Ganz viele kleine Wespen….

… sind Ende Juni an der Braunwurz, diesem Wunderkraut, unterwegs gewesen.

SOLCHE hier:

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Leider konnte ich nur wenig über sie finden – immerhin, es scheinen sicher Faltenwespen zu sein, ziemlich sicher Symmorphus crassicornis, die keinen deutschen Namen zu haben scheint. Auf der einzigen Seite ab von der nahezu allwissenden Insektenbox , auf der ich sie fand, wird sie „Lehmwespe“ genannt, und wenn es sie denn ist, dann kann man sie da sogar beobachten, wie sie ihre Niströhre versorgt. Und ihre Jungen – Achtung, das läuft unter „grausame Natur!!“

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Ganz viele Käfer….

…und zwar Rotgelbe Weichkäfer, Rhagonycha fulva waren am 12. und 13.7. schwer beschäftigt hinterm Weidentor auf einem kleinen Fleck mit bisher ungemähten Gräsern. Dutzende flogen und krabbelten dort 🙂

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Wie ich zu lesen bekam, als ich diese Käfer erst einmal identifiziert hatte (hier!), sind sie sehr häufig, mögen vor allem Doldenblüter (ich hätte ja auf Gräser getippt *gg*) und leben ein Jahr lang als Larven von Schnecken und Insekten, danach kurz (vor allem Juli bis August) als Käfer von kleinen Insekten. Ich hätte ja gern mal ein Larvenbild gesehen (Schnecken? Da müssen die doch ganz schön groß sein, verglichen mit den nur bis 10mm langen Erwachsenen? Oder nur winzige Jungschnecken???). Aber nirgends konnte ich eines finden, das etwas über die Größe ausgesagt hätte.

Endlich!

Ein Bulle auf der Koppel, den man auch so nennen kann, selbst wenn er noch sehr kindlich guckt 🙂

Schön!! Nun haben wir entweder mehrere, oder der Bauer hat den Bullen ausgetauscht. Denn 2x sahen wir zuvor einen milchkuhtypisch-spindeldürren Hänfling in schwarzweiß.

Die Kühe freuen sich, schätze ich, über die fehlende Sonne. Denn sobald die mal ein Viertelstündchen durchkommt, sieht das so aus auf einem Kuhrücken an den Stellen, an die weder Schwanz noch Kopf rankommen:

Traurig ist….

… daß es nicht geklappt hat mit den Rauchschwalben bei uns.

Das eine, kleinere Nest wurde schon bald nicht weiter gebaut, aber auf dem vorderen, größeren, hat Frau Rauchschwalbe drei Tage lang gebrütet – seither sind da nur noch Federchen zu sehen.

In diesem Jahr liegt kein Brutglück auf zumindest den Nestern, die wir bemerken. Dreimal Amsels – einmal zerbrochenes Ei als Rest, zweimal „einfach verlassen“. Zaunkönig im Kirschbaum? Weg. Und jetzt die Schwalben.

Wer räubert da so? Ist es Nachbars Katze? Seit der Dicke nicht mehr ist, ist sie mehr und mehr bei uns im Garten, und sie mag es, Vögel zu jagen. Auch, Nester auszunehmen? Ich weiß nicht. Oder ist es das Eichhörnchen? Eher wohl, denn vor einer Woche habe ich es 1. gesehen (seit laaaangem wiedermal) und 2. habe ich es deshalb gesehen, weil über ein Dutzend Spatzen, Kohl- und Blaumeisen in engem Umkreis ein Riesengeschrei veranstaltet haben und ich gucken gegangen bin. Die Vögel sind dem Eichhorn durch den ganzen Garten gefolgt, ich immer hintendran, weil mir sowohl Luftlinie als auch das schwingen durch dünnste Zweiglein nicht gegeben sind, und so konnte ich sehen, daß es unser blaues Paradiesvogelhaus inspiziert hat. Dessen Einflugloch ist definitiv zu klein für Eichhörnchen, aber Amselnester und auch das Rauchschwalbennest sind auf jeden Fall erreichbar

