Vom Aussortieren und anderem Scheitern

Der Paradiesapfel kennt mich ….. *seufz*

Mit meinem 365-Tage-täglich-was-aussortieren-Vorhaben bin ich ja grandios gescheitert – bei Tag 119 war irgendwie dann Schluß *g*

Aber nuja, ich hab weiterhin notiert, was ich, wenn ich aussortiert hab, aussortiert hab. Und hätte ich weitergemacht, wäre ich immerhin bei *räusper* Tag 127 …. wie auch immer ….

Das andere scheitern* betrifft meine Fitneß. Ich hatte mich im April im Fitneßstudio angemeldet – und genau das, was ich befürchtet hatte, ist eingetroffen: solange ich (wg. Corona) Termine machen musste, hat es ganz gut geklappt mit dem 2x wöchentlichen hingehn. Als es wieder frei war und frau kommen konnte, wann sie wollte, wurde es deutlich schwieriger – es gab GUTE, STICHHALTIGE ARGUMENTE, dieses eine Mal ausfallen zu lassen….. und dieses andere, eine Mal auch….. – und dann kam die Knochenhautentzündung im Ellbogen – und seit die besser ist, hab ich nicht wieder angefangen und einen RIESENGROSSEN Widerstand, das zu ändern. Es hat mir aber auch wirklich keine einzige Minute lang Spaß gemacht – und nicht eine Sekunde lang hatte ich den vielgepriesenen Effekt bemerken können, daß NACHHER eine Zufriedenheit mit der Erschöpfung einherginge.

Lange Rede, kurzer Sinn: beim ordnen meiner Unterlagen (mache ich ja immer Anfang des Jahres wg. Steuer und dann gleich insgesamt) fiel mir der Vertrag in die Finger, und mir wurde klar: entweder ich kündige bis 15.1., oder ich bezahle ein weiteres Quartal sinnlos – und zack, hatte ich meine Kündigung abgegeben. Und bin sehr glücklich darüber, ehrlich gestanden….

Offensichtlich kann ich (Seele) mir (Verstand) nicht wirklich glauben, daß es gut wäre, was für mich (Körper) zu tun.

Isso.


* … irgendwann war doch auch schonmal was mit „scheitern“? Ich musste suchen – und wurde fündig, es ist 10 Jahre her und wer nun wissen will, woher das Wort „scheitern“ kommt, kann mit meinem zehn Jahre jüngeren Ich auf Suche nach der Wortherkunft gehen: klick

Ist interessant, fand ich .

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

49 Kommentare zu “Vom Aussortieren und anderem Scheitern

  1. pflanzwas sagt:

    Ich finde auch, mit scheitern hat das nichts zu tun. Du hast ganz schön lange durchgehalten, auch mit dem Aussortieren! Und manchmal ändert sich was und es kommt was neues. Man muß wirklich seinen eigenen Weg finden und wenn kein Spaß dabei ist, bringt es nix. Ich habe mal Qigong gemacht. Das war wirklich meins. Lange Zeit habe ich es auch zu Hause von allein für mich allein gerne gemacht. Ganz ohne Druck, einfach weil es Spaß machte. Leider ist es dann auch irgendwann eingeschlafen, aber hin und wieder mache ich es noch. Dabei arbeitet man alle Körperteile durch, ohne sich zu überanstrengen. Viele schwören ja auf Yoga, daß wird zum Teil ähnlich sein, je nach Art. Naja, wie gesagt, es muß zu dir passen. Ich hoffe, du findest was und sei es mehr Spazierengehen oder so.

    • Fjonka sagt:

      Mit QuiGong versuche ich grad einen zweiten Anlauf, zusammen mit dem Äppelken wollen wir, jede vor ihrem Computer…. bisher aber haben wir bloß drüber geschrieben, es aber noch nicht GETAN… momentan hab ich eh Blei in jedem Knochen und Schmerzen in jedem Gelenk – das ist das feuchtkalte, graue Wetter.
      Lang durchgehalten mit der Fitneß hab ich aber nicht, es war nichtmal ein Vierteljahr …. machst Du derzeit denn noch (anderen) Sport?

