Garten-Challenge

6.4. Es zeichnet sich in diesen Tagen ab, daß, wenn ich einigermaßen vernünftig bin, in diesem Jahr nichts NEUES im Garten entstehen wird. Denn es wird mehr Zeit als es gibt kosten, den im letzten Jahr geschaffenen IST-Zustand zu halten!

Ich habe gleich mehrere Flächen von Silber-Goldnessel (Sigone) befreit, die ja, wie ich beim Naturgarten-Test erfahren musste, ein invasiver Neophyt ist. Mir war von vorneherein klar, daß da noch Wurzelwerk über ist und ich würde nacharbeiten müssen, Das war bisher noch immer so, wenn ich irgendwas irgendwo entfernt habe – ein bis zwei Jahre viel Nacharbeit, danach nur noch vereinzelt und alljährlich aufpassen, daß nichts wieder einwandert, ob Giersch, Brennessel, Brombeere oder auch Walderdbeere oder Waldmeister, die in jeweils einem Beet die Alleinherrschaft hatten übernehmen wollen.

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Jetzt, wo alles auszutreiben beginnt, zeigt sich, daß ich mir allerhand vorgenommen habe. Habe schon viele winzige Sigönchen entfernt – und außerdem war im letzten Jahr ein unglaublich starkes Buchen-Mastjahr, und schon jetzt kommen Hunderte kleine Buchen aus allen Ritzen. Die Erfahrung sagt, daß es Tausende werden. EDIT: das war am 31.3. Jetzt sind es ZEHNtausende!!! Und das ist zurückhaltend geschätzt. Habe mich heute auf die Fläche 3 gehockt und soweit der Arm reichte ringsum Buchen gezupft. Es waren 85!! An einer Stelle, an der ich gestern erst alle Buchen gerodet hatte, die gestern dort sichtbar gewesen waren!

nach dem buchenzupfen ist vor dem buchenzupfen….

Naja, aber das ist es ja noch nicht: die Giersch-Gräben wollen, wie jedes Frühjahr, gepaßt werden, und dann war da ja noch die Schneebeere – auch die hatte ich ja an mehreren Stellen in ihre Schranken gewiesen, auch die ist eine invasive Neophytin, und auch sie läßt sich das entfernen nicht so einfach bieten. Die Wurzeln gehen knietief und flache Ausläufer wandern meterweit, bevor neue Schneebeeren aus dem Boden schießen – auch da also wartet ordentlich Arbeit, möchte ich die Flächen freihalten. Uuuuuund auf der Fläche3 schrieb ich so vorlaut oben was davon, daß dort der Hartriegel WAR …. nuja, auch Hartriegel bildet Ausläufer, und zwar nicht zu knapp. Und ein Strauch steht da drin noch, zusammengewachsen mit einer Forsythie, also auch nicht eben mal zu entfernen. Ich hätte dort aber lieber Anderes, zB das Pfaffenhütchen (das sich gut entwickelt) und die Mispel, die immer noch im Topf auf eine Stelle wartet, wo genug Platz für sie ist.

Der Lohn all der Entfernungs-Mühen ist übrigens – nuja, zwiespältig 😉

Es ist durchaus so, daß sich über die von den übermächtigen Pflanzen befreiten Flächen andere Pflanzen freuen. Bloß sind es nicht unbedingt die, über die ICH mich freue….. hier, der stinkende Storchschnabel auf der Buchen-Fläche, der ist ja immerhin hübsch. Dort kommen auch Kälberrohr, Scharbockskraut etc.
Prima!

stinkender Storchschnabel in frischer Frühlingspracht mit alten Herbstfärbungsblättern – schön isser!

Anders sieht es auf den anderen Flächen aus. Da schreien Brennesseln „HURRA“, der Giersch freut sich mit – und Buchen, Buchen, Buchen nutzen den lockeren Boden …..

Also, meine Gartenchallenge in diesem Jahr: Sigone, Giersch, Schneeball, Hartriegel und Buchen in den zugewiesenen Grenzen halten…. und achtgeben, daß nicht der eine Invasor vom nächsten abgelöst wird. Puh!

Welche Garten-Challenges habt Ihr so?

 

 

24 Kommentare zu “Garten-Challenge

  1. Maenade sagt:

    Wir dürfen jetzt den Schrebergarten von Bekannten mitnutzen! Zeitversetzt natürlich. Ich freue mich riesig! Vor allem, weil wir damit legitim und ohne zu stören draußen sein können. Und Schaukel und Sandkasten gibt es auch.

