Fans und Patrioten

Das Wetter ist so schlecht derzeit, daß abends fast nichts anderes übrigbleibt als sich Fußballspiele anzusehen.

Während des Geschibbels fällt mir auf, daß ich es eigentlich nie hinkriege, ein ganzes Spiel lang für dieselbe Mannschaft zu sein. Meist wechselt meine Solidarität mehrfach:

spielt eine Mannschaft gut, wünsche ich ihr, daß sie belohnt wird. Hat sie dann mehrere Tore geschossen, setzt mein Mitgefühl mit den Gegnern ein. Ich fiebere für sie mit, damit sie nicht so bestürzt wirken.

Dann fangen die Loser an zu foulen. Oder die Fans pfeifen und buhen jedesmal, wenn die Anderen am Ball sind. Oder….es gibt viele Möglichkeiten, jedenfalls: ich reagiere mit Entzug des Mitgefühls. So kann das in 90 Minuten einige Male hin- und herwechseln, und eigentlich ist mir auch nicht wirklich verständlich, wie andere Leute es machen, immer für eine Seite zu sein, einfach nur, weil sie beschlossen haben, daß diese Seite „Wir“ sei.

Kennt Ihr das, oder seid Ihr „fest im Wir“?

Wie auch immer – Polen gegen Kolumbien ist einfach langweilig anzuschauen…. *g* und gerade gabs das 2:0 und ich schätze, demnächst muß ich Polen wünschen, daß sie zumindest noch EIN Tor hinkriegen….

P.S. der Herr F. kichert grade beim lesen und meint, er fürchte, ich sei da relativ alleine mit…. *g*

P.P.S. 3:0 Die freuen sich so niedlich, und die Polen sind eher patzig als traurig. Ich glaube, mehr als ein Tor brauchen die nicht zu kriegen, aber eines wäre schon okay, ne?

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Im Hof

Im Hof ist es auch grad recht schön:

Ich hab das Beet neugemacht, weil die Randsteine schon versunken waren und außer Vogelmiere und Frauenmantel nix mehr da war (wie man sieht: ent-vogelmiert ist hier erst die linke Seite, inzwischen hab ich aber alles….)

Und da, wo’s „neu“ ist, sind Knoblauchsrauke, Eselsohr, ein Wiesenknopf und eine Skabiose (nicht im Bild) eingezogen

Die Kletterhortensie ist inzwischen riesig und blüht toll

Im letzten, supernassen Jahr kam die Frage auf, ob wir bezüglich des Hofbodens „was tun“ müssten: die Dachziegel, die eine fette Schicht im Hof gebildet hatten, sind großenteils schon wieder im Boden verschwunden, eine Erdschicht ist drüber, Löwenzahn und Gras, aber auch Flechten wachsen. Es war an einigen Stellen ziemlich glitschig, und es standen Pfützen, aus denen das Wasser garnicht recht abfließen mochte

Jetzt, wo’s wieder trockener ist, scheint das schon wieder unwichtig ….. auch, weil mir keine gute Lösung einfällt. Schön wäre Natursteinpflaster, aber da müssten wir ohne Ende Laub fegen – und es bräuchte vor allem einen vernünftigen Unterbau – schwierig mit riesigen Buchen mit ebenso großen Wurzeln im Hof. Alles andere wäre „noch was obendrauf kippen“. Und das Bodenniveau ist bereits recht hoch (merkt man am Gully, zu dem es abwärts geht)

Wir werden es wohl noch weiter aussitzen *g*


P.S.: seit gestern sind 2 unserer 3 Honigernten nicht mehr im Eimer. Sondern in Gläsern. 🙂

Schwarzbraunbinden-Blattspanner

Ein großartiges Gefühl ist es, wenn Du schon 3x für halbe Stunden in Büchern geblättert hast und im Netz unterwegs warst und alles, was Du finden konntest nach diesem Tierchen durchsucht hast:

Fast warst Du schon sicher, irgendein Eulenfalter habe auf dem Baumstumpf am Frühstücksplatz gesessen und sich gesonnt, aber irgendwie hast Du genau diesen mit genau der Zeichnung nirgends finden können.

