Frauenleiden

Dringend benötigt: eine Jeans. Wieder durch diverse Läden getigert. Und durch das Internet, aber die Jeans, deren „Daten“ ich noch habe, gibt es nicht mehr. Und Jeans kaufen ohne Anprobe? Nö. Diese Hin-und Herschickerei taugt mir aus mehreren Gründen nicht. Ich habe inzwischen meine Ansprüche auf zwei Kriterien heruntergeschraubt

  1. Es sollte eine Jeans mit leicht ausgestelltem Bein sein, „straight“ oder „bootcut“ also (Ich hasse diese Wurst-in-Pelle-Optik, die derzeit in vielen Läden tatsächlich ausschließlich(!) zu haben ist. „Slim fit“, oder „skinny“ heißen die – furchtbar!)
  2. 100% Baumwolle

Ich finde eigentlich nicht, daß diese Ansprüche zu hoch sind. Sind sie aber. Wäre ich ein Mann (oder eine Frau, die groß genug ist, Männerjeans zu tragen) – kein Problem. Aber Frauenjeans?

Der Tipp war C&A, die haben inzwischen Biokollektionen und ganz gute Auswahl, sagte man mir. Dort habe ich dann letztendlich zwei Kompromißhosen gekauft:

  1. immerhin nicht knalleng und mit Gürtel einigermaßen, aber auch nicht wirklich gut sitzend. Sehen halt ein wenig nach „Billighose“ aus, haben aber dann auch nur 39,- gekostet.
  2. Biobaumwolle! Aber trotzdem 2% Plastik. Gegen die 10-20% in anderen Läden wenig, trotzdem sowohl optisch als auch ökomäßig ärgerlich – zumal ein Stockwerk weiter oben in der Männerabteilung der Herr F. zum selben Preis Jeans OHNE Plastikanteil kaufen konnte, die sogar auch noch schicker geschnitten sind.

Jetzt habe ich noch genau zwei Hosen, die ich mag. Alle anderen sind „was besseres gibts halt nicht“ 😦

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

24 Kommentare zu “Frauenleiden

  1. teff42 sagt:

    tja, „warum immer erst Hosen kaufen?“ aus der Rubrik „magnetische Worte“
    Genau deshalb… Meist habe ich weder Lust, noch Zeit Hosen zu kaufen und geben tut es auch nicht wirklich doll was… Mein letzter Boutikbesuch bescherte mir eine tolle Hose, Bootcut, nicht so strechig usw., aber davon hatten die nur noch eine. Als ich nach einer weiteren ähnlichen fragte, bekam ich auch eine, kaufte die auch, aber zufrieden bin ich mit der nicht wirklich, weil das eher son Gummidingen ist.

    Also überall das gleiche Problem nur eben in verschiedenen Größen.

    Ich habe neulich eine Jeans in einem Berufsbekleidungsladen gekauft, diese hat definitiv 0 Elastan, was mir inzwischen völlig ungewohnt erscheint…

  2. Bibo59 sagt:

    Ich habe mal nachgeschaut: Meine derzeitige Lieblingshose ist von Arcteryx 99% Baumwolle. Ich habe sie vor ein paar Jahren im Globetrotter Outlet in Bonn gekauft (auf dem Weg zu einem Meetup).
    Sie passte im Bund, die Beine habe ich für 8€ kürzen lassen. Inzwischen muss ich wieder einen Gürtel tragen, weil ich wieder esse, was ich so esse und nicht mehr den Müllschlucker spielen muss.

