Professionalisiert

Den Handrührer vom letzten Jahr haben wir nun durch einen bohrerbetriebenen ersetzt. Bei den Honigmengen ist handrühren einfach zu anstrengend. Täglich jeden Eimerinhalt mindestens fünf Minuten lang rühren, da werden fünf Minuten ungeahnt lang…. und so hatten wir nun 2x letztlich zu wenig gerührt und „kratzharten“ Honig im Glas. U’o’g’nähm! 😉

Inzwischen sind aber beide Honige „fertig“ und abgefüllt. Der hellere deutlich schneller als der dunkle. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Kauf nicht nur der Anstrengung, sondern auch des Komforts des Endprodukts wegen gelohnt hat und der besser gerührte Honig nun auch schön cremig bleibt.

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KALT ist es heute….

nur 21 Grad, dazu eine dichte Wolkendecke und wieder der verdammte Wind, der dafür sorgt, daß man selbst im Windschutz nicht angenehm sitzen kann! Nein, ich hab lieber windstille 29°, vor allem, wenn sie mit trockener Luft einhergehen. Immer noch.

Vom letzten Starkregen müffelt unser Keller feucht. Immer noch, trotz tagelangem lüften. Ich überlege, mal anzufragen, ob sich eine Ventilklappe (heißt das so?) einbauen ließe, die dafür sorgen würde, daß Wasser am Bodenabfluß nur rausfließen kann, nicht rein. Soll ja nun öfter kommen, sowas. Allerdings fürchte ich, daß das müffeln weniger von dem Wasser kommt, das durch den Bodenablauf hochgedrückt war, sondern daß eher die Wand seitlich durchfeuchtet ist. Schlagregen oder zu langsamer Abfluß von Stufen und Schachtboden – ich weiß es nicht, wir waren ja beide nicht da.

Dann ab zu den Bienen. Sieht alles sehr gut aus dort:

Das Sonnenvolk brütet weniger, aber das ist um diese Jahreszeit ja normal so – Futter ist massig drin, aber es wäre noch Platz für mehr. Sollen sie erstmal noch ordentlich was verbrauchen…. genauso die Situation beim Mondvolk. Weniger Waben, weniger Bienen – aber kleine und große Maden (heißt: die Königin hat die Varroabehandlung gut überstanden und legt weiter), jede Menge Futter. Dann öffnen wir den Stock der Kringelchen – und werden davon überrascht, daß sie hinter dem Trennschied Waben gebaut haben mit dunklem Nektar drin. Oh! Sie haben mit 10 Rähmchen eigentlich dicke genug Platz – offenbar aber wollen sie noch weiter bauen. Gerade haben wir den Wildbau entfern – da schüttet es plötzlich! DAS war nicht angekündigt! Gut, unserer Stöcke liegen unter den Bäumen, so bleibt Zeit, noch ein Leerrähmchen zu holen und einzuhängen und dann die Beute zu schließen ohne das Biens naß werden. Wir gehen einfach davon aus, daß die Kringelchen Brut haben und beenden die Durchsicht. Bis wir fertig sind, ist der Regen auch schon wieder Vergangenheit – aber so dunkel wie das momentan ist, war das nicht so sicher….

Wie machen wir weiter jetzt? Es soll bis DO nochmal heiß werden und dann bei 21, 22° bleiben. Also warten wir mit der Varroabehandlung von Sonnenvolk und Kringelchen bis zum Wochenende, damit’s bei ihnen nicht auch zu schnell verdunstet – auch wenn das Mondvolk offenbar gut damit klargekommen ist. Dann sind sie dran. 10 Tage soll das dauern, dann hoffen wir, daß wir danach sehen, daß der Waldhonig weniger geworden ist und wir auffüttern können. Sollte es nicht so sein – dann müssen sie halt damit klarkommen, auf Waldhonig zu überwintern. Soll nicht sooo gut sein, weil der mehr Ballaststoffe hat. Das führt dazu, daß die Kotblase im Winter schneller voll ist. Und das KANN problematisch sein, falls es keine wärmeren Winterphasen gibt, in denen Biens mal „aufs Klo fliegen“ können. Wir werden sehen… zum Glück bin ich was Biens angeht ein gutes Stück gelassener als in den ersten Jahren.