Und dann suchst Du nach einem anderen Falter, den Du fotografieren konntest, als er sich, aufgeschreckt von der staubwischenden Fjonka, wieder beruhigt und in eine Fensterecke zurückgezogen hatte (von ihm später, noch habe ich ihn nicht gefunden), und stößt, ENDLICH!!!! auf genauso eine Seite wie Du sie schon lange gesucht hattest. Mit langen Seiten voller kleiner Fotos, die per drüberfahren bei „Verdachtsfällen“ etwas größer werden – und auf Seite 5 von 7 meinst Du ihn entdeckt zu haben. Du klickst das kleine Foto an, liest, guckst näher, vergleichst – und das wohlig-warme Gefühl des erfolgreichen Entdeckers breitet sich in Dir aus: DAS ISSER!!! Der Schwarzbraunbinden-Blattspanner lebt in Deinem Garten! Alles paßt: er fliegt von Mai bis Juli tags, er lebt in feuchten Wäldern und Parks, die Raupen fressen uA an Holunder und Himbeeren…. JAAAAAAAAA 🙂

Dankedankedanke an Herrn Funk, der sich die Mühe gemacht hat, so eine aufwändige Seite einzurichten und auch für Laien benutzbar zu machen!!!!!!!

(Jetzt fehlt bloß noch eine Suchfunktion, zu und zu gern würde ich natürlich noch wissen, wie Raupe und Puppe zum Falter aussehen…….. irgendwas ist ja immer……. Andere Suchmaschine, andere Links – bittesehr: Raupe)

Wie doof!!!

Da scheint die Sonne, aber es gibt null Chance zum draußensein abseits von harter Arbeit, und die mach‘ ich vor der Erwerbsarbeit man besser nicht….. Weil: es stürmt heftig.

Nicht nur doof für mich, überhaupt ists in den letzten 14 Tagen nicht mehr so dolle für Alle:

uns Menschen fehlt die Sonne, und der Wind nervt – den Pflanzen fehlt das Wasser, denn trotz tagelanger Wolkendüsternis gibt es keinen Regen.
Bzw KAUM Regen: als wir am Wochenende mitten in einem riesigen offenen Garten waren, da kam ein Sturzregen samt Gewitter. Und als wir dann aufs Erdbeerfeld wollten, da hatte es sich richtig eingeregnet…. erst als wir wieder daheim waren – da hört es wieder zu regnen auf…. aber sowas ist ein Tropfen auf den heißen Stein – und wenn es dann schon dunkle 17° hat, dann kanns doch bitte auch gleich regnen, oder?

Die Linden stehen in voller Blüte- einen ganzen Monat früher als normalerweise!!!! Biens sind in eiliger Emsigkeit unterwegs, unter den Linden summt es heftig – aber viel Nektar kommt offenbar trotzdem nicht zusammen, denn eben hab ich mal reingelugt: die äußeren Honigwaben sind nach wie vor nichtmal ausgebaut. Man muß aber in der Flugschneise ordentlich aufpassen, sonst knallen einem die Bienen an den Kopf, die in einem Wahnsinnstempo unterwegs und dort keine Hindernisse gewöhnt sind. Ich brauche so ein Warnschild!!!! *ggg*

Ein Zwetschgenbaum scheint zu sterben- er hatte ordentlich geblüht, auch Früchte angesetzt – und seit einer Woche wurden erst alle Blätter schlapp, jetzt auch gelb, die Früchte schrumpeln – das sieht nicht gut aus! Der zweite steht wie eine Eins. Wühlmäuse? Die Trockenheit? Ich weiß es nicht.

Posthornschnecke

Seit ich Ichweißnichtwas im Teich habe, bin ich ein-oder zweimal jährlich dran, den Teich in Teilen freizuharken, damit es weiterhin eine offene Wasserfläche gibt. Ichweißnichtwas ist eigentlich ganz fein, denn seit es da ist, ist keine Entengrütze mehr da, außerdem scheint es auch Veralgung zu verhindern, und wenn mans rausharkt riecht es nach Meer (!), aber es wächst halt stark.

