Die Musik meines Lebens, Teil 1

Der Herr F. ist schon seit längerem im CD-aufstöber-Fieber. Will heißen, er hat ein paar Plattformen entdeckt, auf denen es sich ganz gut nach gebrauchten CDs zu angemessenen Preisen suchen läßt und füllt nun nach und nach seine Sammlung mit all dem, was er vermißt, weil er’s nur auf Platte – also Vinyl – hatte.

Wie schon mehrfach hier erwähnt, ist ja das Musikmedium meines Herzens immer die Kassette gewesen (und sie wird wohl auch nicht ersetzt werden können). Inzwischen aber habe ich keinen tatsächlich sich gut anhörenden Kassettenrekorder mehr. Mein Tapedeck schied dahin, das vom Dachboden eines Freundes klingt dumpf, vernünftige Auto-Anlagen (das heißt solche mit Kassettendeck) sind nicht mehr zu finden – wohl oder übel muß ich also in den sauren Apfel beißen und auf CD umstellen. Das fällt mir viel schwerer als LP-Freaks, aus mehreren Gründen

  1. Jahrzehntelang wars mir schnuppe, wie LP hießen. Ich habe auf meinen Kassetten-Covern Liedtitel und Band notiert, weiter nichts.
  2. Oft genug habe ich auch noch von verschiedenen Platten die Titel zusammengestellt, die ich mochte.
  3. Und da ich häufig die Platten aufgenommen habe, während man gemütlich beisammensaß, und ich dann keine Zeit gefunden habe, Titel zu notieren, hab ich manchmal auch bloß mir eingängige Refrain-Zeilen als Titel notiert. Ich wusste ja, was ich suche und wo ichs finde
  4. Außerdem habe ich natürlich unendlich viele unendlich gute Mix-Tapes

Das führt dazu, daß für Jemanden wie mich vielgeliebte Musik kaum noch hörbar ist, denn ich bin nicht der Typ Mensch, der nun Plattennamen recherchieren würde. Aaaaaaber- inzwischen hat der Herr F. viele seiner CD-Wünsche erfüllt, doch das Fieber ist offenbar nach wie vor nicht gesunken – also hat er mich gefragt, ob ich nicht irgendwelche Platten hätte, die ich gern endlich mal auf CD hätte, der Gute! Habe ich nicht, denn vor Abschaffung des Plattenspielers hatte ich sämtliche LP auf CD gebrannt. Aber Kassetten hatte ich! Allerdings mit oben erwähntem verschärftem Aufstöber-Schwierigkeitsgrad *g*

Nichtsdestotrotz hat der Herr F. sich auf Recherche-Tour begeben und tatsächlich im Laufe der Zeit einige der geliebten Platten als CDs aufgetrieben. Feine Sache, allerdings gibt es Probleme, die wahrscheinlich nur die Generation 40plus überhaupt noch nachvollziehen kann. Denn

  • nun muß ich Titel hören, die ich garnicht mag (oder besser gesagt, die ich vor 25 Jahren nicht mochte, deshalb nicht aufgenommen hatte und jetzt garnicht KENNE *g*)
  • Ich höre Musik in falscher Reihenfolge – ein Problem, das in Zeiten von „Shuffle“-Tasten wahrscheinlich Niemand mehr kennt: man hörte notgedrungen auf Kassette immer dieselbe Folge von Liedern, und so hakt es immer bös‘ im Kopf, wenn plötzlich ganz was anderes nach dem letzten Ton eines Stückes kommt. Und so ist es beim hören mancher Musik unabdingbar, daß Lieder in der richtigen Reihenfolge kommen! Die richtige Reihenfolge aber ist nicht unbedingt identisch mit der Reihenfolge auf CD….
  • Deshalb ist es zB auch unbedingt notwendig, daß nach der Cream-Platte ein paar Stücke „Them& Van Morrison“ kommen, sonst fehlt da was (schließlich wusste ich jahrelang nichtmal, daß da ein Bandwechsel auf der Kassette war) Und was wäre Melanie ohne Eric Clapton nach ihr? Denn so eine 90er-Kassettenseite ist ja mit 45 Minuten oft länger als eine ganze Platte, also hat man passendes aufgefüllt…..
  • Und es gibt sogar ganz unerhörte Sachen, nämlich daß eine Doppel-LP zur Einzel-CD gemacht wurde – mitsamt Verlust von über 10 Titeln – so sagt der Herr F., sei es bei einer Cat Stevens-Aufnahme, die ich mir überspielt hatte. Und ich hatte natürlich gedacht, es läge an mir und meinen Aufnahme-Techniken, daß da viel mehr Stücke drauf waren als ich in irgendwelchen CD-Angeboten gefunden hatte, aber weit gefehlt….

