Hitzewelle

Diese jetzt ist so heftig, daß ich mir wirklich Sorgen um die Bäume mache.

Die Büsche zeigen’s deutlicher: Sämtliche Holunder bis auf einen sind letztes Jahr schon geschädigt gewesen und knicken jetzt ganz ein (2 halbtot, die anderen ganz), und jetzt läßt auch das Pfaffenhütchen die Blätter hängen 😦

Der Staudengarten knistert beim durchlaufen: die Blätter der Stauden sind größtenteils so trocken, daß sie wie Herbstlaub unter den Schritten zerbrechen.

Große, erfreuliche Ausnahmen:

  • die gelbe, einheimische große Fetthenne , als winziger Ableger vor 3 oder 4 Jahren in der Geltinger Birk geklaut habe, blüht nicht nur schön, sondern hat auch gleich mehrere Kinder – muß ausgesät haben, denn die sitzen neben der Einfahrt und unter der Birke (so ziemlich der trockendste Ort im Staudenbeet) Und ja, ich weiß, Ableger ziehen verboten – Naturschutzgebiet. War auch bloß ein Ästchen, das sich auf den Weg vorgewagt hatte. Wäre eh zertrampelt worden)
  • die anderen fetten Hennen: die einheimische rote große Fetthenne, (Hylotelephium telephium subsp. telephium) und eine Zuchtsorte
  • der Rainfarn
  • der Oregano
  • die Bergamottminze (Mentha piperita var.citrata)
  • Stachelnüßchen
  • der Wasserdost (zumindest, wo er nicht in der prallen Sonne steht. Wobei – an den noch etwas feuchten Plätzen halten sich auch ein paar andere wacker: Gartengamander, Eisenhut, Storchschnabel, Beifuß und sogar Kornblume )
  • der Odermennig
  • die Nachtkerze
  • die wilde Möhre
  • der Mauerpfeffer
  • die Montbretie
  • die gelbe Skabiose
  • die Japananemone

Beim klebrigem Salbei bin ich nicht sicher – hab ihn zweimal gegossen, weil ich so begeistert war, daß er jetzt, im 3. Jahr, endlich Blüten ansetzte – und er steht SEHR schattig.

Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. telephium)

Große Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. maximum)

Habt Ihr noch Tipps für (möglichst heimische ), auch in der Sonne trockenresistente Stauden? Ich werde vorn sukzessive darauf umstellen, denn dort müsste ich sonst in jedem Jahr immer wieder gießen, und das will ich nicht Bisher hatte ich immer wohlgetan, keine Pflanzen, die „sonnig“ mögen, anzupflanzen, denn selbst vorn ist am frühen Nachmittag die Sonne weg, hinten kommt sie dann überhaupt erst an. Aber in den letzten Jahren ist 1. der Garten sonniger geworden (Fall der Mirabelle, Kahlschlag des Mieters im Knick) und 2. das Wetter so viel trockener, daß doch manche der Pflanzen, die sonst prächtig wuchsen, jetzt einknicken oder immerhin umgepflanzt werden mussten. Bestes Beispiel ist die große Sterndolde, eine meiner Lieblinge. Hatte mehrere im letzten Herbst versetzt, weil sie nach dem Fall der Mirabelle immer mehr kümmerten – und dann kam der Mieter, und nun muß ich sie an beiden(!) auseinanderliegenden(!) schattig-feuchten Stellen, die ich ausgesucht hatte, dauernd gießen, weil die jetzt trocken-sonnig sind *seufz*. Aber ich habe gesehen: sie hat sich an einer Stelle, wo man immer um einen Kirschbaum herumlaufen muß, um sie überhaupt sehen zu können, selbst ausgesät – und dort steht sie sehr groß und prächtig!

15 Kommentare zu “Hitzewelle

  1. Rita sagt:

    Bei mir hält sich außerdem noch gut und auch die letzten Jahre:
    Taubenskabiose, Steppenwolfsmilch, Berglauch, rundblättrige und Rapunzel-Glockenblume, Tüpfel-Johanniskraut, Sandnelke, Feldthymian(Thymus pulegoides), Sonnenröschen, Hohes Fingerkraut, Felsen-Fingerkraut, Meerkohl, Schwarze Flockenblume, Heilziest, Natternkopf, Wegwarte, Wiesensalbei, Rote Spornblume, Grasnelke, Ochsenzunge, Ochsenauge, Färberkamille, Bergminze, Großer Ehrenpreis, Echte Goldrute(Solidago virgaurea), Orangerotes Habichtskraut und alle Königskerzen und Disteln
    Sind bestimmt noch ein paar mehr, aber die fallen mir gerade nicht ein.

