Kleinvieh

Es ist schon etwas länger her, als ich hier von meiner Erleuchtung,  Briefmarken betreffend geschrieben habe.

Nun wollte ich seit längerer Zeit mal wieder Briefumschläge kaufen. Eigentlich doch ein einfaches Unterfangen: rein in den Laden, die richtige Abteilung suchen, Umschläge aus Recyclingpapier einstecken, raus.

Ich hatte schon befürchtet, daß es so leicht nicht werden würde. Allerdings dachte ich, das Problem sei, Recyclingpapier in Umschlagform aufzutreiben. Das war es aber nicht! Vielmehr war das Problem das verschließen der Umschläge! Erst war ich bei der Post (bzw dem, was sich heutzutage so nennt: ein Geschenkeladen, in dem es auch eine winzige Poststelle gibt) Dort gab es ausschließlich Umschläge, von denen man Plastikstreifen abzieht, um den Kleber zum verschließen freizulegen. Mein nachfragen, der Hinweis auf den überflüssigen Müll, den ich nicht möchte und das hinausgehen ohne Kauf wurden mit etwas, das bestenfalls als Desinteresse zu werten war, zur Kenntnis genommen.

Also zum Drogeriemarkt umme Ecke (ein Schreibwarengeschäft gibts schon lang nicht mehr im Zentralort).

Dort fand ich zu meinem Erstaunen Recyclingumschläge. Allerdings nur selbstklebend oder mit Plastikstreifen. Nicht zum lecken.

Aus meiner Umschlagsammlung, von links nach rechts: zum lecken, aber Frischpapier; der neue Umschlag; Katze im Sack gekauft: Umschlag, Plastikmüll inklusive

Die selbstklebenden hab ich dann genommen, obwohl ich leider schonmal welche hatte, die man zusätzlich mit Tesa (Plastik!) zukleben musste, weil das selbstklebende nicht vernünftig klebte. Kann frau ja nicht ausprobieren …. aber ich hatte Glück, diese gehen so. Die Umschläge rechts oben im Foto: das war mal ein Notkauf-Paket: ich bekam nirgends Recyclingpapier. Daß es diese Verschlußart gibt, wusste ich damals noch nicht – als ich die Packung öffnete und das sah, war ich schwer genervt!

Also – Augen auf beim Umschlagkauf! Recyclingpapier mit Anleckverschluß ist das umweltfreundlichste, aber in dieser Kombi schwer zu kriegen. Wer nicht aufpaßt, landet mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Müll-Variante. In Zeiten von Mikroplastikdiskussion und Meeren voller Plastikmüll einfach nicht zu verstehen, daß sowas hergestellt wird – aber so ist es nunmal.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

7 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Bibo59 sagt:

    Du kannst ausprobieren ob der Streifen Plastik ist: Papier brennt, Plastik klumpt erstmal.

  2. wattundmeer sagt:

    Ich habe mir Adressaufkleber machen lassen, die klebe ich auf die nicht klebenden Selbstklebe-Umschläge – ohne Tesa. 😉

  3. PurpurBête sagt:

    Aber den Schutzstreifen kann mensch doch (in den meisten Fällen) reißen?! Dann ist es doch kein Plastik? Übrigens nehme ich statt Tesa meistens Washi-Tape, das ist aus Papier, woraus allerdings der Kleber ist, weiß ich nicht.

    • Fjonka sagt:

      Soweit ich weiß ist Reißbarkeit heutzutage kein Indikator für ein bestimmtes Material. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren. Was wäre es denn dann?

      • Bibo59 sagt:

        Ich habe es bei meinen immer für einen Papierstreifen gehalten.
        Ich selbst habe hier mehr Briefumschläge, als ich in diesem Leben noch verbrauchen werde: von um lecken eingetrocknet bis mit Klebestreifen, quadratisch, rechteckig, mit und ohne Fenster…. Das gleiche gilt für Druckerpapier das hat aber keine Fenster.
        Eine sehr spezielle Art von Briefumschlag bekam ich mal als Umschlag von einer anderen Bookcrosserin. einen Briefumschlag aus einer Landkarte. Die gibt es hier:
        https://drp-online.de Du kannst Dir aber auch selber einen falten: https://www.schereleimpapier.de/2016/02/25/briefumschlag-falten/
        Lupos, das wissen wir Bookcrosser ja alle, kann man benutzen, bis sie auseinander fallen. Wenn ich aber keinen Lupo habe, tut es auch ein zurechtgeschnittener Karton und neulich bekam ich ein Buch das gut in einer Lage Packpapier verpackt war. Ich könnte mal Stadtanzeiger-Seiten ausprobieren.
        Es ist keine Vorschrift, Briefumschläge zu verwenden, so lange Du die Maße einhältst.

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