Tja, diese Art Bedürfnisse kann mir nicht mal der Herr F. erfüllen, aber ansonsten ists schon wunderbar, daß ich jetzt, nach sieben Jahren TIGER-bedingter Abstinenz* wieder Musik hören kann. Und dann noch wichtige Musik, die fast weg war!

Damit komme ich zum Ende des ersten Teils des Berichtes über die Musik meines Lebens, der sozusagen eine Einleitung ist. Denn im Zuge dieser komplizierten Musik-Wiederfindungen habe ich festgestellt, was ich zuvor so nicht gewußt hatte: daß es wirklich nur EINE Musik gibt, die ich kenne, seit ich 15 oder 16 bin und die mich seitdem ununterbrochen begleitet hat (im Sinne von: sie wurde kontinuierlich in allen Lebensphasen gehört und sie wurde ebenso kontinuierlich immer gemocht, wenn sich auch die Lieblingstitel innerhalb der LP/ Kassettenseite immer mal geändert hatten)

Gell, das ist mal ein Cliffhanger – ich hoffe, die Spannung ist unerträglich *gg*


*Wer 3-5x wöchentlich 8 Stunden lang zwangsbeschallt wird, der stellt irgendwann fest, daß alles außer Stille nicht aushaltbar ist. Nach wenigen Wochen ohne diese Beschallung finde ich mich vor dem CD-Regal wieder und merke, wie gut es tut, selbstgewählte Musik zu hören 🙂

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Und was macht eigentlich das Katertier?

Zotteltier, gestern abend

Der Dicke kommt selten vor in letzter Zeit hier im Blog. Das liegt wohl daran, daß er derzeit einen sehr ruhigen Alltag lebt, wie das so ist, wenn man im hohen Alter ist.Ich hatte ja im Mai mal eine Art Bestandsaufnahme gemacht, und seither hat sich da nicht allzuviel geändert.

Häh!? Zotteltier? Hömma!!! Statt lästern lieber Leckerchen geben!

Nach wie vor hält er sein Gewicht, mal hat er richtig Hunger, mal frißt er die Reste des Abendbrots erst am nächsten Morgen auf. Er mag manchmal spielen, aber nur kurz, nach anderthalb Minuten „Jagd“ spielt er im liegen weiter. Und vor zwei oder drei Wochen hat er den linken unteren Reißzahn verloren. (Schmerzt aber nicht, also wohl wirklich verloren, nicht abgebrochen) Ansonsten geht er raus, aber kurz, meist nur „aufs Klo“, manchmal sitzt er aber auch ne Weile draußen und guckt. Oder inspiziert den Garten. Mir scheint, er läßt es sich einfach wohlergehen, wenn ihn kein Zipperlein plagt. Satt, gemütlich-warm vor dem Ofen oder auf dem Schoß verschläft er die meiste Zeit. Es sei ihm gegönnt…..

Dann eben nicht. Dann geh ich eben schlafen.

Magnetische Worte – 136 –

Da fasst ein verträumter Besuch seine Eindrücke von einigen Tagen Angeln zusammen 🙂

Aber ich verwahre mich gegen den Eindruck, wir würden Duftkerzen verwenden. 😉 Ich hasse Duftkerzen, Lufterfrischer und Co. Sie muß den dezenten Duft unsrer selfmade-Echtwachskerzen meinen!

Murphy schlägt zu.

Heute haben wir eine neue Duschabtrennung gekauft. Unsere alte ist 20 Jahre alt und die Dichtungen, mit denen sie auf dem Wannenrand aufsitzt, rissen nun immer schlimmer ab. Ein Reparaturversuch ist kläglich gescheitert, und so haben wir also eine neue eingeladen und sind guten Mutes heimgefahren

Und dann ging’s los.

