Weltbienentag

heute, am 20. Mai.

Daran erinnert hat mich der Vogelknipser. Ich zitiere aus dem Beitrag, in dem auch sehr schöne Wildbienenfotos zu sehen sind:

Eigentlich sollte dieser Tag ein Tag der Freude und der Hoffnung sein, was er aber bei Weitem nicht ist. Während ich diese Zeilen schreibe, werden wahrscheinlich schon wieder Tonnen von Gift auf Felder, Wiesen, Wälder und Weinberge in der ganzen Welt verspritzt. Der ehemalige Bundeslandwirschaftsminister (Schmidt CSU bis März 2018), hat in einem Alleingang mit seiner Unterschrift bei der EU dafür gesorgt, dass Glyphosat heute noch zum Einsatz kommt. Einige Länder haben wegen des umstrittenen Einsatz mittlerweile einen nationalen Ausstieg dieses Giftes ausgesprochen. Landwirtschaftsministerin J. Klöckner sperrt sich gegen ein nationalen Verzicht von Glyphosat und stellt erst 2022 solch einen Ausstieg in Aussicht. Was nutzt ein Abkommen der Vereinten Nationen, wenn weiter bienen-vernichtendes Gift auf unserer Felder gespritzt wird. Heute ist durch Untersuchen bekannt, dass dieses Ackergift mit verantwortlich für den Verfall unserer Bienen ist.

Ja. Ja, ja, ja!!! Es ist unerhört!! Und eigentlich braucht man gar keine Untersuchungen, man mu0ß nur mal in die Landschaft gucken: Glyphosat sorgt dafür, daß es nahezu keine Blütenpflanzen mehr gibt – auf Äckern, aber auch an Wegrändern und immer noch sogar in Gärten. Dazu kommen Hochleistungssaatgut und Überdüngung, aber auch das viel zu häufige mähen der Wiesen (und Gartenrasenflächen – ich sag nur Mähroboter) Und wo keine Blüten, da keine Bienen.

Und hier bei uns? Da habe ich heute morgen, noch bevor der Vogelknipser mich an diesen Tag erinnert hat, zum Herrn F. gesagt: „ich glaube, heute musst Du immer mal bei den Kringelchen gucken, das wäre so ein Schwärm-Tag….“ Wäre ja passend, am Weltbienentag. Und trotzdem hoffe ich, daß sie’s nicht tun!

8 Kommentare zu “Weltbienentag

  1. wardawas sagt:

    Vorhin habe ich auf dem Heimweg vom Spaziergang im Wald eine Eiche entdeckt, mannsdick, darin in drei Metern Höhe ein halbmeterlanger senkrechter Schlitz und davor ein wildes Gesumme und Gebrumme – Bienen ohne Ende! Ob die nun am ein- oder ausziehen waren…Es war abends um sechs, vielleicht deutet das doch eher auf Einzug? Ich hab mich gefreut wie Bolle, sowas habe ich noch nie in natura gesehen: Bienen im Wald!

    • Fjonka sagt:

      Wow! Das ist genau so, wie Bienen wohnen wollen: in einer Baumhöhle hoch oben 😃 Ach, wie ich mir wünschte, es gäbe keine Varroamilbe!
      Aber nichts deutet auf Ein- oder Auszug. Es ist völlig normal, wenn sie um diese Jahreszeit emsig fliegen, solange es hell ist! Wenn Du da öfter längskommst, dann behalte die doch mal im Auge und berichte gerne! Wäre spannend zu sehen, ob und wie lang sie da überleben.

      • wardawas sagt:

        Ich habe die Bienensiedlung grade bei beetrees.org gemeldet und werde sie weiterhin im Auge behalten. Heute morgen um sieben wars ihnen eindeutig noch zu kühl zum Fliegen…

  2. Werner sagt:

    Es ist erschreckend was aus unserer Natur geworden ist. Ich stamme aus einer Generation, da sah es in Feld und Flur noch anderes aus. Wo sind sie Geblieben unsere Feldhecken oder Feldmauern die Lebensraum für viele Tierarten waren ????? Sie sind den Großmaschienen zum Opfer gefallen . Bei der industriellen Landwirtschaft sind solche idyllische Träumereien nicht gefragt , Es sind störenen Hindernisse, die der modernen Technik im Weg stehen. Allein entlang der Weser, sind durch die Sandbaggerei über 200km Feldhecken durch die Kettensäge entfernt worden . Hier hat das Land Niedersachsen nun die Reissleine gezogen und Hecken unter Schutz gestellt . Wie ich denke viel zu spät!!!! Selbst Ersatzpflanzungen können diese alten Bestände nicht mehr wieder gut machen.

  3. wattundmeer sagt:

    Schwärm-Tag? Heisst das, sie sind dann weg?

  4. Bibo59 sagt:

    Hier werden heute, am Weltbienentag, die Straßenränder kahl rasiert. Was mich wundert, denn seit Jahren durften da erstmal dieWildkräuter hochwachsen und blühen, bevor da gemäht wurde. Sonst wurde immer gemäht, kurz bevor ich mir da ei paar Samen eintüten konnte.
    Seit dem vorigen Sommer wird wieder öfter gemäht. Vermutlich zur „Verkehrssicherung“ oder als Hartz-Maßnahme. 2019 wurde zweimal hintereinander gemäht, ob wohl es da beim 2. Mal gar nix zu mähen gab, nur Staub und Müll zu verteilen.

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