Ja, ist es denn die Möglichkeit????

Heute (am 13. April – KEIN Freitag, das ist wichtig für den Fortlauf der Geschichte 😉 ), an der Türe: der Hermes-Bote mit einem Paket. Das könnte jetzt eine gute Nachricht sein. Ein Paket zu bekommen ist immer was schönes, sollte man meinen – aber nuja, diesmal ist das anders. Aber von vorne:

Am 6. April habe ich in Schleswig an der Tanke ein Paket abgegeben.

Am 8. hatte ich eine Karte von Hermes im Kasten, im Carport sei ein Paket. Ich hin – lag da dasselbe Paket, allerdings ohne Adreßaufkleber. Sch***, was‘ das? Okay, kann passieren, ich also am Sonntag – ich musste ja eh zur Arbeit, die schwere Bücherbox wieder zur Tanke geschleppt, versehen mit einer Kopie des Adreßaufklebers. Wieder losschicken, alles gut, dachte ich.

Weit gefehlt: an der Tanke wollte man das Paket nur annehmen, wenn ich – bezahle. No way! Ja, neee, er sei nur Aushilfe, und er wisse auch nicht, wie man jetzt vorgehen könne, ich solle doch morgen wiederkommen, da seien Leute da, die Bescheid wissen.

Ich schon leicht genervt, aber nuja, also schleppe ich tags drauf, ich musste eh zur Arbeit, das schwere Paket zum 3. mal in die Tanke.

Also, nein, so gehe das nicht – ich müsse das mit der Hotline klären, sie könne nur das Paket ganz normal gegen Geld wieder annehmen, die Hotline gebe mir aber bestimmt einen Gutschein, wenn ich dort anriefe.

Ich reichlich genervt, aber letztlich blieb mir ja nix anderes übrig – also bezahlt, das Paket zum 2. Mal auf den Weg gebracht.

Tags drauf die Hotline angerufen, 20 Cent aus dem Festnetz…. Lage erklärt- oh, dann sind Sie ja Privatkundin? Ja, klar – ja, dann sind Sie bei der falschen Nummer, die ist nur für Geschäftskunden. Gute Frau, ich habe bei der Nummer angerufen, die auf dem Schein im Briefkasten war. Ja, aber da kann ich nichts machen, da müssen Sie die andere Nummer anrufen, ich sage sie Ihnen mal….

Die andere Nummer angerufen. SEHR genervt gewesen. Ewig rumdiskutiert, weil die in ihren Daten Chaos hatten, dann einen Gutschein versprochen bekommen. Genervt genug gewesen, um mich an den 40 Cent Telefonkosten aufzuhängen. Erfolglos geblieben.

Gestern einen Schein von Hermes im Kasten gefunden, man habe mich nicht angetroffen und komme morgen nochmal. Ja, wieso legen die das Paket nicht wie sonst ins Carport??? Wobei….ich erwarte gar kein Paket – das WIRD DOCH WOHL NICHT….

Doch. Es ist. Eben hat es geklingelt, der Hermes-Bote, im Arm – mein Paket! Den Adreßaufkleber DURCHGESTRICHEN! Ja, aber guter Mann, da steht doch ganz richtig die Adresse drauf, und die bin nicht ich, ich bin der Absender, wieso haben Sie den Adreßaufkleber durchgestrichen???? Hab ich nicht, sagt er, der war durchgestrichen. Ja, was haben Sie denn dann gescannt, wo meine Adresse stand? Hier, an der Seite! Ja, aber der ist doch garnicht von mir, warten Sie, ich hole mal einen Edding und streiche das durch!

Der Mann sagt, er kümmere sich drum. Man soll ja für die kleinen Dinge dankbar sein, dies war seit Monaten der erste Hermes-Bote, der so gut deutsch spricht, daß ich das überhaupt erklären konnte …

man darf gespannt sein…. heute ist Samstag, der 13…….

