Prozedur, die zweite

Geschrieben eine Stunde später als Teil eins, gestern also:

  1. Ich gehe zum Computer und versuche erneut, an meine Dokumente heranzukommen. Ich rufe die D****-Seite auf. Übrigens heißt sie irreführenderweise „Arbeitnehmer online“. Ich bin eine ArbeitnehmerIN – vielleicht lassen sie mich ja deshalb nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen da rein!? ;-|
  2. „Sie wurden erfolgreich vom gesicherten Bereich des D****-Portals abgemeldet. Schließen Sie bitte nun aus Sicherheitsgründen den Browser und starten ihn neu, bevor Sie andere Angebote im Internet aufrufen“ Die ticken doch nicht sauber!
  3. Ich drücke „refresh“. TADAAAA, jauchzet und jubilieret: mir wird ein Versuch zugestanden, mich anzumelden! Ich melde mich an.
  4. Ich fordere eine TAN an
  5. Die TAN kommt (glücklicherweise gleich, ich hatte es auch schon, daß die SMS länger brauchte, und ich deshalb dann nicht weiterkam – Nase gedreht – zu spähäääät…..)
  6. Ich tippe sie ein, das Handy liegt ja noch oben neben dem Computer, slso muß ich nicht extra nach unten laufen….
  7. „Sie haben sich beim letzten Mal leider nicht abgemeldet. Nur durch einen Klick auf den Logout-Button wird Ihre aktuelle Sitzung sicher beendet und zuverlässig verhindert, dass Unbefugte in Ihre Privatsphäre eindringen können.“
  8. Innerlich bin ich schon beim HB-Männchen, schließlich konnte ich mich nicht abmelden, und eigentlich wollte ichs ja auch (noch) gar nicht. Bangend, daß man mich, wenn ich mich zu lange aufrege, wieder rausschmeißt, drücke ich aber schnell auf den „Jetzt mit der Anmeldung fortfahren“- Link und
  9. BIN DRIN!!!! Jetzt beginnt der Teil der Prozedur, für den weder Arbeitgeber noch D**** was können, sondern nur mein Ehegatte *gg*: mein schicker, schneller, neuer Computer läuft mit Linux, weil der Herr F. das gern mal ausprobieren wollte. Einer der drei Nachteile ist, daß unser Drucker keinen Treiber für Linux hat. Gibbet nich….Wenn ich also irgendetwas drucken will, beginnt ein langer Weg:
  10. Ich speichere das Dokument. Das macht „der Bildschirm“ (wie mein Vater hartnäckig alle Computer nennt) allerdings nicht gleich dorthin, wo ich das haben will, sondern immer nur auf den Desktop. Ist nicht zu ändern, sagt der Herr F. Liegt an dem Online- PDF- Anzeiger. Nicht schlimm, aber lästig.
  11. Nun verschiebe ich das Dokument in einen Ordner, den Computer und Smartphone gemeinsam haben.
  12. Ich laufe die Treppe runter, denn unten liegt das Musikabspiel-Smartphone mit WLAN-Option, und ich muß das WLAN anschalten, damit die Ordner abgeglichen werden
  13. Ich lese ein Weilchen, denn bis das passiert, dauert es eine Weile
  14. Ich laufe die Treppe wieder hoch, denn ich habe vergessen, den Drucker anzuschalten. (Dieses eine Mal jetzt übrigens nicht, weil ich die Prozedur ab Punkt 10 vor dem Tun beschreibe. Sonst jedes verdammte Mal)
  15. Ich laufe die Treppe runter, rufe im Smartphone die App mit dem gemeinsamen Ordner auf, woran ich ab und an scheitere, weil, wenn, was ab und an passiert, nicht sofort auf der Anfangseite dieser App dieser gemeinsame Ordner steht, es mir unmöglich ist, ihn in der App zu finden
  16. Ich rufe das Dokument auf
  17. Ich drücke „drucken“
  18. Ich laufe die Treppe hoch und nehme das gedruckte Dokument in Empfang, um es abheften zu können.

SCHON fertig!!!!!! *ggggg*

Ab und an fluche ich übrigens bei Punkt 15, weil: das zu druckende Dokument muß ein Pdf sein. JPGs, ODTs und andere kann nämlich die App nicht drucken. Dann muß ich nochmal die Treppe rauf, denn daran denke ich ebenfalls niemals vorher, und muß am Computer das Dokument in ein PDF umwandeln, was ich inzwischen meist hinkriege.