Insgesamt ist das für die Bienen ein toller Sommer gewesen: starke Völker, kein „Zwischentrachthunger“, wenige Varroen und viel Honig für uns zeigen dies.

 

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

Es summt

Bei weiterhin fast 30° hat sich der wilde Wein entschlossen, nach dem Regen seine Blüten zu öffnen. Die ganze Hauswand summt – ICH würde da einen Hitzschlag kriegen, aber Biens, Hummels, Wesps und Co sagen „Ui, lecker, und so schön warm hier!!“ *g*

Außerdem summt es, das aber auch schon 2 Tage vor dem Regen, in den Schneebeeren. Wollte ich einen „echten“ Naturgarten haben, müssten die weg, es sind Neophyten, und sie vergrößern, wo sie können, ihr Gebiet. Ich möchte aber den späten Nektar (sie blühen bis in den Oktober hinein – normalerweise) nicht missen, also dürfen sie bleiben. Prinzipiell sehe ich, je länger ich mich damit befasse, den Sinn des förderns von heimischen Pflanzen bis hin zur Entfernung der Neophyten immer mehr ein. Trotzdem gibt es eben für mich Ausnahmen. Solche, die ich leider(!) nicht entfernen KANN (Silber-Goldnessel), aber einzudämmen versuche. Und eben die Schneebeere und den einen, kümmerlichen Sommerflieder vorn – die WILL ich nicht wegmachen – obwohl ich den Sommerflieder nicht ersetzen werde, sollte auch er, wie seine Vorgänger, das Zeitliche segnen

Bei Biens kann man derzeit wieder richtig gut sehen, daß Bienenvölker sehr unterschiedliche Charaktere haben:

Wie man sieht: die Kringelchen sind sehr viel hitze – empfindlicher als die anderen beiden Völker. Seit 2 Wochen schon ist die Front fast ständig voller Bienen, inzwischen hat sich auch ein Bienenbart gebildet. Die anderen sammeln sich nur in den allerheißesten Stunden und ein wenig gen Nacht draußen – und das, obwohl das Mondvolk, da es gegen die Varroen den Verdunster drin hat, auch noch viel schlechter belüftet ist: wenn behandelt wird, ist der Boden unten mittels Gemüllschublade verschlossen. Bei den anderen ist da unten bloß ein luftiges Gitter. Die Kringelchen sind auch die unruhigsten mit den meisten manchmal patzigen Wächterinnen. Das Sonnenvolk dagegen ist superfriedlich, aber offenbar mag es keine Blattläuse abernten – es hatte hellen Blüten- statt dunklen Waldhonig.

Immer wieder spannend, unsere Bienchen.

Mein größtes Fragezeichen im Kopf betrifft die in diesem Jahr ü-ber-haupt nicht vorhandene Schwarmstimmung. Obwohl zumindest Mond- und Sonnenvolk schier aus den Nähten platzten, das Wetter gepaßt hat und wir nicht allzu viel geschröpft haben, gab es zum 2. Mal in Folge keine Ansätze von Schwarmlust. Letztes Jahr haben wir’s auf das superschlechte Wetter zurückgeführt (wie könnte ein geschwärmtes Volk überleben, das kaum mal die Chance hat, rauszufliegen und Nektar zu sammeln?) In diesem Jahr hab ich keine Idee…. Da sich die Kringelchen sehr gut von der Kalkbrut erholt haben, werden wir voraussichtlich 3 SEHR starke Völker einwintern können, von denen noch dazu bisher 2 kaum Varroen haben (was sich allerdings schnell ändern kann, wir halten ein Auge drauf!)

Schidde, secht Fidde

Man soll ja immer aufpassen, was man sich wünscht….

