Das doofe C und die Impferei

Gestern vormittag war ich bei de ole Lüüd. De ole Mann berichtete, er habe versucht, einen Impftermin zu bekommen und sei gescheitert. Die hätten immer irgendwas von Psychiatern gesagt. Also hab ich angerufen und wusste schnell, warum: der Telefondialog dort ist so verwirrend, daß auch ich, die in sowas ziemlich gut bin und nicht so schlecht hören kann wie er, nachher an der falschen Stelle gelandet bin. De ole Mann kam mit den Nummern garnicht erst klar, die er drücken sollte, und wenn man ohne drücken durchlaufen lässt, heißt es, man werde mit dem psychiatrischen Notdienst oder sowas ähnlichem verbunden *gg*

Ich kam irgendwie nicht nach S-H durch, sondern landete bei einer verständlicherweise gestressten Telefonistin, um mir dann sagen zu lassen, daß in S-H eh schon längst wieder alles zu spät ist. Ich war nämlich erst um 10 Uhr am Telefon, aber abends hörte ich dann: schon nach einer halben Stunde waren alle Termine belegt. DAS zumindest könnte man dann doch direkt in der Telefonmenüschleife kommunizieren!? *augenroll*

Und ich konnte bisher auch übers Netz keinerlei Info dazu bekommen, wie die Impferei denn in S-H bei über 80jährigen läuft, die daheim gepflegt werden und nicht ins Impfzentrum können. Musste ich also mit dieser Frage auch wieder die überlasteten Rufnummern weiter überlasten 😦 Habe erfahren, daß ich trotzdem nächsten Dienstag wieder die 116117 versuchen kann (diesmal früher, um in der halben Stunde durchzukommen *augenroll* und parallel online), und dort direkt dazusagen muß: nicht mobil, daheim impfen!!

26 Kommentare zu “Das doofe C und die Impferei

  1. ladypark sagt:

    Wir sind gestern extra früh aufgestanden, um für die Schwiegereltern Termine online zu buchen. Leider hielt man es nicht für nötig, die Uhrzeit zu nennen, an der es mit dem Buchen losgehen konnte. Um sieben war nix freigeschaltet. Immer wieder versucht, dann um acht wurde freigeschaltet, aber man kam nicht durch. Nach unzähligen Versuchen haben wir dann weit weg in Kaltenkirchen zwei Termine für Samstag bekommen. Parallel versuchte es mein Schwiegervater telefonisch, keine Chance.

    Für meine Eltern hatte ich ja schon im ersten Durchlauf Termine buchen können, sogar im nächstgelegenen Impfzentrum. Die sind Freiteg dran. Aber auch da die gleichen Erfahrungen mit der Hotline, die ist eine Zumutung für alte (und junge) Leute. Meine Eltern wären definitiv nicht in der Lage, sich über diesen Weg selbst Impftermine zu besorgen.

    Leute, die nicht ins Impfzentrum kommen können, müssen sich laut Zeitung gedulden, bis es einen Impfstoff gibt, der bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden kann. Dieser kann dann auch von Hausärzten verabreicht werden.

    Ja, das Verfahren ist murks und ungerecht.

    • Fjonka sagt:

      Hihi, die Anfangszeit steht im Netz. 8 Uhr😃
      Ich werde es wohl telwfonisch versuchen müssen, weil ich ja hinkriegen muß, daß sie aufgesucht werden. Allerdings glaube ich inzwischen, daß ich falsch informiert wurde. Werde wohl zur Sicherheit morgen nochmal beim Infotelefon anrufen. Zu oft hörte ich inzwischen, daheim sei erst dran, wenn die Altenheime durch sind, und da pro Flasche 5 Dosen seien, sei es mit dem schwer aufzubewahrenden Zeug auch wichtig, dann auch fünf Leute in kurzer Zeit zu impfen. Will mich nochmal vergewissern….

      • ladypark sagt:

        „Hihi, die Anfangszeit steht im Netz. 8 Uhr“
        Ja, jetzt steht es dort, aber bis Dienstag stand da nur das Datum. Sie haben wohl dazugelernt.
        Und aufgesucht werden können sie erst mit dem neuen Impfstoff, der nicht bei -70°C gekühlt werden muss.

        • Fjonka sagt:

          Nee, in den Altenheimen sind sie ja auch „kalt unterwegs“
          A propos lernen: gestern kam im TV, daß in SH überlegt werde, es per Einladungen zu organisieren.
          Ich hab inzwischen nochmal die 116117 abgerufen und erneut die Info bekommen, ich könne sie telefonisch für Zuhauseimpfung anmelden. Aber nicht online….

