Nochmal Teich

Zum Vergleich: 29.4., vor dem Regen

2.Mai, nach zweieinhalb Tagen mit „immer wieder Regen“

So schnell tut sich da was, das sind locker mal 20cm mehr Pegelhöhe!

Die Biologin von „Froschland“ war da und meinte, sie läßt sich das nochmal durch den Kopf gehen übers Wochenende, aber sie meint schon, unser Tümpel lohnt den Einsatz. Sie hat gesehen, was ich nie gesehen hatte, jetzt aber plötzlich auch alleine sehe: Wasserasseln und jede Menge Wasserflöhe („Wasserfloh“ ist ein verallgemeinernder Oberbegriff für alle möglichen Arten winziges Gewusel *g*) Und war beeindruckt von den Kammmolch-Fotos 🙂

Wasserassel, sich auf dem Rücken liegend totstellend

… und gen Wasser flüchtend

Prinzipiell: „der Teich funktioniert“. Aber er könnte besser funktionieren.

  • wenn einmal grundsätzlich der jahrzehntealte Modder aus Tonnen von Blättern entfernt würde. Der sich, klar, danach wieder sammelt. Aber dann gäbe es wieder Jahrzehnte Aufschub, bis der Teich „umkippen“ könnte – was prinzipiell durch die Faulgase passieren könnte oder aber durchs langsame verlanden. Beim reinstecken eines Stocks begann es zu blubbern und hörte minutenlang nicht wieder auf – nicht gesund für die Teichbewohner.
  • Außerdem würde die Schneebeere auf der Au-zugewandten Seite weggeschoben und dort ein Flachwasserbereich entstehen. Gut für viele Tiere – und mehr wärmere Bereiche (Flachwasser) und Sonne (Gebüsch weg), so daß sich zB die Frösche auch noch wohler fühlten und evtl mal laichen würden
  • Iris und Weide (die sich aus einem reingefallenen Ast der Christian-abgeknickten Weide selbst angesiedelt hat) kämen weg (die Iris wird zu schnell zu groß -> Verlandung; die Weide ist per se problematisch -> Wachstum/ fallende Zweige führen zu weiteren Weiden….)
  • und man würde gucken, ob es Lehm zu finden gibt, den man dann, im Versuch die Wasserstandswechsel etwas zu entschleunigen, abdichtend gen Au schieben würde. ODER man fände beim auskoffern tatsächlich eine Rohrleitung, die man dann wegnähme – sie vermutet aber, nein. Die Au ist ja eine tief gelegene Entwässerungsau aus der Flurbereinigung. Wahrscheinlich fließt das Wasser einfach durch die Bodenschichten so schnell ab
  • Der Rest wäre „in Ruhe lassen“ – also nix bunter „Vorzeigenaturgartenteich“ – das ist ein Waldtümpel, das bleibt ein Waldtümpel. Und daß wir Molche und (seit es durch den Mirabellenfall mehr Licht gibt) auch Frösche da haben heißt: der ist okay

Das also läßt sich die Biologin durch den Kopf gehn, und dann ist da noch die Frage: wie kriegt man einen wenn auch kleinen Bagger auf unser Grundstück…. WENN das losgeht, dann gegen Oktober, wenn man am wenigsten Schaden in der fauna anrichtet. Ich bin sehr gespannt, ob nun ein Vertrag zustandekommt und was von den angedachten Dingen geht und getan wird.

7 Kommentare zu “Nochmal Teich

  1. dagehtwas sagt:

    Hui, ein Teichprojekt! Das ist ja toll!
    Seid ihr sicher, dass ihr einen Bagger über euer Grundstückfahren lassen wollt? Als wir unseren Erdkeller gebaut haben, meinte auch jede*r: „Warum holt ihr euch keinen Bagger?“ Wir haben uns dann vorgestellt, was der alles anrichten würde, dankend abgelehnt und wieder zu Schaufel und Eimer gegriffen
    (https://dagehtwas.org/2016/04/10/wir-graben-und-graben/).

    Wir „kämpfen“ immer noch mit den Bodenverdichtungen durch den kleinen Bagger, der nach dem Hausbau die Erde im Garten verteilt hat. Kriegt man nicht mehr weg.
    🙂 Jede*r wird zwar sagen „Das kann man nicht schaffen!“, aber ich weiß aus eigener Erfahrung 🙂 man kann! 🙂

    • Fjonka sagt:

      Bei uns gehts insofern, als der eh nur über den (dann abgeernteten) Acker reinkommen könnte und dann schon fast vor dem Teich steht.
      Da ich mich im Moment mit dem einhegen der Schneebeere befasse, weiß ich: nein, das ist nicht zu schaffen. Das ca 15-20m am Weg lang und dabei 4-5m gen Teich runterlaufende Schneebeergebüsch mit dem Spaten auszubuddeln – da resigniere ich schon vor dem 1. Spatenstich: die letztes jahr ausgebuddelten Ausläufer treiben grad wieder aus, und zwar aus Wurzeln, die über 1m tief in den Boden gehn und steinhart sind. Mir reicht es vollauf zu versuchen, die Schneebeere am ausbreiten zu hindern, mehr kann ich nicht.
      Aber : ja, der Gedanke an Bagger macht mir tatsächlich ein wenig Sorgen. Zum Glück ginge nur ein sehr Mini, wenn überhaupt. Ich tröste mich damit, daß die Biologin solche Projekte seit Jahren macht und sowohl sie als auch ihr Baggerfahrer viel Erfahrung haben.

    • Fjonka sagt:

      Übrigens: den fertigen Erdkeller hatte ich in Deinem Blog schon vor längerem bewundert, aber diese Bilder kannte ich noch nicht. Toll! 🙂

  2. Beithe sagt:

    Das liest sich sehr interessant, was du da vorhast. Ich gehe davon aus, dass du uns an der Entwicklung teilhaben lässt.
    Es gibt auch sehr kleine Bagger : )

    • Fjonka sagt:

      An einen solchen war auch gedacht, aber selbst dafür könnte es zu eng sein, meint die Frau mit Erfahrung (die meist mit 30Tonner rangeht…)
      Und ja, davon kannst Du ausgehen 😉

  3. Bibo59 sagt:

    Hauptsache kein Blindgänger drin. Schade um die Iris und die Weide. aber wat mutt, da mutt.

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