Ich zum Beispiel wünschte mir ja viele neue Tiere in Haus und Hof zum kennenlernen – und nun weiß ich: ich hätte präziser formulieren sollen…

Neulich nämlich sind wir zu Biens gegangen, um die Bienenflucht aufzusetzen. Die Lindenblüte war vorbei, einige Tage vergangen, in denen die Bienen unserer Meinung nach genug Zeit gehabt hatten, den Honig zur Reife zu bringen, und so haben wir die vom Frühjahr aufgehobenen übrigen und seither gut „verpackten“ Futterwaben mitgenommen, um Biens die hungrige Zeit zwischen Lindenblüte und dem aufpäppeln per Winterfutter zu überbrücken. Und was soll ich sagen?

Schidde, secht Fidde!

Trotz guter Verpackung (verschlossene Fluglöcher, oben ritzfrei zugemacht, unten Gitterboden, drunter Gemüllschublade) – also trotz Sorgfalt unsererseits, trotzdem lebten die Waben…. die große Wachsmotte Galleria Melonella war sowohl in mehreren stattlichen ewachsenen Exemplaren als auch mit Fraßgängen, Gespinsten, Puppen eingezogen….

Was eklig aussieht und für uns ziemlich blöde war.  – „Ach ja“, sprach der Herr F., „jetzt fällt mir ein, daß ich mal irgendwo gelesen habe, daß in den Waben schon Eier sein können, und dann hilft alles verpacken nichts“ Genauso wird es wohl dazu gekommen sein, aber wenn Einem das im Nachhinein einfällt nützt es auch nix mehr….

Ein Bild des „herrlichen Tieres“ (O-Ton GrafOlaf, dessen Foto ich benutzen darf, dankeschön 🙂

Für ImkerInnen ist die Wachsmotte also wahrlich nichts schönes, in der Natur aber hat sie durchaus ihre Berechtigung: sie ernährt sich von den Hinterlassenschaften (Kot, Verpuppungshäutchen usw) in den mehrfach bebrüteten Bienenwaben, die sie durch ihre Fraßgänge nachhaltig zerstört. Sie sorgt dadurch dafür, daß die Bienen frische Waben bauen und sich Krankheiten so im alten Wabenwerk nicht festsetzen und verbreiten können. Und sie nervt die Bienen zwar (nehme ich an), aber sie schadet ihnen nicht wirklich. Und so lebt sie auch in den meisten Bienenstöcken, ohne groß aufzufallen, weil sie vom Bienenvolk offenbar nur in den gerade wenig genutzten Wabenbereichen geduldet wird und durch des Imkers ständiges Wabenerneuern und eingreifen auch keine größeren Bestände bildet. Aber in den von uns aufgehobenen und mehrere Monate nicht beachteten Restfutterwaben (die ja im letzten Jahr bebrütet gewesen waren und dadurch auch für Wachsmotten interessant – und halt wahrscheinlich auch bereits mit Eiern besiedelt), in denen konnten sie sich wunderbar aufhalten und vermehren.

Was haben wir mit den betroffenen Waben getan?

Verbrennen wäre eine Option gewesen, wenn nicht die wochenlange Trockenheit, gepaart mit Hitze UND Wind das zu gefährlich gemacht hätten. Also habe ich ein größeres Loch ausgehoben, die Waben vergraben und ordentlich Erde draufgehäuft. Und das ganze festgestampft. Denn diese Melange zum kerzenmachen aufzubereiten, das war mir dann doch zu eklig….

Schade drum!!

Klassischer „einmal-und-nie-wieder“-Fehler, jeder alte Imker sagt „nur unbebrütete Waben ins Lager“, und jeder, der Futterwaben wieder benutzen will, wird beim 2. Mal besser vorsorgen. Im Nachhinein haben wir da durchaus im Kopf, dazu was gelesen zu haben….. aber nuja, im Nachhinein…. siehe oben…..

 

Noch mehr Honig im Eimer…..