      • pflanzwas sagt:

        Hahahaaaa. Im letzten Frühjahr wollte ich mit Joggen anfangen. Habe ich auch, zwei drei Wochen lang. Dann kam die Winterwoche mit Schnee und danach wurde es weniger. Dann wollte ich walken. Bissel blöd, wenn man die Technik nicht kennt. Das ging auch nicht mehr lange. Dann wollte ich stramm Spazierengehen, das hielt auch etwa 2 Wochen und dann kam der Frühling und alles war Geschichte 😉 Schade, beim Laufen hatte ich es auf einen km gebracht (Jogger, jetzt bitte weggucken!), aber für mich war das viel. Kurze Zeit hatte ich Spaß dran, aber dann…war die Luft doch wieder raus. Nee, ich kriege auch nicht wirklich die Kurve. Qigong hin und wieder ja. Die einzige Sportart, die mir jemals wahnsinnig viel Spaß gemacht hatte, früher, war Badminton. Aber ich bin nicht so ein Vereinsfan und da fällt mir das Aufraffen auch noch mal schwer.
        Ich glaube, wenn das Wetter frühlingshafter wird, kommen wir alle von selbst wieder in Gang und wenn du so wetterfühlig bist, würde ich mich jetzt nicht stressen. Winter heißt Rückzug und ausruhen 🙂

        • Fjonka sagt:

          Na, ist ja doch erfreulich zu lesen, wie viele der Mitlesenden hier ähnlich sportunaffin sind wie ichs bin.
          Das mit dem Widerstand, im Verein zu sein, kann ich ebenfalls gut nachvollziehen, übrigens. Jedenfalls was SPORTvereine angeht (aber auch Imkervereine oder andere solche, in denen sich – menschlich gesehen – A-L-L-E-S tummelt *g*
          Da tu ich mich dann schwer mit der sozialen Kompetenz. Man soll sich im Umkleideraum/ bei Veranstaltungen/… ja mit den Anderen unterhalten und solche seltsamen Dinge mehr 😉 Da kommt dann immer der Soziallegastheniker in mir zum Vorschein…

  2. Felis sagt:

    Mir geht es genau wie dir! Sport um des Sports willen war mir schon immer zuwider. Eine gewisse Disziplin – die in den letzten 2 Jahren aber auch gelitten hat – bringe ich noch für meine Rückenübungen auf, weil ich einfach keinen Bock auf eine OP habe, und seit 30 (sic!) Jahren den unkenden Medizinern so eine lange Nase drehe. Das motiviert.
    Ansonsten halte ich mich an meine Ex-Schwiegervater, Kardiologe a.D., der sagte: Bewegung wird überschätzt. Aufzüge links liegen lassen, Wege überwiegend zu Fuß oder mit dem Rad machen – im Grunde reicht das.
    Meine Entdeckung für die Coronazeit: Tanzen. Möbel aus dem Weg räumen, drei geile Stücke auswählen, und dann so mit Körperspannung tanzen wie früher auf den Feten: Ich schwöre dir, wenn man das täglich macht, merkt man das schon nach zwei Wochen im gesamten Muskeltonus. Nur die Katzen gucken immer sehr irritiert. 🙂

  3. Maenade sagt:

    Radikale Akzeptanz. Mir geht es besser damit, vor mir selbst zuzugeben, dass mir Sport halt eigentlich keinen Spaß macht. An den meisten Sportarten stört mich der Wettbewerb. Ich will aber gar nicht besser sein als andere dabei, mich zu bewegen. Da fehlt mir was für. Ich sollte aber Sport machen, weil ich mich tatsächlich körperlich (Rücken! Schultern! Handgelenke!) besser fühle, wenn ich mich regelmäßig sportlich bewege. Mir passt Yoga da bisher am besten. Das klappt aber eigentlich auch nur, wenn ich mich dafür entweder fest mit einer Freundin verabrede – nur wohnt die leider inzwischen am anderen Ende des Landes – oder online alleine mit Videos ohne Kurs – allerdings nur, wenn ich wirklich, wirklich jeden! Tag! dranbleibe. Höre ich einmal auf, fange ich nicht wieder an. Außerdem hat das den Nachteil, dass mich niemand korrigiert, wenn ich mich falsch bewege. Tja. Das High, das man angeblich immer, nachdem etc.pp. – hatte ich noch nie. Ich fühle mich auch nicht besser, wenn ich Sport gemacht habe oder Rad gefahren bin oder so. Nur bei regelmäßiger Gymnastik merke ich irgendwann, dass der Rücken nicht mehr so viel weh tut. Aber unmittelbares besser fühlen? Nö. (Und außerdem tut das Handgelenk nach dem Sport weh, aber das sei OK, meint der Physiotherapeut, solange es nach ein paar Tagen immer wieder besser wird. Da müsste ich einfach dranbleiben. Aber wie weit soll einen denn die Vernunft bringen bei etwas, von dem alle sagen, es würde Spaß machen, aber für mich stimmt das einfach nicht?!)

