Nest

Ein echtes kleines Kunstwerk ist aus einer der Hofbuchen gefallen. Wunderschön! Es passt in meine Hand – und die ist nicht besonders groß. Und so liebevoll gemacht, mit den Flechten außen, den Halmen und dem Moos

Auf den zweiten Blick ist es leider auch noch hochmodern … innen, das gelbliche: Rockwolle. Außen, die weißen Flecken: Styropokügelchen. Und die weißlichen, langen Fasern oben am Rand: Plastik- nicht Grasfäden.

Zunächst denkt man da: vielleicht ein wenig schade, oder amüsant – aber im Grunde doch egal. Allerdings kann eine solche Konstruktion im schlimmsten Fall tödlich für die Küken werden: Plastik und Rockwolle sind zwar isolierend, stabil, warm – aber stauen auch Regen im Nest, der die Küken verklammen lassen kann.

Bei diesem Nestfragment sieht mans noch besser, jede Menge flauschiges Material – aber das könnte auch was natürliches sein, jedenfalls roch es beim ansengen nicht nach Plastik. Sieht aus wie Kapok – aber den gibts ja hier auch nicht in der Natur. Ich habe aber auch schon Nester gefunden, deren Außenaufbau zu mindestens der Hälfte aus durchsichtigem Plastik war. Da wirds dann wirklich schwierig…..

Aber wer baut denn überhaupt solche hübschen Nester?

Bei Nest eins konnte mir eine Naturgarten-Bekanntschaft in der Signal-Plaudergruppe helfen. Sie hatte nämlich in einer öffentlichen Bücherzelle (!) ein altes, aber sehr tolles Buch über Eier und Nester gefunden und schickte mir dies (ich habs recht groß gelassen, damit Ihrs anklicken und lesen könnt):


Aussortiert: da ich derzeit zeitlich eh schon überfordert mit meinem ganz normalen Leben bin, mache ich zwar weiter, die 365 Tage aber werden sich wohl weit über ein Jahr hinausziehen – ich mag mich neben Krankenhausbesuchen, Organisations-Telefon-Orgien, Fitneßstudio, Krankengymnastik und Arbeit nicht auch noch damit unter Druck setzen, Schränke und Schubladen auszuräumen, wenn draußen die Sonne lacht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

2 Kommentare zu “Nest

  1. Gitta sagt:

    Ja, solche Nester habe ich auch schon gefunden, viel Plastik, Styropor aber auch ein paar Fädchen Wolle aus meinen Beständen oder vom Hund. Zeigt mal wieder, wie wichtig es ist , darauf zu achten, womit wir hantieren. Und viel Kraft und energie für die Versorgungsaufgaben, ich habe das Thema ( leider) schon hinter mir und ich kann deine Überforderung gut verstehen. LG Gitta

    • Fjonka sagt:

      Ich sxchätze mal, die meisten, die bei mir länger mitlesen, passen schon etwas mehr auf als andere- aber ich sammle so viel Müll auf, wenn ich spazierengeh – von Baustellen (Rockwolle, Folienstücke, Kabelbinder bzw Reste von diesen verschweißten Zusammenhalt-Plastikbändern….), Bauern (Silagefolien quadratmeterweise im Knick, Strohballenbändel aus Plastik usw) undundund, es istr schon ein Elend!
      Was den Rest angeht und Dein in Klammern gesetztes „leider“: das versuche ich mir immer mal wieder klarzumachen: wenn frau sowas nicht mehr muß, bedeutet das ja auch was….

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