Wohoooooo – ein Tisch!!!

Dezember 2018

Irgendwie nervt mich das Wachstischtuch seit Tagen deutlich mehr als in 24 Jahren zuvor. Da muß ich allerdings weiter ausholen, um das zu erklären:

Dezember 1994

Volker und ich ziehen in dieses Haus ein. Aber wir kommen aus derselben WG, keineR von uns hat einen Küchentisch. Da ist es gut, daß die langjährige Freundin einen ausgemustert hat. Rund ist er, 1,10m Durchmesser, aus leicht angegammeltem, abgestoßenem dunklem Furnierholz. Das paßt. Rund ist prima, und auf die Platte kommt ein Wachstischtuch. Natürlich ist ein Wachstischtuch heutzutage kein Wachstischtuch, sondern ein Plastiktischtuch. Aber uns taugts. Das tut es viele Jahre lang, inzwischen ist

Dezember 2014 (ungefähr).

schnell heute morgen noch geknipst: der Alte

Das etwa 3. Wachs-(Plastik)tischtuch zieht ein. Irgendwann entstehen immer Flecken, die nicht mehr weggehen, oder man schneidet mal ohne Unterlage und hat einen Riß drin, oder ein Streichholzkopf, noch glühend, fällt drauf, und/ oder …. leider gibt es inzwischen aber keine schönen Wachs-(Plastik)tischtücher mehr. Der Massengeschmack tendiert deutlich gen „beige“ und „grau“, ich aber möchte Farbe auf dem Tisch und kaufe daher das einzig in meinen Augen hübsche als Fertigtuch statt als Meterware. Daheim angekommen, packe ich aus – und sehe: alle Kanten sind abgestoßen, farblich, und wulstig-hochstehend. Letzteres legt sich mit den Monaten einigermaßen, ersteres natürlich nicht. Ich bin tendenziell genervt davon, aber nuja…. und nun also

Dezember 2018

Warum auch immer, seit ein paar Tagen nerven mich die abgestoßenen Kanten mehr und mehr. Ich habe für de ole Fru just ein Meterware-Wachs-Plastiktuch gekauft und festgestellt: nach wie vor gibt es da keine, die ich leiden mag. Der Gedanke keimt, daß es nach 24 Jahren ja vielleicht auch ein frischer Tisch sein könnte…. je länger ich drauf rumüberlege, desto feiner scheint mir der Gedanke. Denn der andere Nachteil des Secondhandtisches ist: immer wenn mehr als fünf Menschen bei uns sitzen wollen, müssen wir vorher umbauen: von oben wird ein (ebenfalls vor über zwanzig Jahren geschenkter und leicht angegammelter, aber schöner) Furnier-Rechtecktisch, ausziehbar, durch den Engpaß „Flur und Treppe“ gezirkelt, ebenso die Ausziehplatten dafür, nachher alles wieder retour. Das könnte man doch vermeiden, indem man einen hübschen, runden, neuen, ausziehbaren Tisch kauft!?

Einen Tag später stelle ich meinen Gedanken dem Herrn F. vor, einen weiteren Tag danach fahren wir zu „Compact“, der ersten Anlaufadresse für Möbelkäufe seit vielen Jahren. Compact hat den Stil Möbel, den wir mögen, gepaart mit kompetenter und aufmerksamer, aber keinesfalls aufdringlicher Beratung.* Und eine Stunde später haben wir tatsächlich unseren Tisch!

Eichenholz aus Österreich (also, unserer. Nicht auf dem Bild – das ist Roteiche, glaube ich, sieht ganz anders aus). Massivholz, nicht lackiert aber mit Hartwachs – Öl behandelt. Hergestellt in Süddeutschland. Rund und ausklappbar ist der Tisch – von 1,10 auf 1,65, außerdem einfach schön, finden wir. Da hat die Chefin aber auch hart für gearbeitet: erstmal hat sie richtig, richtig gut hingehört. Dann hat sie gesucht. Irgendwie war das alles nix. Dann gab es doch noch einen Katalog mehr und den Tisch – gesehen, gemocht!!! Aber ach Du Sch***: im Katalog erst ab 1,20 mit Ausziehmechanismus, „Sonderanfertigungen nicht möglich“ stand da – also hat sie telefoniert. Worauf sich herausstellte: dochdoch, inzwischen gibt es den auch mit 1,10 zum ausziehen. Also Holzart und-farbe heraussuchen, andere Tische des Herstellers angucken, wegen der Bedienbarkeit des Mechanismus‘ und der Qualität der Ausführung (der Tisch war nicht in der Ausstellung) – dann ein Blick vom Herrn F. zu mir – einer von mir zu ihm – alles klar, wir nehmen den!

