Eins noch

… bevor ich mich gleich in den Zug setze:

wir wissen jetzt, warum El Mauski NOCH unruhiger ist und dauernd die Katzenklappe bewacht: gestern war der „Fremdkater“, der schon seit einigen Monaten hier „neu“ ist, ein rot-weißer, stämmiger, im Wintergarten!

Na, DEN haben wir aber verscheucht!!! *ggg*

Also – wir – der Herr F. und ich, in DEM Moment war Mauski nicht da.

Drückt die Daumen, daß wir ihn ordentlich verschreckt haben, das muß nun wirklich nicht auch noch sein. Derzeit kommt hier viel kätzisches „das hatten wir ja noch nie“ zusammen. Zu viel für Mauski und mich, der Herr F. und Elsa nehmen’s, wie’s kommt, sind aber auch nicht wirklich glücklich mit der ganzen Situation.

Immerhin: des Katers Auge ist nun auch nur noch mit einer ganz normalen Schramme verziert, keine Schwellung mehr.

Und ich verpiesele mich jetzt, bis Sonntag dann….

Kaum haste was geschrieben….

Idyllischere Zeiten….

…ists auch schon wieder anders….

Heute Ausnahmezustand. El Mauski sitzt im Wintergarten und läßt Elsa nicht zur Klappe rein.

Also, eigentlich ist das ja nicht wirklich Ausnahmezustand, sondern aus seiner Sicht folgerichtig. Wen man nicht leiden kann – den läßt man am besten nicht rein.

Für mich aber ist es schon ein Unterschied 😦 Ich kam nämlich, nachdem ich eine Weile zuvor von unten lautes Gepolter und Geschrei gehört hatte, in die Küche – und fand keine Elsa! Nirgends, in keinem ihrer Verstecke!
El Mauski lief rum, ging dann in den Wintergarten.
Ich hab gesucht und gesucht, und irgendwann sah ich, daß Mauski die Klappe raus fixierte – da kam mir ein Gedanke. Also bin ich rausgegangen – und da kam mir Elsa entgegengelaufen – und wollte stracks zur Klappe rein … ich hab sie noch erwischt und auf den Arm genommen, an Mauski vorbei.
Mich rührt es sehr, wie viel Vertrauen sie in mich setzt „Oh, die Fjonka ist da – na, dann kann ich ja gefahrlos reingehn“ und es macht mich traurig, dieses Vertrauen zu enttäuschen.
Ach, Menno!

El Mauski hat es aber auch nicht leicht, er kam gestern abend blutend ins Wohnzimmer, drei dicke Schrammen, offenbar hat ihm Jemand die Krallen übers Ohr gezogen. Und leider ist Derjenige auch ans Auge gelangt, das obere Lid hat auch eine Schramme.
Während die Ohrenschrammen heute morgen nach „wir sind doof, heilen aber dann mal ab jetzt“ aussehen ist beim Auge noch nicht so klar, ob das problemlos klappen wird.

Ich wohne seit fünfundzwanzig Jahren hier, immer mit Katzen – und noch nie hatte eine davon Kampfverletzungen. Und jetzt das, schon nach wenigen Wochen ….. Nochmal: Menno!

Ich kann schonmal berichten, daß wir die Wildtierkamera draußen aufgestellt haben, Blick: Katzenklappe und der Bereich davor. Seit vorgestern Nacht.

Es gibt interessante Bilder…… eines seht Ihr ja oben schon, aber richtig spannend sind natürlich die, bei denen keiner von uns live dabei war. Klar zu sehen ist, daß Mauski wirklich in kurzen Abständen Patrouille läuft, daß mindestens ein Igel unterwegs ist, und mindestens eine fremde Katze. Und daß es Begegnungen gibt.

Irgendwann lade ich sie mal hoch und zeige sie, aber ersteinmal ist keine Zeit. Denn heute arbeite ich noch, und dann bin ich übers Wochenende weg, die Eltern besuchen. Um des Katers Läsionen muß der Herr F. sich kümmern. Ich hoffe sehr, daß Mauskis Immunsystem die Augenlid-Schramme allein heilen läßt.