Naja, jedenfalls habe ich kurz vor Pfingsten erstmals dies‘ Jahr Ichweißnichtwas aus dem Teich geharkt. Die inzwischen vier Teichfrösche haben sich davon ü-ber-haupt nicht beeindrucken lassen. Aber mit der letzten Harke voll habe ich ein urtümlich anmutendes Wesen an Land befördert – da musste ich natürlich gleich Fotos machen.

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Eigentlich wollte ich aufs ausfahren von Augen und Co warten, aber das arme Tier wand sich so, daß ich dachte – na, vielleicht kanns ja nur unter Wasser atmen – und habs schnell wieder ins Wasser gesetzt. Dann bin ich an den Computer gegangen und habe zu suchen begonnen, und wiedermal war’s nicht schwer: es kann gar nichts anderes sein als die Posthornschnecke, sowohl optisch als auch von den beschriebenen Lebensgewohnheiten:

Die Posthornschnecke hat ein sehr großes und festwandiges Gehäuse mit 5 rasch zunehmende Umgängen, die oben wenig und unten tief eingesenkt sind. Die Umgänge sind charakteristisch gerundet und weisen keinen Kiel auf. Das Gehäuse hat eine braune Farbe und besitzt oft eine hammerschlägige Oberfläche.
Posthornschnecken findet man in pflanzenreichen stehenden und langsam fließenden Gewässern bis in 3 m Wassertiefe, auch in zeitweilig trocken fallenden Gewässern.

Quelle: http://www.weichtiere.at

Viele Libellenlarven leben auch im Ichweißnichtwas. Erkannt habe ich sie sofort, hatte ja schon oft genug Fotos gesehen – aber daß die so groß sind, das wusste ich nicht. 3 – 4 cm hatten die leicht! Außerdem laufen unterschiedliche Käfer zurück ins Wasser. Ich hoffe, nicht zu viele Tiere im ausgeharkten zu ersticken. Aber wenn ichs nicht immer mal in Teilen entferne, dann erstickt irgendwann der ganze Teich, damit ist auch Niemandem gedient.

Es ist schon ein Wunder und auch irgendwie schön und beruhigend, daß ganz ohne daß ich es weiß und ohne mein Dazutun ein ganzer Kosmos von Lebewesen sich im Garten aufhält. Derzeit scheinen sich Tiere und Pflanzen dazu verabredet zu haben, sich mir zu zeigen. „Immer schon waren wir hier“, scheinen sie mir sagen zu wollen, „aber Dir war es nie wichtig genug, nach uns Ausschau zu halten“. Jetzt, da ich alte Bekannte beim Namen nennen können möchte, stellen sich auch die zuvor Unbekannten vor. Ich fühle mich irgendwie – privilegiert. In den Garten aufgenommen vielleicht – schwer auszudrücken, aber irgendsowas ist es.
Und auf jeden Fall ist es schön.

 

Allerhand Alltag

Biens sammeln Lindenhonig, sind aber noch nicht allzu weit gekommen (kein Wunder, bei DER Trockenheit) Trotzdem werden wir wohl, so viel läßt sich schon absehen, ein paar Waben voll ernten können, müssen dann aber auch zügig Ersatz-Futter geben, denn außer dem Mondvolk hat Niemand nennenswerte Vorräte im Brutraum. Aber für diese Fälle hatten wir ja Futterwaben aufgehoben 🙂

In der Türlaibung des Schuppens (Ihr erinnert Euch an das Foto?) ist tatsächlich ein genutztes Nest, oft huscht ein Zaunkönig dort heraus, wenn wir reingehen. Eigentlich müssten wir Brennholz reinbringen, aber nuja….

Seit Tagen läßt sich die Sonne kaum blicken, kühl ists auch – aber trotzdem gab es bloß wenige Regentropfen. Den Farnen des Grauens reicht es, um aus allen noch vorhandenen Wurzelstücken auszutreiben – ich entferne täglich weitere Wurzelmeter…..

Wenn der Wind abends nachläßt, ists wunderschön draußen. Es duftet nach Geißblatt und Weide, man hört Biens und Hummeln in der Linde, und die Vögel geben ein Gratiskonzert. Ich seufze und stöhne dazwischen, denn ich hab einen steifen Nacken. Werde wohl nächste Woche mal zum Doc müssen.

