Neulich, auffe Arbeit (-61-)

Vor anderthalb Wochen, als das fehlende Toilettenpapier noch nicht in aller Munde (iiiiih *g*) und überhaupt alles noch ziemlich anders war:

Kundin, die tags zuvor sanft über die Hamsterkäufe gespottet hatte, kommt mit einigen Bechern Quark zur Kasse.

Ich, im Scherzmodus:“Na, nun fangen Sie also auch an zu hamstern!?“
Kundin, lachend: „Nein, das nicht, die brauche ich eh! Aber ich muß zugeben, vorhin eine Packung Klopapier gekauft zu haben, die ich eigentlich noch garnicht brauche. Die anderen Sorten waren alle leer, und ich wollte nicht ohne dastehen…“
Ich: „Naja, da gibts ja auch noch Wasser – zumindest fürs kleine Geschäft kann man da doch schnell ziemlich viel Papier einsparen, sollte es wirklich knapp werden (und berichte von der Bekannten mit der PET-Flasche*) ….“
Kundin: „Das ist ja eigentlich auch ne gute Idee – und stimmt, Wasser…. da denkt man garnicht dran ….“

Schon verrückt, oder? Daß ausgerechnet die Klopapierregale überall leer sind/ waren, wo es doch SO UNGLAUBLICH EINFACH ist, ohne Klopapier auszukommen.

Und jetzt, aktuell?

Freitag und Samstag haben sie uns wohl die Bude eingerannt. Heute war auch ordentlich was los, aber nachmittags nicht soooo heftig. Wir hoffen, daß unser Laden.nicht geschlossen wird. Die Rede ist immer nur von „Supermarkt“. Abwarten.


* die Bekannte wollte die WC-Dusche mal testen, ob sie damit klarkommt, und hat erstmal einfach so eine Spritz-PET-Flasche (wo diese modernen Zuckergetränke drin sind, die die Jugendlichen ohne Mundeberührung trinken) genommen. Nachdem sich das als prima erwiesen hatte, hat sie dann „für Komfort“ eine richtige WC-Dusche angebracht.
Btw wären „Wasser und Läppchen“ oder gar „Wasser und Hand“ ja auch noch möglich …..

15 Kommentare zu “Neulich, auffe Arbeit (-61-)

  1. wardawas sagt:

    In Syrien vor zehn Jahren war ich fasziniert von den dort überall vorhandenen Kloduschen – nie habe ich mich bei heißem Wetter untenrum so sauber gefühlt! Nun gibts beim dm eine mobile Klodusche (im Grund eine abgeknickte langhalsige Spritzflasche) namens HappyPo, die man sogar auf Reisen mitnehmen kann (und die einfach unterm Hahn befüllt wird) – genial! Meine hinteren Gefilde fühlen sich luxuriös verwöhnt…

  2. Steffi sagt:

    Ich glaube auch der Biomarkt gehört zur grundversorgung.

    • Steffi Wechselschicht sagt:

      Neuste Errungenschaft.. Da in einer Werkstatt Homeoffice garnicht geht, sind wir nun auf 2 Schichten verteilt worden. Allerdings mit Begegnungspause statt Schichtübergabe. Sonderregelungen für ÖPNV Nutzer müssen noch gefunden werden –> z.B. Quarantänebereiche oder so. Schichttauschen geht nicht, Früher Anfangen, später aufhören geht auch nicht, logisch, oder? Ziel des Ganzen: Wenn EINER infiziert ist, fallen nicht ALLE aus.
      Für mich persönlich unschön, denn ich bin variable Arbeitszeit ab 7:30 gewöhnt und habe auch gern mal länger gemacht, wenn es sich so ergab. Plötzlich im Zeitfenster 6-13:45 oder 14-21:45 (es gibt auch noch Nachtschichtler) ist, für mich schon eine Herausforderung. Außerdem ist es unschön die Kollegen in der anderen Schicht wohl über mehrere Wochen nicht zu treffen. Besondere Zeiten erfordern wohl besondere Maßnahmen.

      PS: Das Hamsteropfer hat nun auch heute im dritten Supermarkt weder Mehl noch Klopapier erwerben können…

      • Fjonka sagt:

        Probiers mal im Bioladen. Wir jedenfalls hätten….
        Getrennte Schichten warauch ein Vorschlag für die Bioläden. Aber wir sind einfach zu wenige, daß das ginge.

  3. Das Hamsteropfer sagt:

    Ich bekam gestern den Auftrag ein Paket Klopapier und 2 kg Mehl und ein paar Nudeln und H-Milch einzukaufen. Nudeln und Milch habe ich bekommen, Mehl und Klopapier nicht. Bei dem Auftrag ging es nicht um Hamstern, das möchte ich auch nicht mitmachen, aber wenn man in mehrere Supermärkte geht und nichts bekommt, was passiert, wenn es doch wieder was gibt? Hamstern dann diejenigen, die, wie ich, haushaltsübliche Mengen kaufen wollten und vor leeren Regalen standen? Gut, dass ich von meinen Normalbeständen zehren kann. Da komme ich noch ein paar Tage mit aus und kann meiner Tante und meinem Bruder aushelfen, wenns eng wird. Trotzdem ist das mit der Wasserflaschen wirklich mal nen Versuch wert. Obwohl: ich habe grade eine Flasche Frosch WC aufgebraucht, wenn ich die ordentlich ausspüle, müsste das doch auch funktionieren?!

  4. Das mit dem Klopapier kann ich mir inzwischen erklären.
    Klopapier ist genauso effektiv und leichter entsorgt (Deckel auf, Spülung betätigt) wie Papiertaschentücher, UND bei weitem günstiger als diese!

  5. Xeniana sagt:

    Was ich faszinierend fand, auch in Uruqai hamstern die Menschen Klopapier und Nudeln. Las ich in einem Blog. Entweder ist das Nachahmung oder es gibt dafür ein menschliches Gen.

    • Bibo59 sagt:

      Und in Vietnam gibt es überhaupt kein Klopapier. In Sri Lanka auch nicht. Und ich habe versehentlich chinesisches Bambus-Klopapier „gehamstert“ irgendeinen Haken für Mengenrabatt übersehen. Naja, Klopapier wird ja nicht schlecht und kann im Keller lagern. Aber wenn so ne gehamsterte Dose Ravioli nach 10 Jahren an die decke geht… Uiuiui!

      • derhomeapfel sagt:

        Oder du verkloppst das Klopapier für teuer Geld, an diejenigen welche noch nicht genug haben…
        Ich bin seit eben im Homeoffice. Meine Arbeit in Form von Papier muss ich mir zwar holen, aber das geht auch nach Feierabend oder gar nachts.

        • derhomeapfel sagt:

          P.S.: Ich musste mir gestern Brot bestellen, beim Nachbarbäcker, weil die letzten Tage morgens bereits alles ausverkauft war. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Hamstern schnell mal ansteckend wird, denn wenn ein paar mehr Menschen einkaufen, die sich vielleicht sogar begründet für einige Zeit zurückziehen und nicht schnell genug aufgefüllt werden kann, sieht das ja für Menschen, die Lücken im Regal gar nicht kennen (so verwöhnt wie wir ja sind) schnell mal nach Lieferschwierigkeiten aus und dann will natürlich jeder noch was ab und dann eskaliert das Ganze…

          • Fjonka sagt:

            Ja, das stimmt. Und führt letztlich tatsächlich zu völlig überflüssigen Lieferengpässen. Bei uns verursacht durch zu wenig LKW für die viele Ware….

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