  2. fernwehkinder sagt:

    Darf ich bei solch einem Thema überhaupt „like“ drücken?

    Meine Mutter (DRK-Mitglied) bekam von einer DRK-Kollegin (hauptberuflich 116117) den Hinweis, dass sie es gar nicht erst einmal über die Telefonnummer versuchen soll, weil die Schleifen immer komplizierter werden und in NRW – so es denn jemals überhaupt soweit kommt – das System jetzt schon so am Limit läuft, dass man bis zu 2 Stunden benötigt, bis man mit dem richtigen Menschen spricht.

    Das ist eine Zumutung und Frechheit.

    Wo ist denn das Problem, eine Terminvergabe online zu machen für all diejenigen, die entweder selbst noch fit genug dafür sind oder sich von ihren Kindern/Enkeln/Urenkeln/Betreuern/Nachbarn/Freunden dabei helfen lassen? Dann bliebe die 116117 frei für die Notfälle, die jetzt wieder unnötig die Notaufnahmen überrollen, weil sie keine Chance haben, den ärztlichen Notdienst zu erreichen.

    • Fjonka sagt:

      Naja, das Problem ist, daß online für Viele nochmal schlechter zugänglich ist als eine (vernünftig gestaltete)Telefonhotline
      Ich fände die Lösung „Sie werden angeschrieben“ am einfachsten und fairsten. Klappt bei der Mammographie ja auch.

  3. Myriade sagt:

    Bei euch gibt es wenigstens schon Impftermine für die man sich zumindest theoretisch anmelden kann

    • Fjonka sagt:

      Ja. Meine Eltern in NRW müssen warten, bis alle Altenheimleute durch sind, obwohl Vaddern alt genug und vorerkrankt ist.Mir ist klar, daß es nicht genug Impfstoff für Alle gibt, und ich finde es okay, warten zu müssen. Manchmal(!) finde ich allerdings den Föderalismus zum kotzen und daß man sich nichtmal bei sowas auf einheitliches Vorgehen einigen kann, und ich tu mich schwer nachzuvollziehen, daß die Organisation, die ja ordentlich Vorlaufzeit hatte, so schlecht funktioniert. Als ob man sich nicht denken kann, daß eine Telefonschalte in so einem Fall Schwachsinn ist. Ein „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ funktioniert ja nichtmal bei einem im Vergleich winzigen Vorhaben wie der Kartenvorbestellung bei der Jazz Baltica vernünftig.

  4. wattundmeer sagt:

    Das „like“ bleibt mir im Hals stecken. Ich finde das unglaublich! Wie ignorant kann man eigentlich sein, Impftermine so zu vergeben – oder eben nicht zu vergeben. Wer nicht mehr fit ist, bleibt auf der Strecke.

  5. Bibo59 sagt:

    Ich würde dann ganz schlicht und ergreifend mal beim Hausarzt des alten Mannes anfragen. Soll der doch einen Impftermin besorgen.
    Telefonhotlines mit Knöpfen zum drücken sind alles was der Mensch nicht braucht. Wer die erfunden hat, vereinfacht vielleicht das Procedere für die Firmen und Ämter, nicht aber für die Kunden.

    • Fjonka sagt:

      Nee, über HA läuft da nix.
      Und ja, gerade für alte Leute ist das echt Sch***, aber auch für jüngere, wenns schlecht gemacht ist wie bei der 116117
      Und dann gibt es öfter mal so nette Abfragen „möchten Sie A, drücken Sie 1, B-2, C-3“ – aber Du willst F, und es gibt NICHT „sollten Sie irgendwas anderes wollen, drücken Sie 4“. Also drückst Du beim 2. anhören die 1 und landest bei endgenervten MitarbeiterInnen, die wissen, daß das Menü nix taugt, und sinnlos seit Wochen all die Leute verbinden müssen, die werder A, B noch C wollen….

      • Bibo59 sagt:

        Ja, das kenne ich. Ich habe mal so einen Computer mit Spracheingabe nach etlichen Fehlversuchen angebrüllt: „Ich möchte einen Menschen sprechen“ Und wurde tatsächlich verbunden. Waru man da nicht gleich einen Menschen hinsetzt? Wahrscheinlich um Arbeitsplätze zu sparen. Hier in Köln gibt es ja wenigstens die Nummer für alles. die verbinden dann mit der passenden Behörde.

      • Bibo59 sagt:

        Hier werden als Erstes Heimbewohner und Personal geimpft, alle anderen werden angeschrieben, wenn sie dran sind.

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