Offenbar saß Murphy schon auf der Lauer.

  1. Zehn Minuten vergehen im Versuch herauszufinden, wie die Schiene abzukriegen ist, in die später die Duschwand eingeschoben werden wird (Bei der alten Wand gabs Angeln, ganz einfach…..) Immerhin kann ich in dieser Zeit die alte Halteschiene abmontieren und das Silikon abfräsen. Ist auch besser, wenn ich das währenddessen tu. Würde ich dabeisein, gäb’s erste Beziehungskrisen *g*
  2. Die eingefrästen Bohrlöcher in der Halteschiene liegen natürlich in anderen Abständen als die Dübellöcher, die von der vorherigen Duschwand vorhanden sind. Das hatten wir uns schon gedacht, läßt sich aber durch neue Bohrungen gut und schnell beheben
  3. Die mitgelieferten Schrauben sind viel zu lang, so tiefe Löcher gehn nicht in unsere Wand
  4.  Im Keller sind unendlich viele Schrauben in schön sortierten Kästchen in allen Größen und Dicken.
    Außer in 5×3.
    5×3 ist aber die einzige Größe, die paßt.
    Während ich dies schreibe, sucht der Herr F. im „Sammelsurium“-Kasten…. und wird fündig, hurra!!! Wir können also die Wand an die Wand schrauben.
  5. Was danach kommt, hat mit Murphy wenig zu tun, aber viel mit „Baumarkt-Ware“: Im Karton ist eine Montageanleitung, in der steht, was gebraucht wird. Und das ist unter anderem Silikon. Na, toll. Sowas wäre AUSSEN drauf nützlich, während man noch im Baumarkt ist. Will heißen: die Wand ist dran, duschen aber nicht möglich, denn im Vorrat sind Acryl, weiß und transparent und Silikon, grau. Nicht aber Silikon, weiß.

Beim nochmaligen durchlesen finde ich: sooo schlimm klingt das jetzt garnicht. Aber mitten im machen ists echt blöd, wenn sich dauernd neue Hürden auftun. Egal, nun ists so gut wie fertig. Nur noch vier Tage, dann kann ich SCHON wieder duschen *seufz*:  morgen ist Sonntag, am Montag hab ich keine Zeit, zum Baumarkt zu fahren, DI kann ich dann alles regeln, und Mittwoch wieder duschen (das Silikon muß einen Tag lang aushärten) …. wir haben ja nun den Luxus einer weiteren Dusche oben, aaaaaaber: Die Dusche oben benutze ich nur sehr ungern, weil ich keine Lust habe, sie nach jedem duschen trockenzuwischen. Und anders ist hartnäckigsten Kalkrändern nicht beizukommen, denn ich hatte den großen Fehler gemacht, Klarglas schön zu finden und einbauen zu lassen. NIE WIEDER!!!! Bei gemustertem Plastik (also, außen reliefartig) hat man bei ganz normalem säubern über 15 Jahre Ruhe, erst dann merkt man den Kalk optisch in den Ritzen zu den Rahmen. Ich hoffe, daß das auch bei dem neuen Modell wieder so sein wird.

Noch während…

… ich hier Beiträge über die paar warmen, sonnigen Augusttage mit Carl-Gustav poste, hat sich langsam Jemand angeschlichen….

Ja. Ist echt wahr, es ist, wonach es aussieht Frost. Gleich in mehreren Nächten nacheinander Aber die Tage sind windstill und sonnig, und die Sonne schafft’s weg: da hinten, wo’s so hellgrün aussieht, da ist sie schon. Da tropft es. Wo Schatten ist, bleibt der Reif.

 

 

 

Vier Tage mit Carl-Gustav

Ende August hatten wir Besuch. Viel Besuch. Erst kamen Jean-Li und Dirk aus Halle, dann teff mit dem Grafen und Nina aus Oerlinghausen und Umgebung, und dann kam auch noch Carl-Gustav.

Carl-Gustav haben wir zum ersten Mal gesehen am Tag bevor der Besuch aus Halle ankam. Da saß er gemütlich ganz hinten im Garten und hat sich die Sonne auf den Buckel brennen lassen, eine schillernde Gestalt in kupferglänzendem Anzug.