Edit Dienstag – noch nix neues, aber es war ja auch Ostern. Feiertage und so. Bei der Sendungsverfolgung behauptet man, es gäbe diese Sendung nicht – sehr beruhigend….

Aktion mit Amsel – die Ergebnisse

Das waren jetzt ereignisreiche und spannende Tage. Bzw ein Abend und ein Tag – denn abends haben wir die Netze aufgestellt und schon ein paar Vögel gefangen, und dann, am Karfreitag, ging es von frühmorgens bis 16 Uhr rund…. Aber was hat es denn nun zu sehen gegeben? Ich war ja vor allem scharf auf Vögel, die ich sonst nicht wahrnehme – als alles jenseits der alten Bekannten. Den beiden Experten war jeder Vogel recht, hier geht’s ja um die Wissenschaft – beringt wird nicht (nur) zum Spaß:

Jeder gemeldete Wiederfund eines beringten Vogels trägt dazu bei, die Ursachen der Zu- und Abnahme von Vogelarten zu verstehen. Durch Wiederfunde können wichtige Rastplätze und Winterquartiere identifiziert und somit Grundlagen für ein integriertes System von Schutzgebieten für unsere Zugvögel geschaffen werden.

(Vogelwarte Helgoland) hier gibt’s noch detailliertere Infos über den Sinn des beringens

Deshalb wäre es auch wirklich klasse, wenn jeder aufgefundene beringte Vogel gemeldet würde! Im Ring steht, wo – bei unseren Vögeln/ Ringen ist es hier Und übrigens: Niemand schimpft dort, wenn der gemeldete Vogel ein Katzen-Opfer war – man freut sich über JEDE Meldung, wurde mir versichert!!! 🙂

Und jetzt zeige ich Euch also endlich, was hier im Garten so alles los ist. Erstmal die „alten Bekannten“: (Bild anklicken, Namen lesen)

*Brutfleck: nicht ausgezupft, sondern ausgefallen sind die Bauchfedern, damit die Kohlmeise es leichter hat, die Wärme ihres Bauches an ihre Eier abzugeben. Verrückt: man sieht die riesenhafte nackte Fläche nicht! Dafür muß man erst die Federn auseinanderblasen!

Hier die (mir) Neuen:

 

Insgesamt haben wir  54 Vögel gefangen, Das sind viel mehr als die von den beiden Erfahrenen erwarteten 20-30, trotz des schlechten Wetters. Kann ich stolz sein auf meinen Garten? Neeee: „Das liegt sicher zum guten Teil an der Futterstelle“, sagt der Herr I. Nuja….

Hier die genaue Liste:

  1. Hausspatz: 14
  2. Kohlmeise: 9
  3. Blaumeise: 7 (7 VERSCHIEDENE – die mit der Ring-Endnummer 56 ist echt döschig, die war bestimmt 4x im Netz….)
  4. Feldspatz: 6
  5. Amsel: 5
  6. Buchfink: 4
  7. Heckenbraunelle: 3
  8. Zilpzalp: 2
  9. Singdrossel: 1
  10. Rotkehlchen: 1
  11. Mönchsgrasmücke: 1
  12. Buntspecht: 1 (FRAU Specht konnte sich 2x befreien und war dann aus Schaden klug geworden…)

Der schwerste war eine Amsel mit 93,2 Gramm, der leichteste ein Zilpzalp – das kleine Federbäuschlein wog gerade mal 6,9 Gramm!

Der Herr I. meinte, hätten wir nicht so schlechtes Wetter gehabt, wären mehr Arten ins Netz gegangen. Die einzige Zug-Art ist die Singdrossel, alle anderen sind Stand-Arten, will heißen, solche, die hier im Garten oder in der Nähe wohnen. Bei besserem Wetter wäre noch die ein oder andere Zug-Art zu finden gewesen …

gesehen, aber nicht erwischt haben wir in der Zeit noch:

  • Grünfinken
  • Stockenten
  • Stare
  • eine Elster
  • Ringeltauben
  • einen Storch!!! Echt jetzt, der zog gleich über uns weg gen Kuhkoppel 🙂
  • Und genau jetzt, während ich hier schreibe, soll mich der Teufel holen, wenn ich nicht in der Mirabelle erstmals in diesem Jahr auch wieder die Klappergrasmücke, die immer im wilden Wein über der Tür ihr Nest baut, gesehen habe….