    Die Challenge wird sein, die richtige Balance zu finden dazwischen, mich ausreichend zu trauen und ausreichend zurückzuhalten. 😉 Ich kann noch nicht gut einschätzen, wie die Bekannten gartentechnisch ticken. Sollte aber eigentlich klappen. Auch einen Garten darf man ja durchaus erstmal ein bisschen beobachten, bevor man ihm zu sehr zu Leibe rückt. Allerdings habe ich die Himbeeraufschläger im Tomatenbeet entfernt (vorläufig…), ein Hochbeet, das wüst aussah, dann doch recht schnell bepflanzbar gemacht und mit dem Hochbeet, das gefälliger aussah gekämpft. Da wollte ich nur ein bisschen durchharken, und blieb knapp unter der Oberfläche dauernd in was hängen. Stellte sich heraus, dass die Weidenzweige, die da bestimmt schon ein paar Jahre als Unterlager drin sind, wurzeln und zu Bäumen werden möchten… Ich habe also auch ein paar Bäumchen ausgerissen (auf dem Balkon zuhause auch, da sind es, glaube ich Hainbuchen, die uns zugeflogen sind. Die lassen sich leichter ausreißen). Leider stellte sich dabei heraus, dass in dem Beet nur wenig Erde ist, dafür viel Grasreste (die auch ausschlagen) und eben Zweige. Und mindestens eine Maulwurfsgrille, die hat mir nämlich etwas genervt guten Tag gesagt. Hach, war schön, das Buddeln!

    • Fjonka sagt:

      DAS ist ja schön 🙂
      Vielleicht könnt Ihr Euch ja über einen ausgelegten Notizblock austauschen!? 🙂
      Aber es leist sich, als hättest Du auch so genügend Herausforderungen dort … und eine Maulwurfsgrille hab ich noch nie in echt gesehen! Toll!!

      • Maenade sagt:

        Wir tauschen uns ganz neumodisch über dieses WhatsApp aus. 😉 Ich glaube, wir müssen nachher mal schauen, ob der Osterhase da vorbeigehüpft ist. Da es „alles kann, nichts muss“ sein soll, sind die Herausforderungen gar nicht so groß, aber mich juckt es in den Fingern. Und die Beete müssen ja eh‘ neugemacht werden, da sind nur ein paar Erdbeerpflanzen vom letzten Jahr übrig. (Und ja: müssen, weil Schrebergarten und die verbundenen Verordnungen zum Anbau von Nutzpflanzen…) Die andere Familie ist ein Stückchen weggezogen, will den Garten eigentlich auch noch nutzen, weiß aber noch nicht, wieviel sie dazu kommt. In der jetzigen Situation jedenfalls nicht viel.

        • Fjonka sagt:

          *seufz*
          ich hab ja Mail, Threema UND Telegram – und inzwischen auch ein Smartphone mit. Und doch hab ich manches einfach noch nicht drin: wo der Herr F. Fotos macht, frage ich nach einem Zettel zum aufschreiben. Und wo Andere die Datenschleuder nutzen (und ich, wie gesagt, threema oder trelegram hätte), lege ich Notizblöcke hin zum austauschen…..

          • Maenade sagt:

            Kann ich gut verstehen! Ich nutze am liebsten Signal, habe aber seit den ersten Krabbelgruppen WhatsApp, weil man sonst außen vor ist. Nervig, aber wahr. An das Fotos machen statt Aufschreiben habe ich mich weitgehend gewöhnt, aber irgendwie doch noch nicht immer und überall. Und z. B. Einkaufszettel und to-do-Listen schreibe ich weiterhin mit Hand auf Schmierzettel, Briefumschläge etc.

            • Fjonka sagt:

              Ja, das hab ich schon oft gehört: Kind heißt WhatsApp-Zwangseinrichtung. Wird ja sogar von Schulen genutzt, es ist ungeheuerlich!!!!
              SElbst ohne KInd ist man vielerorts außen vor, bei mir ists zB die Doko-Gruppe. Und wenn frau dann noch f***b*** verweigert….
              na, mir ists das wert. Aber doof isses doch! Dabei gibt es ja die „freundlichen“ Alternativen!

  2. wardawas sagt:

    Giersch hab ich auch, zur Genüge…Im Frühling pflücke ich die ganz zarten neuen Blättchen, die kommen in die Vinaigrette, die der Herr zum Spargel wünscht. Giersch ist ähnlich würzig wie Petersilie, also auch für Salate brauchbar. Total gesund ist er außerdem: der Zusatz „podagraicus“ im botanischen Namen bedeutet „gut gegen Gicht“…Und wenn er zu sehr überhand nimmt, wird er mit der Heckenschere „gemäht“!
    Mein Kreuz sind unzählige Pflaumen- und Mirabellenschößlinge, hartnäckige Wurzelausläufer, die überall rauskommen und blitzschnell richtige Stämmchen bilden – da hilft nur die Astschere…

    • Fjonka sagt:

      Das glaub ich, daß die Dich übelst nerven.
      Ich habe nur eine Buschrose, die sowas macht. Da hab ich festgestellt, daß abstechen besser ist als abschneiden – wobei mir einfällt, daß ich ja mein neuestes wunderbares Gartebgerät, einen Wurzelspaten, noch garnicht vorgestellt habe….. und das mit den Wurzelausläufern der Rose ist umso schlimner, je mehr im Beet ringsum gegraben wird. Lasse ich den Boden in Ruhe, habe ich nach einigen Jahren weitgehend Ruge vor den Ausläufern. Vielleicht ist das auch für Mirabelken- und Pflaumenausläufer gültig?? (Und,dann muß es ja auch noch möglich sein. Wenn ringsrum Gemüsebeete sind zB geht inruhelassen ja nicht)

