Neue Pflanzen. Einheimische. Folge eins: die nasse Füße mögen

Wir haben die Chance genutzt, daß wir Urlaub hatten und somit donnerstags nachmittags in die Ex-Archegärtnerei, jetzt Blütenmeer GmbH in Klappholz fahren konnten. Mein Wunsch: Bewuchs für den Teich und seine Ufer. Wasserpflanzen haben sie nicht. Aber Sumpfpflanzen, die mit wechselnden Wasserständen bei prinzipieller Feuchtigkeit zurechtkommen. Jetzt wohnen hier:

  • Zwei geflügelte Braunwurze (Scrophularia umbrosa) Wikipedia sagt: „Bei der Geflügelten Braunwurz handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen zwischen 40 und 100 cm erreicht. Die Geflügelte Braunwurz wächst in Bach- und Grabenröhrichten, in feuchten Gebüschen und auch im fließenden Wasser. Sie bevorzugt meist tonige, oft kalkreiche Schlamm- und Lehmböden.“ Sie sitzen jetzt unterhalb der Giersch-Schwelle am Steilufer des Teichs:

    geflügelte Braunwurze

  • Zwei gelbe Wiesenrauten (Thalictum flavum): „Die Gelbe Wiesenraute bevorzugt feuchte, nährstoffarme Böden wie an Gräben und Flachmooren.“, sagt Wikipedia. Die Gärtnerin sagte, sie kann auch mit schwererem Boden. Abwarten.
  • Zwei Sumpfschafgarben (Achilea ptarmica): „Die Sumpf-Schafgarbe wächst gerne in staunassen Wiesen, wie zum Beispiel an Wegrändern oder in Gräben entlang von Flüssen und Bächen. Sie gedeiht auf nährstoffreichen, vorzugsweise kalkarmen, neutralen bis mäßig sauren, modrig-humosen Tonböden oder auf Torf.“. Da sie, wie mir erst nach dem Kauf eingefallen ist, es schon seit Jahren sogar vorn im Staudenbeet aushält, sollte sie es auch dort hinkriegen, wo es ihr eigentlich besser gefallen müsste: am sonnigen Zeil des Flachufers.

links Wiesenrauten, rechts Sumpfschafgarben, mittig dazwischen (links im rechten Oval) der Blutweiderich

  • Ein Sumpfstorchschnabel (Geranium palustre) „Als Sumpfpflanze ist der Sumpf-Storchschnabel in Ufer- und Hochstaudenfluren an Gräben, Bächen und Teichen sowie auf feuchten bis nassen Wiesen zu finden.“, heißt es. Auch ihn hab ich an die schattigere, steile Uferseite unterhalb des Gierschrandes gepflanzt.

    Sumpfstorchschnabel

  • Ein Blutweiderich (Lythrum salicaria): „Gewöhnlicher Blutweiderich wächst an feuchten Standorten häufig und verbreitet in Röhrichten und Sümpfen, an Ufern von Seen und Weihern, Flüssen, Bächen und Kanälen sowie in Gräben. Er bevorzugt die tieferen Lagen und ist etwas wärmeliebend, kommt aber auch noch in mittleren Gebirgslagen vor. Die Standorte sind vor allem nasse oder wechselfeuchte, zeitweise überschwemmte, nährstoffreiche, Sumpfhumusböden…“ Das sollte klappen. Im feuchten Beet hinterm Hünengrab mochte er nicht sein, war wohl noch zu heiß und trocken. Er sitzt zwischen Sumpfschafgarben und Wiesenrauten.

Ich bin sehr gespannt 🙂 Die Fotos sind Memos für mich, wenns soweit ist, gibts gute, auf denen die Pflanzen erkennbar sind 😉


Aussortiert, Tag 102: eine runde „Tupper“schale -> Sozialladen

Tag 103: mehrere längliche Ex-Keksdosen, Plastik, als „Tupper“ aufgehoben -> gelber Sack

Tag 104, 19.6.: mehrere rechteckige „Tupper“dosen -> Sozialladen. So langsam muß ich mal dorthin, „abladen“ …. *g*

4 Kommentare zu “Neue Pflanzen. Einheimische. Folge eins: die nasse Füße mögen

  1. Schön, schön, schön geworden 🙂 Interessante Auswahl. Mir wäre als Farbklecks noch Pfennigkraut in den Sinn gekommen. Weil man drüberlatschen kann, es essen kann und auch noch als Küchenkraut verwenden kann (bindegewebsfreundlich 🙂 )

    Aber es ist natürlich Euer Garten! (y)

    https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/pfennigkraut/

    • Fjonka sagt:

      Pfennigkraut habe ich ganz zu Beginn meiner Gartenzeit als hübschen, niedrigen Bodendecker gekauft. Und dann festgestellt: dochdoch, stimmt! Man hatte nur zu erwähnen vergessen, daß es NIEMANDEN neben sich duldet!!😃
      Ich habe Jahre damit verbracht, es loszuwerden….
      Das kommt sicher auf den Boden an, und vielleicht würde es sich am steilen Teichrand mit dem Giersch arrangieren… aber ehrlich gesagt: ich trau mich nicht!! *g*

  2. ladypark sagt:

    Da warst du ja fleißig. 🙂
    Ich habe heute auch eine Plastikdose aussortiert, eine Ecke war abgebrochen (vermutlich werden die großen Kinder die Brotdose mit dem Einhorn drauf nicht wirklich vermissen. 😉 Dabei habe ich übelegt, ob gelber Sack oder Restmüll und sie dann in den Restmüll getan. Meinst du, gelber Sack ist eher richtig?
    Und dann habe ich noch ganz beherzt meinen großen Papierstern entsogt, er war definitiv unrettbar eingestaubt.

    • Fjonka sagt:

      Naja, korrekt ist „Restmüll“, weil „gelber Sack“ ja bvon der Vaerpackungsindustrie bezahlt wird und nur Verpackungen reingehören. Also in Deinem Fall die Verpackung der Einhorndose, die Einhorndose selbst ist das gekaufte Produkt und gehört, obwohl sie Dinge verpackt, deshalb nicht in den Verpackungsmüll. Ich tu allerdings SEHR gern allen Plastikmüll in den gelben Sack. Sollen sie doch bezahlen, die fucking Verpackungsmüllherstellys, die uns dieses sinnlose System eingebracht haben…. außerdem wird dann VIELLEICHT wirklich ein Teil davon recycelt, obwohl viele gelbe Säcke auch einfach verbrannt weden und das dann als thermische Verwertung schöngeredet wird

Platz für Klönschnack ...

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