Beim Augenarzt war ich schon: wieder eine stärkere Gleitsichtbrille plus Bildschirmbrille heißt die Devise. Bei meinem Optiker gibt es die mittlere „Komfortgleitsicht“ (größerer Mittelbereich) die mir empfohhlen wurde, nur mit Plastikgläsern. Also am Montag auch noch in die Stadt, denn laut Telefonauskunft ist das beim Mitbewerber anders, und ich möchte lieber Glas-Gläser, schon wegen der für mich wirklich wichtigen Kratzfestigkeit, aber auch wegen Plastikvermeidung.

Der Honig im Eimer steht immer noch…..

und heute wollen wir mit Freunden zum Tag des offenen Gartens, danach ins Bio-Erdbeerfeld. Heuer sind die Erdbeeren süß genug, um sie gleich vom Feld, nur abgewaschen und geschnitten, übers Eis geben zu können – das ist der Plan. Ich finde ihn gut 😉

In einer halben Stunde gehts los, um die angekündigten drei Sonnenstunden gut zu nutzen 😉

Bis bald…..

 

Der Honig ist im Eimer…..

…. und jetzt?

Nein, nicht was Ihr vielleicht jetzt denkt! 😉
Dem Honig geht es gut, er ist nur im wörtlichen Sinne „im Eimer“: wir hatten ihn geerntet, und er ist nun also im „vorerst endgültigen Eimer“ gelandet.

Mir ist beim erzählen im Bekanntenkreis aufgefallen, daß (logo!!) viele Leute nicht wissen, was dann passiert. Um einen guten („verbraucherfreundlichen“) Honig abzugeben reicht es nämlich nicht, ihn nun einfach mal in Gläser abzufüllen. Denn dann passiert etwas völlig normales: der Honig kristallisiert allmählich. Je nachdem, aus welchen Blüten die Bienen ihn gewonnen haben, wird er schon nach kurzer Zeit (zwei bis drei Wochen) oder im anderen Extremfall nach vielleicht einem halben Jahr hart sein (so daß man ihn aus dem Glas herausschaben muß) und/ oder körnig werden. Das hängt von der Zusammensetzung der unterschiedlichen Zuckersorten ab, Rapshonig zB wird steinhart, während Waldhonig flüssig bleibt, aber körnig wird. Der Idealhonig aber ist zähflüssig bis feincremig, je nach Sorte – und das glückt nur mit etwas Arbeit:

Erstmal bleibt der Honig im Eimer. Nach ein paar Tagen gucken wir nach, ob sich obenauf Schaum gebildet hat, aus Luftbläschen und kleinen Partikeln. Den nehmen wir mit einem Teigschaber ab.

Dann warten wir.

Manchmal dauert es nur ein paar Tage, manchmal aber auch ein paar Wochen – wir warten so lange, bis der Honig im Eimer beginnt, sich einzutrüben.
Dann beginnt die Zeit des rührens.

Mindestens einmal täglich, besser öfter, wird ausführlich, aber vorsichtig (keine Luft unterrühren!!) der Honig gerührt, damit die sich bildenden Zuckerkristalle klein bleiben. Kleine Kristalle bilden nämlich keine Körner und machen den Honig cremig, nicht aber hart.
Wir haben uns dazu im letzten Jahr einen Honigrührer geleistet, das ist einfacher als mit einem Löffel, wenn man größere Mengen rührt.
Nun also täglich rühren, bis perlmuttartige Schlieren dabei sichtbar werden. Das kann Tage dauern, aber auch mal drei Wochen…..

Jetzt – und keinen Moment früher – ist die Zeit gekommen, den Honig in Gläser zu füllen.

FERTIG!!