Trotz der langen Trockenheit waren unsere Bienen diesmal fleißig wie nie. Wo im letzten Jahr die zweite Honigernte ausgefallen war, haben wir nun nochmal über 20 Kilo in den Eimern!

Spannend ist, wie unterschiedlich der Honig aussieht und schmeckt (das weiße ist Schaum, ganz normal, wird nochmal abgenommen – das meiste hab ich schon abgemacht und den Bienen wieder zurückgegeben, zusammen mit den Wachs-Honigresten):

Erfreulich: besonders das Mondvolk hat sich in den letzten Wochen offenbar auf die Blattläuse gestürzt: der Honig aus diesem Volk ist dunkel, würzig, dünnflüssig (noch) – Waldhonig in Schleswig-Holstein!!!!

Die Kringelchen sind da traditioneller eingestellt mit hellem, mildem, zähflüssigem Honig mit geschmacklich festsellbarem leichten Linden-Einschlag. Und das Sonnenvolk hält sich in der goldenen Mitte: sein Honig ist ebenfalls dünnflüssig, dabei leicht dunkel eingefärbt , aber nicht so würzig wie der des Mondvolks.

Wenn man bedenkt, daß alle drei dicht nebeneinander standen und in derselben Woche diesen Honig zu sammeln begonnen haben, finde ich die Unterschiede durchaus beeindruckend!

Der Honig ist im Eimer…..

…. und jetzt?

Nein, nicht was Ihr vielleicht jetzt denkt! 😉
Dem Honig geht es gut, er ist nur im wörtlichen Sinne „im Eimer“: wir hatten ihn geerntet, und er ist nun also im „vorerst endgültigen Eimer“ gelandet.

Mir ist beim erzählen im Bekanntenkreis aufgefallen, daß (logo!!) viele Leute nicht wissen, was dann passiert. Um einen guten („verbraucherfreundlichen“) Honig abzugeben reicht es nämlich nicht, ihn nun einfach mal in Gläser abzufüllen. Denn dann passiert etwas völlig normales: der Honig kristallisiert allmählich. Je nachdem, aus welchen Blüten die Bienen ihn gewonnen haben, wird er schon nach kurzer Zeit (zwei bis drei Wochen) oder im anderen Extremfall nach vielleicht einem halben Jahr hart sein (so daß man ihn aus dem Glas herausschaben muß) und/ oder körnig werden. Das hängt von der Zusammensetzung der unterschiedlichen Zuckersorten ab, Rapshonig zB wird steinhart, während Waldhonig flüssig bleibt, aber körnig wird. Der Idealhonig aber ist zähflüssig bis feincremig, je nach Sorte – und das glückt nur mit etwas Arbeit:

Erstmal bleibt der Honig im Eimer. Nach ein paar Tagen gucken wir nach, ob sich obenauf Schaum gebildet hat, aus Luftbläschen und kleinen Partikeln. Den nehmen wir mit einem Teigschaber ab.

Dann warten wir.

Manchmal dauert es nur ein paar Tage, manchmal aber auch ein paar Wochen – wir warten so lange, bis der Honig im Eimer beginnt, sich einzutrüben.
Dann beginnt die Zeit des rührens.

Mindestens einmal täglich, besser öfter, wird ausführlich, aber vorsichtig (keine Luft unterrühren!!) der Honig gerührt, damit die sich bildenden Zuckerkristalle klein bleiben. Kleine Kristalle bilden nämlich keine Körner und machen den Honig cremig, nicht aber hart.
Wir haben uns dazu im letzten Jahr einen Honigrührer geleistet, das ist einfacher als mit einem Löffel, wenn man größere Mengen rührt.
Nun also täglich rühren, bis perlmuttartige Schlieren dabei sichtbar werden. Das kann Tage dauern, aber auch mal drei Wochen…..

Jetzt – und keinen Moment früher – ist die Zeit gekommen, den Honig in Gläser zu füllen.

FERTIG!!