    • Fjonka sagt:

      Oh, danke!
      Da äußerst Du gut formuliert, was mir vage im Bauch schwappt! Genau so ist das🤗
      Mit dem einen Unterschied, daß Du disziplinierter zu sein scheinst (um die Erkenntnis zu haben, daß es bei Regelmäßigkeit auf Dauer hilft, musst Du ja schon so lange durchgehalten haben *g*. Und zwar mehrfach, sonst wüsstest Du die Sache mit dem „wirklich, wirklich jeden Tag“ ja nicht 😎)

  4. zauberweib sagt:

    Was das Aussortieren angeht, würde ich nicht so drastisch als „scheitern“ betiteln. Ein drittel des Jahres hast du immerhin geschafft, und zumindest _diese_ Dinge _hast_ du aussortiert. Vielleicht ist jeden Tag eins auch nicht dein Ding? Möglicherweise liegt dir einmal in der Woche 5-7 Dinge aussortieren mehr? Probier das doch einfach mal aus.
    Was Fitnessstudio angeht – is absolut nicht meins. Warum zum Sport extra irgendwo hingehen, wenn ichs zuhause im Wohnzimmer auch machen kann? (Und auch tatsächliche tue!)

    Falls du das Aussortieren nochmal (neu/anders) angehst, freu ich mich jetzt schon drauf, darüber zu lesen 🙂

    • Fjonka sagt:

      Tatsächlich war auch eher die Doku im Blog streng „eins pro Tag“. Tatsächlich hab ich mir zB auch mal ein Schrankfach vorgenommen, da kamen dann einige Dinge zusammen – einige Tage „Vorrat“ 😁
      Sporteln: Zuhause mache ichs leider auch nicht…. auch daran bin ich gescheitert….

      • Bibo59 sagt:

        Zuhause-Sport ist auch nicht meins. Egal ob mit Bokken oder Faszien-Rolle, es fasziniert mich nicht. Am ehesten geht alles umsonst und draußen. Schwimmen, Radfahren, Wandern, paddeln. Aber gerade nicht bei dem Schietwetter.

  5. Gitta Misera sagt:

    Dito ! Funktionstraining wurde bei mir auch schnell zur Karteileiche. Aber ich tröste mich damit, daß mein großes Haus/Grundstück samt Tier und Pflanze viele tägliche Schritte braucht. Und der Hund seine Fahrradkilometer. Das muss reichen. Zum Ausmisten mein Tipp : Jeden Tag zwei Dinge weg. Das klappt. LG Gitta

    • Fjonka sagt:

      Ich hatte ja EINES pro Tag versucht, und es hat auch wirklich gut funktioniert- bis es an die schwierigeren Dinge ranging. Bei Runde zwei, der verlinkten oben, war alles, von dem es sich leicht trennen ließ, schon lang weg. Und da wurde es dann tatsächlich schwierig….
      Aber ich bin eh Keine, die das sammeln im Blut hat, insofern ist das kein echtes Problem hier 😃

  6. ladypark sagt:

    Jedem Scheitern liegt ein Zauber inne… oder so ähnlich. 😉
    Ich brauche auch feste Termine, gehe so immerhin einmal wöchentlich zur Wassergymnastik. Der Angang ist immer groß, dann macht es aber doch richtig Spaß.
    Mein Rudergerät macht mir inzwischen auch nicht mehr so richtig Spaß, aber ich besteche mich selbst, indem ich beim Rudern irgendeine Serie schaue. Ohne Serie kommt mir jede Minute wie eine Ewigkeit vor.

