Kühe im Keller

2005? Oder 2006? Später nicht.

Eines Tages gehe ich in den Keller. Ich will Wäsche waschen, und so laufe ich stracks zur Maschine. Und stutze:

Oben auf der Waschmaschine sitzen zwei Kühe!

Huch!?

Ein zweiter Blick – nein, ich spinne nicht, es ist eindeutig! Eine schwarzbunte und eine reinweiße Kuh sitzen auf meiner Waschmaschine! Sogar Hörner haben sie.

Was ist passiert?

Wie kommen zwei Kühe in meinen Keller, und warum sitzen sie ausgerechnet auf der Waschmaschine????

Ehrlich gestanden: ich weiß es bis heute nicht!

Damals bin ich davon ausgegangen, daß die Mieter, die noch oben in der Wohnung im 1. Stock wohnten und die Waschmaschine mit nutzten, die Kühe dort vergessen hatten. Sie waren ja eh nicht sehr tierfreundlich, obwohl beide in Tier-Berufen tätig waren und Tiere hatten. Aber Wochen vergingen, die Mieter wuschen weiter Wäsche – die Kühe saßen weiter auf der Waschmaschine. Und dort saßen sie auch noch, als die Mieter ausgezogen waren.

Erst da wagte ich, die Kühe mit zu mir in die Wohnung zu nehmen. Ich hatte sie längst ins Herz geschlossen, und so ein Keller ist einfach kein guter Ort für zwei kleine Kühe!

Ihr neuer Platz im Flur bei den Teelichtern scheint beiden gut zu gefallen, sie sehen zufrieden und munter aus – auf dem Ofen war es ihnen zu warm, hier ists besser, und sie kriegen ALLES mit.

 

Passt gut zu den Zimmerreisen, Runde 5 mit J und K


Aussortiert:

Tag 82: abgeschnittene Restkabel

Tag 83: Rest eines De-Zi-Fix-Rolle, schon brüchig

Tag 84, 13.5. Kamm, rot, Plastik. Eigentlich schon eine eigene Zimmerreise wert, deshalb hab ich den auch noch so lang behalten (und weil er rein theoretisch noch funktional war, obwohl ich rein praktisch seit Jahrzehnten nur noch bürste) Denn dieser Kamm stammt noch aus Teeniezeiten, und immer, wenn ich ihn sah, hatte ich die (nicht guten) alten Zeiten vor Augen, in denen die coolen Mädchen so einen Kamm so in der Blusem- oder Hosentasche stecken hatten, daß der Griff, meist herzförmig, oben herauslugte. (Die Jungs hatten an derselben Stelle einen Tabakbeutel….gaaaaanz unauffällig….) Und gerade weil das für mich – als absolut uncooles Mädel – eine richtig üble Zeit war, war es auch mit Ü-50 immer noch nett, beim Anblick des Kammes jedesmal innerlich leicht grinsen zu müssen. Eine Bestätigung, daß das endgültig vorbei ist, denn es ist – nach langer Zeit und endlich und inzwischen seit langer Zeit – ein grinsen ohne schmerzhaftes pieken im Bauch. Jetzt hab ich den Kamm aus dem Hexenschrank geholt, und gleich kam mir ein Zinken entgegen, dann noch einer – und er ist ohne Wehmut endlich im Müll gelandet.

15 Kommentare zu “Kühe im Keller

  1. […] Kühe im Keller oder: Zimmereise mit k von Fjonka, 2021/05/13 […]

  2. pflanzwas sagt:

    Witzige Geschichte!! Ich habe die Stoffkühe auch erst spät gesehen und muß Gerda zustimmen, daß ich die echten nur ganz kurz im Sinn hatte, wie sie mit ihren breiten Hintern die Waschmaschine platt machen 😉 Aber schon spannend, wer die wohl da gelassen hat! Jetzt würde ich mich gerne mit den Kühen unterhalten, wenn sie dort „alles“ mitkriegen 😉

  3. cubusregio sagt:

    Und ich hab erst auf Nebenwirkung(en) von Klarem ausm Norden getippt 😉 Super Posting

  4. puzzleblume sagt:

    Herrlich, dieser Hauch von surrealem Traumgeschehen, weil du bis zum Schluss dem Leser überlässt, darauf zu kommen, um welche Art von Kühen es sich handeln könnte.