Alltag

Hier ist sowas wie eine Vorstufe von Alltag eingekehrt.

  • Beide Katzen gehen ein und aus – in Grenzen. El Mauskis Grenzen: er möchte gern drin und draußen alles unter Kontrolle haben und ist deshalb viel unterwegs, in kurzen Intervallen. Aber es wird täglich besser, er findet inzwischen auch mal stundenlang Ruhe. Entweder in des Herrn F. Zimmer (am liebsten in Komplettausstattung samt Herrn F.) oder nachts bei uns auf dem Bett. Tags auch manchmal im Wintergarten auf einem der Sessel. Elsas Grenzen: sie wagt sich nur selten allein in den Wintergarten – El Mauski könnte ja dort sein. Ist sie im Wintergarten, dann ist sie auch schnell draußen. Und reinzukommen klappt auch prima.
  • Sehr oft herrscht drin Ruhe. El Mauski ignoriert Elsa bei seinen Patrouillen weitgehend, Elsa ist auf Habacht, sobald sie ihn sieht, flüchtet aber meist nicht mehr. Ist Mauski außer Sichweite, wirkt sie entspannt.

Aber es ist halt doch nur eine Alltags-Vorstufe. Ruhe ist nicht gleich Frieden, patrouillieren nicht gleich spazierengehen. Und manchmal bricht das fragile Gleichgewicht. El Mauski geht dann wenige Minuten, nachdem er sie noch beim letzten „Durchgang“ mit gespitzten Ohren angeschaut und dann weitergegangen war, so daß Elsa noch nicht einmal geknurrt hat, beim nächsten reinkommen unvermutet stracks auf sie zu, nimmt eine sehr bedrohliche Pose ein, langsam immer einen Schritt näher mit seitlich gedrehtem Kopf, und stürzt sich irgendwann dann auf sie, die anfangs mit angelegten Ohren laut knurrt und dann, wenn er sie angreift, auch schreit. Danach ist es erstmal wieder aus mit „Mauski geht vorbei, und es ist Ruhe“. Dann knurrt sie, sobald er zur Tür reinkommt, was ihn wiederum sehr zu beunruhigen scheint, er tigert dann noch mehr, und erst in den nächsten Stunden beruhigt sich die Situation wieder.

 

Neulich, auffe Arbeit (-59-)

Lang ists her, daß in dieser Rubrik mal was erschienen ist, ich weiß…..
liegt dran, daß auffe Arbeit, jetzt zwar ziemlich viel passiert – aber nichts in T+++R-Qualität. Andere Kundschaft….. *g*
Jetzt aber, und es hat nix mit KundInnen zu tun:

Weil Chefin in Urlaub ist, habe ich die ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen, Geld auf der Bank einzuzahlen. Alles ist besprochen, eine Vollmacht liegt in meinem Fach, das Prozedere des Kontrollzählens habe ich gemeistert und begebe mich nun also auf den Weg zur Dorf-Bank.

Dort angekommen lege ich die Vollmacht vor, die junge Angestellte beginnt zu tippen …. und zu tippen …. und guckt auf die Vollmacht….. und tippt …. und dann:

„Ähm, also, ich kann hier auf den Namen diese Kontonummer nicht finden. Ist das Konto vielleicht auf den Firmennamen angemeldet?
„Keine Ahnung, vielleicht – probieren Sie’s doch mal!“?“

Tippt….. tippt …….

„Nein, leider auch nicht!“

Mir scheint, es erscheinen Schweißperlen auf meiner Stirn – was, wenn Chefin einen Zahlendreher drin hat? Wohin mit dem vielen Geld?

Eine ältere Kollegin kommt dazu

„Kann ich vielleicht helfen?“
„Ich finde die Kontonummer zu dem Namen hier nicht“
„Ja, aber …. das ist doch auch eine XBank-Nummer, die gehört nicht hierhin! Sind Sie sicher, daß das Konto bei uns ist?“

Pause.

