Tabula rasa

Unser Mieter ist ein Sonnenanbeter – schwierig, wenn man eine Wohnung mit Terrasse mitten in einem Schattengarten hat! Und so bearbeitet er uns seit Jahren immer wieder, doch mal zumindest unsere schönste Buche zu fällen – aber da beißt er auf Granit!

Nun fließt in Südwestrichtung hinter unserem Grundstück, hin zur Kuhkoppel, ja eine kleine Entwässerungsau, und auf deren Böschung stehen so einige Erlen und Ahorne. Die gehören, das ist nicht ganz klar, entweder dem Kuhkoppeleigentümer oder dem Bodenverband. Beide hat der Mieter nun kontaktiert und die Erlaubnis bekommen, auf der Böschung Tabula rasa zu machen – und dazu hat er letzte Woche den Herrn F. angesprochen, denn das Holz wollen die Besitzer nicht haben – ob der Herr F. wohl mit ihm die Bäume kleinmachen will – er bekommt dafür Sonne, wir Wärme im Winter….

von oben (aus des Herrn Zimmer) geguckt

aus dem Küchenfenster – rechts des Mieters Terrasse

So sieht es jetzt noch aus, wenn man aus dem Fenster blickt – und tatsächlich bin ich nicht allzu unglücklich, denn das wird einiges an Licht geben, die Erlen sind sehr hoch geworden (wenn auch die höchste auf Nachbars Grundstück steht und insofern unfällbar ist, als man da ziemlich viel kaputtmachen könnte … )

10 Uhr 21 Nun sind die beiden also raus, der Herr F. sucht sein Werkzeug zusammen, und wir hoffen, daß der Regenradar recht hat, und es jetzt zu nässen aufhört.


mittendrin….

11:57 Fast alle Bäume liegen. Nur einer ist einfach zu gefährlich zum Nachbarn geneigt, da will der Herr F. vernünftigerweise nicht ran. Zwei fielen in die falsche Richtung, zu uns rüber, aber das war auch klar, so wie die geneigt waren – dagegen kommen Fjonka und Mieter am Seil nicht an. Einen konnten wir aber immerhin auf die Koppel rumziehen. Jetzt müssen wir erstmal aufhören (Termine), der Mieter will noch weitermachen. Handschuhe? Schnitthose? Helm? Hätte er alles vom Herrn F. haben können, will er nicht. Tja, er ist erwachsen…. hoffen wir mal, daß er gesund und munter ist, wenn wir heimkommen.


14:00 als wir wiederkamen, hatte der Mieter schon einen Kumpel rangeholt, der sich den gefährlichen Baum zutraute. Und die Stämme sind auch schon in Meterstücke gesägt. Prima.

wie man sieht….

… sieht man (fast) nix. Sind aber 7 oder 8 Bäume, 4 davon richtig groß, weg.

Jetzt muß noch jede Menge Kram von der Koppel über die Au auf unser Grundstück geschleppt werden. Sowohl die Stammstücke als auch das Buschholz, denn der Mieter hat „besenrein hinterlassen“ versprochen. Bis Anfang März, also haben wir da noch Zeit. Es soll ja Mitte der Woche endlich mal trocken werden. Mal sehn, ob’s stimmt, es wäre dringend nötig, jeder Schritt macht „quatsch, quatsch“, bis zum „platsch, platsch“ kann es nicht mehr lang dauern, und auch der Teich ist sehr, sehr voll….

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Haus & Hof.

5 Kommentare zu “Tabula rasa

  1. ladypark sagt:

    Dann wünsche ich euch viele kuschelige Stunden am gemütlichen Ofen! Dürfen die abgesägten Bäume denn wie ein Knick wieder ausschlagen?

  2. Beithe sagt:

    Mir blutet ja immer das Herz , wenn große Bäume dran glauben müssen. Aber manchmal müssen sie einfach weg. Es können ja neue wachsen.

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