Natürlich kann der Honig auch vorher gegessen werden, wir finden den ganz frischen Honig sogar eigentlich leckerer, weil würziger. Aber man hat ja größere Mengen, so daß man den Honig wird lagern müssen – und dann ists natürlich besser, schön cremigen Honig abzugeben als harten oder körnigen….. im letzten Jahr war’s ganz seltsam, da waren nämlich schon nach ein paar Tagen die Trübungen da, und wir hatten nicht genug Zeit zu rühren – schon nach zwei Tagen rühren wurde der Honig fest, wir hatten Mühe, ihn noch schnell abfüllen zu können. SEHR seltsam! Dementsprechend hart ist er auch jetzt. Schade. Schmecken tut er genauso, das ist also kein Problem – aber ich bin auch eine derer, die eher weniger Appetit auf Honig haben, wenn er aus dem Glas geschabt werden muß….. zum Glück ist der Bekanntenkreis recht tolerant *g* – ich hoffe trotzdem, daß das dies‘ Jahr wieder normal ist und wir schönen, feincremigen Honig bekommen.

Abwarten, noch ist der Honig im Eimer 😉

 

Fundstücke

Fertig bin ich mit dem hinteren Stück Garten, alles ist durchwühlt, eine neue Totholzmauer aufgesetzt….

Auf der großen Steinplatte, der wir noch keinen neuen Platz „zugewiesen“ haben, liegen Fundstücke

Schön geodnet – links Metall (von oben nach unten Draht, Nägel, ???), daneben Plastik, dann Porzellan und Glas, ganz rechts Sonstiges….

Klar, da waren auch alte Balken und so, aber Draht!?

Ich meine, den runden Knopf irgendwoher zu kennen und irgendwann vermißt zu haben, komme aber nicht drauf… von diesen roten, kabelbinderartigen Dingern gabs viel mehr, bloß hab ich nicht von Beginn an gesammelt. Einiges landete gleich im Müll.

Früher gabs hier mal Kinder…. ein vielleicht letztes Spielzeug von so einigen, die ich im Laufe der Jahre gefunden habe. Dahinter nach langer Zeit mal wieder ein Stück Eierkohle, rechts daneben Teerpappe oder sowas

Außerdem noch ein Seitenschneider, festgerostet, den wir vor Jahren lange gesucht hatten und mehr Glas und Porzellan – auch das war im Müll gelandet, bevor ich auf die Idee kam, diese Müllmengen mal zu zeigen Jetzt ist natürlich die Teichfolie der potentielle nächste Müll, sonst aber sollte die ehemailge Müllkippe nur noch Erde, Steine und die Mengen von Regenwürmern in sich tragen, die ich gefunden habe

Erstmal bleibt das frisch umgegrabene Stück wie es ist, denn sobald ein Tropfen Regen fällt, muß ich wieder Farne, die aus übriggebleibenen Wurzelstücken sprießen, entfernen. Bis das vorbei ist lohnt es nicht, irgendwas zu säen oder zu pflanzen. Auf Dauer möchte ich aber schon noch ein paar Stauden vor dem Holzhaufen und zwischen den Findlingen haben.

Hat Spaß gemacht 🙂

 

Honig „satt“

Gestern wollten wir eigentlich bloß die drei oder vier Waben Honig ernten, die die Kringelchen letzte Woche noch nicht verdeckelt hatten.
Aber dann war wiedermal alles anders, wie immer….. *gg*

Die Kringelchen hatten nach wie vor nur wenig verdeckelt. Kann doch wohl nicht sein, daß der Honig noch immer nicht reif ist! Das Refraktometer geholt und den Wassergehalt des Honigs gemessen: 16,5%. Besser geht nicht, also raus damit, auch wenn er unverdeckelt ist. (Bis 20% sind okay laut Honigverordnung)
Und dann waren da noch schiefe Waben… und beim Mondvolk zusammengebaute, schon fast verdeckelt und mit 17,5%, ebenfalls reif. Und beim Sonnenvolk auch schiefe – da hatten wir beim letzten Mal den Honigraum im ganzen aufgesetzt, aber nicht kontrolliert, ob Waben verrutscht waren. Waren sie – und prompt haben Biens das ausgeglichen, durch schiefe, dicke Waben…. raus damit, 17,5%

Von „raus damit“ bis zu den Bildern unten geht das übrigens so *klick*

Das ganze endete damit, daß jetzt 12 Waben aus allen drei Völkern durchtropfen, unser Eimer war eben mal noch groß genug dafür –  also nochmal um die 10 Kilo Honig….

ein voller Eimer mit Honig-Wachsgemisch und Löchern im Boden, drunter das grob-feine Doppelsieb, drunter der Honigeimer

Tropfhonig…..