„Wie? Jetzt gleich?????“

Ja, klar, jetzt gleich. Wenn wir überzeugt sind, dann machen wir Nägel mit Köpfen, wir sind ja beide nicht die Gerne-Shopper. Warum noch rumgucken, wenn das richtige vor der Nase steht? Jetzt heißt es noch warten auf

Februar 2019

So lange dauert es nämlich, bis so ein Tisch ankommt. Und jetzt ist er da!!!

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Jetzt heißt es erstmal, sich an die neue Optik zu gewöhnen und nicht dauernd Bange zu haben, daß da ein Kratzer drankommt, an das schöne, neue Stück 😉 Aber für den Fall haben wir ein Pflegeset mitgekriegt, mit Schleif- und „Rubbel“papier, einem Poliertuch und einer großen Flasche Hartwachsöl. Und einer Anleitung, wie man das macht, auch zB bei Dellen. Und wie ich uns kenne, ist er in zwei Wochen eh ein Nutzmöbel *g* Sieht in unserer Küche auch gleich deutlich weniger stylish aus als im Katalog in durchdesignter Umgebung, gut so!


*P.S.: nein, da weiß niemand, daß ich hier was schreibe. Erst recht haben wir dafür nix bekommen. Ich schreibe das so, weil ich es genauso empfunden habe, die paar Mal, die wir dort bisher waren.

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Die Hoffnung und das halbvolle Glas

Gestern, als wattundmeer kommentierte, daß sie mit mir darauf hoffe, daß das bayrische Volksbegehren Wirkung zeige, vielleicht sogar auf Restdeutschland gleich mit – da fiel mir sofort ein:

Hoffen und harren hält manchen zum Narren

Das ist eine Art Automatismus. Ich bin damit aufgewachsen, daß Vaddern diesen Spruch wirklich jedes Mal anbringt, wenn Jemand erwähnt, auf irgendetwas zu hoffen.

Gestern dachte ich dann aber gleich: NÖ!!!! Schließlich ist der Spruch ja in manchen Fällen auch gar nicht passend. Hier zum Beispiel: Ich hoffe, das schon, aber ich harre nicht, sondern tue aktiv mehr und mehr dafür, daß sich meine Hoffnung bewahrheitet. In meinem Garten, im Blog, im Naturgartenverein, mit meiner Arbeit, mit meinem immer ein wenig mehr auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Leben.

Ich dachte mir also: Nö! Ich mag lieber

Die Hoffnung stirbt zuletzt

denn das läßt immerhin die Möglichkeit offen, bis zum vorletzten Moment noch selbst Einfluß nehmen zu können.

Auf alle Fälle sehe ich inzwischen ein, daß es kein „Schönreden“ ist, sondern faktisch genauso wahr, vom halb vollen wie vom halb leeren Glas zu sprechen. Faktisch genauso wahr(!), aber mit freundlicherer Sicht auf die Welt. In diesem Sinne:

Es ist unmöglich, daß ein Mensch in die Sonne schaut, ohne daß sein Angesicht hell wird

(Friedrich von Bodelschwingh)

 

 

Die erste Hummel und der erste neue Tierlisten- Verlängerer für 2019!

Die erste Hummel in diesem Jahr sah ich am Wintergeißblatt, das nun schon im dritten Monat in Folge blüht und duftet: eine riesige Baumhummel!

Und nein, das auf dem Bild ist sie nicht *g* Hier handelt es sich mit großer Sicherheit um eine Blumenwanze der Gattung Anthocoris, ich bin so vermessen zu sagen: wahrscheinlich um

Anthocoris nemorum.Hier ist ein Filmchen zu sehen, wie dieses 3-4mm große(!) Raubtier sein Opfer killt und verspeist – ein echter Splatterfilm also, nichts für zart Besaitete!!! Weil es so effektiv mordet, wird es im Obstbau als Nützlinge eingesetzt, gehört aber eh zu den häufigsten Wanzenarten.

