Neues Totholz – neuer Käfer :-)

Mitte 2020, meine ich, bekamen wir von Freunden Nadelholzstämme. Einige stehen, andere liegen an anderen Stellen, Diversität ist Trumpf. Soweit, so gut. Wir hatten ja schonmal den Ameisenbuntkäfer gefunden, der eigentlich in Nadelwäldern lebt, da war ich ja schon verwundert gewesen – und dann erfreut.

Und jetzt sahen wir, Ende Juli, mehrfach einen prächtigen Käfer, den Rothalsbock, Stictoleptura rubra

Jetzt endlich bin ich dazu gekommen, den mal zu bestimmen. Und siehe da, auch er braucht Nadelholz:

Die Larven des Rothalsbocks ernähren sich xylobiont von totem Nadelholz, bevorzugt von Fichten und Kiefern. Die Weibchen legen ihre Eier an Stubben und totem Rundholz ab. Die Larven entwickeln sich in zwei Jahren im Holz und verpuppen sich nah am Holzrand. Man findet sie in Holz, welches Kontakt zum Erdboden hat, also z. B. Holzpfählen oder -zäunen. Sie können an Holzhäusern großen Schaden anrichten. (Wikipedia)

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Bevor jetzt Alle Panik kriegen, die einen Käfer und einen Holzbau im Garten haben: die Larven brauchen Holz mit Erdkontakt, das feucht ist. Vernünftiger Bautenschutz hilft also 😉

Und wenn sich jemand ob des Namens wundert: das Weibchen ist sehr rot, nicht nur, aber auch am „Hals“ – dies ist ein männliches Tier.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

3 Kommentare zu “Neues Totholz – neuer Käfer :-)

  1. pflanzwas sagt:

    Glückwunsch zum großen Käfer 🙂 Ist ja ein Hübscher. Ich frage mich, was passiert, wenn jetzt alle wie irre auf die Fichten schimpfen oder keine mehr pflanzen wollen. Das sie in der Forstwirtschaft bei diesen klimatischen Bedingungen nicht mehr taugen, ist klar, aber mancherorts wird die Fichte auch im Privaten als untauglich deklariert. Wenn ich aber bedenke, wieviele Tiere von oder mit diesen Bäumen leben, finde ich es bedenklich und traurig. Selbst Eulen suchen doch gerne Nadelbäume auf. Ich hoffe, daß sie jetzt tatsächlich nicht überall verschwinden. Allerdings gehen etliche gerade an den Borkenkäfer oder durch die Dürre verloren, seufz.

    • Fjonka sagt:

      Tja. Ich hab auch keine Lust auf Nadelbäume, aber zum Glück auch keine hier, die mich in den Zwist brächten. Aber es ist eh schwierig und wird nicht einfacher, derzeit. Fragt sich, welche Baumarten die Menschenfolgen überhaupt auf Dauer überleben können. Bin grad ziemlich pessimistisch, ehrlich gesagt. 😔

      • pflanzwas sagt:

        Wenn ich hier rumlaufe sehe ich ein paar Baumarten, die das Wetter nur wenig kratzt. Robinien beispielsweise, aber die sind wohl auch nicht ganz unumstritten. Aber irgendwann stellt sich die Frage wohl nicht mehr. Es bleibt nur noch das, was wächst und dieses Wetter abkann. Es kann natürlich auch sein, daß manche Arten es schaffen, sich anzupassen.

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