Repaircafé privé ;-)

Daß teff und der Graf bei ihrem alljährlichen Besuch unsere Kirschbäume schneiden ist fast schon Routine geworden inzwischen – was nicht bedeutet, daß wir es weniger zu schätzen wüssten.

Aber jetzt.

Im letzten Sommer kurz bevor teff und der Graf kamen waren meine Lieblingsgartenstühle dahingeschieden. Alurahmen, unverwüstlich, drauf Teak-Latten. Ich hatte immer gedacht, diese Latten seien geschraubt, und deshalb hatte ich mich gefreut: och, die sind einfach zu reparieren: Latten besorgt, reingeschraubt, fertig. Weit gefehlt…. denn die Latten sind nicht geschraubt, sondern genietet. Und schon waren meine Handwerkskünste ausgereizt.

Der Herr F. hatte vage Ideen, schließlich hatte teff von einem mysteriösen Werkzeug mit Namen „Nietenzange“ erzählt …. aber nuja… und so standen die Stühle und standen…. Es wurde Herbst, es wurde Winter…. fast wären sie sogar schon im Schrott gelandet, denn ich hasse das, wenn überall „irgendwann guck ich mal“- Zeug rumsteht, aber da hatte der Herr F. Protest eingelegt, also standen sie noch immer. Es wurde Frühling, es wurde Sommer – die Stühle standen…. und dann kam teff, und mit ihr – aber seht selbst:

 

Loch. Ohne Gewinde – nix da schrauben…

alle Bretter ab

Die Nieten müssen rausgebohrt werden.

dazu müssen erstmal die Köpfe weg

Da war doch noch…. ein alter Lattenrost! Super geeignet für die neuen Sitze 🙂

Latten sägen

scharfe Kanten abschleifen

Und da ist sie! Die Nietenzange!!!!
Genialerweise….

… gibt es so Dinger, mit denen dann auch gleich noch ein Gewinde mit reingemacht wird, so daß wir beim nächsten reparieren bequem schrauben können!!!!

nun müssen an den richtigen Stellen Löcher in die Latten. Figgeliensch!

Aber hat geklappt, Schrauben rein – und

Jippieh!!!! Stuhl 2 ging dann schnell…..

Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ab zur EiNab, vielleicht machen’s ja Einige nach, wenn sie erst wissen, daß es sowas wie eine NIETENZANGE gibt….

12 Kommentare zu “Repaircafé privé ;-)

  1. ladypark sagt:

    Total schön, gut dass der Herr so beharrlich war. 🙂

    • Fjonka sagt:

      Ja, wir haben uns tatsächlich ganz gut ergänzt, wie teff beschrieben hat.
      Und sehr typisch: mein Part war, dafür zu sorgen, daß begonnen wurde, der des Herrn ist dann nach der Hürde „anfangen“ das durchhalten bis zum Ende. Und teff hatte das handwerkliche Können und die Zange (besonders hervorzuheben ist auch, daß sie ein ganzes Jahr nachdem wir drüber gesprochen hatten, daran gedacht hat, die mitzubringen!!!)

  2. Steffi sagt:

    Hat echt Spass gemacht 🙂 Außerdem ist das ein kleines Dankeschön für die immer wiederkehrende Gastfreundschaft, immerhin sau…trinken wir Euch den Kaffee weg und futtern die Brotbox leer… RepairCafe mache ich hier ja auch manchmal… Und die Zusammenarbeit war echt super, wir haben uns da prima ergänzt, einer mit Zange, der nächste mit Ideen und dem Entusiasmus anzufangen und dann noch jemand mit Durchhaltevermögen, das auch zuende zu machen.

    Das Wunderwerkzeug ist eine Nietzange, die auch Nietmuttern kann. Marke ist relativ egal gibts in günstig und teuer, kommt drauf an wieviel man mit arbeiten will und wie fummelig man erträgt.
    Ich habe das Teil nebst Set auf einem Oldtimermarkt am Werkzeugstand gekauft, habe das auch schon in Baumärkten gesehen, jedoch in Süderbrarups Baumärkten gab es Nietzangen nur für Blindnieten nicht jedoch für Nietmuttern. Bei a**z** und bei e**y wird man fündig und zumindest kann man mal gucken wie das Dingen so aussieht.

    • Fjonka sagt:

      *räusper* kannst Du sie nächstes Jahr gleich wieder mitbringen? Wir müssten dann an die Lehnen ran….. beim 1. Stuhl ist eine jetzt gebrochen.
      (Wir besorgen auch rechtzeitig Nieten, da müssen wir uns zwecks besorgen des genau richtigen vorher nochmal kurzschließen)
      Ansonsten weißt Du ja: unserer Meinung nach haben wir zu danken!!! 🙂

  3. Muri sagt:

    Glückwunsch zu den neuen alten Stühlen.

  4. Bibo59 sagt:

    Wenn die begabte Teff mir noch nen Tipp geben kann zu den Latten, die beim Lattenrost immer aus der Halterung fliegen… Sonst muss ich auch ihm androhen Stühle daraus zu machen.

    • Steffi sagt:

      Bei dem Lattenrost müsste man das mal angucken, warum das rausrutscht, vermutlich weil da Platz neben ist. Geben die Seitenteile des Bettes nach und wölben sich etwas nach außen? Freihändig würde ich ersteinmal was daneben stopfen(Pfusch, aber schnell, dafür nicht haltbar), oder die Seitenteile in der Mitte zusammenspannen mittels einer Latte, die man drunter, bzw. zwischen die Seitenteile schraubt oder eines Spannseils. Vielleicht muss man auch die Halterungen wieder draufkleben oder eine Schraube reindrehen. Vielleicht schickst du mal ein Foto…

      • Bibo59 sagt:

        Die Halterungen sind Bohrungen in den Seitenteilen. Ab und zu hämmere ich die Gumminöppel wieder rein, was aber selten lange hält. Gumminöppel in Holz kleben funktioniert auch nicht. Seitenteile zusammen spannen klingt gut.

  5. So genial! Gratuliere! Und Teff, ich brauch das Fabrikat, sowas muss her 🙂 )

    Und ja, ich schätze diese Stuhlform auch. Obwohl sie eigentlich unbequem ausschaut ist sie doch überraschend kommod.

    Ich hab auch zwei davon auf’m Balkon, inspiriert von einem Schweizaufenthalt in einem Bauhaus. (ja, der Architekturstil, nicht Neubau).

    Allerdings sind meine nur aus Alu. Kein Holz. Muss halt ein Kisselchen zwischen AW und Stuhl.

    • Fjonka sagt:

      Einziger Alu-Nachteil (wenn man die Dinger erst hat, Alu ist ja extrem energieintensiv in der Herstellung, das wusste ich damals noch nicht – umso wichtiger das reparieren): es blitzt nach wie vor, wenn die Sonne draufscheint, oft liegen Socken oÄ auf den Lehnen…. Bequem sind sie!!

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