Es drückt der Alb des Nachts…. und tags dann lacht die Sonne.

Seit „Ende Tanke“, also auch schon bummelig einem Dutzend Jahren immer wieder in Variationen derselbe Streßtraum:

Ich bin an der Kasse, und dann erscheinen statt des Kassendisplays plötzlich nur noch Spiele und/ oder Werbefilmchen und ich komm da nicht mehr raus!
Entweder sind zwar „schließen“-Kreuzchen oben rechts, aber ich schließe, schließe und schließe, aber dahinter sind nur immer weitere SPAM-Bilder, oder aber es gibt erst gar keine Kreuzchen, ESC hilft nicht und auch sonst nix.
Derweil wird die Schlange immer länger, Niemand der KollegInnen ist in Sicht, keine Hotline-Nummer nirgends – und irgendwann werde ich gestreßt wach. Oder merke schlafend, daß das wieder der Traum ist und kämpfe mich ins wachwerden.

Neulich dann eine neue Variante: ich erzähle der inzwischen schon gefühlte Stunden wartenden Kundin, daß ich genau das seit vielen Jahren als Streß-Albtraum habe – und jetzt ist dieser Albtraum also wahr geworden …..

*grusel*

das liest sich jetzt wahrscheinlich eher lustig (und ist auch tatsächlich meinen „richtigen“ Albträumen vorzuziehen!!), aber wach werde ich mit heftigstem Streß, und den abzuschütteln dauert oft Stunden.
Momentan schlafe ich auch sonst nicht gut, aber das wird wohl vielen Leuten jetzt so gehen, schätze ich.

„Das wird eine zähe, sorgenvolle und unwirkliche Zeit“, schreibt Herr Ackerbau – für mich trifft diese Beschreibung bisher am besten, wie ich das ganze empfinde.
Blöd ist, daß mir schlechter Schlaf sofort auf den Kreislauf schlägt, ebenso wie mir diffuse Sorgen auf den Kreislauf schlagen. Manchmal kippe zB ich fast um (und manchmal tatsächlich), wenn ich Leute von Krankheiten oder großen Sorgen berichten höre. Es ist mir unangenehm, aber es ist so. Auch im Arzt-Wartezimmer schlagen mir die diffusen Stimmungen von Angst und warten sowie der Anblich vor allem von verwundeten Menschen ab und an auf den Kreislauf durch. (Und das hat nichts mit meinem eigenen Befinden zu tun, das geht mir auch so, wenn ich völlig gesund bin und nur ein Rezept abholen soll oder so. Es sind die Schwingungen, die die Anderen aussenden, oder es ist meine Einbildung dieser Schwingungen. Keine Ahnung….) Ich lese dann und versuche das auszublenden, aber wenn ich länger dort sitze, wirds immer doller. Ich muß dann die Beine hoch- oder gar mich auf den Boden legen. Seit Jahren wird dies eher schlechter als besser, und momentan macht es mir zusätzlich zu schaffen, denn diffuse schlechte Schwingungen gibts derzeit genug.

Symbolbild 😉

Die Arbeit, auch wenn ich ab und an streß-träume, tut mir gut. Es macht gute Laune, was „ganz normales“ zu tun, auch wenn wir inzwischen wie so viele andere KassiererInnen hinter einer Plexiglasscheibe stehen, das Wechselgeld über einen Zahlteller geben und nehmen und die Leut‘ das Kartenlesegerät selbst bedienen dürfen. Ich habe keine „Panik-Kolleginnen“, sondern ganz normale, und auch die KundInnen sind weitgehend besonnen und halten Abstand, sind aber nicht im Panik-Modus. Außerdem merkt man, daß sich die Lage zumindest an der „Einkaufs-Front“ langsam etwas normalisiert. Die Umsätze sind nicht mehr soooooo wahnwitzig hoch, die ersten fehlenden Waren können aufgefüllt werden. Allerdings fehlen jetzt andere *g* Würden die Leute nicht zB bei fehlenden Nudeln „vorsichtshalber“ mal ein paar Pakete Reis mitnehmen, könnte das vermieden werden, aber nuja – die Leut’….

