(K)eine Weihnachtsgeschichte

Gerne erzählt die Nixofenfreundin aus unserer gemeinsamen WG-Zeit um 1990 herum mit leisem Spott von den Fjonk’schen Listen. Ich war und bin nämlich eine Anhängerin von To-do-Listen!

  1. Was aufgeschrieben ist, kann ich aus meinem Kopf verbannnen und muß keine Energie mehr daran verwenden, es nicht zu vergessen, und
  2. To-do-Listen erzeugen die Illusion der totalen Beherrschung des Alltags, ja des Lebens insgesamt.

Was nun die Nixofenfreundin gern berichtet ist, daß sie eines Morgens auf dem Küchentisch der WG eine Liste fand, die begann mit

  • aufstehen
  • Zähneputzen
  • anziehen
  • …..

was die Freundin auch nach Jahren noch ziemlich witzig findet. Und sämtliche Leute, denen sie’s erzählt (oder denen ich’s erzähle) ebenso.

Rein sachlich betrachtet haben sie ja nicht unrecht, das muß ich gestehen.

Aber.

Aber was die Freundin nicht berücksichtigt ist das herrliche Gefühl, einen Punkt auf so einer Liste abhaken oder durchstreichen zu können. Was also liegt näher, als sich die Bestätigung zu gönnen, doch immerhin schon zwei oder drei Dinge geschafft zu haben, wenn frau sich an den Frühstückstisch setzt?

Dieses herrliche Gefühl sei, so dachte ich seit mindestens 18 Jahren (nämlich, seit ich mit dem leisen „Listen-Spott“ lebe), mir allein vorbehalten und eine echte Schrulle. Jetzt durfte ich feststellen: weit gefehlt! Punkt 2 oben ist nämlich ein Zitat und stammt aus einem Blogbeitrag von Myriade, in dem ich lesen konnte, daß ich tatsächlich eine Schwester im Geiste habe! Sie trickst, wie unschwer bemerkt wer den Beitrag liest, auf ein wenig andere Art, aber hej – ich bin nicht allein!!!!

🙂

Euch wünsche ich, daß auch Ihr Euch nicht alleine fühlt – nicht zu Weihnachten und am liebsten überhaupt nie. Es sei denn, auf die wohlige, selbst gewünschte Weise, die ja sehr schön sein kann.

Fröhliche Weihnachten!!!!

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20 Kommentare zu “(K)eine Weihnachtsgeschichte

  1. wattundmeer sagt:

    Moin, oh ja, auch ich bin von der Listen-Fraktion 😉 Manchmal sind sie so detailliert (ja, viele kleine Punkte, um schnell wegstreichen zu können!), dass ich schon ab und an mal denken musste, hier fehlt nur noch der Punkt „Atmen“! Und damit kann ich herzlich über mich lachen.

  2. cubusregio sagt:

    Liebe Fjonka, es gibt auch „Brüder im Geist“ 😉 , HIER ist einer. Und nachdem ich mich vor zwei Jahren dem Smartphone nicht mehr verweigern konnte, „liebe“ ich – nach umfangreichem Rumprobieren – zwei ToDoListen-Apps: „ProDo“ für Packlisten z.B. fürs Womo und „Wunderlist“ für das tägliche Allerlei. Beide haben den großen Vorteil, dass sie nichts kosten und ich sie auch per PC bedienen kann.

    • Fjonka sagt:

      Erstaunlich!
      Tatsächlich hatte ich auch mal ein Listen- Programm angetestet, aber in manchen Dingen bin ich altmodisch. Stift und Zettel taugen mir besser. Ein richtiges durchstreichen, ein handgemachtes Zettelwegschmeißen… schön!

  3. ladypark sagt:

    Es gibt Zeiten, da habe ich gleich mehrere ToDo-Listen parallel am Laufen: Dienstliches, Privates, beides gemischt und den ToDo-Zettelstapel auch noch. Die Listen gerne im A4-Format, da passt also ordentlich was drauf.
    Und dann gibt es Tage, da erschlagen mich diese Listen und ich beachte sie einfach nicht und dann wieder gibt es Tage, da bin ich so richtig in Schwung und schwupp kann ich aus drei langen Listen eine kurze machen. Boah, das ist ein cooles Gefühl!
    Aktuell habe ich meine dienstliche ToDo unter einem Stapel Papiere versteckt, meine private einigermaßen abgearbeitet und die Zettel-ToDo’s liegen gerade vor mir. Die allerdings KANN ich aktuell gar nicht abarbeiten, weil das erst nach Weihnachten geht.
    Total vergessen habe ich meine Heiligabend-ToDo-Liste. Örgs, muss dann heute auch so gehen, denn für diese Liste habe ich jetzt definitiv keine Zeit mehr.
    Aber du siehst, ich liebe diese Listen.
    Fröhliche Weihnachten!

  4. Bibo59 sagt:

    Meine to do Liste für heute
    + aufstehen
    + Kaffee
    – Mails abarbeiten
    – bloggen
    – Sauerbraten ansetzen

    Also ich kann das nicht, mit Listen. Ich bewundere ja Leute, die ’nen Plan haben und es dann auch schaffen, den minutiös abzuarbeiten. Mir kommt, egal ob mit oder ohne Liste, irgendwie immer das Leben dazwischen. Außerdem wäre ich mit manchen dingen schon fertig in der Zeit, in der ich die Liste entwerfe.

  5. RalfH sagt:

    Ich entsorge Listen bevor ich sie erstelle. Das spart jede Menge Papier und ist daher total ökologisch! (Man könnte ja auch sagen, dass ich zu faul bin, um Listen zu machen, aber dann wäre die schöne Ausrede ja kaputt) 😁

  6. Myriade sagt:

    Fröhliche Weihnachten, liebe Schwester in der Liste 🙂 🙂

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