Schon anderthalb Stunden später ist der Honigeimer fast halbvoll.

Wir haben die Honigräume mit leeren Waben aufgefüllt, denn an einigen Stellen beginnt die Linde schon zu blühen. Verrückt, wie früh dies‘ Jahr alles ist!!!

Dies ist übrigens, was aus der Ernte von letzter Woche wurde: 17 kg Honig und eine Wachsplatte, aus der – wenn sie ein weiteres Mal gesäubert wurde (durch aufkochen, erst mit, später ohne Wasser, um Honigreste zu entfernen), Kerzen werden:

Insgesamt haben wir also nun 27 Kilo Honig aus der ersten Ernte! Puh! Immer zu viel Honig, zu wenig Wachs….. 🙂

 

Lignum habet spem:

praecisum rursum virescit

Das Holz hat Hoffnung: abgehauen, grünt es wieder

Von nahem sieht man: ganz so doll ist das noch nicht – aber fürs erste Jahr nach dem Kahlschlag bin ich froh, daß es überhaupt so aussieht! Nun muß ich sicherlich heftig die Heckenschere benutzen, damit nicht bloß oben, im hellen, Blätter sprießen, sondern die Lücken auch unten die Chance haben, sich zu schließen. Aber noch nicht!

Kurzerhand habe ich gestern abend hinten einen weiteren Kahlschlag fabriziert – hier sieht man den Unterschied vorher (links) – nachher (rechts), jeweils im Vordergrund:

Und hier sieht man den Effekt:

Weitblick über die Kuhkoppel, und – das war der Sinn – Abendsonne, auch wenn diese schon tief steht. Ich schätze, die Weiden werden das auch um diese Jahreszeit gut wegstecken, und Nester gab’s da drin nicht.

Und wißt Ihr, was hier grad passiert? Es REGNET! Just als wir zu den Bienen wollten ging das los, nach dem einen Starkregenguß Mitte Mai, der auch schon auf eine lange, sonnige Trockenphase gefolgt war, der erste Regen. Das Radar sagt, nachmittags soll’s wieder trocken sein. Okay, dann halt nachmittags zu Biens….

Wildes Tier

Nashornkäfer??

Eigentlich dachte ich: eindeutig, da sitzt ein Nashornkäfer auf meiner Liege!!!! Aber dann hab ich nachgelesen: glatte, glänzende Flügeldecke, auffälliger roter Pelz unterseits – hmmmm… aber ich finde Niemanden im Netz, der eine besser passende Beschreibung hat.

Pitzbee aber weiß Bescheid, in den Kommentaren stellt sie mir den Kopfhornschröter vor. Und tatsächlich, der sieht ganz genauso aus wie mein Tierchen 🙂 Es ist ein Männchen! Und auf der roten Liste ist er, wie schön, daß ich ihn nun schon zum 2. Mal (das erste Mal war 2013) in meinem Garten begrüßen durfte!!

 

Noch’n fleißiges Bienchen

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Allerdings hatte ich einfach nicht genug Geduld: nach einer Viertelstunde kniend vor dem Loch hat Madame beschlossen, daß sie nun weiter innen ihre Brutröhre auskleiden möchte – ich konnte sie nie gut genug sehen, um erkunden zu können, mit wem ich’s hier zu tun habe. Und leider habe ichs auch nicht hingekriegt, ein kleines Filmchen zu drehen – die Film-Funktion war in den Tiefen der Knipsen-Menüs verschwunden; ich habe sie erst Tage später mit Gebrauchsanleitung wiedergefunden…..

Übrigens – bei Wildbienen sind ja die Flugzeiten nicht unwichtig – die Bilder sind von Mitte Mai.

Der erste freie Montag…..

