Ole Katz

Die Ofenbank ist wirklich SEHR warm, und nach einiger Zeit springt der Dicke immer runter und legt sich flach auf den kalten Boden …. ich mache mir stets ein wenig Sorgen, wenn er dort länger liegt, daß das alte Herz das vielleicht nicht mitmacht – andererseits: einen schöneren Tod kann man sich doch eigentlich garnicht vorstellen, als dort einzuschlafen….

Es geht nun schneller, daß der Dicke „weniger wird“, finde ich.

Hier sieht mans: zauselig, hinten etwas eingefallen …

Die Augen sind trüb, trotz Schmerzmitteln sind die Bewegungen oft steif, der Appetit ist nicht der beste, oft merkt man, wie mühsam das hinlegen ist. Und manchmal steht er in Wohnung oder Garten ein, zwei Minuten rum „wie bestellt und nicht abgeholt“. Dann wird mir ganz weh ums Herz, mein Eindruck: er weiß in dieser Zeit gar nicht, was er gerade eben noch wollte (im besten Fall. Im schlechteren: wo er grad ist)

und nein, er hat nicht zugenommen – bei alten Leuten verteilt sich das vorhandene bloß manchmal ein winziges Bißchen ungünstig *gg*

Aber solange er noch so wohlig liegen kann, auch manchmal auf dem Schoß, und schnurrt, manchmal auch spielt; solange er uns, wenn er denn mitkriegt, daß wir kommen, noch von der Tür abholen kommt; solange er noch aufs Sofa hüpft und sich dort gemütlich einkringelt (wenns auch länger dauert); solange er noch rausgeht, nicht nur um schnell zu pinkeln sondern auch um sein Revier zu inspizieren (das Klo drin steht wieder leer da, seit der Infekt weg ist – möge er endgültig weg bleiben, bitte); solange er sogar noch Nachbars Luzie im Sprint vertreibt – solange ist er einfach nur ein alter Herr mit allen blöden Zipperlein, die dazu gehören.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Katz'.

12 Kommentare zu “Ole Katz

  1. Steffi sagt:

    Solange er gut gelaunt ist und eben die beschriebenen Dinge macht ist alles gut. Ich wünsche euch noch viele gemütliche Stunden mit dem Dicken.

  2. ladypark sagt:

    Schöne Fotos, möge der Dicke noch lange die warme Ofenbank genießen und dann irgendwann einfach friedlich hinwegschlafen.

    Schon bei der Anschaffung unseres Hundekindes habe ich an die begrenzte gemeinsame Zeit gedacht. Aber was soll man machen *seufz*. 😦

    Bis morgen!

  3. Myriade sagt:

    Ach …… aber solange er noch sein Leben genießt …

    • Fjonka sagt:

      Das ist dann unsere Aufgabe: zu bemerken, wann die Situation kippt. Aber noch scheint uns das genügend weit weg, auch wenns ja grad bei Katzen schwer zu bemerken ist, wenn es ihnen nicht gut geht.

  4. Muri sagt:

    Liebe Fjonka

    diese Gedanken haben wir alle, die wir unsere Tiere lieben. Sie sind für uns ein Stück Wegbegleiter, ein Stück Freund und ein Stück Familie. Wir wissen das wir sie irgendwann verabschieden müssen und das macht das Herz schwer. Eine Lösung wäre ein Leben ohne Tiere aber das wäre für mich keine Lösung.
    Dem altern Herrn noch eine schöne Zeit und Dir die Kraft das Wohlige zu genießen.

    • Fjonka sagt:

      Ja, genau so ist es, Muri – und vielleicht werde ich in einem oder anderthalb Jahren ja nocheinmal einen ähnlichen Beitrag schreiben – wer weiß das schon.
      Der Katz ist besser darin, die wohligen Stunden zu genießen als ich, aber ich versuche, mir an ihm ein Beispiel zu nehmen.

  5. Bibo59 sagt:

    Mittlerweile ist er ja auch wirklich sehr alt. Stell Dir einfach mal einen über 90jährigen Mann vor, der noch Nachbars Luzie jagt.

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