Zum guten Schluß ein Wort zum Streßfaktor: ja, die Vögel haben Angst. Der Herr I., Biologe und seit Jahrzehnten im Vogelschutz tätig, hat es so erklärt:
Vögel sind von ihrer ganzen Lebensweise darauf ausgelegt, sehr schnell in Streß zu kommen – aber auch sehr schnell wieder zu entspannen:

„Ein Schatten über mir? ADRENALIN! Ein Raubvogel! – Puh, nur eine Wolke. – Da, eine Bewegung im Augenwinkel! ADRENALIN! Eine Katze!? – Puh, nur ein Kaninchen!“.

So geht es den ganzen Tag. Und so konnten wir dann auch sehen: Gleich nach dem freilassen aus der Hand hatte so mancher Spatz, so manche Meise nichts anderes vor – als stracks wieder zu genau der Futterstelle zu fliegen, bei der eben das Netz zur Falle wurde – aber nun obendrüber, und ab, fressen… Wenn eine echte oder vermeintliche Gefahr vorbei ist, wird halt unmittelbar entspannt – alles ist gut.

Wir jedenfalls fanden die Aktion großartig. Wie klein, wie leicht so ein Vogel ist! Wie unterschiedlich sich bei den Arten das Federkleid anfühlt, wie viel zarter die Zeichnung des Gefieders als man von weitem sieht! Wie viele Vögel bei uns sichere Nahrung finden (heute morgen geguckt beim Frühstück: an der Futterstelle jede Menge Vögel – nur einer davon mit Ring….), wie viele Arten da leben, auch solche, die ich noch nie gesehen habe! Und das jetzt waren ja bloß die Vögel …. *g* Mein Garten? Ha! Von wegen! – Allerdings habe ich es in der Hand, ob all die anderen sich dort wohlfühlen! Ein bißchen Gebüsch für Die, die sich gern verstecken, ein paar Bäume, uneinsichtige Ecken mit Laub zum futterfinden, eine Wasserstelle, eine freie Fläche für Diejenigen, die gern sehen, ob sich eine Gefahr nähert – und überall ist Leben, auch wenn ich gar nichts davon mitkriege.

🙂

 

Aktion mit Amsel – Und? Was macht man da so??

Zuallererst wartet man. Darauf, daß Vögel sich in den Netzen fangen. Dummerweise (für Spätaufsteher wie mich) tun sie das am allerhäufigsten morgens „ab Sehhelligkeit“, um diese Jahreszeit also etwa ab halb sechs….


Die tapfere Amsel und der ebenso tapfere Herr I. hatten denn auch schon fleißig gefangen, als ich mich um sieben Uhr rum aus dem Bett quälte (natürlich waren die Netze über Nacht eingeklappt, man will ja nicht, daß Jemand stundenlang da rumhängt) Was hier hängt,

das ist Vorrat 😉 Zeitweise flogen (gleich morgens halt) so viele Vögel in die Netze, daß da fünf oder sechs Überraschungstüten hingen, jeweils mit einem Vogel drin. Als ich runterkam, entspannte sich die Lage insofern, als ich „den Schreibjob“ übernehmen konnte, so daß die BunteAmsel weitere Vögel aus den Netzen befreien konnte.

Was pro Vogel getan wird:

Beringen (hier: ein Herr Amsel), Ringnummer notieren, Vogelart und Geschlecht. Bei manchen Arten, zB Meisen, kann der Experte auch erkennen, ob es ein vorjähriger oder ein noch älterer Vogel ist (unterschiedliche Farben an bestimmten Feder-Stellen am Flügel)

Flügellänge messen und notieren (eine Kohlmeise)

Teilfederlänge messen (3. Schwingenfeder) und notieren

Vogel einglasen 😉 und Gewicht notieren

….und dann vielleicht noch ein Foto für die Laien (morgen…..*g*), und ab nach draußen…..