Vielleicht ist es aber auch immer Jemand anders, vielleicht auch mal eine Krankheit oder in des Zaunkönigs Fall die Frau Zaunkönig, die sich schlicht ein anderes der präsentierten Nester ausgesucht hatte? Oder vielleicht doch das mysteriöse Riesenvieh, das immer mal nachts im Dachboden poltert (das muß gefühlt mindestens Dachsgröße haben…. wir hatten schon Waschbärenangst, aber dann wäre das doch regelmäßig!?)

Bin ein bißchen traurig, aber hoffe doch, daß vielleicht ein weiterer Versuch im nächsten Jahr glücklicher verläuft

 

Rinderfliege

21.6. Die Rinderfliege (Mesembrina meridiana) lebt in der Nähe von Rindviechern – was erklärt, daß ich dieses schöne Exemplar auf des Herrn Rücken sitzen sah.

palimpalim

Ähm – ist das jetzt vielleicht ein wenig mißverständlich? Das ist natürlich üüüüüüüüüüüüberhaupt keine Absicht gewesen, laßt mich das schnell klarstellen! *g*
Selbstverständlich ist der Herr F. kein Rindvieh! Sein Rücken war bloß in der Nähe gleich mehrerer Exemplare. Wir saßen nämlich hinten, gleich neben der Kuhkoppel!!!

Aber zurück zur Rinderfliege: sie legt ihre Eier in frische Kuhfladen (oder in Pferdeäpfel), und schon, wenn die noch nicht einmal ganz durchgetrocknet sind, nach einer Woche, ist ihre Entwicklung beendet!! Die Larven leben von anderen Fliegenmaden aber auch dem Dung selbst, sind also durchaus nützlich. Die Erwachsene ist aber nicht unappetitlich (falls Ihr das jetzt unappetitlich gefunden haben solltet), sondern mag Nektar und Pollen.

!?

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nach wie vor gut. Obwohl der Fachkräftebedarf ständig steigt, hat Deutschland dennoch einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa. Nach einer DIW-Studie sind inzwischen – unter Berücksichtigung der Teilzeit- und Nebenjobs – bundesweit mehr als 9 Millionen Menschen davon betroffen. Der Bruttolohn von 10,80 Euro ist die nach internationalen Standards in Deutschland geltende Grenze für Niedriglohn.

Zweierlei finde ich an diesem Zitat aus dem Akopol-Blog interessant:

  1. Daß ich offenbar ganz knapp nur am Niedriglohn vorbeischramme – und dabei im Vergleich mit Anderen auf ähnlichen Arbeitsplätzen einen normalen bis höheren Stundenlohn habe
  2. Daß sich der Mangel an Arbeitskräften so nachhaltig nicht aufs Lohnniveau auswirkt.

Inzwischen ist es selbst hier auf dem Land angekommen: unsere Eisdiele zB hat wg. Personalmangel mitten in der Saison mittwochs Ruhetag, fast jeder Handwerkerbus trägt einen „Wir suchen Verstärkung“- Aufdruck, in jedem Laden, den ich kenne, werden VerkäuferInnen gesucht. Es betrifft inzwischen nicht mehr nur FacharbeiterInnen, auch Ungelernte wie ich haben sehr gute Chancen (wie man hier lesen konnte), wenn sie versuchen, die Arbeitsstelle zu wechseln.

Nun kann man natürlich schon fragen, ob höhere Löhne denn auch wirklich helfen würden, wenn es nunmal nicht genug Menschen für die Arbeit gibt. Aber gibt es wirklich nicht genug Menschen für die Arbeit? Oder hapert es daran, daß zu Viele einfach keine Lust haben, sich beim arbeiten die Hände schmutzig zu machen? („Berater“, „Manager“ und „Coaches“ etc gibt es ja zuhauf, genau wie Studierende, die eigentlich nicht wirklich wissen, was sie denn wohl nachher mit ihrem Studium anfangen können) Und andererseits: kommt die o.g. Eisdiele billiger weg, wenn sie einen Tag schließt statt besser zu bezahlen (Nicht, daß ich wüsste, was die bezahlt!!)?