Dies herauszufinden gestaltete sich allerdings als tagesfüllendes Programm *g* Als ich nämlich ein winziges Tierlein auf dem Hünengrab herumwieseln sah, es aufhalten und schließlich auf meinem Finger fotografieren konnte (es sitzt auf meinem Daumen – und ja, ich bin faltig, aber was man hier als tiefe Gräben sieht, sind wirklich, wirklich kleine Fältchen gleich unterm Daumennagel, den man im oberen Bild rechts oben sieht – zum Größenabgleich mal so genau geschildert), und auch noch, als ich etwas später auf dem Computer die aufwändigen Muster auf seinem Rücken betrachtete, dachte ich, einen Käfer vor mir zu haben.

Nachdem ich weder in meinem Käfer-Buch noch im Netz auch nur annähernd sowas ähnliches gefunden hatte, habe ich eine Anfrage auf Kerbtier.de gestellt und noch am selben Tag eine sehr nette Email bekommen, in der ich allerdings lesen musste, daß ich hier eine WANZE und keinen KÄFER vor mir hatte. 🙂 Also mit dem neuen Wissen weitergesucht – und nach schier endlosem winzige-Bilder-gucken hier fündig geworden.

Es gibt noch so viel zu entdecken, und mir bereitet das große Freude! Es wird mir immer wichtiger, daß das so bleibt – und ich möchte von hier aus den Bayern gratulieren, daß sie ihr Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt „durchgekriegt“ haben! 18% der Bevölkerung haben unterschrieben, wo nur 10% nötig gewesen wären. 🙂 Das ist toll, und doch frage ich mich: ist das Thema tatsächlich 82% der Bevölkerung wurscht?

Tja- auf alle Fälle scheinen Söder und der Bauernverband sich einig, alles zu tun, um die möglichen Folgemaßnahmen möglichst kleinzuhalten, das hörte man schon bei der allerersten Stellungnahme (und es war ja auch nicht anders zu erwarten) Trotzdem hoffe ich auf wirkmächtige Umstellungen und auf Ausstrahlung auch auf weitere Bundesländer.

 

Frühling im Februar

Gestern abend, halb elf, nach dem übrigens hervorragenden Essen in der Hafenküche bei 7°C zum Auto geschlendert! Um halb elf! Im Februar! Vor zwei Jahren hat die Schlei geknistert …. Da ich eh nix ändern kann, freue ich mich einfach am guten Wetter, statt mich zu ängstigen, ob das jetzt der Anfang vom Ende ist. ;-|

Heute morgen ist es hochnebelgrau, aber gegen Mittag soll die Sonne rauskommen, sagt die Wetterapp. – Wäre schön!

Gestern, so gegen eins, flogen alle Bienenvölker Pollen ein. Wir haben die Völker gewogen – alle haben noch genug Winterfutter, um die sicher noch kommende kalte Zeit auch mit ordentlich Brut im Bau zu überleben. Wenn es kalt ist, sammelt sich die Wintertraube der Bienen um die Waben, die Brut enthalten. Wenn in diesen und den danebenliegenden Waben kein Futter ist (sondern nur weiter weg), kann das Volk trotz genügend Futter verhungern, denn die Bienen können dann das Futter nicht erreichen: bis die Biene dorthin gekrabbelt ist und den Honig so weit erwärmt hat, daß er flüssig genug zum essen ist (so das eine einzelne Biene überhaupt hinkriegt), ist die Biene schon verklammt und stirbt. So verhungern immer wieder ganze Bienenvölker neben vollen Futterwaben …. wir setzen darauf, daß Biens, wie es sich gehört, langsam ihrem Futter hinterherwandern, oder es an warmen Tagen nahe zur Brut holen. Man hätte die Völker öffnen und nachschauen können, leere Waben entfernen und volle Futterwaben an den Brutsitz rücken. Aber ein Öffnen an solch doch noch kühlen Tagen birgt auch Gefahren, wir gehen also davon aus, daß Biens wissen, was zu tun ist.

 

Schichten

Auffe Arbeit, jetzt:

  1. Unterhemd. Darüber
  2. Merinowoll-Langarmshirt. (das erwähnte kackbraune) Darüber
  3. Baumwollrolli, langärmelig. Darüber
  4. Schafwoll-Pullunder. Darüber
  5. Plastik-Fleece-Sweatjacke (die erwähnte scheußliche in 80er-Optik oder eine eher in Outdooroptik im Wechsel). Dazu ein warmes Halstuch. Und bedauerlicherweise keine Lederhose, weil beide so hin waren, daß ich sie wegtun musste. Aber wenn ich obenrum warm bin, bin ichs glücklichwerweise auch sonst. Und darüber natürlich die
  6. Arbeitsschürze, jetzt in marineblau….