Am nächsten Tag waren dann die Hallenser schon da. Wir hatten uns eine Apfelsaftschorle gemixt und saßen so um den Tisch herum, als Carl-Gustav zu uns stieß. Er spricht nicht viel, deshalb habe ich erst nicht verstanden, was er wollte, aber als er dann suchend um die Gläser herumstrich, ja sogar auffordend dranstieß, da hab ich dann doch verstanden und ihm auch einen Schluck Apfelschorle angeboten – und was soll ich sagen? Er war begeistert! Große Mengen hat er weggesoffen, war seine Portion leer, suchte er nach mehr. Dirk aus Halle hat Fotos von ihm gemacht, die ich netterweise hier posten darf:

Stundenlang hat er uns an mehreren Tagen schweigend und trinkend Gesellschaft geleistet, und so kam es, daß wir schließlich im Internet nachgeschaut haben, mit wem wir es denn wohl zu tun haben könnten, und so fanden wir seinen Sippennamen:

Moschusbock

und dann zackzack, er muß es telepathisch übermittelt haben, war auch der ganze Name da:

Gestatten – Von Bock. Carl-Gustav Moschus von Bock

Ein sympathischer Suffkopp (leiderleider hat ihn Niemand beim trinken geknipst), der einmal, als der nachschub zu lange ausgeblieben war, sogar in des Herrn Glas gelandet war und zum Glück noch rechtzeitig von mir gerettet werden konnte. Das hat aber seiner Lust auf Apfelschorle keinerlei Abbruch getan.

Carl-Gustav wird, glaubt man dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel, inzwischen wohl nicht mehr unter den Lebenden weilen. Ich hoffe sehr, daß er rechtzeitig für Nachwuchs gesorgt hat. Totholz und Weiden stehen in unserem Garten für die Kids zur Verfügung….

 

Die ausgewachsenen Moschusböcke (Imagines) ernähren sich von Pollen und ausfließenden Säften von Bäumen. Daher sind die Tiere unter anderem in Wäldern, insbesondere in totholzreichen Hartholz- und Weichholzauen, Gärten oder Parks auf Blüten anzutreffen. Dabei bevorzugen sie aufgrund ihrer Größe Blütendolden, wie etwa die vom Schwarzen Holunder. Die Imagines leben nur wenige Wochen im Sommer. Man findet die Käfer von Juni bis August.
Die Larven des Moschusbocks benötigen für ihre Entwicklung zum ausgewachsenen Käfer zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit ernähren sie sich xylobiont bevorzugt vom Holz von Weiden. Aber auch andere Weichhölzer wie Pappeln oder Erlen werden befallen. Besonders häufig erfolgt die Eiablage auf älteren, bereits anbrüchigen Bäumen. Ein ideales Habitat stellen Kopfweiden für diese Käferart dar. Aber auch Auwälder und Erlenbrüche sind ideale „Kinderstuben“ für den Moschusbock.
Aufgrund des Rückganges von Erwerbszweigen wie der Korbflechterei ist die Pflege und Bewirtschaftung der Kopfweiden stark zurückgegangen. Durch Entwässerung und intensive forstwirtschaftliche Nutzung verbleiben auch immer weniger Auwälder und Erlenbrüche, in denen sich die Larven entwickeln können. Diese Faktoren haben zu einem merklichen Rückgang des Bestandes geführt. Dem Moschusbock wurde daher gemäß BNatSchG und BArtSchV der Schutzstatus „besonders geschützt“ eingeräumt.

Wikipedia

 

:-)

Erstmals war die neue Arbeit heute nicht „nur“ interessant, anstrengend, NEU, spannend, stressig …. sondern hat einfach mal Spaß gemacht.