Ein Gedanke ist ja auch, daß bessere Arbeitsbedingungen nicht nur in Euro und Cent zu messen sind. Man betrachte sich die KrankenpflegerInnen, bei denen es nach wie vor Dreierwechselschichten Früh/ Spät/ Nacht gibt. Dazu würde man mich auch mit dem besten Gehalt nicht bringen, solange es IRGENDEINE Alternative gibt.

Na, sicher ist jedenfalls: Höhere Löhne sind gerade im Niedriglohnsektor dringend nötig, unabhängig davon, ob sie mehr Leute zur Arbeit locken könnten. Beispiel: eine Exkollegin, die, soweit ich weiß, ebenso knapp UNTER der oben genannten Niedriglohngrenze liegt wie ich inzwischen drüber liege, ist alleinstehend. Sie hat eine kleine Mietwohnung, und arbeitet Vollzeit. Das Geld ist so knapp, daß jede größere Reparatur/ Anschaffung auf Pump bezahlt werden muß. (Es passiert ja mal, daß eine Waschmaschine kaputtgeht oÄ) Ganz zu schweigen von der (Un-)Möglichkeit, in die Betriebsrente einzuzahlen. Sie steuert als zeitlebens in Vollzeit Arbeitende (sie arbeitet, seit sie 16 ist) also auch noch stracks Richtung Altersarmut. Und das liegt NICHT daran, daß sie in anderen Bereichen so prassen würde, soweit ich das beurteilen kann.

Wie kann dann Jemand vernünftig leben, der nicht nur „Oberkante Niedriglohn“, sondern „gesetzlichen Mindestlohn“ hat!? Eben gar nicht, jedenfalls nicht alleinstehend mit einer Vollzeitarbeit. (Btw.: Ich finde gut, daß es inzwischen überhaupt einen Mindestlohn gibt!)

Wie auch immer: warum der Mangel an arbeitenden Menschen nicht dazu führt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, das verstehe ich einfach nicht. In diesem Sektor klappt der Angebot/ Nachfrage-Mechanismus einfach nicht (mehr), aber wieso?

Fragen über Fragen….

 

 

Wer kennt schon den Moosen?

Der Moosen bedeckt bei uns all die Stellen, an denen wir gern regelmäßig sitzen oder laufen – und ich mag ihn seit je, habe deshalb nie versucht, etwas gegen seine Entwicklung zu unternehmen. Aber nie hatte ich gewußt, daß er ein Moosen ist *gg* – bis Bibo mir einmal dieses Wort beigebracht hat. Und jetzt hat sie sogar einen sehr schönen Artikel über den Moosen und seine zweifellos vorhandenen Vorzüge geschrieben, der auch noch lustig zu lesen ist.

Ich lege Euch sehr ans Herz, über den „Moosen in Zeiten des Klimawandels“ zu lesen und ein für den Standardgärtner mit schattigen Gartenteilen zuvor ständiges Ärgernis danach mit neuen Augen zu betrachten – denn der Moosen ist außer weich und angenehm auch noch gut fürs Klima,

  • indem er dafür sorgt, daß weniger gemäht werden muß,
  • indem er CO2 speichert,
  • indem er Humus aufbaut
  • und indem er mannigfaltiges Leben zuläßt.

Also bitteschön, laßt Euch vom Moosen überzeugen!!

Neuer Tag, neues Glück….!