Nebenbei bemerkt: ich habe einen guten Tipp für streng zertifizierte Öko-Mode bekommen (dazu – zum Thema Zertifizierungen und Co – liegt übrigens schon eine Kleinvieh-Folge in der Warteschleife)
Achtung Werbung: bei Maas gibt es zu angemessenen Preisen nicht überkandidelte Kleidung in guter Qualität. Und sogar einige echte Läden (für uns hier, Provinz halt, natürlich erst wieder in HH. Aber immerhin nicht nur in den drei größten Städten….) Ich glaube, irgendwann hatte ich hier im Blog diese Firma auch schon einmal empfohlen bekommen. Damals war ich noch bockig im Sinne von „aber ich will im Laden einkaufen! Hier!“
Man wird bescheiden in seinen Ansprüchen…….

Ach, es ist einfach herrlich!

Am Montag nach den drei Prasselregen-Sturmtagen scheint die Sonne, der Wind hat einigermaßen nachgelassen, und es ist frühlingshaft warm. Die Vögel singen schon, die Winterlinge öffnen erstmals ihre Blüten, Krokusse spitzen schon farbig hervor (aber noch geschlossen), und nach drei Stunden draußen sehe ich so aus:

Komisch, in echt ist das alles immer viel doller *gg*

Und der Garten sieht so aus:

die Totholzhecke ist schon viel höher, dem Sturm sei Dank 😉

und viel länger ist sie auch, sie geht jetzt bis zum 3. Baum, soll aber noch länger werden. (Stand Ende 2018: Ende links, auf dem Foto hinter den Zweigen des Vordergrund-Buschs) Da die Nachbarn in Richtung „wir“ ihre Schmuddelecke haben (das ist okay, so haben wir unsere Ruhe, und ich würde sie an deren Stelle auch dorthin packen, so wie die Grundstücke liegen. Ich meine das also überhaupt nicht als Kritik, nur als „isso“), ist das hübscher für uns und eh besser für Tiere.

Weiter hinten dann erhöhe ich den kaum noch sichtbaren Wall mit den Grassoden – all dies (es ist über kniehoch) kommt nur aus…..

dem winzigen Stückchen, das man rechts braun liegen sieht und dem spatenbreiten Graben, der davon abgeht. Wo soll ich bloß mit all den Grassoden noch hin? (das ganze Dreieck zwischen Ende Graben, ausgehobener Dreiecksspitze und Blättern (die das jetzige Beet anzeigen) soll noch ausgehoben werden….)

Außerdem habe ich nur von diesem Streifen zwischen Wand und Weg drei Schubkarren (!) voller Blätter und Immergrün entfernt. Warum? Weil das ein bei uns rarer geschützt-sonniger Platz ist, den das Zeug sowas von überwuchert.

Endlich also mal wieder draußen, das erste Mal „so richtig“ in diesem Jahr. Unser Dicker kam auch zwischendurch dazu, guckte neugierig, was ich da rumgrusche und fegte im vollen Galopp quer durch den Garten. Und auch einige Bienen ließen sich sehen – die Kotblase drückt wohl ….

Zwischendurch wurde ich von einer Hunde-Gängerin angesprochen, sie hatte die Bienenstöcke im Garten gesehen – ob wir wohl Honig hätten? Ein netter Schnack übern Zaun, und sie möchte mehr wissen, wenn sie mal mehr Zeit hat.


Dienstag. Wunderbarerweise ist es heute ganz genauso schön draußen! Die Folge: jetzt, um 10 Uhr 14, bin ich schon ein wenig k.o. von vielen Karren voller weggefahrener Blätter aus dem Staudenbeet/ Vorgarten. A propos Blätter – da hadere ich ja seit Jahren schon mit mir…

Engel links, Teufel rechts (hier: Insektenliebhaberin links, Pflanzenliebhaberin rechts)

rechts: „los jetzt, Fjonka, diese Massen von Laub ersticken Dir jeden Winterling und Krokus, wenn Du die jetzt nicht wegmachst!“

links: „aber denk doch mal an all die Insekten, die jetzt da überwintern, denen Du den Garaus machst! Und außerdem können die Frühblüher das ab, die wachsen ja in der Natur auch im Wald, wo Niemand ihnen Laub wegharkt“

rechts: „okay, die schon, aber was ist mit all den Stauden, die Du ja extra an die Sonnenplätze gepflanzt hast – DIE sind das nicht gewöhnt!“

