Türchen 11.12.: Die Musik meines Lebens, Teil 2

Ja, ich weiß – seit eeeeewigen Zeiten schon brennt Ihr drauf, nun endlich zu erfahren, um welche Platte es denn nun geht und wie die Geschichte dazu ist. *g*

Dann will ich mal erzählen, und wer mag, hört dazu schonmal rein, denn hier ist sie. Die Musik, die ich kenne, seit ich (etwa) 16 bin, die mich seitdem begleitet und die ich trotzdem nie als „Lieblingsmusik“ bezeichnet habe, denn sie war eher so eine Art Hintergrundrauschen, ohne das irgendwie alles nicht richtig ist, aber nie so im Vordergrund, daß man als erstes dran denkt, wenn man nach der Lieblingsmusik gefragt wird.

Damals, als ich etwa 16 war, bin ich zum ersten Mal in eine richtige Disco mitgenommen worden (ja, ich war immer schon und mit allem spät dran *g*) Davor kannte ich nur die Schul-Discos, und mit diesem Kenntnisstand hat es mich (zu Recht) überhaupt nicht danach gedrängt, sowas schreckliches in größer kennenzulernen. Aber dann kamen neue Freunde, und mit denen bin ich halt mal mit. Und so kam es, daß ich relativ verschüchtert in einer relativ leeren Disco saß und der Freundin beim tanzen zuschaute, als „Cathedral“ zu laufen begann – und ich mich auf der Tanzfläche wiederfand. Ein Erlebnis, das ich seitdem immer wieder gesucht (und lange Jahre auch gefunden) habe, mit vielen anderen Musikstücken auch. Immer mochte ich Stücke, die sich langsam aufbauen und irgendwann mehr oder weniger explodieren, und ich mit der Musik mit …..

Damit begann es also.

Die Kassette, auf der die Platte drauf ist, ist aber einige Jahre jünger. Da war ich schon um die 20 und in Unterfranken und lernte den um die 15 Jahre älteren W. kennen, den Liebsten einer WG-Mitbewohnerin. Dieser W. hatte eine sehr große Plattensammlung, und ich verdanke ihm nicht nur viel alte, aber mir damals neue und mir nach wie vor liebe Musik, sondern auch den Rest der obigen Platte. Denn bisher kannte ich ja nur „Cathedral“. Ich mochte sie auf Anhieb ganz, die Platte, und habe sie seither als Kassette hoch und runter gehört, seit über 30 Jahren also.

In diesem Zusammenhang ist mir vor relativ kurzer Zeit (sprich, vielleicht 5 oder 6 Jahren) etwas aufgefallen, als ich meine Platten auf CD brannte (denn tatsächlich hatte ich mir diese Musik sogar als Platte gekauft, ein echter Liebesbeweis!) Mir ist erstmals aufgefallen, wie schräg und jazzig einige Stücke sind! Und wie seltsam das ist, denn erst als ich schon her oben im Norden war habe ich Jazz zu schätzen gelernt. Vorher brauchte man nur das Wort zu erwähnen, schon hab ich Pickel gekriegt, metaphorisch gesprochen. Und nun fiel mir auf, daß einige „meiner liebsten“ eigentlich ziemlich viel jazziges in ihren rockigen oder ruhigen Klängen versteckt haben.

6 Kommentare zu “Türchen 11.12.: Die Musik meines Lebens, Teil 2

  1. Stephan sagt:

    Hallo Fjonka, bei mir hat es auch lange gedauert, das ich mal auf einer Tanzfläche war. Deshalb ist 16 Jahre schon sehr früh. Ich kann zu so vielen tanzen. Ich konnte mich noch dran errinnern, das ich einfach so geflasht war, das ich mehrere Stunden durchgetanzt hatte, bei einigen Liedern teilweise alleine war, weil keiner zu Helene Fischer tanzen wollte. Mir war es egal. Ich habe das Leben genoßen in der Sekunde. Deine Lieder sind hammer 😉 LG Stephan

    • Fjonka sagt:

      *lol* – Helene Fischer!? Ich war zwar auch öfter (und gern – endlich Platz!!)- auf der Tanzfläche, und auch ich habe Stunden durchgetanzt – aber kam Musik, die „nicht geht“, musste ich zwangspausieren (und habe „Pausengespräche“ mitten im Satz abgebrochen, wenn wieder ein gutes Lied kam)

  2. Nighthawk sagt:

    Du denkst du warst mit 16 spät dran für das erste Mal echte Disco?
    Das toppe ich, ich war 21 als ich das erste mal in einer echten Disco war 😉

    Das Stück/Album was mich i-wie schon immer begleitet, aber nie so richtig Lieblingsstück war (mich aber zu meiner Lieblingsgruppe gebracht hat), ist im übrigen Abenteuerland 😉

    Nur aktuell höre ich lieber Sachen von Elevation Worship, Bethel Music oder United Pursuit…………………………………..

    • Fjonka sagt:

      21!!! Wow!!! Okay…. wahrscheinlich bist du ja, darauf deutet auch das „Abenteuerland“ hin, ein sehr großes Stück jünger als ich – und de junge Lüüd gehn ja eh nicht mehr so in die Disco. Entweder das, oder Du bist tatsächlich eine arge Spätzünderin.
      Meine „richtige“ Discozeit kam übrigens auch erst viel später, als ich von zuhause weg war, also so ab 20.

  3. Bibo59 sagt:

    Was mich so lange begleitet ist Genesis. Da kann ich aber nicht so genau sagen, welche Platte. Das erste Stück, was ich auf Cassette hatte und nicht wusste was es war, war the Musical Box.
    The Lamb lies down on Broadway bekam ich zum 17. Geburtstag geschenkt und von der Doppel-LP mochte ich zunächst tatsächlich nur the Carpet Crawlers. Dann lag die da rum und eines Abends habe ich mir im Bett Kopfhörer aufgesetzt und die ganzen zwei Seiten gehört und da erst gemerkt, wie genial die Platte ist. Wahrscheinlich muss man für bestimmte Musiken erstmal eine Entwicklungsstufe erklimmen und auch ich war mit allem etwas später dran.
    Noch genialer finde ich allerdings Supper’s Ready mit dem irren 9/8 Takt im letzten Drittel. https://www.youtube.com/watch?v=e4HfFwVy-h0&t=13s

    • Fjonka sagt:

      Ich hatte auch mal eine heftige Genesis-Zeit, aber davon ist fast nichts übrig. Gaaanz selten mal höre ich „The lamb….“, das ist dann so ein Gefühl von „ja, ist toll, aber kommt nicht im Bauch an“

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