Daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.

Das Jahr 2017 hatte, Ihr wisst es, kaum schöne Tage für uns hier im Norden. Und so kam es, daß wir vieles nicht getan haben, das wir gern getan hätten. Lagerfeuer gab es zum Beispiel nur erbärmliche zweimal, in Schlei oder Ostsee gebadet haben wir garnicht, keine Dorfspaziergänge gemacht. Auch ein Besuch im Gulde-Garten war beim Nichtstattgefundenen, und nun DAS:

Vorbei

Ach, was’n Mist! Ich war ziemlich betrübt, als ich das las, fast sogar geschockt, und beim durchgucken der Rest-Website merkte ich irgendwann, daß ich innerlich sang – immer wieder einige Zeilen aus dem einen Lied vom Herrn Wader, das ich mag:

So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt
daß nichts bleibt, wie es war

Mal abwarten, wohin der angekündigte Umzug geht, und ob da auch wieder ein Garten entsteht, oder ob’s bloß ein Atelier wird.

Überhaupt sind schon mehrere unserer Lieblingsstätten nicht mehr, zB das schöne Café in Ulsnis und das wunderbare Restaurant, in dem wir unsere Hochzeit gefeiert haben….. auch Café Grünlund hat nur noch sehr eng eingeschränkte Öffnungszeiten und Kuchenangebote – alles sehr schade, da sich weit und breit kein adäquater Ersatz auftut. Es gibt wohl neue Cafés, Orte und Restaurants, aber nichts annähernd ähnlich schönes oder gutes.

Was sagt uns das?

Nicht aufschieben!
Carpe diem!

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16 Kommentare zu “Daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.

  1. Bibo59 sagt:

    Hinter jedem schönen Café oder Ort muss jemand stehen, der es macht und sich dabei nicht finanziell übernimmt. Was unsereins dann schön ruhig findet ist für den Cafébesitzer existenzbedrohend.
    Am Wochenende habe ich einen schönen Artikel hier im Stadtanzeiger gelesen, den ich leider online nicht finde.
    Momentan ist ja DAS Thema Ärztemangel vor Allem auf dem Land.
    Da wurde ein junger Arzt vorgestellt, der eine Landpraxis übernommen hat, mit Außenstelle in einem anderen Kaff. Und er findet das viel schöner und weniger anstrengend als in der Stadt. Er fand bloß, dass in seinem Kaff so wenig los ist. Und weil er auf dem Land immer so früh Feierabend hat, hat er noch ein altes gebäude restauriert, einen Laden eröffnet und ein Café und bietet Mittagstisch für die ole Lüüd… Es ist erstaunlich, wie ein Mensch ein ganzes Dorf verändern kann.

    • Fjonka sagt:

      Sowohl Ulsns als auch Grünlund haben zu bzw kürzere Öffnungszeiten, weil ihnen ZU VIEL los war *g*
      Die sind halt nicht mehr die Jüngsten und wohnen da auch, dehalb keine Übergabe an Andere, ich kanns verstehen, aber schade ists doch.

  2. Muri sagt:

    Da will ich mich auch mal wieder melden, bevor Du glaubst ich bin auch in der Zeit verschwunden (es war nur mal eine Pause)
    Mir geht oft so das ich an Orte komme die ich eigentlich kenne und nun ist alles ganz anders … das kann aber auch schön sein;-)

    • Fjonka sagt:

      Ja, da hast Du recht – da denke ich zuallererst an Münnerstadt in Unterfranken. Hab dort vor dem Mauerfall gewohnt, da war dort unglaublich viel an historischen Bauten kaputt bis zur Ruine – Zonenrandgebiet, kein Geld…. dann aber. … ich hab da sogar schonmal drüber geschrieben, fiel mir beim tippen ein, gleich gesucht, hier: https://fjonka.wordpress.com/2014/01/14/murscht/

      Im kleinen kommts mir trotzdem derzeit so vor, als ändere sich vieles eher zum schlechten. Liegt vielleicht an meinem Alter – die „früher war alles besser“-Zeit rückt näher *augenroll*