In diesem Jahr lautet der Kompromiß wie folgt: vorne, im „Sonnenbeet“ habe ich viele Karren voll mit Blättern und dicht sich hinlegenden Staudenresten zB von Iris und Montbretien entfernt, aber keine Stengel abgeknickt – wer das drüberharken übersteht (und das sind erstaunlich viele) darf samt evtl drin überwinternder Insektenlarven stehenbleiben. Alle anderen Beete sind eh Schattenbeete – da müssen die Pflanzen das abkönnen, wenn Laub draufliegt (UND dort liegt eh weniger Laub – vorne, zwischen den Buchenhecken, fängt sich das immer richtig heftig)

Jetzt also erstmal ein wenig schreiben, dann ein Käffchen in der Wintergartentüre (auch ein Kompromiß – da ists geschützt, jetzt sonnig und von hinten warm) und dann ab in den Graben 😉 Denn ab eins ists vorbei mit der Gartenfreude: nachmittags gibts anderweitig Programm ….

Es war einmal….

… ein großartiger Sommer. Hier ein paar Erinnerungsfotos *SEUFZ*

Kopf hoch…. der nächste Sommer kommt bestimmt!!!

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Boah ej —-

wat’n Sauwetter heute!

Prasselnder Regen bei Sturm, annähernd orkanstark. Nuja – ich hab gearbeitet von 7:30 bis 15 Uhr, muß jetzt nix mehr außer entspannen, und das ist bei Ofenwärme, SPIEGEL und (später) TV doch recht gemütlich….

Und Ihr so?

Abgekartet Nr. 17

Das ist eine besondere Karte! Sie stammt nämlich von meiner Lieblingskollegin bei TI***, und ich habe sie zum Abschied dort von ihr bekommen, zusammen mit einem extrem leckeren Likör, selbstgemacht, und mich arg drüber gefreut. „Ganz normal“ wanderte sie ihren Weg – aber dann kam sie nicht mehr weg von der Magnetschnur. Ich hatte sie nötig, die ganze Zeit über, als Aufmunterung. Immer wieder wurden andere Karten abgekartet, wenn neue ankamen. Manche habe ich hier im Blog „aufbewahrt“.

Nun habe ich wieder eine neue Karte geschickt bekommen. Vielleicht ist es ja voreilig, aber mein Gefühl sagte JETZT! Ich muß die Ohren nicht mehr steifhalten! Also habe ich diese Karte nun abgekartet. Und weiß, was ich das ganze letzte Jahr über an ihr hatte – immer wieder musste ich lächeln, wenn sie mir gelb entgegengeleuchtet hat! Tjüs, Karte. Ein guter Abschied, das! 🙂

 

Und was gab’s zum drüber freuen?