Aktion mit Amsel – Vorbereitung

Wie man sieht ist das Wetter nicht optimal für-

ja, für was?

Für eine Vogel-Beringungsaktion im Garten, zu der sich die Amsel und der Herr I. zu meiner Freude bereitgefunden haben, mit sämtlichem Equipment im Gepäck – wie eben Fangnetzen….

Morgen mehr – die Netze haben wir gestern abend gestellt, aber wir sind noch mittenmang…. *wink* (bzw *flatter*)

 

Heute mal lyriken?

Unser Leben gleicht der Reise
Eines Wandrers in der Nacht;
Jeder hat in seinem Gleise
Etwas, das ihm Kummer macht.

So geht das Beresina-Lied an; ich fand diese Strophe in einem Historienschmöker einem Kapitel vorangesetzt. Mich haben Klang und Rhythmus angesprochen. Und der Inhalt ist auch stimmig …. also hab ich mal gesucht im Netz, weil dort nichts weiter stand – und fand die restlichen Strophen, die zweite geht so:

Aber unerwartet schwindet
Vor uns Nacht und Dunkelheit,
Und der Schwergedrückte findet
Linderung in seinem Leid.

Ein Mutmach-Text also eigentlich, denn in diesem Tenor geht es weiter…

Meine Postkartenwand sagt dazu folgendes:

Das Leben ist kein Ponyschlecken

und Karte zwei, passend zur Strophe zwei:

Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.

Erfolgreich gejagt

Das letzte „Kleinvieh“ hab ich mir zu Herzen genommen, und so habe ich gestern kaum gemault, als der Herr F. mich bei eisigen Temperaturen zum Flohmarkt am Eckernförder Hafen mitschleppen wollte 😉

Soooo kalt war’s dann auch garnicht, und der Flohmarkt riesig. Im Visier: Jeans für mich, im Bestfall auch Schuhe (bei Größe 36 allerdings nahezu aussichtslos, aber gucken schadet ja nicht), evtl eine Uhr für die Arbeit (mechanisch, natürlich), und „malsehnwasessonstnochsogibt“ natürlich. Derweil im Visier des Herrn F.: CDs.

Und die Ausbeute?

Der Flohmarkt brachte eine Zuhauseschlunzleggins für mich (2,-), eine riesige Kerze (0,50 Euro) und eine DoppelCD für den Herrn F. Okay. Dann erstmal einen Cappucchino – am Ostsee-Infocenter schmeckt der erstaunlich gut, und allermeistens sitzt man auf deren Terrasse auch noch sehr windgeschützt und mit schönem Strandblick – also wirklich richtig gut. So ließ es sich auch ohne jeden Sonnenstrahl aushalten. Danach in die Stadt, und da fielen wir über einen Secondhandladen – für mich gab es dort nix, aber der Herr F. kam mit einer Schafwollstrickjacke, die richtig schön ist und einem wenig-Kunstfaser-in-Wolle-Pulli, der okay ist, wieder raus. Leider war ihm ein sich einfach wunderbar anfühlender Kaschmirpulli viel zu groß….

Ja, das kann man doch durchaus als erste Textilkauf-Erfolge durchgehen lassen, oder? Wenn konventionelle Klamotten, dann wenigstens secondhand – guter Kompromiß, schöne Beute.

