Schlürf

Spät dran sind wir mit unseren Bienen. Weil das Jahr so spät dran ist, so ohne Sommer und Wärme. Es hat lange gedauert, bis die Linde blühte, dementsprechend auch, bis wir ernten konnten (bzw kann man eher sagen „hätten ernten können“, war ja kaum was mit der 2. Ernte) und dann auch einfüttern, varroabehandeln, Rest einfüttern. Aber jetzt, mit dem letzten Rest Futter, habe ich doch noch mal Bilder gemacht. Allzu dolle erkennen kann mans nicht, aber wenn ich Euch sage, was zu sehen ist, dürftet Ihr’s erkennen:

Dies ist die Futterzarge von oben. Jedenfalls die eine Ecke, in der die Bienen ihr Futter ausschlürfen. Im Prinzip wird ein unten geschlossener Kasten oben auf die Bienenbeute gestellt, der nur eine Öffnung hat, durch die Biens hochkrabbeln können (mittig unter der Plastikkappe), drumherum einen Holzwall und über beidem eine Plastikkappe, die unten auf kleinen Klötzchen aufliegt. Zur Folge hat diese Konstruktion, daß der Sirup, den man eingießt, außen am Wall aufsteigt, nicht aber überschwappt. Biens erklimmen den Wall, steigen dann bis auf Höhe des Sirupstandes ab und könne, ohne zu ertrinken, gemütlich schlürfen. Hier sieht man, wie hoch der Sirup steht, und daß Biens eifrig trinken. Wessen Honigblase gefüllt ist, der macht Platz für die nächste Durstige. In so einen Futterkasten passen locker 15 Liter Sirup, den zu Beginn die Bienen an einem Tag (längstens!!) weggeputzt haben. Jetzt, gegen Ende der Zeit, brauchen sie für nichtmal 10 Liter, den Rest, schonmal 3-4 Tage. Erstens hat die Volksstärke schon abgenommen, zweitens ist das Wetter ungünstiger, drittens weniger Platz in den Waben…..

Wenn der Kasten leer ist, können die Bienen unter dem Rand der Plastikkappe durchschlüpfen und machen uns so kostenlos den Kasten wieder schön sauber 🙂


Einfüttern nennt man, wenn man im späten Sommer den Bienen den weggenommenen Honig durch Sirup ersetzt. Ein Volk braucht für den Winter etwas 15-20 Kilo Futter, das sind über 25 Liter  Sirup.

Unser Fütterungskasten heißt Adamfütterer. Weil ein Herr Adam den entwickelt hat. Es gibt noch andere Arten einzufüttern. Da alle übereinanderstapelbaren Module zu allen Zwecken Zargen heißen (Brutzarge, Honigzarge ….), heißt er allgemeiner gesagt auch einfach Futterzarge

Wir füttern mit gekauftem Sirup. Man kann aber auch aus Zucker und Wasser Futter selbst herstellen. Der beinhaltet aber weniger Zuckerarten als der Sirup, deshalb vertragen Biens wohl den Sirup besser.

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6 Kommentare zu “Schlürf

  1. Frank sagt:

    Das Bienen-Fiasko: Imker müssen zufüttern – Quelle: https://www.svz.de/17855091

    • Fjonka sagt:

      Naja, dies‘ Jahr war wirklich sehr schlecht. Aber da steht nix, wie er drauf kommt, auch für nächstes Jahr mit schlechter Ernte zu rechnen. Und zufüttern ist ja normal. Was genommen wurde, muß zurückgegeben werden.

Platz für Klönschnack ...

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