Tiere

An der Futterstelle am Boden habe ich zwei Vögel gesehen, die ich noch nie gesehen hatte, aber auch nicht identifizieren konnte.

Deutlich kleiner als Spatzen sind sie, graubraun, Unterseite graugelb (!), ein dunklergraubraunes Band an der Kopfoberseite, an den Flügelseiten dunklere und hellere Felder sowie ein weißer Streifen wie bei den Buchfinken. Überhaupt sehen sie am ehesten aus wie etwas kleinere, etwas hellere Buchfinken mit gelblich da, wo die rötlich sind.

Das paßt weder zur Goldammer (viel gefleckter), noch zum Girlitz (den es laut Internet eh winters hier oben nicht gibt) noch zum Distelfinken, auch nicht wenn man sich die jeweiligen Weibchen-Fotos anschaut. Und Grünfinken sind es auch nicht, die sind ständig hier und größer und noch ruhiger gefärbt
Leider war die Knipse oben, falls ich die Vögelchen nochmal sehe, liegt sie derzeit bereit.

Menno, vorhin waren sie nochmal da, aber immer so, daß ich sie nicht aufs Bild bekam

Ha! Drei Tage später der Erfolg:

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Ich gebe gern zu, daß keines der Fotos wirklich gut ist. Das liegt daran, daß ich, um überhaupt etwas erkennen zu können, bei der Entfernung den größten Zoom nehmen muß. Und mein Fotoapparat ist für sowas halt nicht gemacht. Trotzdem – auf die Menge ist, schätze ich, klar, was für Vögelchen wir da im Garten haben – übrigens immer zwei gleichzeitig – es sind Erlenzeisige 🙂 Unsere sind nicht, wie’s in den Artenportraits steht, im Schwarm unterwegs, sondern bloß zu 2.. Und sie sind auch nicht so knallig, wie’s im Link aussieht. Sowieso sind, finde ich, Bestimmungsbücher und -seiten manchmal eher verwirrend, weil die Tiere dort so prototypisch ausgewählt sind. Guckt man dann auf Fotosammlungen im Netz, so sieht man, daß ganz offensichtlich viele unscheinbarere Verteter ihrer Art unterwegs sind…..

Im Herbst hat der Herr F. eine Leiche gefunden, die so ungewöhnlich aussah, daß er sie fotografiert hat

Anhand der Fotos war diese Maus gut zu bestimmen, wir meinen, es ist eine Gelbhalsmaus
Kein Wunder, daß wir sie nicht kannten – sie ist scheu und nachtaktiv, sagt der verlinkte Artikel (der auch ein hübsches Filmchen von ihr zeigt) Jetzt wissen wir also um eine weitere Tierart, die in unserem garten wohnt.

Ich habe im letzten Jahr angefangen, eine alphabetische Auflistung von Pflanzen und Tieren im Garten zu führen. Stümperhaft zwar (also keine exakte, lateinische Bestimmung, sondern einfach die Namen, die ich kenne. Und so Dinge wie „Libellen, 4 Arten“ stehen da oft, weil ich mich mit Vielem so genau nicht beschäftigt habe, daß ich das genauer sagen könnte) aber trotzdem war ich erfreut und überrascht, was da alles zusammenkommt. Und ich ergänze ständig. Das wird natürlich mehr, wenn jetzt der Frühling kommt, denn die Pflanzen hab ich ja haupstächlich aus dem Gedächtnis notiert.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

16 Kommentare zu “Tiere

  1. quilterin100 sagt:

    Auch bei uns tummeln sie sich seit Jahren im Winter in Massen in unserem Garten, denn diese schlauen Gesellen wissen ganz genau, dass es bei uns immer satt zu fressen auf den Futtertischen gibt. Ich finds auch immer toll, wenn ich dann endlich identifiziert habe, wer das so ist 😉

  2. dagehtwas sagt:

    Oh, so eine Gartenartenliste schwebt mir auch schon seit längerem vor! Ich müßte einfach nur mal anfangen… Einzelne Arten zu ergänzen ist ja dann eigentlich kein großer Aufwand mehr. Find ich super, dass du das machst!