  3. Äppelken sagt:

    Aus Samen selbst gezogene Tomaten auf der Fensterbank, hatte letztes Jahr schon eine gute Ernte. Und, mangels Außenbereich, Indoor-Pflücksalat bzw. Rucola. Und eine Aufgabe für dich ist per Post unterwegs. 🌿

  4. Bibo59 sagt:

    Ahornspösslinge habe ich hier auch, die stören aber nicht. Reicht eigentlich, wenn man mal drüber mäht oder sie im jungen Zustand niederharkt.

  5. Bibo59 sagt:

    Same procedure as every year: Brombeere und Brennnessel.
    Brennnesseln lasse ich an einigen unzugänglichen Stellen als Futterpflanze stehen. An anderen versuchen sie es immer wieder. Brennnesseln sind aber auch Starkzehrer, die eigentlich nach einiger Zeit von selbst verschwinden müssten. Das sollte nur jemand den Brennnesseln sagen. Tatsächlich gibt es aber nesselfreie Stellen. Auf der großen Wiese wachsen keine und auf dem Moosen auch nicht. Die Brombeeren kommen halt vom Feldrand rüber gerankt und ich kann sie immer nur stutzen und aufpassen, dass sie sich auf meiner Seite nicht einwurzeln. Das tun sie auch vorzugsweise, wo ich nicht dran komme und ranken von dort aus weiter. Und leider haben sie auch keine leckeren Früchte, sondern ziemlich kleine, harte.

    • Fjonka sagt:

      Ohja, das ist wirklich eine Challenge!!
      Brennesseln habe ich auf der Fläche hinten gut mit häufigem mähen weggekriegt, aber das nützt ja im Beet nix… da habe ich sie auch, seit durch den Fall der Mirabelle mehr Licht in den Garten kommt. Und da durch des Mieters Kahlschlag ja nun noch viel mehr Licht an noch mehr Stellen kommt, rechne ich auch mit mehr Brennesseln. Zum Glück kann man die ganz gut wegkriegen, zumindest in unserem lockeren Boden. Brombeeren sind da ein anderes Kaliber….

  6. wattundmeer sagt:

    Meine Garten-Challenge? Nee, ich nenn‘ das eher vergebene Liebesmühe, das Bekämpfen meines Gierschs. Und dann sind da noch die Millionen von Ahornsprösslingen… 😦

    • Fjonka sagt:

      Seit ich Sigone und Schneebeere als Feinde erkannt habe und vor allem, seit an einigen Stellen des Gartens Quecke aufgetaucht ist sehe ich den Giersch entspannter. Wenn man im April/ Mai gut achtgibt, muß man danach eigentlich nix mehr tun außer sich an den ihm überlassenen Stellen über Blütenmeer und Gesumme zu freuen. Aber wenn er in Beeten ist, die man ihm nicht überlassen will, dann heißt es natürlich erstmal „Großreinemachen“….
      Ahörnchen gibt es hier auch, aber nicht so viele. Die haben ja schon sehr schnell sehr widerstandsfähige Stämmchen. Schwieriger als Buchen, ich beneide Dich nicht!!!….
      Vor zwei Jahren ist bei mir der Weißklee „eingefallen“. Bei dem bin.ich mir noch nicht sicher, ob er ein so richtig übles Problem werden wird, sollte ich gelassen zusehen. Oder ob sich der alkein einpendelt.
      Jedenfalls bin ich besorgt….

      • Bibo59 sagt:

        Was ist denn gegen Weißklee einzuwenden? Kein Exot und gute Trachtpflanze. Deine Bienen werden ihn lieben. Anscheinend mag er es leider gar nicht, wenn man um ihn herum mäht, ebenso wie Gänseblümchen und Margariten.

        • Fjonka sagt:

          Bei uns stört ihn das mähen nicht, aber das ist nicht, was meine Befürchtungen weckt. Im Rasen darf er gern sein, da blüht er sogar auch, prima eigentlich. Aber daß er schnell und weite Strecken wandert, und zwar in Beete und Wiese, und dort sehr heftig die Herrschaft an sich zu reißen versucht, d.h. mit überirdischen Wandertrieben andere Pflanzen plattmacht – das finde ich weniger schön.
          Außerdem reichert er Stickstoff an, was unserer Schattenwiese nicht guttut. Da kommt eh wenig neben den Gröäsern hoch, und dann noch Weißklee!? *seufz*

          • Bibo59 sagt:

            Eben. Er mag es nicht, wenn Du um ihn rum mähst. Drüber mähen ist ihm egal. Aber er ist doc eine gute Bienenweide. Bei mir ist er inzwischen ganz weg.

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