Türchen 21.12.: Mein Dorf bei Nacht, oder: über den Unterschied zwischen Licht und Licht

Heute, endlich, ist Wintersonnenwende.

Ab heute, endlich, wird es laaaangsam aber sicher immer ein wenig heller.

Ich freue mich sehr darüber, und ich versuche, auch in dieser dunklen Jahreszeit ganz bewußt immer wieder nach draußen zu gehen, wenn (falls) die Sonne mal rauskommt, um aufzutanken. Licht. ECHTES Licht, so bitter nötig für Körper und Seele.

Bis hierhin wird mir JedeR folgen können.

Schwieriger wird es bei der Kehrseite dessen, der Dunkelheit – denn gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, aber auch ganz allgemein in den heutigen Zeiten ist es fast nicht mehr möglich, einfach mal Dunkelheit um sich zu haben. Und Dunkelheit – schöne, natürliche, ECHTE Dunkelheit ist meiner Meinung nach mindestens ebenso wichtig für Körper und Seele!

In unserem Dorf zum Beispiel bietet sich bei Nacht derzeit dieses Bild:

Im Grunde war ich bisher immer relativ froh über die Weihnachtsbeleuchtung an der Straße, hat sie doch bedeutet, daß die großen Peitschenlampen, die sonst nur zwischen 23 Uhr und 6 Uhr aus sind, ganz aus bleiben. Selbst dann ist allerdings noch jede 3. an, und obwohl die direkt vor unserem Haus keine 3. ist, beleuchtet die weiter die Straße längs stehende 3. gemeinsam mit der die ganze Nacht scheinenden kleinen aus dem Neubaugebiet gegenüber leider unser Schlafzimmer und den Garten ganz prima *seufz*.  Aber immerhin….. Nun aber gibt es offenbar neue LED-Birnen an den Weihnachtssternen. Wenigstens sind sie orangefarben, aber doch deutlich heller als die alten, normalen Glühbirnen – und die ganze Nacht über an.

Frau Myhratoori beschreibt hier genau das, was ich auch empfinde *klick*

Licht ist halt nicht gleich Licht – Beleuchtung, ständige, ist eine echte Belastung für Körper und Seele! Mein Empfinden ist, daß dank der energie- und geldsparenden LED das ganze sich sogar noch verschlimmert hat.* Und der Nachbargarten wird sowieso jedes Jahr mehr zur weihnachtlichen Beleuchtungsorgie….. inzwischen ist nach 22 Uhr, als sonst die ganze Pracht ausschaltete, leider auch kein Dunkel mehr dort: die Lichtergirlande an der Dachrinne bleibt nachts an *seufz*

Von der Straße aus ists bloß noch ein Lichtwust, von oben kann man zumindest noch erkennen, daß einzelne, unterschiedliche Dinge sich häufen…..

Mein Dorf bei Nacht- so klein es ist, es erlaubt sich keine dunkle Ruhephase.

*Offenbar liege ich mit meinem Eindruck richtig: eine Studien-Fazit-Zitat aus dem Geoforschungszentrum Potsdam:

(…) Anscheinend, so die Interpretation (Ergänzung Fjonka: der Daten) der Forscher, stecken Städte das Geld, das sie mit den billigeren, nicht so energiehungrigen Leuchtdioden sparen, direkt in neue oder hellere Beleuchtung, in Reklametafeln und angestrahlte Gebäude. „Der ganze Effekt der LED besteht offenbar darin, nur noch mehr Licht zu erzeugen“,

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

7 Kommentare zu “Türchen 21.12.: Mein Dorf bei Nacht, oder: über den Unterschied zwischen Licht und Licht

  1. Stefanie sagt:

    Ich komme gerade aus Dänemark. Wie ich den nächtlichen Sternenhimmel genossen habe! Bewohnte Häuser in unserem Ferienhausgebiet: max. 10%. Weihnachtsbeleuchtete Tannen: 1. Apropos: frohe Weihnachten.

  2. Bibo59 sagt:

    Ja, wer mich länger kennt, kennt auch den blinkenden Elch aus Hamburg, die Straßen und Geschäftsbeleuchtung und die Alarmanlage des Nachbarn, die jedes Mal, wenn sich in seinem Garten etwas bewegte, mein Schlafzimmer bestrahlte. Gibt es hier zum Glück alles nicht.
    Gab es nicht. Denn immer wieder wurde ich nachts wach, weil im Garten ein geisterhaftes Licht anging, und seltsame Schatten warf. Die Quelle habe ich erst dieses Jahr gefunden. Die Parkhalle Köln-Bonn gegenüber, früher ein eher unauffälliges Gewerbe, hat schon länger so eine Insektenfanganlage, beleuchtete Werbebanner, am Eingang. Und wenn nachts die Kundschaft kommt, wird noch ein fetter Strahler zugeschaltet, damit sich nun ja niemand verfährt in der Dunkelheit. Und dieser Strahler strahlt so hell, dass mein rückwärtig liegender Garten davon noch genug abbekommt. Kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man weiß, dass die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt. 😦

    • Fjonka sagt:

      Ja, ich erinnere mich!
      Aber unabhängig von Weihnachten: sie ist wirklich eine Pest, die Beleuchterei!
      Vor einiger Zeit hab ich den Mieter „erwischt“, wie er einen Bewegungsmelder angebracht hat. Das hab ich aber schleunigst unterbunden! Denn der hätte unseren Hof in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt (so empfinde ich das, wenn ungefragt Lichter angehen, wenn ich wo längs laufe, furchtbar!) Er hätte sich ja den so einstellen können, daß seine Wohnungstreppe beleuchtet wird, aber er wollte den Weg vom Auto dorthin beleuchten, und das heißt: den halben Hof.
      Geht garnicht!!!

      • ladypark sagt:

        Hihi, Fjonka ist heute in *Gehtgarnichtstimmung* **gg**

      • Bibo59 sagt:

        Bewegungsmelder reagieren ja auch auf jede Bewegung. Katze, Eichhörnchen, ein im Wind schwingender Baum, ein fallendes Blatt… alle zwei Minuten hat das Ding was zu melden. Es gab hier eine Zeit, in der sich Gäste aus der Kneipe nebenan mit ihrem Bier in unserem Vorgarten breit machten. Da hat meine Mutter auch einen Bewegungsmelder einbauen lassen. Nach ein paar heftigen Winden mit peitschenden Bäumen war der aber auch ganz schnell wieder ab. Jetzt hängt dort eine Normale Lampe um den Zuweg zu beleuchten. Die hätte ich auch lieber nicht, aber ohne ist der Gang wirklich zappenduster.

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