Ist doch ganz einfach! Kaum schlägt frau eine andere Seite auf, nämlich diese hier namens „Naturraum Stux“  (Tipp: scrollen, scrollen, scrollen), weil es ihr einfach keine Ruhe läßt, so gar kein Tierchen gefunden zu haben und außerdem Regen, Regen, Regen den Tag bestimmt – schon seh ich sie (ähm – also – nachdem ich die halbe Seite runtergescrollt habe, immer mit suchendem Blick)

Sogar die vier Punkte sind gut zu erkennen, deretwegen es sonnenklar ist, daß es sich nur um die

Vierfleck-Höhlenschlupfwespe (Diphyus quadripunctorius)

handeln kann. Und auch die bei diesem Weibchen vorbildlich ausgeprägten weißen Stellen an den Fühlern sind auf meinem Foto prima zu erkennen. Die Insekten findet man häufig an Waldrändern, Lichtungen und Hecken. Und Fensterrahmen 😉

Nach der Paarung im Sommer sterben die Männchen, während sich die befruchteten Weibchen zum Überwintern in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammenfinden und frostfreie Höhlen, Stollen, Felsspalten und Baumhöhlen aufsuchen. Die Weibchen verlassen im Frühjahr ihre Winterschlafplätze und legen ihre Eier in Schmetterlingsraupen ab.

sagt Wikipedia, und weiter:

Es wird pro Schmetterlingsraupe ein Ei abgelegt. Die Larven der Vierfleck-Höhlenschlupfwespe schlüpfen erst nach der Verpuppung der Raupe und fressen ihren Wirt im Kokon auf. Der Parasit verlässt die Schmetterlingspuppe als ausgewachsene Schlupfwespe.

Die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe wurde vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e. V. zum „Höhlentier 2017“ gekürt

Ohje, kurze Zeit später verfliegt die Euphorie: haben die Tiere auf den Referenzseiten nicht eine viel dickere Taille???? Nochmal die Bild-Suche bemühen, dann: dochdoch, auf anderen Bildern hat diese Wespe genauso eine Wespentaille wie mein Exemplar. Also doch *SchweißvonderStirnwisch*

Heute find ich garnix! Aber der Urlaub war fein.

Habe gleich drei interessante Viecher aufgenommen, aber meint Ihr, daß ich auch nur eines davon irgendwo auffinden könnte, zum bestimmen, meine ich? Nö. Nix da.

Bei diesem hier bin ich trotz des Legestachels etc über „irgendeine vielleicht Schlupf- Wespe“ nicht hinausgekommen. Vielleicht ist es aber auch eine Grabwespe. Oder …..

Dann dieser Kerl. Eigentlich eindeutig ein Bockkäfer. Aber ich finde nirgends einen Bockkäfer, der so aussieht….

Oder sie. Sieht doch total gut aus, so ein aussagekräftiges Foto, und dann der auffällige Punkt…. den ungefähr 7 Arten Schlupfwespen haben, aber keine davon hat die Restzeichnung wie „meine“ hier

Ich bin frustriert, Leute!!!!! (Und wer was weiß: gerne!!!!)

Das Wetter ist auch nicht dolle, dauernd Schauer, zu viele, als daß es mich nicht, zusammen mit dem stürmischen Wind, immer wieder ins Haus triebe – aber zu wenig Wasser für den Garten. Überhaupt, das Wetter: wir hatten hier wohl auch 30°, als wir von Donnerstag bis Sonntag in Lübeck waren. Aber es war die ganze Zeit dabei stürmisch, nix da „Linde honigt und Insekten sind glücklich“. Das hat natürlich den Boden total ausgetrocknet, und jetzt stürmts bei 17° (SIEBZEHN!!) weiter, und das bißchen Schauer dazwischen weht gleich weg. Der Rest der Republik schwitzt, und unsere Wetteraussichten lauten: morgen bis SA dann – noch ’n Grad weniger, und weiterhin Sturm. Na toll! Und dann dieser Bestimmungsfrust, Menno! Das sind übrigens alles Fotos aus dem Urlaub, da hatten wir nämlich die meiste Zeit Superwetter, das will ja auch mal gesagt sein, und deshalb natürlich ü-ber-haupt keine Zeit für Bestimmungsrecherche. Insgesamt war der Urlaub einfach nur entspannend und schön. Ein paar Impressionen?