„Also – äh- darüber haben wir garnicht gesprochen, weil: die Chefin geht doch immer zu Fuß zur Bank, und hier im Dorf sind doch nur Sie!?“
„Wie nur wir – gleich hinten auf der anderen Straßenseite ist doch die XBank!“

….. bei der ich dann auch problemlos mein Geld losgeworden bin …… mit ganz vielleicht nicht mehr gar so hochrotem Kopf wie drei Minuten vorher bei verlassen der Dorf-Bank.

 

Genau jetzt, im Garten

Habe derzeit nur die grottenschlechte Handyknipse, denn die richtige Knipse hat den Geist endgültig aufgegeben. Ersatz ist unterwegs…. ich bitte um Verzeihung

Links vom Herrn, auf dem Schuppendach, Elsas Silhouette.

Rechts, am Hünengrab, El Mauski, der vor wenigen Minuten Elsa erwischt hatte: hinterher, drauf, Elsa auf dem Rücken, schreiend.

Wie diese Situation jetzt für Alle.relativ schmerzfrei und ohne daß EineR nicht mehr ins Haus darf aufzulösen.ist, dazu hab ich aktuell keine Idee


Update

Wir haben irgendwann aufgegeben. Irgendwann dann kam Mauski rein.  Ich schnell raus, Klappe zu und Elsa gesagt, daß die.Luft rein ist. Sie kam dann auch vom Dach und mit mir rein, ich glücklich und erleichtert…. El Mauski ist.sofort wieder rausgeflitzt, ich mach mir einen Kaffee – und was passiert?

Elsa geht zur Klappe – und wieder raus! Meine Nerven…… ICH bleib jetzt sitzen, nu muẞ sie allein da durch!

Ausflug

Vorhin instrahlendem Herbstsonnenschein ein kleiner Gartenspaziergang mit Elsa. Sie war nicht wieder alleine rausgegangen, aber als ich die Türen öffnete, war sie sofort und mit Begeisterung dabei.

Diesmal wars entspannter. Erstens hatte ich mehr Zutrauen, daß sie nicht ganz verschwinden würde (sie blieb denn auch in größerem Abstand in meiner Nähe) , und zweitens hatte offenbar SIE mehr Zutrauen, daß sie nicht gleich wieder eingesperrt werden würde.

Ich hatte die Wintergartentür hinter mir geschlossen, schließlich war Zweck der Übung, daß Elsa durch die klappe wieder reingehen sollte, und das hat dann auch funktioniert. Sie schnüffelte von selbst, so daß ich merken konnte: offenbar möchte sie gern wieder rein. Aber dann ging sie weg. Ich habe etwas mit der Klappe gespielt zum zeigen, sie kam – aber rein ist sie erst, als ich aufgehalten habe.

Das kennen wir schon von drinnen, es ist der 1. Schritt, bald wird sie es auch alleine wagen. Und wir wissen ja jetzt: sollte sie allein rausgehen und den Schritt hinein nicht schaffen, wird sie warten, bis wir ihr helfen, die Süße 🙂

No. 1 1/2

Heute morgen kam der Herr F. in eine leere Küche. Und ein leeres Wohnzimmer. Und ein leeres grünes Zimmer. Und…. also, Ihr habts schon verstanden, nech? – Wo zwei Katzen hätten sein sollen waren NULL!

Er hat sich dann etwas wärmeres angezogen und ist ums Haus gelaufen, leise rufend. Auch dort: nichts. (Spätestens an diesem Punkt seines Berichtes war ich so weit zu denekn „Oh Gott, zum Glück war das nicht ich!!“, denn am Ton des Berichts war zwar deutlich zu merken: ich sollte auf keine Katastrophe vorbereitet werden. Aber ich hätte das nicht erleben mögen!)