Einerseits entwickelt sich langsam eine Art Routine, die hilfreich ist, andererseits war ich aber auch heute erstmals an anderer Stelle eingesetzt, die mir, scheint’s mir, einfach mehr liegt: ich habe morgens beim Gemüse/ Obst mit angepackt und dann den ganzen Tag „im Laden“ gewirbelt, sprich Ware aus- und nachgepackt, Pfand entgegengenommen und verräumt (eine Wissenschaft für sich in so einem Bioladen, es gibt drei etwa zweieinhalb Meter lange Gänge mit lauter unterschiedlichen Kästenstapeln, in die lauter unterschiedliche Pfandflaschen/-gläser gehören draußen in einer Art umzäunten, überdachten Gitter….), Etiketten mit neuen Preisen gesteckt (und mich dabei halbtotgesucht *gg*) Das schöne dabei:

  1. man kann zwischendurch einfach mal schuften ohne zu denken
  2. man hat nicht ununterbrochen menschlichen Kontakt, sondern kann sich auch mal rausziehen (ich bin ja eh nicht so die Smalltalkheldin, aber an der Theke ist das (NEBENBEI!!!!! Das auch noch!!! *gg*) gefragt, und es ist halt überhaupt ununterbrochen Kontakt da, auch wenn man nicht smalltalkt)
  3. man muß immer wieder NACHdenken, aber nicht so viel AN WAS denken, will heißen: überlegen, wie was am besten zu tun ist, aber nicht dauernd allem hinterherrennen, was ja auch noch zu tun wäre, man aber einfach noch nicht geschafft hatte – und wer weiß wann mans überhaupt schaffen kann.

Ich glaube, für sowas bin ich einfach besser geeignet. Und siehe da – nach 7 Stunden ohne Pause hab ich mich nach einer Kaffeepause sogar noch zum Herrn F. an den Holzspalter gesellt – der Körper ist dankbar für die größere Abwechslung, der Geist für weniger Beanspruchung nach außen – und schon sind Ressourcen frei….

Marderhunde

Am Feiertag wurde hinterm Grundstück der Mais gemäht. Dabei waren mehrere Jäger samt Hunden, die rings um das Feld standen und warteten. Ich bin rausgegangen, weil einer davon direkt am Knick stand, und habe gefragt: Marderhunde waren das Ziel, nicht, wie ich erst vermutet hatte, Wildschweine.

Anfangs war der junge Mann recht verhalten. Erst als ich mit einem Kaffee wiederkam, haben wir uns etwas unterhalten, und es wurde klar, warum: Selten sei es, daß man einen Kaffee angeboten bekomme, häufig würde man eher angefeindet. Gestern seien sie an einer Stelle gewesen, da waren sie richtig angebrüllt worden, es sei nichtmal möglich gewesen, ins Gespräch zu kommen.

Wir aber sprachen nun, und ich habe Interessantes erfahren:

  • Marderhunde (hier eigentlich nicht heimisch, sondern aus Pelzfarmen in der damaligen UDSSR entwichen, von wo sie sich bis hierher vorgearbeitet haben) werden mehr und mehr zum Problem: Sie fressen, was sie erwischen können, machen Vogelgelege platt, fangen Vögel und Kleinsäuger und räumen sogar Fuchsbauten aus. So massiv, daß befürchtet wird, daß in 20 Jahren der Fuchs hier nicht mehr vorhanden sein wird. Im Winter 2014 hatten sie hier im Revier noch eine einstellige Zahl erjagt, 2015 waren’s schon 12, im letzten Jahr über 40 – und erjagt wird ja nur ein Bruchteil der vorhandenen Population…
  • Wildschweine sind ja seit einigen Jahren schon auch in dieser Gegend „hinter’m Kanal“ angekommen und vermehren sich, Mais sei dank (Nahrung und wunderbares Versteck) wie die Karnickel. Man könne wenig machen, obwohl es dringend nötig sei, weil sie viel kaputtmachen und auch in den Dörfern unterwegs seien
  • Er persönlich finde auch, daß nicht alles richtig und gut laufe in der Jägerschaft, aber daß man so pauschal angefeindet werde inzwischen, das sei schon schwierig. Wenn man strittige Dinge nicht mal mehr diskutieren könne, dann laufe was falsch (da waren wir uns übrigens einig)

