Ampfer-Wurzelbohrer

Schmetterlinge sind rar in diesem Jahr. Es ist das Jahr der Weißlinge, das schon. Sie sind schon seit Anfang Juni in großer Zahl unterwegs. Ansonsten aber – wenige Bläulinge, ein Zitronenfalter, ein Admiral, wenige Schornsteinfeger, ein Tagpfauenauge, einige Aurorafalter. Das wars.

Aber da sind ja noch die Nachtfalter. Ob das weniger sind als sonst weiß ich nicht, denn ich habe sie nie beachtet. Aber einige habe ich ja hier schon gezeigt, und letzt‘ hatten wir an der Wohnzimmerwand wieder einen sitzen. Den mit dem Überschriftenname. Liest sich, finde ich, nach klein, unscheinbar, grau in grau. Aber weit gefehlt – dies ist ein ziemlich auffallendes Tierchen:

Hübsche Farbe und Zeichnung – es ist ein Männchen -, eine Pudelmütze auf dem Kopf und einen Schwalbenschwanz. Und alles nur, um dann die Raupen meine Malven beknabbern zu lassen (denn außer an Ampfer- fressen sie auch an Malvenwurzeln, und von denen hab ich mehr) Und das lange, denn die Raupen überwintern ZWEIMAL!

Überhaupt führen all diese Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen usw ein viel verborgeneres Leben als mir klar war. Viele Käfer sind JAHRELANG als Larven in Totholz, im Boden oder sonstwo unterwegs. Wildbienen fliegen erwachsen nur wenige Wochen, sind aber monatelang als Larven in den Nestern. Und nun also auch dieser Falter: zwei Jahre im Boden, zwei Monate draußen in meinem Gesichtsfeld.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

10 Kommentare zu “Ampfer-Wurzelbohrer

  1. Ich glaub, meine Freundin in BaWü hat die in Garten und Wohnung. Bild, das sie mir geschickt hat schaut so aus.

  2. pflanzwas sagt:

    Das ist wirklich mal wieder ein hübsches Exemplar! Die sind immer so unterschätzt, die Nachtfalter. Ich habe hier auf dem Balkon jahrein jahraus die Raupen der Achateule, die eine Menge wegfuttern. Die Raupen kenne ich zur Genüge, aber glaub mal nicht, daß ich den wunderschönen Falter schon mal zu Gesicht bekommen hätte ;-)!! Ist echt irre mit den Käferlarven oder wie oft sich Libellen häuten. Ich bin ja gespannt: vor ein paar Wochen hat hier ein Rosenkäfer vermutlich seine Eier in einen Topf gelegt. Ob ich nach 2 Jahren dabei bin, wenn die rauskommen??? Das wäre toll 🙂

  3. Bibo59 sagt:

    Ich finde das so toll, dass Du über die Bienen zu den Insekten im Allgemeinen gekommen bist. Bei vielen Insekten muss ich leider erstmal passen und bis ich die bestimmt habe, sind sie schon wieder weg.

    • Fjonka sagt:

      🙂
      Geht mir ja auch so, deshalb zücke ich immer sofort meine Knipse. Mit Fotos geht es dann ab und an, und inzwischen weiß ich auch einigermaßen, auf was ich beim fotografieren achten muß (Wespen: Kopf von vorn; Schmetterlinge: Flügelzeichnung und -haltung; Käfer: Zeichnung, Fühler …)
      Aber sowas gerät trotzdem schnell an seine Grenzen, Wildbienen sind schwierig, Fliegen – ohje!, und dann hab ich da noch so ein Tierchen, bei dem ich nichtmal rausfinden konnte, zu welcher Gattung es gehört (Annahme: Käferlarve. Aber ob das stimmt – unklar….)

      • Bibo59 sagt:

        Ich habe ja jetzt eine für Tierfoto optimierte Knipse. Aber meistens habe ich sie eben doch nicht ständig da, wenn sich ein interessantes Tierchen zeigt, sondern muss sie erst holen.

        • Bibo59 sagt:

          Ich sollte mir mal angewöhnen, sie wenigstens zum abhängen im Garten grundsätzlich mit runter zu nehmen. Dieses Jahr schon verpasst: Grünspecht, Heuschrecke, Libellen…

          • Fjonka sagt:

            Jo, meine ist ja schön klein, und ich hab sie oft in der Tasche gehabt im Garten. Aber eben oft auch genau dann nicht, wenn was interessantes kreuchte *g*

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