Als er schließlich noch einmal ums Eck lugte, saß am Wintergarten – Elsa! Die dann auch zögerlich zu ihm kam und die Wintergartentür im Auge hatte. Die aber der Herr F. nicht öffnete – wer allein raus kommt, soll auch allein reingehen! Er hat ihr dann nochmal die Klappe gezeigt, sie auch einen Spalt offen gehalten, nach einigen zögerlichen Vesuchen war Elsa mit dem Kopf drin – aber sprang zurück, als sie die Wolldecke bemerkte, die von innen verhindert, daß der Wintergarten im Winter zum Eisgarten wird 😉 Hui – Elsa sprang vor Schrecken bis in den Staudengarten…. und kam dann nicht mehr zur Klappe. Also hat der Herr F. sie doch durch die Tür eingelassen. Kurze Zeit später kam auch El Mauski rein.

Die Wolldecke ist nun vorerst weggeklappt, wir müssen wohl üben! Aber wir wissen auch: unsere Lütte gibt nicht auf und verschwindet, sondern wartet auf uns 🙂

IMG_20191107_095810Die Abenteurerin ist redlich erschöpft😉

Ja, hier überschlagen sich derzeit die Schritte gen „normales Zusammenleben“, das ist wunderbar, aber auch aufregend! Auch im Zusammenleben der Katzen tut sich viel: ab und an ist Mauski weiter auf Krawall, aber Elsa macht sich nicht mehr viel draus. Flitzt sie halt. Heute hat sich Mauski dann, nachdem er „nachgesetzt“ hatte (unters Buffet getatzt) ziemlich erschreckt, als Elsa fauchend zurückgetatzt hat. Danach war Ruhe… und ganz häufig ignorieren die zwei sich, oder stehen gar ziemlich direkt voreinander, schauen (nicht: starren) einander an und gehen dann seitlich weg.

Nun fehlt nur noch, daß endlich, endlich mal wenigestens EINE Katze auf den Schoß kommt! Elsa räkelt sich genüßlich schnurrend, wenn ich sie auf ihrem Sessel beschmuse, El Mauski läßt sich ein seltenes Mal kraulen (ein noch selteneres mal schnurrend) wenn er zu unseren Füßen liegt – aber von selbst ist die Kontaktaufnahme aufs „um die Beine streichen“ beschränkt, bei beiden.

Elsa ist heute genau 5 Wochen bei uns…..

 

„Erste Lieferung“

… hieß die just eingetrudelte threema- Nachricht des Herrn F., die mich erreichte, als ich oben am Computer saß.

Und das war gemeint:

PS: die Maus hats überlebt, der Herr F. hat sie rausgelassen, als er gesehen hat, daß sie noch lebte.

DAS ist jetzt ein PUH aus tiefster Seele!

Ich war mit Elsa draußen. Nach zwei Tagen Pause. Es war vorhersehbar, daß das längern dauern würde und nicht einfach werden – aber dann…..

Erst lief alles gut. Elsa wollte raus, sie freute sich, war zügig, aber vorsichtig unterwegs, und ich freute mich zu sehen, daß sie durchaus guckte und auch beachtete, wo ich war. Aber der Umkreis, um mich, in dem sie sich bewegt, ist groß. So um die 5-10 Meter, zu viel, als daß ich sie auf unserem Grundstück hätte halten können. So liefen wir also ums Haus herum, sie latschte zu Nachbars rüber, kam aber zurück, als sie mitkriegte: ich geh nicht mit. Auch nach hinten raus (wo es ungefährlich ist) blieb sie so weit in meiner Nähe, zwischendurch gings zurück zum Wintergarten – aber rein da? Näh!!!!! Und dann:

im Futterstellen-Schneeball. In Blickrichtung sitzt ein schimpfender Zaunkönig….

Als sie es sich dort gemütlich machte, hab ich Handy und Knipse rausgeholt, auch meine Jacke, die ich zuvor in der Aufregung vergessen hatte. Eigentlich hatte ich da schon genug. Es ist kalt draußen, und ich war ziemlich nervös. Elsa aber kam durchaus ZUM, aber nicht INS Haus …. und dann im Galopp wieder auf Abenteuer:

Anklicken und genau hingucken: man sieht sie auch auf dem mittleren Bild recht groß *g*