Liebe Leute, sagt selbst: bin ich nicht ein Lämmchen?

JEDER ANDERE MENSCH WÄRE SCHON AMOK GELAUFEN, nur ich, sanft und geduldig wie ich bin ……. bin auch deshalb noch einmal froh, bald eine andere Arbeit zu haben, in der Dienstpläne noch per Hand geschrieben statt per (anderem) Computerprogramm online eingestellt zu werden- ich vermute, daß ich dort auch wieder einen einfachen, unkomplizierten Zettel mit meiner Gehaltsabrechnung in die Hand gedrückt bekommen werde – und werde diesen Zettel mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit entgegennehmen!!

wirkt recht behaglich, gell?

P.S. KATER- UPDATE nachdem der Kater endlich einmal über drei Stunden am Stück hatte schlafen können, kam er mit Hunger in diese Welt zurück und hat eine kleine Futterportion samt Tabletten zügig aufgegessen. Eine Hoffnung keimte, daß es jetzt doch noch besser werden möge, obwohl er danach direkt gen Garten ging und immer wieder sich hinhockte, auch mehrfach wieder rausging, immer mehrmals weniges aus der Blase drückend…. Den Rest des Tages lag er relativ gemütlich da, auch (was in den letzten beiden Tagen nicht ging) zeitweise auf dem einen oder anderen Schoß. Und die Klozeiten waren länger als zuvor, aber weit entfernt von „normal“

Heute morgen: Durchfall, der Katz weigert sich, die Tabletten zu fressen, frißt nur ihm „jagdmäßig“ hingerollte Bröckchen. Bekommt die Medizin also ins Mäulchen „gestopft“, danach frißt er – etwa eine halbe Portion dessen, was er sonst kriegt. Daß er von den Antibiotika Durchfall und Appetitlosigkeit bekommt, kennen wir ja schon. Aber die schmecken eigentlich – bisher hat er sie immer mitgegessen…. ich bin gespannt, wie sich die „Klosituation“ entwickelt hat – nach dem Essen war er mehrfach draußen und am Klo, aber jetzt liegt er oben in des Herrn Zimmer.

Btw.: mir ist klar, daß das Niemanden da draußen in dieser Ausführlichkeit interessieren kann – mich erleichtert aber das aufschreiben, und da dies ja nunmal MEIN Blog ist und durchaus auch so ein wenig ein Tagebuch für mich, müsst Ihr da jetzt durch 😉 Einfach drüber weglesen ist absolut erlaubt, aber Eure netten Worte sind auch sehr erwünscht.

 

 

 

Werbeanzeigen

30 Kommentare zu “Prozedur, die zweite

  1. Steffi sagt:

    Schreib du. Ich lese. Und ich habe schon weniger unterhaltsames gelesen. Und bei dieser Arie hätte ich nicht nur leise sondern so richtig laut geflucht. Wie gut, dass mein Unternehmen die abrechnungen noch per Papier verteilt.

  2. ladypark sagt:

    Wozu sollst du die Dokumente überhaupt ausdrucken? Reicht es nicht, sie digital zu haben (was ja eigentlich der Sinn des Ganzen in meinen Augen wäre)?

    Und zum Dicken: Freut mich sehr, dass es wieder aufwärts zu gehen scheint. Drücke die Daumen, dass es bald noch besser wird.

    • Fjonka sagt:

      Die brauche ich schon, zB für die Steuer oder den neuen Arbeitgeber (Lohnst.bescheinigung), aber ich drucke mir auch meine Gehaltsabrechnungen aus. So ein Conputer geht schnell mal kaputt, die Zettel halten ewig….

  3. diemuddi sagt:

    Wie??? Unter Linux keinen Druckertreiber??? Ich benutze seit Jahren Linux,imom. Xubuntu und kann immer drucken. Das funktioniert mit CUPS. Wir haben HP-Drucker,geht bestimmt auch für andere Modelle. Also mal CUPS googeln ( auch für alle Debian- Distributionen )
    Ganz doll Daumendrück für das Katerchen,damit es schnell gesund wird.

    • Fjonka sagt:

      Für unseren alten Drucker gibts da nix, das ist ja das Problem …. (der Herr F. kennt CUPS, hab ihn grad gefragt. Mir sagt das nix, ich verlasse mich da auf ihn und fahre damit gut)
      Danke für die guten Katerwünsche.
      🙂

      • Nebelkranich sagt:

        Das Problem ist nicht „alter Drucker“, sondern „zu neuer Drucker“. Irgendwann sollen auch Druckertreiber für Linux rauskommen. Die vom Vorgängermodell funktionieren leider nicht.