Bitte:

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Neulich beim Kreolen

Habe Kiba bestellt. Die Kellnerin kommt, von weitem sehe ich mein Glas. Oh neeee, ne? Verdammt, hab ich schon wieder vergessen „ohne Strohhalm, bitte“ zu sagen!

Dann kommt sie näher.

Wow, da ist ja ein Glas- Trinkhalm drin!!!

Äußere meine Freude und höre: man habe ein wenig umgestellt, Trinkhalme haben sie jetzt aus Edelstahl oder Glas, und auch die „to go“-Boxen sind nun aus nachwachsenden Rohstoffen und kompostierbar. Sie wollen nachhaltiger arbeiten.

🙂

Es geht was voran!!!!

Case Kreol, Kappeln. Leckeres kreolisches Essen, Lehmputz und jetzt auch Glas-Trinkhalme!!! Da mach ich doch gern Werbung

 

Langhornmotterich

Am 18.6. gefunden:

Man sieht es auf dem Foto leider nicht, aber dieser Flattermann ist mir aufgefallen, weil er golden metallic glänzt! Und guckt mal, wie lang seine Fühler sind! 4x so lang wie das Tierchen selbst!!!

Es ist ein männlicher Nemophora degeerella, der allerdings unten an den Flügeln schon ziemlich zerfleddert ist, sonst wäre er noch hübscher als eh schon.

Tags drauf konnten wir im schattigen Hohlweg übrigens Dutzende Langhornmotten, auch im unzerfledderten Zustand, in der Luft tanzen sehen. Aber da hatte ich natürlich keinen Fotoapparat zur Hand…

Zur Abwechslung mal ein Käfer??? *gg*

An der knotigen Braunwurz saß er. Würde das Köpfchen nicht so schillern, hätte ich ihn garnicht entdeckt, aber so leuchtete er mir in der Abendsonne geradezu entgegen – das Abendessen musste warten, bis die Fotos im Kasten waren. Aber dieses Kerlchen ist SEHR standorttreu, ich sehe es auch Tage später noch auf derselben Braunwurz. Da hätte ich mich nicht so beeilen müssen…

Und wer ist es? Sehr eindeutig ist es der Geglättete Blattkäfer (Chrysolina polita), ein Käferchen, das sowohl als Larve als auch als Imago an Blättern von (vorzugsweise) Lippenblütern frißt.

Manchmal wundere ich mich, daß ein so gewöhnlich aussehendes Tier dann doch unverwechselbar zu sein scheint: der Kopf metallisch, der Rest rot – das scheint es in dieser Kombi wirklich nur einmal zu geben.

Die Linde blüht!!!

Endlich ist die Lindenblüte auch hier bei uns angekommen! Sehnlichst erwartet, weil wir letzte Woche unsere Bienen noch zwischenfüttern mussten – so gut wie kein Futter war in den Beuten. Und so bin ich eben fernglasbewehrt zu Nachbars drei Häuser weiter gestapft, um zu gucken, ob nicht vielleicht endlich – ganz oben – auf der Sonnenseite – vielleicht….., denn es war doch ganz schön viel los bei Biens. Aber gestern war noch nix!

Und dann hab ich das Fernglas gar nicht gebraucht: auch unten und im Schatten waren schon Blüten geöffnet, und Bienen überall 🙂

Also nix wie zurück, den Schutz und Handschuhe und die fürs füttern aus dem Honigraum entfernten leeren Rähmchen geholt. Auf die Deckel, raus die Futterschalen (waren eh leergeputzt – da sieht man, daß sie’s noch nötig gehabt hatten) und rein die Rähmchen. Alles bei großem Tummelum im Honiraum *freu*

Jetzt bin ich gespannt. Eigentlich dürfte ordentlich was abfallen: feucht ist es im Boden immer noch, sonnig ists auch, und allzuviel Wind, der den Nektar gleich wieder wegverdunsten ließe, ist auch nicht.