  7. Steffi sagt:

    Das macht dich so sympathisch. Ausserdem muckibudenmitgliedschaft aussortieren ist auch aussortieren. Und wenn man eh nicht hingeht, war bei mir auch so…

  8. fernwehkinder sagt:

    Genau so ist es mir auch ergangen. Mit Termin und Anfangseuphorie ging es – machte aber keine Sekunde Freude und es kam keinerlei Glücksgefühl auf. Die erste Ausrede war noch stichhaltig, danach reichte schon „keine Lust“ oder „es regnet“ oder „es könnte regnen“. Zack, gekündigt – und glücklich. Ergo: Nicht das Training macht glücklich, sondern das Kündigen des Vertrages im folgenden Jahr ;o)

  9. Bibo59 sagt:

    Fitness-Studios sind total überbewertete Geldlöcher. Viele schließen Verträge ab, gehen ein paar mal hin und dann nie wieder und die Verträge laufen immer weiter, weil sich die Leute ihr inneres Schwein nicht eingestehen.
    Außerdem habe ich nie verstanden, warum die mit dem Auto zum Fitness-Studio fahren, da mit dem Aufzug in den dritten Stock, um dann eine Stunde lang in einem miefigen Raum auf einem Stepper, einem feststehenden Fahrrad, oder eingespannt in Foltergeräte zu trainieren. Eine Radtour oder Wanderung auf wechselhaftem Gelände ist doch viel anspruchsvoller für alle Sinne und den Körper.
    Und Spaß muss sein! Etwas, was keinen Spaß macht, würde kein normaler Mensch in seiner Freizeit machen, oder? Ich stricke ja auch nicht.
    Es gibt hunderte, wenn nicht tausende Sportarten, für jeden müsste was dabei sein das auch Spaß macht, die Vereine beklagen Mitgliederschwund, aber nee, die Leute gehen ins Fitness-Studio.
    Und ich sag jetzt mal: Gartenarbeit und körperliche Arbeit hält auch fit.

    • Fjonka sagt:

      Das hab ich mir lange Jahre auch gesagt, stimmt leider aber nicht (mehr).
      Was anderes angeht, hab ich beim Drachenkater schon allerhand geschrieben. Die Auswahl ist ja in erreichbarer Nähe auch nicht sooooo groß…

  10. Dann war das Fitnessstudio nicht der richtige Sport für dich.
    So einfach ist das.
    Manchmal muss man mehrere Sportarten antesten ehe man die richtige findet, bei mir setzt der beschriebene Effekt zB nach dem joggen ein, wobei ich jetzt demnächst noch das hullern und eine BBP-Workshop ausprobieren werde bei dem der Schweinehund der mich nach meiner Verletzung im Oktober wieder im Griff hat hoffentlich einfacher bekämpft werden kann…

    • Bibo59 sagt:

      Hier musste ich erstmal ecosia bemühen.
      Hullern = Hulla-Hoop-Reifen
      BBP? (diverse Firmen tauchen auf) Bauch, Beine, Po?

    • Fjonka sagt:

      Im Peinzip hast Du da völlig recht. Leider war das nicht der erste Versuch…. da ich schlecht sozialkompatibel in nicht selbst zusammengesuchten Gruppen bin, scheiterte Alles, was vom körperlichen her passte am sozialen: Bauchtanz, afrikanischer Tanz, Yoga.
      Feldenkrais scheiterte an der frozen shoulder (und jetzt an der gesperrten Lindaunisbrücke: 1 Stunde Anfahrt wg. Umweg ist zu viel)
      Naja, und „normaler“ Sport wie Leichtathletik, Ballzeugs etc ist eh nix für mich….
      Joggen hab ich auch schon getestet, näh 🥺
      Und radeln mag ich auch nicht, werde es aber zum Frühling, so die Schultern mitmachen, wieder aufnehmen

      • Bibo59 sagt:

        Ich suche gerade nach einer Alternative zum Aikido. Wegen Knie bleibt nicht viel übrig. nicht hopsen, nicht springen, nicht joggen, keine harten Stops. Mannschaftssport mag ich nicht, die Probetrainings im Fitness-Studio von nebenan: Rückenfit war ein Desaster.

  11. mijonisreise sagt:

    Jedes Scheitern macht gescheiter … Das sagt mein Herzensmensch immer 😊
    Immerhin hast du es sehr lange durchgezogen 😎

Platz für Klönschnack ...

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