Gelber Langfühler und zackenbindiger Rindenspanner

24.4. Der kleine Kerl heißt auf lateinisch Nematopogon swammerdamella

Bei Wikipedia las ich: Seine Räupchen entwickeln sich von Sommer bis Frühling u.a. auf Buchen. Dort minieren sie zunächst Blätter; später formen sie als ältere Raupen aus Blattstücken sowie einem Gespinst einen flachen Sack. In diesem entwickeln sich die Raupen des Gelben Langfühlers am Boden (ich nehme an, indem sie im Herbst mit „ihrem“ Blatt runterfallen) und verpuppen sich auch darin. Am Boden fressen die Raupen von Nematopogon swammerdamella vermutlich an Falllaub, ferner an sich zersetzendem Pflanzenmaterial oder auch an krautigen Pflanzen. In dem Blatt-Gespinst-Sack überwintern sie zweimal (!)

Da es aber mehrere sehr ähnliche Arten gibt, ist es zwar WAHRSCHEINLICH, daß dies genau dieses Kerlchen ist (denn es ist wohl eine der häufigsten Arten), aber durchaus nicht SICHER!


Ebenfalls Ende April habe ich diesen kleinen Falter gesichtet.

Mit meinem profunden Fachwissen (jaja…) habe ich gleich auf einen „Spanner“ getippt. Von denen gibt es ja schon so einige in meiner Liste. Aber wiedermal hab ich mir einen Wolf gesucht. Und blieb erfolglos. Am wahrscheinlichsten schienen mir der Wellenlinien-Rindenspanner oder aber der glattbindige Rindenspanner zu sein. Aber irgendwie… keine meiner Annahmen konnte ich bestätigen. Also hab ich mal wieder im Lepiforum nachgefragt. Ein dort sehr aktiver Nutzer meinte, es sei ein ganz anderer, nämlich der zackenbindige Rindenspanner Ectropis crepuscularia. Warum ich den nicht finden konnte, erschließt sich schnell, wenn man hier guckt: Bestimmungshilfe Wer so variabel auftritt und dazu noch keine „vernünftigen“ Charakteristika aufweist, der ist für mich Laiin (also ähm- die mit dem profunden Wissen, Ihr wisst schon…..*g*) ein hoffnungsloser Fall. Ich kann auch nicht wirklich sagen, wie der Lepiforumsmensch den nun erkannt hat und ob das stimmt, was er denkt – ich verlass mich da einfach mal drauf…..

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

5 Kommentare zu “Gelber Langfühler und zackenbindiger Rindenspanner

  1. Lakritze sagt:

    Gnihihi. Das mit dem Insektenbestimmen habe ich schon in frühem Stadium aufgegeben. Ich gucke aber gerne hier; da gibt es immer wieder erstaunliche Tierbilder, und es werden manchmal auch schwierige Fälle zurechtbestimmt.

  2. pflanzwas sagt:

    Die Namen haben wieder Unterhaltungswert 😉 Schöne Funde! Diese Suchen gestalten sich manchmal sehr frustrierend. Und dann noch mit Variationen? Och nö…. Ich hab mich wieder an einer Wildbiene versucht. Ich wünsche mir mal ein einfaches: ach ja, genau das ist es! Danach habe ich gesucht! Und nicht dieses konjunktivistische Rätselraten. Man muß wohl öfter die Experten fragen, wenn man keinen Wolf suchen will 😉

    • Fjonka sagt:

      Ja, eine Wildbiene hab ich auch noch in.petto, aber das wird wirklich nix, über „wahrscheinlich Sandbiene“ komm ich nicht raus *seufz*
      Ist wohl einfach so. Vielkeicht springt aber auch übermorgen puzzleblume mit genau dem Tierchen umne Ecke, das man grad vergeblich gesucht hat. Oder naturfund. Oder Du….. 😃

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