    • Fjonka sagt:

      Die Goldrute von Dir hat letztes Jahr schön geblüht – und jetzt isse wech 😦 Spornblume mag erwiesenermaßen meinen Garten nicht ;-), Johanniskraut verliert grad massig Blätter – aber ansonsten ist da ja noch viel zum ausprobieren! Dankeschön 🙂
      Da könnten wir glatt nochmal ne Hitze-Sonderausgabe vom Rundbrief mit rausbringen, wenn es nicht morgen schon durch wäre damit (sagt meine Wetter-App) Nächstes Jahr…..

  2. Felis sagt:

    Rosmarin typische Trockenpflanze? Erzähl das mal meinem, der ist nur glücklich, wenn er (für seine Verhältnisse) saufen darf. 🙂
    Ich schleppe mich hier am Wasser für ‚meine‘ Schwarzpappel ab. Die Trockenheit ist erschreckend.

    • Fjonka sagt:

      Hmmmm…. seltsam.
      Der wächst bei Allen zusammen mit Salbei, Thymian, Oregano auf trockenem Sand prächtig. Nur bei mir sind schon 5 oder 6 Versuche mit ihm spätestens in Jahr2 gescheitert. Vielleicht sollte ichs nochmal auf feuchterem, nährstoffreicherem Standort versuchen ….

  3. puzzleblume sagt:

    Fenchel ist mein Tipp, bei euch ist es ja immernoch etwas feuchter als bei uns, wo ich ihm gelegentlich doch einen Schubs Wasser zukommen lasse, jedenfalls der einen, bereits 3 Jahre alten und 3×3 m (mindestens) grossen Riesenpflanze.

    • Fjonka sagt:

      Ahja, den werde ich tatsächlich mal testen 🙂

      • Fjonka sagt:

        Habe oben am Beitragsende noch was hinzugefügt, das mir beim Fenchel einfiel….

      • puzzleblume sagt:

        Ich bin gespannt. Säen kannst du auch jetzt schon. Es gibt auch eine Farbvariante, Foeniculum vulgare ‚Rubrum‘, deutsch: Bronze-Fenchel. Den habe ich nicht, aber liebäugle damit.

        • Fjonka sagt:

          Bin ja eher die Puristin, von wegen „Naturgarten“ und so 😉 also lieber den gewhnlichen für mich. Und ich habe eh einen Doldenblütlermangel im Garten, da paßt das.

          • puzzleblume sagt:

            Er sieht halt farblich ziemlich verwegen aus. Nachdem mein „Monsterfenchel“ neben der Haustür steht und vielleicht nach der diesjährigen Show eingeht, denke ich drüber nach. Ansonsten verteile ich die jungen Nachkömmlinge des „normalen“, und freue mich über jeden der durchkommt. Dann können wir auch mehr davon in der Küche verbrauchen.

  4. Bibo59 sagt:

    Hier geht es irgendwie noch Dem Holunder scheint die Wärme nicht zu schade. Der komische von meiner Mutter gepflanzte Laubbaum verliert Blätter, dafür stehen meine Eiche und die Weide wie eine 1.
    Ich kann ja gar nicht überall gießen. Auf der Wiese wächt halt was wächst. Dieses Jahr viel Majoran und Malve. Den Eiben scheint weder Hitze, noch Trockenheit zu schaden, dem vermaledeiten Kirchlorbeer leider auch nicht.
    Hier gibt es jetzt jeden Abend Gewitter, ist also gar nicht soo trocken.
    Hast Du Thymian?

    • Fjonka sagt:

      Ja, von Dir 🙂
      Aber der blüht zwar jährlich ein wenig, aber so richtig gut gehts ihm dort auch nicht, derzeit. Außerdem hab ich noch den ganz niedrigen Teppichthymian, auch der kümmert. Und in der Saatmischung für den mähbaren Kräuterrasen ist auch kriechender Thymian, aber den hab ich (noch?) nicht gefunden…. Thymian, Rosmarin, Salbei – die mögen bei mir nicht so recht, obwohl es ja eigentlich typische Trockenpflanzen sind.

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