Mal sehn, ob und wann es weitere Jagderfolge gibt 😉

Derweil wird auffe Arbeit müllvermeiden immer schwieriger: wir dürfen jetzt abgeschriebene Dinge nicht mehr mit nach Hause nehmen – will heißen, Kerzen mit angeschlagenen Stellen? Müll.
Notizbücher mit geknicktem Cover? Müll. Bleistiftpakete, aus denen ein Stift rausgeklaut wurde? Müll.
Schalen mit kleiner „abber Ecke“? Müll.
Geschenkschachteln mit Ratscher im Deckel? Müll.
Alles Müll jetzt, was wir vorher mitgenommen und weiterverwendet haben 😦
Warum?
Begründung gibts nicht. –
Okay, das ist normal im Sinne von „woanders auch so“. Aber wenn es vorher anders war, fragt man sich natürlich schon, was das jetzt soll. Egal, sich fügen und nicht denken ist gefragt, denn man weiß ja, was sonst kommt – das kann Dich den Job kosten, wenn Du so eine zerbrochene Kerze nicht in den Müll schmeißt….
Mir fällt das schwer, ich denke halt ganz gern, und daß es bei dieser Arbeitsstelle noch bis vor etwa einem halben Jahr geschätzt wurde, wenn man mitdachte, das wusste ich immer zu schätzen.
Things, they are a’changin‘ …. aber das werde ich jetzt nicht weiter ausführen, keine Lust auf schlechte Laune – ich geh jetzt runter ins Wohnzimmer, betrachte meine riesige 50-Cent-Kerze beim brennen und übe mich im OMMMMMMM 😉

Pipiparade *gg*

Unterwegsmitmir hat eine Blogparade gestartet, die ich erst zwar lustig fand, aber zu der ich meinte, nichts interessantes beizutragen zu haben. Bis mir „Schweden“ wieder einfiel – aber lest selbst…..

    Was ist Eure früheste Erinnerung  zum Thema Outdoor-Pinkeln?

Ich erinnere mich, irgendwann unbedingt gemußt zu haben, aber mich einfach hinhocken? Das konnte ich mir nicht vorstellen … ich weiß nicht, wie alt ich da war und auch nicht, wo das war und wie’s ausgegangen ist – aber das ist die früheste Erinnerung dazu *g*

    Was ist der am weitesten entfernte Ort, von Eurem heutigen Wohnsitz aus gesehen, beim Outdoor-Pinkeln

Ich bin ja nicht weitgereist – Südnorwegen.

    Was war Euer seltsamstes Klo?

Das in meiner dritten WG: die hatte so ein Alles-aus-einem-Guß-Bad, eine Naßzelle, in die man über eine Schwelle trat, und dann gab es auf vielleicht anderthalb Quadratmetern Waschbecken mit Spiegel, Klo, dahinter Dusche. Wände, Boden, Klo, Decke – alles aus beigebraunem Plastik….. nur die Eingangstür war knallrot. Vielleicht könnte ich aber auch das Roskilde-Festival nennen – auf dem Zeltplatz war man in den ganz überfüllten Jahren (das Festival wuchs schneller, als die Organisatoren es sich hatten vorstellen können, und die Karten waren noch nicht limitiert; statt 60.000 waren 100.000 gekommen….) darauf angewiesen, sich fürs kleine Geschäft zwischen Hunderten von Menschen einfach hinzuhocken…. nicht ganz angenehm, auch geruchlich nach fünf Tagen nicht mehr, aber nuja – wir waren jung und guter Laune….

    Was war Euer schönstes Erlebnis, zB Austattung oder Ausblick?

Norwegen, outdoor „mit Blick“, im Bach hockend *gg*

    Was war der schwierigste Klogang?

Das war in Schweden. Wir, Teenie-Gruppe, erstmals allein weit von daheim, im Ferienhaus – und dort gabs ein Klo…. unterm Sitz ein großer Karton, darin ein fester Plastiksack – und eine Gebrauchsanweisung in schwedisch… wöchentlich einmal musste dieser Sack fest geschlossen werden, der Karton darum herum auch, und nach draußen an die Straße gebracht, zur Abholung. Nun waren wir zu 4. oder 5. unterwegs, dementsprechend voll war der Sack… es schwappte ordentlich und die Zumachtechnik ließ zu wünschen übrig…. tragen ging nicht, aber es gab ein Trolley-Untergestell, auf das man das ganze hieven konnte. Und dann ab durch die ganze Wohnung, raus, bis an die Straße – leider gab es Türschwellen, und so begann es zu tröpfeln….. also, der Klogang selbst war nicht soooo schwierig, aber diese Prozedur war schon – lustig *gg*

    Was war der höchste Punkt bei an dem Ihr entweder draußen oder drinnen ….na Ihr wisst schon.