  3. fernwehkinder sagt:

    Ich kenne dein Problem: Meine alte Marke, bei der ich nur ins Regal griff, gibt es nicht mehr (ich würde zwar auch nicht mehr reinpassen, aber hätte nur die Größe anpassen müssen). Ohne Elastan scheint kein Hersteller mehr auszukommen, will sich wohl nicht so richtig auf eine Passform festlege und denkt sich, dass die Frauen sich dann eben in die Hose reinquetschen, weil sie sich ja etwas dehnt. Die absolut billigen Dinger mag ich nicht in Betracht ziehen, weil ich dann an der Kasse neben dem Geld auch gleich meine Einstellung zu Kinderarbeit abgeben kann. Herrenabteilung passt am Po, stippt aber am Bund ab, Damenabteilung passt am Bund, ist aber an den Beinen zu eng. Da ich weder das Modell „LeberwurstInZuEngerPelle“ noch das Modell „ArschFrisstHose“ mag, fallen 99 Prozent der heute im Handel erhältlichen Hosen aus. (Sagt mal, merken die jungen Weiber eigentlich gar nicht, wie hässlich sie in diesen Hosen sind?) Wenn ich dann endlich ‚mal einen Schnitt entdecke, der passen könnte, sind alberne Applikationen oder fürchterliche Ausbleichungen/Löcher/Risse drin. Hinzu kommt, dass ich Anprobieren hasse und spätestens nach drei Exemplaren vollkommen entnervt aufgebe.

    Ich will meine alten echten 100 % Baumwolljeans wieder, die nach dem Kaufen dunkelblau und noch etwas steif waren. Die von ganz allein heller wurden und 10-20 Jahre hielten. Die nur Löcher mit entsprechendem Eintrag in meiner Biografie hatten. Bei denen man nicht die Gürtelschlaufen in den Händen hatte, wenn man die Hose daran über den Po zog.

    Früher war nicht alles besser. Aber die Jeans in jedem Fall!

  4. Nighthawk sagt:

    Versuch mal als großgewachsener Kerl mit ~15 kg Untergewicht vernünftige Hosen zu kriegen….
    Mit ein bissel Glück wird eine von 20 anprobierten dann dann gekauft….

    • Fjonka sagt:

      Nicht standardmäßig auszusehen ist leider immer ein Problem, das sehe ich ja an meinen kleinen Füßen.
      Hosenmäßig BIN ich aber eigentlich Standard, und trotzdem ists so schwer….

  5. satayspiess sagt:

    *haha*
    Was steht bei euch in den „Advertisements“? Bei mir: LEVI’s Damenjeans günstig – große Auswahl.
    Ich leide mit dir, Hosenkauf ist bei mir auch immer Katastrophe!

  6. Ania sagt:

    Hast du denn mal versucht, eine Jeans in der Männerabteilung zu kaufen? Ich hab das früher mal gemacht. Weiß gar nicht mehr genau, warum.

    • Fjonka sagt:

      Ich hab früher häufig in der Männerabteilung gekauft, weil’s da eh immer die schöneren Sachen gibt.
      Früher, weil: inzwischen ist S so groß wie früher M war, und selbst das „früher-S“ musste ich immer testen, je nachdem, wie’s ausfiel, war’s halt doch zu groß.
      Im Zuge dessen, daß die Menschen immer größer werden, ist es für kleine Männer inziwschen ähnlich schwierig einzukaufen wie für mich, im Schuhladen Schuhe Größe 36 zu bekommen.
      Natürlich habe ich mir beim C&A die kleinsten Männerjeans angehalten, aber schon da war völlig klar: da drin versinke ich!
      Aber eine neue Idee hab ich jetzt :-): beim nächsten Besuch frage ich den Jägerfreund (der ist nämlich klein für einen Mann) wo er seine Jeans kauft. Der hat nämlich immer welche, die okay aussehen an.

      • Bibo59 sagt:

        Ich hatte früher Klamottengröße 34 (27/30) da gab es auch nix.
        Aber Kindergröße 164 oder 167 ging immer und war auch noch günstiger.
        Da die Gören inzwischen auch so riesengroß werden, könntest Du tatsächlich mal nach Kinderjeans gucken.
        Andernfalls Deine Daten mal bei ebay eingeben.
        Ich habe vor 2-3 Jahren, nach einem „Wachstumsschub“ im Arschbereich ganz gute Jeans gebraucht bekommen. Weiß aber nicht, ob und wieviel Plastik da drin ist.