…muß natürlich hier gebührend gewürdigt werden, also mache ich mal grad ein WMDEDGT*:

  • zu lange im Bett gelegen (bis halb neun, aber zu lange, weil das Kopfkino seit halb sechs immer wieder lief
  • Frühstück. Noch ist es dunkel-bewölkt und kühl, deshalb seit langem mal wieder drinnen
  • aber zum „was tun“ ists okay – also raus. Erstes Wiesen-Drittel gemäht, dann den Brennesselstreifen (es bleiben als Schutz vor Maisacker-Blick, Glyphosat etc seit Jahren anderthalb Meter Brennesseln dahinter stehen. Aber demnächst – im Herbst – muß ich da auch mal ran, es wachsen schon erste Bäumchen in Brennesselhöhe!) und das Plätzchen vor Walnuß und Hasel
  • Wachs-Honigeimer von der gestrigen Ernte in Wasser gestellt, damit sich der restliche Honig schonmal aufzulösen beginnt
  • einen Farn des Grauens ausgestochen, samt einem halben Meter Wurzeln….
  • Kaffeepause, Buch.
  • Kurze Übung, um das Kopfkino endlich zum schweigen zu bringen. Hat zum Glück funktioniert.
  • büschen Blogs-lesen, Mails beantworten, paar Computereinstellungen finden und ändern, an einer Sache scheitern, raus
  • einen Falter am Porzellanblümchen lange beobachtet. Trotzdem konnte ich ihn nachher nicht bestimmen, in keinem Buch gesehen.
  • Dafür eine Pflanze. Es ist ein gemeiner Rainkohl
  • Wasser im Wachs-Honig-Eimer gewechselt. Doppelsieb gereinigt (DAS hat gedauert!!!), restliches Bienenzeugs verräumt
  • Middaaach auf der Liege, kleines Schläfchen (ja, echt!) in der inzwischen zeitweise scheinenden Sonne
  • Und jetzt sitze ich hier beim schreiben.

Was steht heute noch an?

  • tanken, wenn ich’s schaffe
  • Leeren Honigraum, dessen Rähmchen das Sonnenvolk hoffentlich saubergeschleckt hat, abnehmen (davor scheue ich mich etwas, weil vorhin eine besonders pflichtbewusste Wächterbiene im Windfang eeeewig genervt hat (direkt vor meinen Augen, 2cm Abstand, laut summend hin-und herfliegen und überlegen, ob man sich fürs Volk opfern und stechen soll, dabei saß ich friedlich umme Ecke in mehreren Metern Entfernung. Manchmal fragt man sich schon….) Vielleicht mach ichs morgen vor der Arbeit, mal gucken.
  • Düt und dat (lesen, tippen, Wachs schmelzen, sonnen, zupfen, graben ….. wer weiß das so genau – Freizeit halt)
  • abends mit dem Herrn F. zu de ole Lüüd, um Vorbereitungen für den Schornsteinfegerbesuch zu treffen (große Luke unten am Boden, Schränke müssen verrückt werden, damit der da ran kann. Dann noch mE total überflüssiges wie Vorhänge abnehmen, Läufer entfernen etc. Weil angeblich danach ALLES DRECKIG ist. Marotten aus perfekte-Hausfrau-Zeiten, die man jetzt keinesfalls ablegen kann, nur weil man’s nicht mehr selbst hinkriegt. Aber was nötig ist ist ja eh für JedeN anders *seufz*)

Jo. DAS also ist mein erster freier Montag.


*WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag

Heute

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Wie Ihr seht, geht wieder was. Nämlich das Bildbearbeitungsprogramm.
Allerdings nur eingeschränkt bisher, denn von der Karte des Fotoapparats weigert es sich, die Bilder zu nehmen. Ich muß sie auf den Desktop ziehen, dann gehts….
Noch ne Baustelle…..

Arbeitssonntag

Heute war ein bewölkter, deutlich kühlerer Tag als je in den letzten Wochen. Der Dicke fand das toll, er hatte gleich ordentlich Hunger, war viel draußen – schonmal ein guter Tagesanfang, wenn der Katz quengelt und reinhaut, sogar den Nachschlag eher inhaliert als frißt….

Dann ab zu den Bienen.
Gestern hatte der Herr F., während ich auffe Arbeit war, dem Sonnenvolk die Bienenflucht untergesetzt, damit wir heute in Ruhe den erwartetermaßen ordentlich verdeckelten Honig ernten könnten. 8 Waben haben wir ihnen genommen, die restlichen dringelassen, weil sie zT noch nicht ganz verdeckelt waren, aber auch, weil sie im Brutraum recht wenig Futter haben und nicht wieder Hunger leiden sollen wie im letzten Jahr.