Also weiter – Elsa eroberte Schuppendach und Balkon, guckte aufs Feld, wo ein Fasan entlangtrottete, lief wieder gen Haus – und dann wurde es doof: Elsa meinte, sie will die andere Straßenseite erobern! Beim ersten Mal konnte ich sie auf dem Weg dorthin noch abfangen, beim 2. Mal nicht mehr, und schon sah ich sie auf der anderen Seite in der „Böschung“ der Hauptstraße zur Abzweigung ins „Neubaugebiet“. Scheißescheißescheiße, dachte ich, da kam auch schon ein Auto – und bog rechts ab zum Neubaugebiet, Elsa duckt sich ängstlich – und schießt im gestreckten Galopp über die Hauptstraße zurück in den Garten!! Was für ein Glück, daß da kein Auto kam!

PUH

Ich hatte genug! Aber Elsa war nirgends zu sehen…. ich rein, Trockenfutter samt Dose geholt, mit wenig Zutrauen, daß das helfen würde…. aber siehe da, als ich rauskam saß Elsa unterm Schneeball, ich klapperte – da kam sie und ging rein!! Hatte sie wohl auch genug.

Insgesamt waren wir so etwa 20 Minuten draußen – seeeeeeehr lange 20 Minuten, in denen sie zwischendurch zu mir kam, sich auch durchaus anfassen ließ, aber rein? Daß sie mir keinen Vogel gezeigt hat ist alles….. *g*

Die Katzenklappe habe ich ihr von draußen zeigen können, aber sie ist nicht näher ran oder gar rein. Der nächste Schritt wird sein, daß sie erstmal dort RAUS geht, statt durch die Tür. Das machen wir dann morgen zu 2., denke ich…..

Nach dem Ausflug wartete im Wohnzimmer (dessen Klappe zum Wintergarten ich geschlossen hatte, damit Elsa draußen kein wütender Mauski begegnet) ein genervter El Mauski. Der hatte zwar zu Beginn des Ausflugs oben geruht, war aber in der Zeit wohl runter gekommen, leider. Kein gutes Nachhausekommen für Elsa, denn der Kater war auf Krawall gebürstet, wenn auch in der gemäßigteren Art der letzten Tage. Nuja…. Erstmal sind sie heile wieder drin, meine zwei abenteuerlustigen Fellnasen, und ich bin sehr erleichtert.

Bisher *toitoitoi* waren wir immer gut damit gefahren, straßenerfahrene Katzen aufzunehmen. Noch keine ist unters Auto gekommen. Aber die Gefahr ist immer da, das hat man heute gesehen. Und grad jetzt, wo sie sich noch nicht so gut auskennen, ists natürlich am gefährlichsten. Vielleicht hat Elsa ja jetzt erst einmal genug von der anderen Seite!? Wir werden sehen….

Es wird.

Ruhiger zuallererst einmal.

Seit El Mauski raus kann, wann er möchte, ist er Elsa gegenüber sehr vorsichtig-freundlich geworden. Zu 98% ignoriert er sie. Steht sie ihm im Weg herum (ja, das gibt es, denn sie flüchtet nicht mehr sofort) macht er einen Bogen. Knurrt sie leise, wird der Bogen etwas größer. Ab und an geht er zu ihr hin, wenn sie irgendwo liegt, dreht aber ab, wenn das knurren lauter wird.

Elsa traut dem Frieden nicht. Manchmal wirkt sie regelrecht verdutzt, wenn El Mauski sie schlicht ignoriert. Oft sitzt sie die Situation aus, aber wenn Mauski wieder außer Sicht ist geht sie doch noch unters Buffet. Kurz. Scheint sie zu brauchen, zur Erholung. Mauski zu sehen bereitet ihr nach wie vor Streß, aber sie reagiert auf seine neue Gelassenheit im Umgang mit ihr. Sollte unser Held so bleiben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die beiden gleichzeitig in einem Raum sein können.

