Dürre???

Es regnet.

Seit ein paar Wochen wieder öfter, und doch war, als ich am Donnerstag heim kam von meiner Fortbildung, der Gartenteich schon wieder sehr geschrumpft. Seit gestern abend regnets nun andauernd, zeitweise auch stärker (übrigens auch Bucheckern, unglaublich – ein kleiner Windstoß und es prasselt nur so runter!!) – Zeit für einen Rückblick auf die große Dürre. War es wirklich sooooo schlimm? Mein Gefühl war ja immer „na, sooooo schlimm ist das doch nun auch wieder nicht“ – und doch nimmt zumindest meine Lieblingsbuche, von der ich ja schonmal geschrieben hatte, die Dürre offenbar übel. Hoffentlich nicht auf Dauer!
„Gefühlte Trockenheit“ ist wahrscheinlich ähnlich zuverlässig wie „gefühlte Temperatur“. Was also ist wirklich los gewesen?

Bei naturaufdembalkon geb es letztlich einen sehr interessanten Link dazu! Es gibt nämlich einen DÜRREMONITOR! Hier kann JedeR nachgucken, wie weit sein Heimatort von der Dürre seit letztem Jahr tatsächlich betroffen ist. Insgesamt ist spannend oder besser gesagt erschreckend, daß es in den meisten Teilen des Landes lange Zeiten über bis in Tiefen von 1,80m staubtrocken ist oder zumindest war. Heftig!

Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit.

Will heißen, die Bilder dort sind relativ und nicht absolut zu lesen. Das zur Einordnung, es macht es allerdings nicht besser….

Wenn man sich das nun für unsere Gegend anschaut, dann siehts recht gut aus eigentlich. Weiß bis gelb, egal ob für die oberen oder die tiefen Schichten, da stimmt mein Eindruck offenbar – aber es gibt auch einen Rückblick auf letztes Jahr, und da gibts im Winter auch bei uns knalliges „rot“ für „extreme Dürre“.

Na, es wird spannend zu sehen, wie das weitergeht. Eigentlich wünscht man sich jetzt viel Nasses von oben – aber ich persönlich tendiere trotzdem ganz egoistisch dazu, mir noch einen sonnigen Herbst zu wünschen und wenig weiß im Winter. Abwarten….

 

10 Kommentare zu “Dürre???

  1. wattundmeer sagt:

    Ich wünsche mir auch einen sonnigen Herbst und dann viel weiß im Winter 🙂

  2. pflanzwas sagt:

    Das Jahr fing gar nicht so schlecht an und bis Anfang Juni hatte es zwar nicht genug, aber immerhin halbwegs regelmäßig geregnet. Das heißt, alle 3-4 Tage gabs mal einen Schauer. Genug, um die Natur halbwegs gut aussehen zu lassen. Danach gings fast so weiter, wie 2018. Im August hatten wir hier in Hannover gerade mal 300 Liter / qm und das für 8 Monate. Also keine 40 Liter im Monat! Ich schrieb es glaube ich schon, daß viele Hainbuchen hier nur noch aus Früchten bestehen, manchmal ist nicht mal mehr ein grünes Blatt dran und daß war schon Ende August, Anfang September so. Diese Bäume werden unter Umständen nächstes Jahr eingehen, wenn es keine Änderung gibt. Viele tote Holunder. Ich sehe Regen jetzt wirklich anders und bin dankbar, wenn es regnet, denn ich möchte nicht in einer braunen Steppe leben. Allerdings kann uns auch jederzeit das andere Extrem blühen: statt Dauersonne, Dauerregen, und das wäre keinen Deut besser. Das Grundwasser wird übrigens lange brauchen, um sich zu regenerieren! Ich hoffe auf bessere Zeiten….

    • Fjonka sagt:

      Hannover ist laut Dürremonitor aber auch deutlich schlimmer dran als wir hier oben!
      Heute hatten wir 30l, übrigens. Das soll noch 2 Tage so bleiben…..

      • pflanzwas sagt:

        Hier schüttet es auch wie verrückt. Meine Balkonpflanzen saufen langsam ab. Verrückt, aber gut für die Natur 🙂 30Liter? Ui! Ich glaube, wir sind nur bei 14, wenn ich es richtig gelesen habe, obwohl es mir mehr vorkommt.

  3. Ania sagt:

    In Hamburg regnet es gefühlt auch ständig. Gestern, als es vormittags trocken war, habe ich eine Johannisbeere vom Pflanzstein am Teich in die Beerenecke versetzt. Wir haben Kleiboden. Die 2 cm Hummus oben kriegte ich sehr gut ab, die waren auch feucht … Danach habe ich ca. 30 Minuten Millimeter für Millimeter rausgekratzt. Mit dem Spaten war nix zu wollen. Zwar waren auch Wurzeln an der Stelle, aber die waren nicht das eigentliche Problem, ich habe sie kratzend freigelegt und gekappt, kam mir vor wie eine Archäologin. Es gibt nichts Fieseres als KNOCHENTROCKENEN Kleiboden. Gibts eine Petition für den nächtlichen Landregen? Ich zeichne sofort!

    • Fjonka sagt:

      Puh, ja, solchen Boden kenn ich. Ist heftig!
      Ich denke dauernd: aber nun MUSS das Grundwasser doch wieder aufgefüllt sein – am Teichstand merke ich: weit gefehlt, und Dein Pflanzversuch spricht ja auch Bände

  4. Ich habe zwar keinen eigenen Garten, aber eventuell könnten wir uns darauf einigen: tagsüber goldener Herbst und nachts Landregen, der langsam in den Boden einsickert.

    • Fjonka sagt:

      Gute Idee, gib das mal weiter, bitte 😉
      (mein Draht nach oben ist nicht so gut, verständlich, denn ich glaube an kein „oben“*g*)

    • Bibo59 sagt:

      Ja, das könnte mir auch gefallen. Donnerstag abend bin ich erstmalig wieder richtig nass geworden. Schirm? Welcher Schirm? Was mir auffält ist öfters mal dunkelgrauer Himmel, aber kein Tropfen regen, gestern angereichert mit Sturm. Von wegen goldener Herbst. Das ist so ne Wetterlage, die ich zermürbend finde. Wenn es schon stark bewölkt ist, dann hat es auch gefälligst zu regnen.

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