Wie gesagt, ich bin nicht so weitgereist, insofern tippe ich mal auf eine Hochhauswohnung, in der ich mal zu Besuch war 😉

Im freien Fall

… sind die Temperaturen. Vor drei Tagen noch windstille 20° bei Sonnenschein, und jetzt? 8° und Sturm. Morgens war die Koppel weiß, es hatte gefroren in der Nacht.

April ….

Jetzt werden Biens sich freuen, große Vorräte gesammelt zu haben – frischen Pollen, damit die Ammenbienen etwas haben, um die Kleinen zu füttern und Nektar, um das Brutnest auf Temperatur halten zu können. Und ich bin froh, daß noch ein kleines Häufchen Brennholz im Schuppen bereitliegt. Für eine Woche „Frühlingsfeuerung“ etwa wird’s noch reichen ….

Es drückt der Alb in der Nacht

*

Heute gab es erst fürchterliche Balancierakte über halbkaputte, bröckelnde Rampen in mehreren Stockwerken Höhe (ich habe Höhenangst), dann einen Absturz, der glimpflich ausging, nur um danach in die Gewalt eines Kettensägenmörders zu geraten – immerhin: ich wurde erst nach vollzogener Rettung durch einen Tritt an die dafür beste Stelle wach, aber bevor die Kettensäge, jetzt in meiner Hand, in seine Gurgel eindrang.

Danach mühsam wieder eingeschlafen – um als Motorrad-Beifahrerin bei Bibo (ja, der Bibo, die hier oft kommentiert) vom Sozius zu kippen und in fremder Stadt ohne Handy, ohne Zieladresse, ohne Geld und ohne Idee, was ich jetzt tun könnte, suchend herumzuirren. Dann krallte sich auch noch eine Frau an mich, die mich nicht mehr losließ. Nichtmal als sich – nach langem rufen um Hilfe – doch noch mehrere Leute fanden, die versuchten, mich von ihr zu befreien. Ich wachte auf, als mir – endlich – die Idee kam, einen der Helfer zu bitten, doch Polizei und Notarzt zu rufen.

Daß ich dann nicht mehr einschlafen mochte, sollte klar sein, oder? Trotz Frühstück und Kaffee bin ich noch immer erschüttert.

Früher, noch vor wenigen Jahren, hatte ich oft solche Albträume. Der Vorteil des schlechten schlafens ist, daß ich offenbar jetzt immer vor den Albträumen aufwache, aber auch in Gutschlafphasen sind die Albträume selten geworden, zum Glück.

Daß einem immer nur auffällt, was gut ist, wenn es wieder schlecht ist – genau darüber hatten wir’s vor dem einschlafen, der Herr F. und ich, denn seit zwei Tagen schmerzt der Rücken wieder. Nicht schlimm, aber doch so, daß mir auffällt, daß er zuvor mehrere Wochen nicht geschmerzt hatte.

Heute werde ich mal verstärkt darauf achten, was mir NICHT wehtut, sowohl körperlich als auch emotional. Und jetzt kommt auch die Sonne hervor