  • den allabendlichen Anblick unserer eigenen, schön brennenden Bienenwachskerze
  • daß das erste Mal „alleine zumachen“ auffe Arbeit samt Abrechnung problemlos geklappt hat (nach zwei Fast-Herzinfarkte aus anfänglichen Mißverständnissen meiner Notizen heraus *gg*)
  • zwei (!) Überraschungspäckchen
  • die ersten Winterlinge
  • daß der erste von mir verfaßte Rundbrief für den Naturgarten-Verein gut ankam. Und
  • daß es mir dank tätiger Hilfe des Herrn F. überhaupt ermöglicht wurde, den abzusenden (Word und Thunderbird und …. also technische Dinge, die ich allein nicht hätte lösen können)
  • den Ofen und seine Wärme
  • den Dicken und seine Wärme (und sein schnurren)
  • den Herrn F. und seine Wärme – wobei: für einen HERRN ist der Herr F. alles andere als warm *g* – aber das bißchen, was er hat, teilt er mit mir! 🙂
  • wenn wir schon bei „Wärme“ sind: daß ich die furchtbar häßliche 80er-Optik-100%Plastik- dicke-lange-warme Jacke noch nicht weggegeben hatte, wo’s doch auf der letzten Arbeit so warm war – jetzt kann ich sie wieder ganz nötig brauchen, ebenso wie das scheußlich-kackbraune, aber (wohl deshalb) stark heruntergesetzte 100%-Merino-Langarmshirt, das auch schon auf der Weggeb-Liste gelandet war.
  • in allen Bienenvölkern saust es (angeschaltete Flugmuskelvibrationsheizung)
  • daß es „auffe Arbeit, neu“ Teamsitzungen gibt. Regelmäßig und ab und an mit Leitung von außen. Die erste war spannend und motivierend
  • einige Treffen mit Freundinnen
  • ein frisch geputztes Wohnzimmerfenster, befreit von Dreck und viele Wochen altem Vogelschiß (ein verbranntes Wort, ich muß da jetzt immer an Hündchenkrawatten und Schreihalsfratzen denken. 😦 Keine schöne Assoziation) ChaosHH’s Ersatzvorschlag im BC-Forum, wo ich diesen Punkt meiner Liste auch bereits erwähnt habe, lautet „Flatterkaka“ *gg*  – hübsch eigentlich, aber ob ich mich DARAN gewöhnen werde?
  • ein sonniger Tag im sonst üblichen Wintergrau, an dem ich auch noch Zeit hatte, das Wetter für einen Spaziergang an der Schlei zu nutzen
  • das imponierende Geräusch, das die Flügel dreier niedrigfliegender Schwäne verursachen
  • daß auf die Frage woher sie denn bloß das Recyclingpapier-Druckerpapier hat (ich bin durch mehrere Geschäfte gewesen und kriege keines mehr), Frau Chefin nicht nur „Memo“ sagte (das ist der Öko-Bürokramsversand) sondern gleich das Angebot anschloß, von ihr welches zu bekommen, wenn unsres aus ist
  • ein wunderschön-verschmitztes Lachen der olen Fru, das sogar fotografisch festgehalten ist!!
  • natürlich die Entfristung!
  • daß es mir ganz egal ist, wenn weißes vom Himmel fällt (solange das nicht Richtung „Schneekatastrophe“ geht jedenfalls. Was dann geschähe, sei dahingestellt, möge ich es nicht testen müssen)
  • daß diese Liste länger ist als die der Dinge, die mich geärgert haben

Katz, gestern

Des Abends plötzlich ein Anfall von „ich bin ein kleines, verspieltes Kätzchen“

Der Kater jagt dem Leuchtpunkt hinterher wie lang nicht mehr (normalerweise spielt er inzwischen, wenn überhaupt, eher ortsfest *g* – will heißen, mit zwei Pfoten im sitzen oder liegen) und dann flitzt er auch noch leichtfüßig die Treppe hoch statt wie sonst eher gemächlich bis mühsam, je nach Tagesform, hinaufzugehen.

Danach liegt er schnurrend auf meinem Bauch. Das macht er meist, und ich finde es sehr schön, gerade weil es meist unser einziger naher Moment am Tag ist (er sitzt lieber beim Herrn F. und ganz allgemein findet er „Schoß“ und „Bauch“ inzwischen schneller unbequem und sucht seltener unsere Nähe als früher.)

Doof, ….

  • daß die Haare bei diesem Wetter auch frischgewaschen immer so aussehen, als hätte ich sie seit vierzehn Tagen nicht mehr unter Wasser gehabt
  • daß die bei einem Verlag bestellten Bücher, die es secondhand nicht gab, völlig unnütz in Plastik eingeschweißt in ihrem sicheren Büchersendungs-Umschlag lagen
  • daß genau dann, wenn ich sie am dollsten brauche (Frost, feucht) die Scheibenbelüftung im Auto ausfiel – und daß sie in DEM Moment wieder einsetzte, in dem ich zuhause einparkte
  • daß ich mir zum fünftausenddreihundertsiebenundachtzigsten Mal vorgenommen habe „erst denken, dann reden“, und zum fünftausenddreihundertachtundachtzigsten Mal doch wieder was vom Hirn ungefiltert auf die Zunge gerutscht ist
  • daß ich bei der Post nur Briefumschläge bekomme, die sich per abziehbarem Plastikstreifen verschließen lassen (dabei gibt es selbsthaftende und solche zum lecken).
  • daß mir ausgerechnet einer der beiden BookCrossing-Becher vom Grubber gerutscht und zerbrochen ist (mit dem Grubber verfrachte ich immer die Meisentassen an ihren Zweig)
  • daß meine Schulter und Hand mir nach wie vor das stricken verbieten (geht sehr schnell, daß sie dann wehzutun beginnen)
  • daß seit gestern die Tabs oben im Computer an einer Stelle sind (oberhalb von Lesezeichen und Menüleiste), wo ich sie absolut nicht haben will (UNTERhalb sollen sie sein, da oben komme ich so schwer ran mit dem Mauszeiger) Bisher hat der Herr F. das immer noch wieder hingekriegt, seit sie das geändert haben. Mit Getrickse, denn offenbar ist das nicht (mehr) vorgesehen. Jetzt sagt er, das wäre ein Tag Arbeit, WENN es denn klappt, und das ist es dann auch nicht werrt. Es nervt aber unsäglich und ist das ärgerlichste der ganzen Liste 😦

