Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

14 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. dschinny sagt:

    Genialer Tipp. Heute ausprobiert – mit Erfolg! Klo und Badewanne, bei der ich dachte, der Lack müsste erneuert werden, aber nein, es war nur Kalk. Super!

  2. satayspiess sagt:

    Höcht interessant!!!!! 🙂

  3. Hat dies auf Fundstücke aus dem Internet rebloggt und kommentierte:
    Wirklich genialer, ausgesprochen hilfreicher Tipp, herzlichen Dank!

  4. Hallo Fjonka!

    Das ist ein wirklich genialer Tipp, herzlichen Dank! Das muss ich mir unbedingt merken!

    Wie schön, dass Du bei EiNaB wieder mit dabei bist und danke fürs Werbung machen…

    lg
    Maria

  5. Frau Tonari sagt:

    Das mit dem Bimsstein hätte ich mich nicht getraut. Ich hätte vermutet, dass man mit dem Bimsstein die Keramik rau und damit noch anfälliger für Ablagerungen macht.
    Dein Kleinvieh-Schild bewundere ich unabhängig von der Rostparade übrigens schon immer.

    • Fjonka sagt:

      Nein, im Gegenteil scheinen damit auch die rauen, farblosen Reste, auf denen sich so schnell wieder Neues ablagerte, weg zu gehen! Meine Schüssel glänzt wieder 🙂
      Das Schild kann man übrigens auch nach wie vor in Natura bewundern, in einem Dorf in der Nähe 🙂

  6. monisertel sagt:

    Liebe Fjonka,
    man muss eben immer offen sein für Experimente und wenn nichts Bekanntes mehr wirklich hilft, auch mal etwas Ungewohntes ausprobieren.
    Angenehmen Wochenstart und lieben Gruß
    moni

  7. Zum Wertstoffhof, Sondermüll, flüssig. Ich rate übrgens ab, den Bimsstein am Stiel zu erwerben, den ein Süddeutscher Ökoversand speziell fürs Klo anbietet. Der ist total unpraktisch, da der Stiel eben so dick und starr ist, dass man an die wichtigen Stellen gar nicht ran kommt.

    • Fjonka sagt:

      Das glaub ich gern, daß das nix bringt – man muß ja schon ordentlich rubbeln können, und wäre der Stiel dann dünn, bräche er – und bei dick ist er zu unflexibel. Mit dieser Mausform vom Bild geht das aber recht gut!

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