*das letzte Wort: Mächten

Langkiek

Am 28.3., letzten Dienstag, haben wir bei herrlichem Sonnenschein ohne Wind und starkem Bienenflug alle drei Völker ganz durchgeschaut. Dabei sind ganz nebenbei die Sternchen zum Sonnenvolk geworden.Sie sitzen schon seit, glaube ich, vier Jahren in der Sternchen-Beute, die ich falsch bemalt hatte, und die dadurch um 90° verdreht dasteht – deshalb sitzen die Bienen parallel zum Flugloch (Warmbau) statt wie in den anderen Beuten senkrecht dazu (Kaltbau). Wahrscheinlich ist das den Bienen ziemlich egal, aber für uns bedeutet es jedesmal ein anderes rangehen. Einfacher finden wir, seitlich zu stehen und nicht ganz über die Waben greifen zu müssen. Also sind die Sternchen umgezogen. Dabei haben wir auch gleich geschaut, wie es ihnen geht. Es wird empfohlen, bei dieser ersten Durchsicht zwei volle Futterwaben an den Rändern zu belassen und auf alle Fälle Pollenbretter zu entfernen (Waben, auf denen fast nur Pollen eingelagert sind), weil diese wie ein Trennschied mitten im Nest bei kalten Temperaturen die Bienen dran hindern, zu den anderen Waben zu krabbeln. Außerdem soll man den Bienen höchstens sieben Waben drinlassen (bei unseren großen Dadant-Waben). Das Sonnenvolk hat 4 Brutwaben mit nicht riesigen, aber großen Brutfeldern und nun also zusätzlich drei Waben, die eine mit nur wenig Futter. Hinter dem Trennschied hängen nochmal Pollen – und Honigwaben, aus denen sie Futter umtragen können, sollte es nochmal eine kalte, nasse Zeit geben, in der sie nicht rauskönnen.

Allererster, frischer Weidenhonig – zum naschen, war ans Trennschied angebaut… hmmmmm, süüüüüß!

Beim Mondvolk ists ähnlich, aber mit nur drei Brutwaben, die auch noch nur spärliche, auslaufende, verdeckelte Brut zeigen. Es fliegen viele, viele Bienen, dick bepackt mit Pollen, deshalb gehen wir davon aus, daß wir mal wieder Stifte übersehen haben. Platz für Brut ist da. Genug Bienen zum füttern auch. Auch ihnen haben wir Futter und Pollen hinters Trennschied gehängt. Leider war beim Mondvolk ein Stück Wabe abgerissen und lag quer unten über drei andere Waben, natürlich festgebaut. Aber wir konnten das ganz gut entfernen, ohne viel kaputtzumachen. Das Wachs habe ich eingeschmolzen.

Die Kringelchen hatten ja schon zum einwintern weniger Waben, und dann war auch noch eine gerissen…. dadurch hatten sie beim reparieren die hinterste Wabe krumm und dick gebaut, und zusätzlich auch noch ans Trennschied festgeklebt. Hier haben wir zwei Honigwaben zerstört. Zum Glück hatten die anderen ja so viel, daß es überhaupt kein Problem war, auch sie wieder aufs rechte Maß zu bringen. Wir haben ihnen Waben der anderen Völker als Ersatz gegeben. Sie sitzen jetzt auf vier Brut – und zwei Futterwaben, hinterm Schied hängen auch noch zwei Pollen- und Futterwaben zum umtragen.

Allen drei Völkern haben wir schonmal die Honigzargen aufgesetzt. Sie hatten tatsächlich schon viel frischen Honig von den Weiden im Umkreis gesammelt – falls es ihnen zu eng wird, können sie nun nach oben ausweichen und dort auch ihren Bautrieb befriedigen.

Nachher

Aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern. Erstmal müssen sie sich jetzt neu sortieren, und es ist ja auch noch früh im Jahr…. aber die Mirabelle öffnet schon ihre Blüten!

Ja, und ich – ich war im Wege. Will sagen: ich hab einen Stich abgekriegt, genau zwischen den Augenbrauen. Ein Bienchen hat sich in einer Ponyfranse verfangen, wurde bange und hat sich verteidigt. Bin gleich geflitzt und habe eine von des Herrn Allergietabletten eingeworfen. Deshalb und weil das Bienchen nicht die Chance hatte, den Stachel ganz zu versenken ist er nicht allzu schlimm ausgefallen