    • Fjonka sagt:

      😃 Leider klappt das nur mobil oder im Reader. Wer ganz normal im Computer die Seite anschaut, sieht das Foto sofort.
      Egal….

      • puzzleblume sagt:

        Die Gewohnheiten, wie man Webseiten zuerst überblickt, bevor man liest, kann da hinderlich sein. Wenn ich aber weiss, dass ich eine Geschichte lese, finde ich, muss man sich auch mal beherrschen können. Es geht ja darum, sich durch die Geschichte führen zu lassen und Spass daran zu haben, und nicht um einen Blitzmerker-Wettrennen.
        Ich gehöre aber generell zu den Leuten, die Bücher, auch Krimis immer wieder lesen, wenn sie mir gefallen.

        • Fjonka sagt:

          Ja, zu denen gehöre ich auch. Mein Erinnerungsvermögen ist eh eher wenig ausgeprägt. Das macht es einfacher!😉
          Na, aber was die Kühe angeht: diese Geschichte mag ich eh, unabhängig von Überraschungspointe.
          Ich hab übrigens noch mehr K, aber kein einziges J in petto *g* Mal sehn, wie viele davon ich noch in dem kurzen Monat aufzuschreiben schaffe (man merkt der Zimmerreisenmenge eh das wärmere Wetter und die.gelockerten Auflagen an, finde ich😏)

          • puzzleblume sagt:

            Du kannst dir bestimmt irgendetwas J-tauglich zurechtbiegen 🙂
            Die Mengen sind zurückgegangen, wetterbedingt bin ich auch weniger fabulierlustig. Es gibt draussen wieder mehr zu sehen und zu tun.
            Unser Landkreis ist momentan aufgrund der für die Statistik mehr als doppelten Rechnung der Bevölkerungszahl (etwas über 48 Tsd. auf etwa 1.220 km²) tatsächlich mit einer so errechneten Inzidenz von über 130 Hochrisikogebiet, insofern spielt sich meine Freizeit genau so haus- und gartenzentriert ab, wie vorher, aber das hält ja niemanden davon ab, hier mit dem Wohnmobil herumzufahren, insofern fällt mir die Unternehmungslust der Menschen nicht nur in den Blogs auf. Aber sollen sie nur machen. Ist mir persönlich kein Anliegen.

            • Fjonka sagt:

              Huch!? Bevölkerungszahlen sind doch eigentlich recht gut bekannt als daß man sich so doll verrechnen könnte, dachte ich???
              Hier ist Modellregion, und ab MO eh ganz SH offen…..
              und ich hab genug Ks, als daß ich ein J zurechtbasteln müsste 😏

              • puzzleblume sagt:

                Die K’s sins alle sehr willkommen. 🙂

                Das sind die rechnerischen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, um bundesweit statistisch vergleichen zu können. Verrechnet hat man sich nicht, aber es entsteht dadurch eine gewisse Absurdität, weil die Gesamtzahl der Infizierten so gering ist, dass jede erkrankte Familie eine bedeutende Prozentzahl hinzuaddiert.
                Andererseits ist es durchaus wichtig, dass die Menschen hier besser aufpassen, denn es gibt für diese Menschen nur ein sehr kleines Krankenhaus mit max. 8 Intensivbetten, das für gewöhnlich auch Menschen aus der Gegend um Dömitz auf der anderen Seite der Elbe (Mecklenburg-Vorpommern) mitversorgt.

      • gkazakou sagt:

        ich habe ganz brav am Computer von oben nach unten gelesen und erst zum Schluss die Kühe gesichtet. Allerdings habe ich eine solche Auflösung irgendwie erwartet. Denn im Ernst: echte Kühe auf einer Waschmaschine … 🙂

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