Es ist wirklich erstaunlich und sehr erfreulich! Heute morgen hat Elsa mich oben an der Treppe begrüßt, obwohl El Mauski, wie sich etwas später herausstellte, im Haus war (er saß im Wintergarten)

Unser McGyver hat aber auch wirklich anderes zu tun … er geht nun viel rein und raus, in kurzen Intervallen, immer wieder. Ich schätze, auch das wird sich noch beruhigen, aber derzeit ist er wirklich recht unruhig unterwegs – wie es offenbar seiner Natur entspricht, wenn Neues auf ihn einprasselt. Gestern abend hat er aber auch eine ganze Weile zu unseren Füßen auf dem Sofa gelegen. In solchen Zeiten liegt Elsa auf ihrem Küchenstuhl.

Dadurch, daß Mauski nun lieber unten ist (Nähe draußen und so *g*) hat Elsa das obere Geschoß zurückerobert. In den letzten beiden Nächten schlief sie oben, benutzt auch die strenggängige „nur raus“-Klappe.

Heute steht „Elsa muß auch raus“ auf dem Programm und mir bevor. Die erste Hürde: Mauski. Denn dazu muß er in Ruhe oben irgendwo schlafen, sonst kommen wir nicht ungestört raus, Elsa und ich *g*

Vorhin hat Elsa El Mauski draußen gesehen, vom Fensterbrett aus. Das war ihr so unheimlich, daß sie nach einer Weile unters Küchenbuffet geschlüpft ist….


Immer dasselbe – kaum schreibe ich was, passiert das Gegenteil:

Klappe 1 macht ein Geräusch – Auftritt El Mauski, Elsa schon husch unterm Buffet. Mauski rein, suchen, aha – unterm Buffet – Angriff – kreisch, fauch-  Abgang Mauski mit kraftvoll-protzigem Gang durch Klappe 2.

Keine zwei Minuten, sämtliche Veratrauensfortschritte zunichte…. nuja: weitere 2 Minuten später kommt Elsa wieder unterm Buffet vor.

No.1

Oh-ha, der Mauski hat’s also definitiv kapiert….. als ich aufstand war er im Wintergarten. Ich habe dann alles wieder ent-barrikadiert, er hat interessiert zugesehen, hat sich aber entschieden, nun ersteinmal auszuruhen. Kein Wunder, der Kerle hat sicherlich die Nacht „durchgearbeitet“: Barrikade weggeräumt, Klappe aufgefingert (da muß er bei „Nur rein“ Stellung eine Kralle einhaken und die Klappe ganz zu sich hin ziehen, um dann den Kopf durchschieben zu können – daß er ein McGyver unter den Katzen ist, hatten wir schon gesagt, bis jetzt aber nur insoweit bestätigt bekommen, als er gern an Sachen rumfummelt! 🙂 ) Ja, und dann war er ja sicherlich auch vor dem Drinsein bei des Herrn Frühstück schonmal draußen gewesen….

Soll er man schlafen, unser Held! Ich freue mich, daß er auch in der ganzen Aufregung (anderer Kater!!) die Klappe gefunden hat und des Herrn F. Anwesenheit ihn nicht vertrieben hatte.

It’s never enough

…. es reichte immer noch nicht, um sieben abends ist Mauski allein raus. Und kam und kam nicht wieder. Um halb acht bin ich rausgegangen, weil ich dachte, daß er sicher nicht freiwillig gleich so lange wegbleibt. Und da sah ich zwischen den Buchen zum Nachbargrundstück eine helle Katzensilhouette.
Ich hab gerufen, und da kam er!!! Ich hatte die Wintergartentür offengelassen, da ist er rein, ganz dünn und ängstlich war er, und ganz freundlich zu Elsa! Einfach froh, zurück zu sein.
Müssen wir wohl tags nochmal üben, das mit der Klappe.
Die haben wir erstmal nämlich wieder zugemacht.
Aber wie schön, daß er aufs rufen hörte!!!! 🙂

Ob ich jetzt die Nerven habe, vor der Arbeit eine der Katzen oder gar beide nochmal rauszulassen, das weiß ich noch nicht. Eigentlich wär’s besser, das ist klar, aber wie soll ich arbeiten, sollte EineR noch nicht zurück sein???

JETZT REICHT ES ABER!!!!

