Kleinvieh

Heute zum Thema „auf der Reise“. Oder eigentlich eher zum Thema „ich muß mal – was nun?“ *g*

Wer unterwegs ist, der muß mal zwischendurch. Aber nicht immer ist ein WC in der Nähe, oder aber (ich sag‘ nur Autobahn) das, was nahebei erreichbar wäre, ist so eklig, daß der Reisende sich das nicht antun mag.

DER Reisende – na, DER Reisende hat es dabei gut – ists nur ein kleines Geschäft, ist das ganze recht unkompliziert. An den nächsten Baum gestellt, alles klar…

DIE Reisende hat es schwerer, denn DIE Reisende muß wischen, auch beim kleinen Geschäft. Und daß sie das muß, das ist der Grund dafür, daß zwei Schritte neben der Autobahnraststätte, „umme Ecke“ bei jeder Touri-Attraktion und sogar auch hinter vielen Baumstümpfen neben nahezu jedem öfter belaufenen Wanderweg (ich habs gesehen, im letzten Urlaub. Überraschend oft, gemessen an den überraschend wenigen Wanderern auf unserem Weg) weiße Stellen sind: aufgeweichte, wochen- oder monatealte Klopapierreste. Das ist weder schön noch umweltfreundlich!

Ich hatte in den letzten Jahren versucht, mir mit Blättern, frisch gezupft, zu helfen, aber war damit nie recht glücklich, denn Blätter saugen nicht – was das genau bedeutet, mag sich JedeR selbst vorstellen. 😉 Das ganze war mir jedenfalls immer unangenehm. Bevor wir nun im Urlaub losgewandert sind, habe ich überlegt, wie ich dieses Problem besser lösen könnte. Ich wusste: 20 Kilometer-Touren ohne sichere Einkehrmöglichkeiten zwischendurch würde ich nicht ohne Nöte durchhalten. Und – taraaaa- es ist eigentlich ganz einfach:

Ein Läppchen ist die Lösung, selbstgenäht – was selbst einer totalen Nähanfängerin wie mir möglich ist, wenn sie nicht zu große optische Ansprüche stellt:

ein altes Frottee-Handtuch doppelt zusammengelegt zerschnitten in handliche Stücke (etwa 10x5cm sind prima), die offenen Seiten mit Zickzackstich zugenäht, damit’s nicht kaputtfranst – in einer Viertelstunde ist ein Stapel Läppchen fertig. Eine Zip-Tasche aus Plastik für die benutzten Läppchen hatte ich noch, so konnte ich die prima aufbewahren und abends einfach auswaschen. Nach der Tour kamen sie in die Wäsche.

Eine einfache, müllsparende Methode, unsere Natur nicht mit unserem Dreck zu belasten, die theoretisch natürlich auch mit größeren Geschäften umsetzbar ist – das musste ich aber nicht testen, weil die besser planbar sind 😉

Und wer mag, kann natürlich daheim einfach weitermachen mit der Müllsparerei. Denn runtergespült ist zwar aus den Augen – aber deshalb nicht verschwunden….

…und ab damit zur neuen Einab ….

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

12 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Hallo Fjonka!

    Schön, dass Du bei EiNaB mit dabei bist, so komme ich doch einmal wieder dazu, bei Dir mitzulesen!

    Ich habe es in dem Fall einfach, weil ich auch zu Hause waschbare Toilettentücher verwende. Da muss ich nur einige einpacken für unterwegs. Mach ich schon länger so, denn das ist wirklich viel besser als diese ekligen WC-Lager in der Natur!

    Der Urin selbst ist ja kein Problem, der düngt ja sogar die Wiese und es stinkt auch nicht, denn das baut sich schnell ab. Aber diese Papierhäufen sind richtig eklig finde ich.

    lg
    Maria

    • Fjonka sagt:

      Im Allgäu gabs überall Hundekottütenspender „im Nichts“, zusammen mit Schildern, die behaupteten, diese Hundehäufchen gehörten nicht in die Wiesen. Daran erinnert mich grad Dein „Dünger“-Kommentar, und daran, daß ich mal recherchieren wollte, ob’s da irgenwelche „echten“ Probleme gibt. Wo das nächste Dorf Kilometer entfernt ist und und mehrfach den ganzen Tag kein Hund begegnete frage ich mich schon, ob’s nur Hysterie ist oder begündet (Krankheiten??? Vom Hundehaufen auf die Kühe, die das Heu fressen??)
      Mal sehn, wann ich dazu komme, hier gehts grad drunter und drüber….

      • teff42 sagt:

        Ganz besonders toll ist es, wenn die Hundehaufen, säuberlich in Tüten verpackt, in der Landschaft liegen. Ich denke bei Freilandhaufen, kommt es auf die Menge an, bevor da irgendein Problem von ausgeht.
        In einem Landschaftspark in der Nähe besagt die Hausordnung, dass die Hundehalter ihre Wauwaus zum Sch… in das längere Gras führen sollen. Der Park ist so angelegt, dass an den Wegen regelmäßig kurz gemäht wird, aber größere Flächen nur so ein bis zweimal im Jahr, was zu langhalmigen Wiesen führt. Ich finde diese Regelung ausgesprochen praktisch und es scheint auch zu funktionieren…

  2. satayspiess sagt:

    Draußen habe ich meist ein Feuerzeug mit. 🙂
    Das Papier sollte man natürlich nicht im trockenen Laub verbrennen. Aber das versteht sich ja wohl von selbst. 🙂

    • Fjonka sagt:

      Auf DIE Idee wäre ich ja nie gekommen, sowas! Aber auch nicht schlecht, bloß würde ichs nicht weiterempfehlen, schließlich ist nicht Jede verantwortungsbewußt genug für sowas. Und außerdem ist Müll vermeiden besser als Müll verbrennen 😉

  3. PurpurBête sagt:

    Ich nutze in der Regel Blätter. Oder auch mal die Wasserflasche, wenn an Wasser kein Mangel herrscht. Dann stört mich das etwas nasse Höschen auch nicht, denn ich weiß ja, dass es Wasser ist.
    Eine Wasserflasche mit verkleinertem Ausguss leistet auch zuhause gute Dienste. Ich bin aber wieder davon abgekommen 😦 (Warum eigentlich?)
    Wenn es doch mal ein Papiertuch sein muss, dann ist es übrigens ökologischer und auch optisch besser, das mit der Schuhspitze in den Boden zu drücken und ggf. noch etwas Erde, Blätter, Moos o.ä. drauf zu tun, dann können die Helferlein im Boden viel schneller ihr Werk tun.

  4. Bibo59 sagt:

    Zu Hause nehme ich für’s kleine Geschäft auch kein Papier mehr.

  5. Bibo59 sagt:

    Naja, ein Standard-Waschlappen oder ein Stofftaschentuch wird es wohl auch tun. Erinnert mich daran, dass meine Eltern früher immer einen feuchten Waschlappen in einem kleinen Plastikbeutel mitführten. Das war bevor es diese einmal Feuchttücher, Frischetücher, Desinfektionstücher… etc. gab. Ich komme klar mit Blättern oder Moos.

    • Fjonka sagt:

      Ein Waschlappen wäre mir zu groß, ein Stofftaschentuch wird zu naß (das finde ich doof an den Fingern und zum Transport) Außerdem haben die allermeisten Menschen sowas garnicht mehr. Aber klar, wem’s taugt, der nimmt sowas, kein Problem 😉 – für mich haben sich diese Läppchen als angenehmer rausgestellt

  6. Anja sagt:

    Cool! 🙂

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