  3. Annette sagt:

    Ja, ab und an verschwinden schöne Orte und nichts bleibt wie es war. Manchmal ist das sogar schön, dass sich was ändert. 🙂 Ich bin ja so Eine, die gerne mal ohne Orientierungssinn durch die Gegend läuft, und dann ganz neue, tolle Orte entdeckt. So wie du mit deinem Hinterhofterassending in Flensburg. 😉 Bei Anna und Meehr z.B. gibt es ganz tollen Kuchen. 🙂

    • Fjonka sagt:

      Ähnlich sind ja unsere Dorfspaziergänge, auf denen wir auch schon Schönes gefunden haben.
      Anna und Meehr hab ich grad mal gesucht- sieht lecker aus, aber Langballigau…..naja…. Tummelum pur!

      • Annette sagt:

        Nu ja, in der schönen Sommerzeit ist die Flensburger Förde ja fast überall gut besucht. 😉
        Vor und Nachsaison sind da schon besser. Aber ein bisschen was los um mich rum, finde ich auch nicht übel. Wenn man schon auf dem Land und dadurch die meiste Zeit sehr beschaulich wohnt, dann darf es zum Käffchen auch mal etwas trubeliger sein. Ansonsten sitzt es sich doch in eurem Garten auch ganz schön. 🙂

        • Fjonka sagt:

          Wir sind halt gern wo zum Kaffee, wo wir vorher schön ein Stück laufen können – und da ist uns Langballigau einfach ein gutes Stück zu beliebt, sozusagen *g* Und in der Vor- und Nachsaison zu betoniert (Promenade, Campingplatz etc) Ist ja immer Geschmackssache, wir kennen sogar (uns sehr liebe) Leut‘, die ganz freiwillig im Sommer dort auf dem Campingplatz einen Wagen stehn haben. Da könntest Du mich mit jagen, ehrlich! Dem een sin Uul …. 😉
          Allerdings ist der Weg Langballigau – Unewatt wunderschön, durchs Au-Tal! In Unewatt läßt es sich übrigens auch gut kaffeetrinken (und noch besser zu Abend essen), also, falls Du nochmal ’ne Tour machen willst, is dat ook man glieks een goden Tipp.

          • Annette sagt:

            Danke für den Tip, werde ich mal in Erwägung ziehen.
            Da freut sich sicher auch der Rest des Rudels über eine vielleicht neue Wegstrecke. 🙂

            • Fjonka sagt:

              Falls… und Du magst…. dann kannst Du ja mal vorher hier anrufen (Nr. hast Du noch??), wenn zeitlich möglich geh ich da gern mit

              • Annette sagt:

                Gerne, und deine Nummer habe ich bestimmt noch wo. 😉

              • wotansweb sagt:

                Moin moin,
                jetzt rödel ich den Beitrag nochmals hoch, da ich gerade in der Stadt bin und bei dem herrlichen Wetter mal so gerade überlege, ob die kleine Wanderung von LA nach Unewatt heute nicht eine Option wäre. Leider habe ich auf dem Lappi deine Nummer nicht dabei, also falls du das heute vormittag noch liest und Zeit und Lust hast, schreib doch mal hierrein 🙂

                • Fjonka sagt:

                  Lust hätte ich ja, aber ich soll dann bald los zur Arbeit. Ein anderes Mal…. 🙂

                  • wotansweb sagt:

                    Jo, war ja auch jetzt sehr kurzfristig der Vorschlag. 😉 Dann gutes Gelingen auffe Arbeit. Musst du morgen auch? Sonst wäre das ja auch noch für morgen eine Idee? Wetter soll ja noch so bleiben, bis Mittwoch. Dann kommt mal wieder Nasses von oben.

  4. Von hier sagt:

    Schade das die alten Cafés, an die man sich allzu gerne erinnert, immer mehr verschwinden. Stattdessen schießen Trotteria-Ketten massenweise aus dem Boden und fertigen – oft mit studentischen Aushilfskräften bestückt – die Laufkundschaft ab. Früher war gemütlicher…

Platz für Klönschnack ...

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