        • Fjonka sagt:

          Bei „gebraucht“ ist mir das egal. Habe letztens beim Kleidertausch im „Kühlhaus“ eine 100%-„Outdoor“ (= Plastik)-Jacke mitgenommen, ist sehr praktisch weil winddicht und nässeabweisend, und ich hatte keine Übergangsjacke. Und ist nichtmal häßlich. Neu würde ich mir sowas nie kaufen, aus Prinzip nicht. Aber wenns gebraucht dahängt, dann freu ich mich dazu. Ob dann ich die trage oder wer anders ….

          • Bibo59 sagt:

            Für richtig Outdoor ist Plastik, bzw. Kunstfaser meistens unumgänglich. Es sei denn, Du willst nach Eskimo-Art ein Robbenfell weich kauen, um etwas vergleichbar wind- und wasserdichtes zu bekommen, das sich nicht vollsaugt.

            • Fjonka sagt:

              Schon klar, aber wer braucht schon „richtig outdoor“ – mir gefällt oft die Optik (Schnitte) aber die gibts halt nur in Outdoorplastik.

              • Bibo59 sagt:

                In dem Fall interessiert mich die Optik weniger als Funktionalität. Ich hatte die Wahnvorstellung einer Beerdigung im Schneetreiben (es war denn auch scheußlich)
                und bin beim Globetrotter rein: „Ich brauche warm, winddicht, wasserdicht, schwarz“ Ein Griff der Verkäuferin ins Regal und ich hatte, was ich brauchte. Das entspricht auch meiner Art des Einkaufens: rein, Beute greifen, raus. Bibo die Jägerin. Sammeln, im Sinne von ausgiebigen Einkaufsbummeln, stöbern auf Flohmärkten, IKEA wo man endlose Hallen durchwandelt, bevor man eindlich in der Küchenabteilung ankommt, liegt mir absolut nicht. Kennt außer mir noch jemand Caveman? 😉

              • Bibo59 sagt:

                Und richtig Outdoor brauche ich bei Radreisen, beim Wandern, Zelten und Paddeln.

  7. ladypark sagt:

    Du hast recht. Ich habe gerade mal bei Hess Natur geschaut, da heißt es „reine Biobaumwolle“ und dann sind da doch 2% Elasthan drin. 😦
    Ich hätte auch gern mal wieder eine Jeans aus reiner Baumwolle so wie früher, aber das ist echt schwer. Dabei sitzen die viel besser finde ich, mal ganz abgesehen vom ökologischen Aspekt.
    Blöd sowas.

  8. Äppelken sagt:

    Gibt ne Möglchkeit: nimm eine Lieblingsjeans. Geh zur Schneiderin deines Vertrauens. Besorg dir BIojeansstoff ohne Plastik im Internetz. Dann ist halt nichts mit billig, aber dass es billig und ethisch halbwegs korrekt und auch noch so geschnitten, wie mans will nicht gibt, weißt du.

    • Fjonka sagt:

      *seufz*
      da merke ich richtig, wie sich der Berg vor mir auftürmt…. ich glaube, dann trage ich lieber erstmal die „was besseres gibt es nicht“-Hosen auf und hoffe, daß sich danach das Blatt wieder gewendet hat

      • Bibo59 sagt:

        Ich denke noch an meine Verzweiflung, als es Jeans nur noch in Möhrenform gab.

      • Fussel sagt:

        Die Schneiderinnenlösung hat aber den Charme, daß Du nur einmal das ganze Theater mit Schnitterstellung und mehreren Anproben machen mußt. Bei jeder neuen Hose einfach nachbestellen und höchstens eine Anprobe 🙂

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