  4. portapatetcormagis sagt:

    Weiterhin gute Besserung für Herrn Katz!

    Und was den PC angeht, hast Du mir mal wieder bestätigt, dass es eine gute Wahl war, meinen eigenen zu haben. Da ist drauf, was ich drauf möchte. Und ich bin selber schuld, wenn es nicht läuft 😉 ich werde mich dran erinnern, wenn ich mal wieder meckere

    • Bibo59 sagt:

      Und ich bin froh um den Klappmäc. Aber ich habe keinen Drucker mehr. Wenn ich was drucken will, ziehe ich das auf einen Stick und Drucke im Copyshop.

      • Fjonka sagt:

        Guck, das ist der Unterschied vom Ballungsraum zur Provinz – der nächste Copyshop ist 25km entfernt….

        • Bibo59 sagt:

          Ja, in dem Fall hätte ich auch einen Drucker. War aber so stinkig ob der geplanten Obsoleszenz, dass ich den nächsten verweigert habe. Ich lebe ja hier außerhalb des Ballungsraums, aber das Dojo ist in der Nähe der Uni. Da komme ich sowie an diversen Copyshops vorbei.

          • Bibo59 sagt:

            Damals, als ich noch Rechnungen geschrieben habe, habe ich auch mehr gedruckt. Wenn Du allein lebst und wenig druckst, trocknet die Tinte schneller ein, als Du nachkaufen kannst.

      • portapatetcormagis sagt:

        Wenn Du nicht so viel druckst und der Copyshop günstig liegt, ist das eine super Lösung. Bei uns leider nicht so praktisch.

    • Fjonka sagt:

      Naja, das IST mein eigener, aber der Herr F. hat ihn mir eingerichtet, und da will frau doch, daß er bei so viel Arbeit auch ein wenig was schönes als Bonbon hat (Linux nämlich) Hätte ich allerdings das mit dem Drucker vorher gewußt, hätten wir evtl anders entschieden.

      • portapatetcormagis sagt:

        Drum richte ich auch selber ein. Wenn auch mit viel Geschimpfe 😉
        Vielleicht ändert Herr F. das ja wieder und schmeißt Linux runter.

        • Fjonka sagt:

          Naja, Windows hat dann andere, größere Nachteile – deshalb haben wir’s ja mit Linux probiert…. ich finde bisher auch nur 2 wirklich blöde Nachteile dabei: 1. der olle Drucker, und 2. komme ich mit dem Pendant zum Explorer nicht so gut klar, der ist in sich nicht richtig konsistent und ich finde öfter mal was nicht oder kanns nicht einstellen, wie ichs gern möchte.

  5. zauberweib sagt:

    Weißt du, einfach nur Knöpfchen drücken und fertiggedrucktes Dokument in Händen halten wär ja langweilig, das is ja wohl für Doofies. Tsh. Echte Abchecker wie du und ich z.B. verbinden sone Aktion gerne mal mit dem täglichen Workout und einer guten Meditationsübung. Da biste doch gerüstet für den ganzen Tag 😉 *gg*

    Und Katzenberichte interessieren immer… ich hoff und wünsche, dass ihm wieder gut geht. Weiß ja selber aus Erfahrung, wie sehr ein krankes Tier einen selber ganz krank vor Sorge macht. Mit einem kranken Kind kann man ja wenigstens kommunizieren, bei der Katze versucht man dafür, jeden Blick jede Bewegung, jeden Schnaufer irgendwie zu deuten…

    *liebdrücks* und einen großen Korb Gesundwerdeknuddlers hinstell

    • Fjonka sagt:

      Workout plus Meditation – gell, Du bist gut im positiven denken!? *kicher*
      Und ja, im beobachten und deutenwollen bin ich groß derzeit – schrecklich!! Aber man kann einfach nicht anders….

  6. Myriade sagt:

    Ach,ach,ach. mein Kompliment für die Ruhe und Geduld

  7. RalfH sagt:

    Wie kommst Du darauf, dass das nicht interessiert? Das interessiert – und zwar in dieser Ausführlichkeit! Die Kompliziertheit der Druckroutine ginge mir allerdings gewaltig auf den Sack! Dafür freue ich mich, dass der Katz wieder diniert! Mit dem geht es langsam aufwärts!
    Weiterhin gute Besserung!

Platz für Klönschnack ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s