Nachdem wir ja nun die Klappe offen haben bekam ich von zwei Seiten Druck kleine Schubser:

  1. Elsa, die mich auffordernd anschaute, gen Wintergarten lief oder versuchte, aus dem einen Spalt weit geöffneten Fenster zu schlüpfen
  2. Der Herr F., der meine: „najjjjjaaaa….. Du kannst natürlich auch warten, bis es Frühjahr wird, das macht es dann für alle leichter, vielleicht“ (Der gaaaaanz leichte ironische Unterton konnte mir nicht entgehen)

Also gut. Mit flauem Gefühl im Magen habe ich Elsa gesagt, daß sie nun DIE Chance hat, in den Garten zu gehen – Schwänzchen steil hoch, ab in den Wintergarten! Die versteht jedes Wort 😉 Okay. Klappe zum Wohnzimmer geschlossen. Denn was wir nun wirklich nicht brauchen konnten war ein dazwischenfunkender Mauski. Und Tür auf zur Premiere „Elsa draußen“

Um es gleich zu sagen: Madame hat mein Nervenkostüm sehr strapaziert!

Zackzack, ein Blick und ab raus, in aller Gemütlichkeit, als kennte sie das Gelände schon seit JAHREN. Erstmal zum Buchs, schnüffeln, wo El Mauski markiert hatte, kurz im Staudengarten umsehen („Elsa! Bittebitte nicht zur Straße!“) Dann kam ein Transporter. Elsa setzte sich hin, guckte aufmerksam – und wendete gen Garten! Das erste „Puh“ war von kurzer Dauer, denn nun hat sie in frischem Trab Strecke gemacht: Wiese, Hausrand, des Mieters Terrasse, Kräuterrasen, Kopf in die Tonröhre der Mauer gesteckt, ab zum Teich ….. aber immer mit einem Ohr bei uns, und wenn wir in die Nähe kamen: Schwanz nach oben und Blickkontakt. Keine Spur von Erschrecken, kein panischer Galopp. Trotzdem: „Och nein, bitte, Elsa, langsam!“ denn schon lief Elsa Richtung Nachbarn, runter zur Au…. der Herr F. konnte sie mit ausgestrecktem Arm abfangen, sie kehrte um in unseren Garten! Das nächste PUH. Noch ein kurzer Gang gen Tunu – und plötzlich schießt die Dame in gestecktem Galopp ab Richtung Wintergarten! Und rein!

Aber bis wir da waren war sie auch schon wieder draußen. Am Eck zur Auffahrt stand sie, Blick zu uns. Ich hab mich dann hingehockt und gerufen – und tatsächlich kam sie angelaufen und bog ab, rein ins sichere Haus.

Ehrlich: die Katze war ruhig und selbstsicher, aber vorsichtig UND hat viel mehr Kontakt zu uns gehalten als ichs je vermutet hätte! Aber allein, daß sie schon gleich so lange und weit unterwegs war war mir echt zuviel, ich bin fix und fertig. Und Elsa hat schon mehrfach wieder in Richtung Wintergarten geschielt, nachdem sie sich ordentlich gestärkt hatte – am großzügig ausgegebenen Trockenfutter („Die Katze muß doch wissen, daß es toll ist, wieder nach Hause zu kommen!“)

Rein objektiv waren Mauskis erste Ausflüge wesentlich gefährlicher als dieser, denn er war viel unkontrollierter unterwegs. Aber mir langt’s für heute. Und dabei ists erst halb drei……

OMG

Das ging jetzt schnell. Als ich vom schreiben runterkam ging El Mauski durch die Klappe raus!!!

Und ist jetzt glücklich wieder drin, mit leichter Unterstützung des Herrn F., denn Mauski wollte durch die Klappe, drückte aber am Rahmen und wich dann verunsichert zurück. Der.Herr.F. aber war ihm hinterhergegangen und konnte dem Kater, der heute schon recht ruhig draußen unterwegs ist und auch auf den Herrn reagiert, kurz zeigen, daß es doch geht, und schwupps, drin war El Mauski!