Wie kahl und jämmerlich würde manches Stückchen Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse!

Wilhelm Raabe, 1831 – 1910*

Genau so kahl und jämmerlich! Glyphosat-Land im Februar 2020. Zuletzt gespritzt im Spätsommer 2019.

Das konnte man sich achtzehnhundertschlagmichtot noch garnicht vorstellen, daß einmal weite Teile freien Landes für Monate so kahl und jämmerlich aussehen würden, und daß das als ganz normal empfunden werden würde! In manchen Dingen ging es den Leuten damals doch besser als heute! (Mir fallen da spontan noch die Möglichkeit von Stille und Dunkelheit ein, zumindest auf dem Land)

*Raabe beobachtete besonders stark die irreparablen Risse zwischen Altem und Neuem, zwischen Geborgenheit und technischer Industrialisierung, welche sich auf Kosten der Natur und der Gemütskultur vergrößerten und vertieften. Als einer der ersten Umweltromane gilt sein Werk Pfisters Mühle, in dem er das Schicksal eines idyllischen Ausflugslokals der Wasserverschmutzung durch eine Zuckerrübenfabrik gegenüberstellte. Das Lokal musste dann dem Neubau einer Fabrik weichen.

(Zitat aus Wikipedia)

6 Kommentare zu “

  1. pflanzwas sagt:

    Mit dem Klimawandel könnte es wieder bunter werden. Keiner will zurück in diese Zeiten, aber aus naturnaher Sicht möchte man das manchmal gerne. Heute ist keine Zeit mehr für Fruchtfolge und Brachen. Hoffentlich ändert sich das (bald) wieder!

    • Fjonka sagt:

      Ich glaube ja weniger, daß das an Zeit liegt.
      Beispiel: als ich hier einzog lag derselbe Acker brach. Es gab dafür Prämien vom Staat.
      Dann gab es Subventionen satt für Biogasanlagen, und überall gabs nur noch Mais, gibt halt am meisten Geld.
      Es ist in ganz grißem Maße die verdamnte EU-Agrarpolitik, meine ich!

      • pflanzwas sagt:

        Das wußte ich nicht, daß es für die Brachen mal Prämien gab. Das ist natürlich sinnig und wäre der Sache förderlich. Ich hoffe inständig, daß die ihre Subventionen jetzt mal anders verteilen, aber die Lobby wird nicht schlafen. Es ist wirklich mistig. Auch, daß so viel für Sprit angebaut wird oder die Pflanzen in den Biogasanlagen landen. Was für ein Irrsinn. Da könnte man Brot backen, um es gleich zu verfeuern….

  2. Bibo59 sagt:

    Ja, sogar ich kann mich noch daran erinnern, dass nach der Ernte erstmal die Stoppeln mit Grüns dazwischen stehen blieben, danach eine Schafherde drüber getrieben wurde, die Stoppeln und Grüns abgefressen haben den Boden befestigt und gedüngt, danach wurde einmal gepflügt, geeggt und sofort neu eingesäht.
    Heute ist „Tief“pflügen bähbäh, weil es ja das (nicht vorhandene) Bodenleben schädigt, dafür wird etliche Male mit dem Grubber drüber gefahren, bis der Boden abhebt, und mit komplizierter Fruchtfolge versucht, das Elend zu begrenzen.

    • Fjonka sagt:

      Schön wär’s! Fruchtfolge? Ein Fremdwort. Auf unserem Acker: Mais, Mais, Roggen, Mais, neues Korn, dessen Namen ich mir nie merken kann, Mais, Roggen, Mais…..

      • Bibo59 sagt:

        Hier ist jedes Jahr wieder spannend, was da jetzt wieder drauf kommt. Früher gab es nur Getreide: Sommerweizen, Winterweizen, Gerste, Roggen im Wechsel mit Rüben, heute auch Raps, Ölrettich im Winter, einmal gab es sogar Erbsen. Momentan steht nebenan „Unkraut“ auf den anderen mal wieder Ölrettich. Ich hoffe das ist nicht die Vorbereitung auf den Parkplatz.

Platz für Klönschnack ...

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