kilo Honig die Lebensarbeit von 350-400 Bienen darstellt
  • für 1 Kilo Honig die dreifache Menge Nektar benötigt wird (weil Nektar sehr viel mehr Wasseranteil hat als Honig)
  • ein Bienenvolk etwa 50-80 Kilo Honig im Jahr zur eigenen Ernährung benötigt*

dann muß man schon hartgesotten sein, um nicht vor Ehrfurcht zu erstarren….

So ein Bienenvolk hat im Sommer, wenn es sehr groß ist, etwa 40.000 Bienen, davon sind etwa 10.000 in dem Alter, in dem sie Nektar sammeln. Wenn also 10.000 Bienen am Tag mal sagen wir mal 3 Kilo Nektar sammeln, dann sammelt eine 0,3 Gramm, macht also etwa 15 Ausflüge am Tag. Das liest sich jetzt schon etwas humaner *g* – die schiere Masse ists, die die Zahlen so riesig macht. Und doch….. immer, wenn ich solche Zahlen lese, bin ich beim nächsten Gang zum Honigeimer plötzlich viel geiziger damit, wie viel „Rest“ nach dem umfüllen ins Spülwasser darf….. so viel Arbeit, einfach weggespült!

Nebenbei gefundene Info, die ich auch noch extrem doll finde: Um ein Kilo Honig einzulagern, braucht es nur 20g Wachs als Material für die Wabe. Unglaublich, wie stabil so eine Wabe ist!*


Nachtrag: ich sollte wohl erwähnen, daß ich beim suchen nach den Infos oben auf dieser Seite fündig geworden war, und daß obiges von dort abgekupfert ist. Denn mir Zahlen zu merken, das fällt mir immer wieder schwer, und dieser Imker hat alles schon so wunderbar zusammengetragen 🙂

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7 Kommentare zu “Es gibt ja so viel Wissenswertes…

  1. „Wissenswertes über Erlangen“… Foyer des Arts… Lange her, aber unvergessen der Auftritt von Max Goldt und Co. in der ZDF-Hitparade. Das Beste daran waren die versteinerten Blicke des typischen Hitparadenpublikums im Fernsehen – und meiner Großeltern, vor deren Fernseher ich dieses denkwürdige Spektakel erleben durfte….

    Die Bienengedanken will ich natürlich nicht übergehen: Die Hauswirtin meines Elternhauses war auch Imkerin. Eine riesige Aufgabe, vor der ich eben solchen Respekt habe. Und es gibt nix Besseres als Honig direkt vom Imker der, vereinfacht gesprochen, direkt von der Wabe auf das Brot fließt.

    • Fjonka sagt:

      Da muß ich ja morgen glatt mal gucken, ob DAS irgendwo im Netz aufzufinden ist. Macht sicher Spaß, das anzusehen!!!! *ggggggggggggg*

  2. Ja es ist schon der Hammer. Auch die Konstruktion der Waben….hocheffizient. Also kein Wunder das ich mich, nachdem wir die Bienen im Biounterricht damals hatten so sehr für Biologie begeistete, dass ich es studiert habe.

  3. Karin sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu Eurer tollen Honigernte und guten Appetit beim
    sonntäglichen Frühstück mit frischem Honig, ich beneide Euch!

    „Diese Seite“ ist ja sehr interessant, ich habe sie zu meinen Lesezeichen genommen um sie in Ruhe zu studieren.

  4. Bibo59 sagt:

    Beeindruckend. Und dann reicht es noch um Menschen mit durchzufüttern. Ich bin gerade beunruhigt, weil in meinem Garten der Klee, Salbei und die Sch*Brombeeren blühen, aber keine Bienen und Hummeln zu sehen sind.

    • Fjonka sagt:

      Wetter?
      Bei uns fliegt seit gestern keine einzige. Sturm und Wolken bei 17° – nö!
      Gestern war der Herr Beringer im S-H-Magazin, da ging es wieder um Vögel- und Insektenrückgang. Vögel in den letzten 30 Jahren 80% minus!!!

    • Fjonka sagt:

      Achso – und zum menschendurchfüttern reicht es nicht, denn wir geben ja im Spätsommer zurück, was wir vorher genommen haben – in Form von Sirup. Okay, etwas weniger, aber doch…

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