    • Fjonka sagt:

      Dann freue ich mich umso mehr, verkünden zu können, daß die demnächst zweigeteilt (Tiere/ Pflanzen, letztere deutlich später, schätze ich) hier online gehen wird. Macht das ergänzen leichter und natürlich das verlinken zu Fotos uÄ
      🙂
      Hast recht: einfach anfangen – dann packt’s einen eh…. allerdings darf man (darf ICH) nicht mit perfektionistischem Ansatz da rangehen, sonst steh ich mir damit selbst im Weg.
      Na, vielleicht gibt meine Liste Dir den letzten Schubs 😉

  3. Es ist eine Gelbhalsmaus, das kann man an der rel scharfen Abgrenzung zwichen Bauch und Rückenfell sehen. Das „gelbe“ Halsband ist nicht immer deutlich ausgeprägt. Spreche aus einer, wenn auch etwas zurückliegenden, wissenschaftlichen Erfahrung. Meine Diplomarbeit befasste sich mit „Kleinsäugern in Hegebüschen unterschiedlichen Alters“. Dazu habe ich, mit Lebendfallen, eineVegetationsperiode lang in diversen Büschen und Hecken Kleinsäuger gefangen, bestimmt und markiert.

  4. Bibo59 sagt:

    Vögel bestimmen ist nicht so einfach. In den Bestimmungsbüchern sind meistens die Männchen im Prachtkleid abgebildet. Die können im Winter ganz anders aussehen, Weibchen sowieso, Jungtiere erst recht…
    Die Maus könnte auch eine Waldmaus sein. Waldmaus und Gelbhalsmaus sind nicht ganz so einfach zu unterscheiden.
    Kennst Du eigentlich Naturgucker.de ? Da kannst Du Deine Beobachtungen eintragen im Dienste der Wissenschaft. geht besonders einfach mit der Handy-App.

    • Fjonka sagt:

      – Das mit den Vögeln stimmt, deshalb ja das gucken bei Fotosammlungen im Netz, da stößt man dann auch auf die nicht so prototypischen Exemplare.
      – Wir haben auf unterschiedlichen Seiten verglichen und es ist ziemlich eindeutig nicht die Waldmaus (Halszeichnung)
      – Naturgucker hab ich mir mal angeguckt, kann mich aber nicht begeistern.

  5. Rita sagt:

    Das die Erlenzeisige so blass sind liegt daran, dass es wahrscheinlich Weibchen sind. Jungtiere könnten auch so aussehen, dafür ist es aber noch zu früh im Jahr. Die Männchen sind tatsächlich leuchtender in der Farbe. Schwarz auf dem Kopf und ansonsten gelbgrün. Diese netten Vögel schauen bei mir jeden Frühling mal vorbei und nutzen die Futterstellen.

    • Fjonka sagt:

      Vielleicht habe ich sie auch bloß vorher nicht gesehen,weil sie nur auf dem Boden unterwegs sind. Da muß ich schon direkt am Fenster stehen, um sie zu sehen, im sitzen sehe ich nur die hängenden Futterangebote.

  6. ladypark sagt:

    Oh, das passt ja: Ich habe unter unserem Futterhaus vor ein paar Tagen einen großen Schwarm, leuchtend olivgrüner Vögel entdeckt, sehr klein, aber aussehend wie Finken. Und wenn ich mir das hier so anschaue und durchlese, dann müssen es wohl auch Erlenzeisige gewesen sein. Ins Futterhaus rein sind sie nicht geflogen. Und zuvor hatte ich diese kleinen Vögel hier auch noch nicht gesehen. Aber sie waren tatsächlich so leuchtend wie in deinem Link.

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