Alles ärgerlich – aber gar nicht soooooo viel, immerhin 🙂 Und nichts wirklich heftig blöd schlimm ärgerliches dabei.

Demnächst folgt die „Gegenliste“ der erfreulichen Dinge….

Rituaaaaaal geändert

Ein Jahr später hat sich das Morgenritual des Dicken grundlegend geändert.

Der Anfang ist ähnlich: WENN er mich hört, kommt der Dicke mich im Flur abholen und geht mit ins Bad, um sich nach seinen ersten Morgen-Streicheleinheiten, die er lautstark einfordert, zu putzen. WENN. Oft liegt er noch auf dem Sofa, auf dem er derzeit oft den zweiten Teil der Nacht verbringt (nachdem er raus musste. Dann kommt er ja durch die Einbahnstraßenklappe oben nicht mehr rein). Er merkt dann erst, daß ich aufgestanden bin, wenn ich zur Küchentüre hineinkomme.

Dann gibt es Essen.

Das olle, Müllberge verursachende und Zucker enthaltende Sh*** konnten wir zum Glück inzwischen wieder auf „Null“ zurückfahren, der Dicke bekommt blasensteinauflösendes Diätfutter. Zum Glück mag er das zumindest in Trockenfutterform inzwischen gern, sogar, wenn wir es ordentlich mit Wasser versehen reichen. So weit, so gut. Aber dann –

dann besteht unser Kater sehr rigoros darauf, seinen Vormittag oben in des Herrn F. Zimmer zu verbringen. Dazu müssen aber zwei Türen geöffnet sein, die wir oft vergessen, morgens offen stehen zu lassen. Wenn ich nicht schnell spure (schließlich frühstücke ich grad) tigert der Katz rastlos durch die Zimmer und setzt sich manchmal sogar an die Katzenklappe, nur um laut mit ihr zu klappern.

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Wie man sieht, kann Katz‘ auch wortlos sehr deutlich klarmachen, was Mensch zu tun hat. Man beachte, daß stets ein Ohr nach hinten gedreht ist. „Sie wird doch wohl mitkommen…!?“ *gg*

Liegt er erst oben, ward der Dicke meist stundenlang nicht mehr gesehen. Er schläft tief. Soll er, heißt das doch, er muß nicht pinkeln oder ist sonstwie „getrieben“. Wenn er allerdings mitkriegt, daß der Ofen angeschürt wurde, dann kommt er manchmal runter und legt sich ins Fell

Die Decke in der Ecke, über lange Monate DER Platz des Katz, ist seit Monaten total abgemeldet ….

 

Futterstelle, Momentaufnahme

Täglich:

  • mehrere Blaumeisen
  • mehrere Kohlmeisen
  • Dora*
  • Feldsperlinge, eine ganze Horde
  • Haussperlinge, wechselnde Menge

An frostigen Tagen zusätzlich:

  • Buchfinken, meist 2-3
  • Zwei Distelfinken 🙂
  • ein Rotkehlchen

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*Dora: die Amseldame mit Ring hat inzwischen einen Namen

Seit kürzerer oder längerer Zeit vermißt:

  • Kleiber
  • Schwanzmeisen
  • Buntspecht
  • Eichhörnchen
  • Sumpfmeisen
  • und andere Finken – auch und vor allem die Grünfinken, die bis in den Frühsommer ständige Gäste waren, hab ich schon lange nicht mehr gesehen

Dompfaffen und mehr Buchfinken sind im Hof zu finden, da muß es noch richtig Schnee geben, daß die zur Futterstelle kommen