Kleinvieh

Heute aus der Reihe „Umweltschutz durch seinlassen“

Diese Sorte Umweltschutz liegt mir, ich erwähnte es ja bereits des öfteren, besonders nahe *g* Als natural born Faultier ist nichts schöner, als wenn man ganz einfach feststellt: OH! Ich muß ja nur dies weglassen, das nicht tun oder jenes ignorieren – schon ist mein Leben wieder ein Quentchen umweltfreundlicher!

Diesmal hat mir Anja dabei geholfen, wahrscheinlich ganz unbeabsichtigt *g*
Anja nämlich, die ich hier bei vollem (Vor-)Namen nenne, weil sie’s in den Kommentaren selbst auch tut *g*, hat mir zum vorletzten Geburtstag eine Buddel selbstgepreßtes(!) Bio-(!)-Rapsöl geschenkt. Eigentlich ja für Salat und so – aber nuja, ich und Salat … Salat ist umständlich (waschen! schleudern! rupfen! anrichten!), man wird nicht satt davon und er ist kalt im Bauch…. drei gute Gründe, Salat nur zu machen wenn es 25° und mehr hat, was bei uns so gut wie nie der Fall ist. Also habe ich etwas anderes getan: ich habe begonnen, meine Körperpflege umzustellen.
Bevor Anja mir die Buddel geschenkt hat, habe ich nach jedem duschen Gesicht, Arme, Füße und Beine mit Lotion oder Creme eingeschmiert, weil ich an diesen Stellen zu trockener Haut neige. Lotion oder Creme aber ist nur in Plastikverpackung zu haben. Warum also nicht gutes Öl verwenden, dachte ich mir, zumal ich eh bereits davon gelesen hatte, daß Rapsöl wunderbar für die Haut zu benutzen ist. Also hab ich umgestellt.
Nun ist Rapsöl allerdings ein Öl. Das bedeutet: es zieht langsamer ein als Lotion oder Creme. Manchmal hatte ich aber nicht genug Zeit zu warten, bis ich meine Socken anziehen konnte. Dann hab ichs weggelassen – und siehe da:
seit etwa einem Jahr schon hat es sich jetzt so eingespielt, daß ich sogar an den Fußseiten und Unterschenkeln nur noch ganz selten einschmiere, wenn ich merke: es schuppt oder spannt. Offenbar hat sich die Haut durchs wenig- bis nichtstun so regeneriert, daß sie bloß noch selten nach Öl verlangt! Im Gesicht ists anders, das spannt meistens. Wenige Tropfen Öl reichen aus, mit dem Rest reibe ich die Hände ein – gut is‘!

Wenn die Buddel Rapsöl nicht irgendwann umkippt, werde ich genug Hautpflege bis an mein Lebensende haben – und jede Menge Müll und industriell gefertigten Kosmetiksch*** eingespart. Und eine gesündere, sich selbst passende Haut hab ich gratis dazu. Ich kann also Rapsöl als Hautpflege uneingeschränkt empfehlen!

Danke, Anja 🙂

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

10 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Umweltschutz durch Seinlassen ist echt gut. Es regelt sich sowieso irgendwann alles von selbst. Stehe aber vor dem gleichen Problem wie ihr: Bei meinen Haaren ist das Prinzip noch nicht so angekommen.

    Ich werde mich aber wohl mal informieren, was man sich statt Shampoo so zusammenmixen kann.

    Danke für den Artikel und eine schöne Woche noch 🙂
    kolumnalpolitik.wordpress.com

  2. Hallo Fjonka!

    Bei Deiner Einleitung musste ich lachen, denn das hätte ich ja auch schreiben können. Mir ging es mit der Gesichtskosmetik so. Ich war gerade am Aufbrauchen von dem, was ich noch besaß und habe – in Hinblick auf das nahende Ende – immer weniger verwendet, weil ich so gar keine Lust hatte mich mit Naturkosmetik und so weiter zu beschäftigen.

    Je weniger ich verwendet habe, desto weniger Bedarf war da. Nun ist es so, dass ich schon seit Monaten keine Creme mehr verwendet habe und der Tiegel ist noch immer nicht leer.

    Vorher habe ich Tages- und Nachtcreme verwendet und davon reichlich!

    lg
    Maria

  3. teff42 sagt:

    tja, weniger ist häufig mehr und manchmal ist garnichts das beste 🙂 Cremes und Lotions nehme ich so gut wie garnicht, außer es juckt an trockenen Hautstellen. Meine mal geschenkt bekommenen Lotions wurden alle irgendwann ranzig und schon allein deshalb kaufe ich von sowas höchst selten mal was. Aber das mit dem RApsöl werde ich mal testen…

  4. ladypark sagt:

    Mein leider inzwischen nicht mehr praktizierender Hautarzt hate sich mal viel Zeit genommen und mit mir über die Haut und ihre Funktionen und Bedürfnisse gesprochen. Fazit: Wenn man sich nicht übermäßig viel duscht/wäscht und keine Seife verwendet, dann braucht es auch keine Cremes, Lotions usw.. Sprich: Die Haut ist ein Organ, das sich wunderbar selbst versorgen kann, wenn man es nicht zu sehr stört.

    An mir kann ich beobachten, dass das stimmt. Seife benutze ich nur in ganz hartnäckigen Ausnahmefällen für dreckige Hände, absonsten reicht mir Wasser. Benutze ich Seife, dann schreien meine Hände förmlich nach Creme. Duschgel nehme ich nur in Minimengen.

    Ausnahme: Haarpflege, da bin ich einfach zu eitel. *pfeif*

    • Fjonka sagt:

      Ja, mirde gegen trockene Haut dasselbe empfohlen, beherzige ich auch. Seife nur für die Hände, duschen ganz ohne Duschgel und Co und absolut nicht täglich … Haare „ohne“ kann ich erst wagen, wenn ich nicht mehr arbeite – die Übergangszeit ist einfach zu lang.

  5. Anja sagt:

    Eigentlich soll es sich ja nur ein Jahr halten, aber unsere „Rückstellproben“ von 2016 schauen zumindest optisch noch okay aus. 😉

  6. Anja sagt:

    :-))) Oh, wie schön! Danke für den tollen Bericht! :-)))

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