Acht Waben Honig, das bedeutet: fast zehn Kilo Honig……..

Dann hab ich gebuddelt 🙂
Im Laufe des Tages bin ich tatsächlich fertig geworden, aber dazu eines anderen Tages….

Nachmittags kam dann die Nixofenfreundin, es hatte sich bei einem gemeinsamen Tag herausgestellt, daß sie auch mal gern bienengucken wollte. Wir haben alle Völker durchgeguckt (noch immer keinerlei Schwarmlust zu sehen) und dem Mondvolk 4 Waben Honig entnommen. So konnte sie gleich mal lernen, wie man Tropfhonig erntet 😉 Also haben wir schonmal rund 15 Kilo Honig!!!

Danach Restbuddeln, und schon ist der Tag rum.

Meine Buddel- waren des Herrn Computerzeiten.
Arbeiten kann ich mit dem Teil, aber läääääääängst ist nicht alles machbar, ganz zu schweigen von bequem machbar. Gerade jetzt zB warte ich, wann der Herr F. reinkommt, damit ich wiedermal um Hilfe rufen kann: das mühsam bei dem vorübergehend genutzten Windows10 eingestellte XNview, mein Bildbearbeitungsprogramm, ist hier, im Linux, nicht zu finden – und auch kein anderes. Es gibt nur einen Bildbetrachter. Deshalb gibt es auch heute keine neuen Fotos. Dabei hätte ich Euch schon zeigen mögen, wie der neue Totholzhaufen samt Areal davor jetzt aussieht….. übrigens werde ich, was den Farn des Grauens angeht, tatsächlich noch ordentlich „dranbleiben“ müssen: überall im Rasen und Brennesselstreifen hinter den Weiden sprießen kleine Färnchen aus ebenso kleinen Wurzelstückchen *seufz* – das wird dauern, aber ich bin zuversichtlich, daß es immerhin möglich ist, ihn loszuwerden….

Aber zurück zum Computer: das Mailprogramm ist so, wie es soll, außer in Kleinigkeiten (zB setzt es jetzt immer eine Leerzeile, wo ich bloß einen Absatz haben will. Ich finde das fürchterlich, ich möchte selbst entscheiden, ob ich bloß ne neue Zeile will oder einen getrennten Absatz mit Leerzeile. Aber nuja, irgendwann. Vielleicht. *g*) Der Drucker funktioniert überhaupt noch nicht, ebenso der Scanner, die Tableiste im Browser ist an gleitsichtbrillenunkompatibler Stelle, der Desktop Sch*** – viel Kleinkram, von dem ich nur wenig selbst richten kann, weil ich einfach nirgends irgendwelche Menüs oder Buttons finde, von denen aus ich sowas einstellen kann. Mich macht das furchtbar ungeduldig, was unverschämt ist, weil der Herr F. Stunden seiner Freizeit mit dem Kram verbringt. Ich würde es halt viel lieber selbst machen, aber nuja – ich suche XNview für Linux im Netz, ich finde es sogar – und dann gibt es unterschiedliche Varianten und ich habe nicht die Spur einer Ahnung, warum und welche davon ich nehmen sollte, und schon muß ich wieder um Hilfe rufen – so geht das die ganze Zeit, eine Liste mit Wünschen liegt linker Hand neben mir und wird immer länger…. Der Herr F. ist ein Wunder an Langmut, aber dann und wann wird es auch ihm zu viel. Ich wußte, daß es ganz genau so werden würde und habe deshalb lange gezögert, überhaupt zuzustimmen, den Computer zu wechseln – aber irgendwann ging es ja einfach nicht mehr anders. FURCHTBAR – aber, wenn ich auf den letzten Computerwechsel zurückblicke, auch vorübergehend. . Noch 10, 14 Tage, dann wird das Dingen vernünftig benutzbar sein, dem Herrn sei Dank….

Wie schafft eigentlich irgendjemand, der keinen Herrn F. hat, seinen Computer nutzbar zu machen????????????????