Ich persönlich denke, daß vieles falsch läuft bei den Jägern, ich weiß aber nicht, ob es dieselben Dinge sind, die der Herr Jäger nicht richtig findet: Rehe und Damwild zB werden mE viel zu wenig gejagt! Es gibt ja keine natürlichen Feinde mehr für sie, und in der jetzigen Dichte richten sie im Wald (und natürlich auch in meinem Garten *g*) viel zu viel Schaden an. Waldbesitzer müssen beispielsweise Waldstücke einzäunen, in denen sie sich eine natürliche Waldverjüngung wünschen, weil Rehe und Co die Winz-Bäumchen und den anderen Unterwuchs geradezu ausrotten. Da könnten die Jäger mehr für den Naturschutz tun statt an ihre Pfründe (leichtes schießen, Trophäen) zu denken. In unserer hiesigen Kulturlandschaft wäre es fatal, der (eh nicht mehr vorhandenen) Natur ihren Lauf zu lassen. Ohne Jäger würden auch zB dank Marderhunden und Waschbären noch viel schneller unsere Vögel große Probleme bekommen als es durch Insektensterben und industrielle Landwirtschaft eh schon der Fall ist. Insofern finde ichs zwar nicht toll, wenn Tiere geschossen werden, sehe aber die Notwendigkeit.

In unserem Maisfeld war übrigens kein Marderhund versteckt. Auch keine Wildscheinrotte.


Nur damit das klar ist: Meine Ansichten sind angelesenes Halbwissen und möchten hier bitte auch so verstanden sein. Ich habe mich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt, sondern „nur“ gelesen, was mir zufällig in die Finger kam (davon allerdings im Laufe der Jahre so einiges, so daß es auch nicht „Bauchgefühl“ allein ist, was ich schreibe)

Alles faule Säcke!!!

Heute, Dienstag, ist Reformationstag. Feiertag, dies‘ jahr, ausnahmsweise. Okay, ist ja schön. Aber:

Bereits am Samstag hieß es im Bookcrossing-Forum, nun begänne das ziemlich lange letzte Oktoberwochenende. Das war der Samstag, an dem ich gearbeitet habe.
Dann kam Sonntag. Der war mein Wochenende.
Dann Montag, der Montag, an dem sowohl der Herr F. als auch ich arbeiteten. Aber auch der Tag, an dem ich zuvor bei meinem Schrauber anrufen wollte, um meinen Platten beheben zu lassen. Nur daß Niemand ans Telefon ging.
Was ist das denn?
Das ist offenbar Brückentag, etwas, das ich in meinem ganzen Berufleben noch nicht genossen habe, na toll!
Jetzt ist heute, also Dienstag. Für mich derzeit eh mein regulärer freier Tag, bloß daß ich nix machen kann – zum Beispiel nicht mit dem Finger, der seit Freitag auf doppelte Dicke angeschwollen ist, zum Arzt gehen. Oder meinen Platten beheben lassen. Allerdings werde ich mich genötigt fühlen, abends in öffentliche Räume (hier: Kino) zu flüchten, damit ich nicht auch noch irgendwelche Halloween-Gestalten verköstigen muß.
Morgen ist dann Mittwoch. Für die allerfaulsten Säcke immer noch „langes Wochenende“, weil die (nämlich zB die Bayern) auch noch morgen, am Donnerstag, einen Feiertag haben, ganz regulär jedes Jahr übrigens ein Grund zum ärgern, weil wir hier arbeiten müssen – und genüßlich ausbreiten werden, daß sie einen Brückentag genommen haben.

Im nächsten Leben werde ich vor der Job- und Wohnortwahl besser nachdenken…..

Zum allerersten Mal!

Also, ehrlich gestanden: ich hätte wirklich gern auf diese Premiere verzichtet:

Gestern auf der Heimfahrt von der Arbeit wurde es plötzlich laut im Auto. Ich war recht kurz vor daheim, deshalb bin ich trotzdem langsam weitergefahren, zumal keine Warnleuchten blinkte, aber mir schwante Böses. Und tatsächlich: auf dem Hofplatz angekommen sah ich: ein Platter hinten links 😦

Klar, daß sowas freitags abends passiert, wenn ich samstags um 7 auffe Arbeit sein soll, montags auch arbeite und dienstags Feiertag ist…. Aber ich hab ja den Herrn, und der hat gute Ideen:

Ich fahre mit seinem Auto, und er packt mir derweil einen Sommerreifen drauf. Montags kann ich dann einen neuen Reifen bestellen, und gut is’….

