Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

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11 Kommentare zu “Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

  1. beithe sagt:

    Ich hab gerade gelesen, dass ihr schon die Varroabehandlung begonnen habt. Damit hab ich noch nicht angefangen, da es hier einfach zu heiss ist. Meine Information ist: nicht behandeln bei Temperaturen über 25 Grad. Ich bin auch hinund her gerissen, was das einfüttern angeht. Eigendlich ist genug Futter im Stock dank Waldtracht, aber ich will ja auch auf Nr. Sicher gehen. Einfüttern geht auch noch im September also haben wir da noch etwas Luft.

    • Fjonka sagt:

      Wir haben uns nach der Varroawetter-Seite gerichtet, weil wir bisher immer gut damit gefahren waren, und das eine Volk, das VIELE Varroen hatte, schon behandelt. Die Seite sagte auch bei 31° (unsere stehen ja recht schattig und werden daher nicht ganz so heiß) noch: alles prima zum behandeln.
      Tatsächlich ist die AS schnell verdunstet, wir werden am WE sehen, ob das Auswirkungen hatte und wenn, welche.
      Letztlich ist es ja immer irgendwie nicht richtig: zu warm, zu kalt, zu feucht…. wir haben jetzt beschlossen, am WE durchzugucken und dann erstmal die anderen 2 Völker zu behandeln (es soll dann ja auch kühler werden)

  2. RalfH sagt:

    Die Insekten der nächsten Jahrzehnte wohnen dort vermutlich auch… 🐜🐝🕷🕸🦋

  3. Bibo59 sagt:

    Ich habe gestern die Wiese gemäht, also nicht in zwei Teilen wie sonst. Und die sieht jetzt aus wie der Rasen, den ich zuletzt vor Eurer Party gemäht habe.

    • Bibo59 sagt:

      Ich sehe das mit der Regelmäßigkeit nicht so eng. Schließlich kann sich eine Wiese in der Natur ja auch nicht aussuchen, ob und wann ein Feuer kommt, oder eine Herde Büffel.

      • Fjonka sagt:

        Um Regelmäßigkeit gehts da auch nicht so sehr, eher um sinnvolle Zeitpunkte der Mahd um bestimmte (unterschiedliche) Ziele zu erreichen. Aber wie gesagt, das werde ich wohl später nochmal für mich und eventuelle andere Interessierte hier aufdröseln.

        • Bibo59 sagt:

          Da bin ich ja gespannt. Ich habe meistens gemäht, wenn das Feld auch gemäht wurde. Voriges Jahr aber wegen des Dauerregens nicht. Dieses Jahr später.

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