Für mich tut das Wetter ein übriges: herrlicher Sonnenschein, einigermaßen erträgliche Temperaturen – RAUS!!
Nein, keine Sorge, nicht an den Strand oder in die Stadt, bloß in den Garten. Der Kompost ist umgesetzt, die ersten Frühjahrs-Pelzbienen wurden gesichtet, einige Stauden versetzt – sowas. Und zwischendurch gibts einen Draußen-Kaffee!

 

 

14 Kommentare zu “Es drückt der Alb des Nachts…. und tags dann lacht die Sonne.

  1. wattundmeer sagt:

    Moin. Ich möchte mal was Positives (finde ich jedenfalls) zum allgegenwärtigen „Horror-Thema“ beitragen. Hier ein interessanter Beitrag: https://prattenberg.wordpress.com/2020/03/22/die-welt-nach-corona-gastbeitrag/
    Das gibt dem Ganzen ein wenig Sinn und Hoffnung.

  2. In den Träumen bricht sich gerade manches Bahn, was man tagsüber noch abwehren kann. Pass auf dich auf! Glücklich ist, wer einen Garten hat.

  3. ladypark sagt:

    Seit meinem Autounfall, bei dem ich anschließend nicht in der Lage war, mein Handy zu entsperren, habe ich ständig den gleichen Traum. Immer wieder muss ich dringend telefonieren und das Handy macht tausend Sachen, aber ich komme nicht an die Tastatur heran. Nicht schön.

    Toll, dass ihr Plexiglasscheiben habt, die habe ich in normalen Supermärkten leider noch nicht gesehen.

  4. PurpurBête sagt:

    Es spricht doch gar nichts gegen Strand. Einzeln oder mit dem „Mitbewohner“ RAUSGEHEN und sich bewegen ist doch sehr vernünftig. Ich versuche, möglichst oft länger Rad zu fahren, es scheint mit sehr sinnvoll, Herz/Kreislauf/Lunge trainiert zu halten, dann habe ich dem Virus wenigstens irgendwas entgegen zu setzen. Und das Vitamin D, das die Sonne in meinem Gesicht zusammenbastelt, ist ja auch nicht ganz wirkungslos (wird hier aber derzeit von einer täglichen Wochenration aus dem Chemielabor unterstützt).

    • Fjonka sagt:

      Das stimmt natürlich, aber bis zum letzten WE bedeutete „Strand“ halt immer doch „sehr viele Leute“. Das hat sich offenbar (neue Meldungen heute) geändert, insofern lautet die Idee für heute nachmittag denn auch zwar nicht „Strand“, aber doch „raus aus dem Garten“, Wald und Feld, der Herr und ich dicht zusammen, aber mit Abstand zur Freundin mit ihrem Hund. 🙂
      Hier war des Nachts ein überwältigender Sternenhimmel aus dem Veluxfenster zu sehen!! Und heute ists bitterkalt, aber sonnig (mit Wolken)

      • Bibo59 sagt:

        Hier auch klar und eisig. Nicht ein einziges Flugzeug am Himmel. Normalerweise wäre da alle voller Kondensstreifen. Und kein nächtliches Rangieren mit Flutlicht auf der Parkhalle gegenüber. Et is nit alles schlääch!

  5. Bibo59 sagt:

    Ich hatte in Hamburg immer den Albtraum, ich wäre wegen irgendwas nach Köln gefahren und dann drei Jahre in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meiner Mutter eingesperrt gewesen.
    Der hat sich ja dann auch irgendwann erfüllt. Zum Glück nicht im Kinderzimmer, sondern hier in der Wohnung, aber dafür war es länger.
    Jetzt schlafe ich tief und traumlos, aber tagsüber macht sich Konzentrationsmangel breit.

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