Abwarten….

Leichenfund – es ist ….. ein Käfer.

 

 

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Wir haben es hier mit dem Echten Widderbock (Clytus arietis) zu tun. Wie offenbar die meisten Käfer lebt der Imago von Nektar, die Larven aber entwickeln sich anfangs zwischen der Rinde und dem Holz von toten Laubbaumästen und fressen sich bis zur Verpuppung tief in das Holz hinein. Sie benötigen zwei Jahre für ihre Entwicklung.

Das Tierchen ist der häufigste der Bockkäfer. Ich kann mich trotzdem und trotz der auffälligen Farbe nicht erinnern, ihn zuvor je gesehen zu haben – aber nur wenige Tage später kam uns ein lebendes Exemplar vor die Linse 🙂

Ich hab ein knall-

-rotes Pedelec
mit diesem Pedelec
fahr ich jetzt aus

Ich hab ein knall-
rotes Pedelec
und nach der Arbeit spät
radle ich nach Haus!


Für die jungen LeserInnen hier (gibt es die??? *gg*): hier reinhören, ist von 1970 und der Spargeltarzan ist Ilja Richter – „Licht aus! Spot an!!„:

 

Übrigens ist radeln für mich keine echte Freude: das Radtempo ist einfach nicht mein Tempo. Zu langsam, auch mit Tretverstärkung, um effektiv von A nach B zu kommen, zu schnell, um was zu sehen. Will heißen: auch mit Unterstützung fahre ich noch doppelt so lange zur Arbeit als per Auto – und was ich interessant finde (nämlich die Pflänzchen am Wegesrand, Insekten – solche Sachen) da husche ich viel zu schnell dran vorbei, um sie betrachten zu können (auch mit nicht unterstützem Fahrrad übrigens) Für mich ist das nach wie vor eine Umweltmaßnahme.

Ich hatte übrigens einen Öko-Vergleich gefunden, bei dem nicht nur das fahren selbst, sondern auch Herstellung etc der unterschiedlichen Transportmittel einflossen, und trotz Akku etc schnitt das Pedelec deutlichST besser ab als Auto, Bahn, Bus, etc. Aber natürlich schlechter als Rad oder Zu Fuß gehn, logo. Aber blöderweise habe ich mir den betreffenden Artikel nicht abgespeichert und konnte ihn in den Weiten des Netzes nicht wiederfinden, dabei war eine so schöne, anschauliche Vergleichsgrafik dabeigewesen! 😦

Aber für den Arbeitsweg ist das Pedelec trotz der nichtgesehenen Blümchen und Tierchen eine schöne Sache: immerhin rieche ich jetzt mehr Gerüche als im Auto. Raps zum Beipiel. Und Schwein. Pferd. Sowas. Und ich habe auch schon recht nah einige (Groß-)Tiere gesehen, ein von meiner lautlosen Ankunft sehr überraschtes Reh zB, Bachstelzen und Hasen.

Jetzt, nach über drei Wochen, ist auch mein Fuß wieder einigermaßen okay – und so hat gestern der Herr F. sein Rad startklar gemacht, und wir sind zum Bio-Erdbeerfeld gefahren, haben gepflückt und danach lecker Waffeln mit Erdbeeren gegessen, dort, im Bio-Feld-Café, während über uns die Feldlerche sang. Echtes Urlaubsfeeling bei herrlichstem Wetter! 🙂 Den gepflückten Erdbeeren hat die Radtour allerdings nicht so gut getan, zu holperig sind die Radwege in Angeln *gg*, aber sowas ist toll, denn der Weg wäre zum laufen definitiv zu weit gewesen, und es gab keinen Termindruck, so daß das langsamere Tempo (verglichen mit dem Auto) egal ist.

Mein Fazit bisher: So ein Pedelec ist super zum zur-Arbeit-radeln und zum gezielte-Ausflüge-in-die-nähere-Umgebung-machen.

🙂