Ach so!

gefunden auf webfail.com

Jetzt weiß ich, wieso ich so schnell eine neue Arbeit gefunden habe. Ich bin der stille Traum jedes Arbeitgebers!!! Obwohl- 5x die Woche arbeiten – mindestens? Da muß ich doch nochmal überlegen …

Groß „Neues ausse Arbeit“ gibts nicht – mir qualmt nach wie vor abends der Schädel vom vielen Input, obwohl natürlich Vieles, von dem am ersten Tag der Schädel gequalmt hatte, inzwischen einigermaßen „sitzt“. Von Automatismen kann allerdings noch keine Rede sein *g*. Drei Arbeitstage habe ich inzwischen hinter mir, heute ist dann der 4.

RBF* sind nach wie vor abends einigermaßen beleidigt, naja, auch sie haben über 50 Jahre hinter sich und stellen sich nicht mehr so leicht um wie mit zwanzig. Ich versuche, mit allen Beteiligten geduldig zu sein, was mir einigermaßen schwer fällt, möchte ich doch auffe Arbeit kein Klotz am Bein sein und zuhause – naja, zumindest schmerzfrei wäre fein … allerdings wache ich nachts lieber „wegen Hüfte“ auf als „wegen Kopfkino“. Insofern: alles gut so weit 😉


*RBF: Rücken, Beine, Füße. Hab so das dumpfe Gefühl, diese Abkürzung in Zukunft öfter mal zu brauchen …*g*

Engel, brav.

Begegnung an leerstehendem Gebäude in Flensburg. Verdacht nach lesen des Banners, das der Engel hält: Ex-Schule.

„Werdet stets weiser und besser“

Jo. Wird gemacht. Null Problemo.


Übrigens ists wirklich eine Schule gewesen. Ein wenig weiter an dem großen Gebäude stand noch der Name, aber ich hab ihn vergessen.

 

5 1/2 Stunden…

haben wir nun gebraucht, um 3 Meter 3 Jahre abgelagertes Meterholz in 3 Fahrten mit geliehenem Hänger hierher zu bringen, einen kleinen Teil davon zu sägen, einen noch kleineren zu spalten und in den Holzschuppen zu bringen und den Rest mit einem Restteil (unbeöster) Plane abzudecken. Der Plan, nachdem ich zufällig das Schild mit dem Holz-Angebot am Wegesrand unseres Ortes gesehen hatte und wir fragen gegangen waren, war folgender:

Da wir ja seit dem neuen Ofen (der zwar sparsam im Verbrauch ist, aber trotzdem mehr Holz aufs Jahr verbraucht, da wir seither täglich heizen statt wie vorher nur dann, wenn wir daheim sind) ständig zu wenig Holz auf Vorrat haben, werden wir dieses abgelagerte Holz noch in diesem Jahr mitnutzen und können dafür die beiden Baustahlmatten fürs nächste Jahr besser ablagern lassen. Habe mal gerade die Feuchte gemessen: 20% im jetzt gespaltenen im Vergleich zu 15% im abgelagerten. Wird also klappen (die 5% sind schnell vergehende „Draußen-Feuchte“), bedeutet aber eben: puh! Denn ich hatte, als heute morgen der Wecker läutete, das Gefühl, daß ich zwar wach war, aber meine Beine und Füße und auch der Rücken aber weitere Ruhe geradezu erflehten!!

Nee, liebe Beine, daran müsst Ihr Euch gewöhnen. Und Ihr Füße habt Euch tapfer geschlagen, aber das war jetzt kein Zwischenspurt, das geht weiter so. Und Du, lieber Rücken, auch Du wirst Dich an weitgehend aufrechten Stand gewöhnen müssen…. auf der alten Arbeit wars für Alle abwechslungsreicher: ich hab an der Kasse gestanden, bin viel gelaufen, hab vor den Unterschränken gekniet, mich an die unteren Regale gebückt, bin auf die Leiter und wieder runter, habe vor dem Computer gesessen … jetzt stehe und gehe ich meistens. Sitzen gibts nur in der Pause, und bücken, knien, klettern ist nicht nötig…. das ist eine Umstellung, die alle Körperteile erstmal durchleben müssen.

Danke, Ihr Lieben, Ihr habt Euch wacker geschlagen – seid ja nicht mehr die Jüngsten. Und jetzt – jetzt erhöre ich Euer Flehen! Nur noch auf den „veröffentlichen“-Button drücken, dann die treppe runter, ein Käffchen machen – und SOFA!!!!

🙂