Rote Samtmilbe

Diese kleinen, roten Viecher gabe es früher, als ich Kind war, in Massen – ich erinnere mich noch, wie sie auf den Gehsteigen herumliefen.

Jetzt (oder hier? Es ist Zeit vergangen, aber ich lebe auch 650km nördlicher….) sehe ich sie eher selten, aber derzeit häufiger – was mit den Infos bei Wikipedia übereinstimmt:

Diese Milbenart ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas beheimatet. Sie ist in verschiedenen Lebensräumen wie in der Wüste, im Wasser, zwischen Felsen, in Gärten, im Mehl und in den Teppichen sowie in trockenem Holz, in der Bodenstreu von Mischwäldern, Moos und Laub anzutreffen, besonders im Frühling tritt sie vermehrt in Buchenwäldern am Boden auf.

Größenvergleich – das Erdklümpchen, auf dem das Spinnentier sitzt, war etwa einen Zentimeter lang …. obwohl die rote Samtmilbe mit bis zu 4mm Länge eine der Größten Milben ist, ist sie so klein, daß mir das Furchenmuster auf ihrem Rücken ohne Foto niemals aufgefallen wäre.

Interessant finde ich diesen Wikipedia-untypisch fast schon emotionalen Teil des Artikels über die rote Samtmilbe:

Der Umweltschutz beginnt im Boden, er ist einer unserer wichtigsten Ressourcen, ein Lebensraum für nützliche Pflanzen und Tiere. Darunter zählt auch die Rote Samtmilbe, die einen wichtigen Teil dazu beiträgt, dass der Boden gesund bleibt. Deshalb ist das Vorhandensein der Roten Samtmilbe für das Klima und für die Vegetation des Bodens extrem wichtig. Die Rote Samtmilbe ist ein Teil einer Gemeinschaft der Bodengliederfüßer, die für die Aufspaltung des Bodens und für den Erhalt der Bodenstruktur im gesamten Ökosystem eine wichtige Rolle spielt. Vor allem verspeist sie schädliche Insekten und ernährt sich unter anderem auch von Pilzen und Bakterien und regt somit den Aufspaltungsprozeß des Bodens an. Des Weiteren wird die Rote Samtmilbe von den Gärtnern als sehr nützlich angesehen, da sie im erwachsenen Alter die Eier und die Larven der Blattläuse vertilgt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

2 Kommentare zu “Rote Samtmilbe

  1. ladypark sagt:

    Früher habe ich sie auch häufiger gesehen als heute.Ob es daran lag, dass ich als Kind viel mehr in der Erde gewühlt habe als heute oder ob sie weniger geworden sind, weiß ich nicht. Ob es regionale Gründe hat, kann ich deshalb auch nicht einschätzen.

  2. Bibo59 sagt:

    Die saßen hier früher immer an dem alten Apfelbaum und drum herum. Jetzt habe ich sie ewig nicht gesehen.
    Dazu passt auch das Buch das ich gerade lese, und das Du dann auch bekommst. Denn darin geht es auch um Bodenverluste.

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