Natürlich kann der Honig auch vorher gegessen werden, wir finden den ganz frischen Honig sogar eigentlich leckerer, weil würziger. Aber man hat ja größere Mengen, so daß man den Honig wird lagern müssen – und dann ists natürlich besser, schön cremigen Honig abzugeben als harten oder körnigen….. im letzten Jahr war’s ganz seltsam, da waren nämlich schon nach ein paar Tagen die Trübungen da, und wir hatten nicht genug Zeit zu rühren – schon nach zwei Tagen rühren wurde der Honig fest, wir hatten Mühe, ihn noch schnell abfüllen zu können. SEHR seltsam! Dementsprechend hart ist er auch jetzt. Schade. Schmecken tut er genauso, das ist also kein Problem – aber ich bin auch eine derer, die eher weniger Appetit auf Honig haben, wenn er aus dem Glas geschabt werden muß….. zum Glück ist der Bekanntenkreis recht tolerant *g* – ich hoffe trotzdem, daß das dies‘ Jahr wieder normal ist und wir schönen, feincremigen Honig bekommen.

Abwarten, noch ist der Honig im Eimer 😉

 

Honig „satt“

Gestern wollten wir eigentlich bloß die drei oder vier Waben Honig ernten, die die Kringelchen letzte Woche noch nicht verdeckelt hatten.
Aber dann war wiedermal alles anders, wie immer….. *gg*

Die Kringelchen hatten nach wie vor nur wenig verdeckelt. Kann doch wohl nicht sein, daß der Honig noch immer nicht reif ist! Das Refraktometer geholt und den Wassergehalt des Honigs gemessen: 16,5%. Besser geht nicht, also raus damit, auch wenn er unverdeckelt ist. (Bis 20% sind okay laut Honigverordnung)
Und dann waren da noch schiefe Waben… und beim Mondvolk zusammengebaute, schon fast verdeckelt und mit 17,5%, ebenfalls reif. Und beim Sonnenvolk auch schiefe – da hatten wir beim letzten Mal den Honigraum im ganzen aufgesetzt, aber nicht kontrolliert, ob Waben verrutscht waren. Waren sie – und prompt haben Biens das ausgeglichen, durch schiefe, dicke Waben…. raus damit, 17,5%

Von „raus damit“ bis zu den Bildern unten geht das übrigens so *klick*

Das ganze endete damit, daß jetzt 12 Waben aus allen drei Völkern durchtropfen, unser Eimer war eben mal noch groß genug dafür –  also nochmal um die 10 Kilo Honig….

ein voller Eimer mit Honig-Wachsgemisch und Löchern im Boden, drunter das grob-feine Doppelsieb, drunter der Honigeimer

Tropfhonig…..

Schon anderthalb Stunden später ist der Honigeimer fast halbvoll.

Wir haben die Honigräume mit leeren Waben aufgefüllt, denn an einigen Stellen beginnt die Linde schon zu blühen. Verrückt, wie früh dies‘ Jahr alles ist!!!

Dies ist übrigens, was aus der Ernte von letzter Woche wurde: 17 kg Honig und eine Wachsplatte, aus der – wenn sie ein weiteres Mal gesäubert wurde (durch aufkochen, erst mit, später ohne Wasser, um Honigreste zu entfernen), Kerzen werden:

Insgesamt haben wir also nun 27 Kilo Honig aus der ersten Ernte! Puh! Immer zu viel Honig, zu wenig Wachs….. 🙂

 

Arbeitssonntag

Heute war ein bewölkter, deutlich kühlerer Tag als je in den letzten Wochen. Der Dicke fand das toll, er hatte gleich ordentlich Hunger, war viel draußen – schonmal ein guter Tagesanfang, wenn der Katz quengelt und reinhaut, sogar den Nachschlag eher inhaliert als frißt….

Dann ab zu den Bienen.
Gestern hatte der Herr F., während ich auffe Arbeit war, dem Sonnenvolk die Bienenflucht untergesetzt, damit wir heute in Ruhe den erwartetermaßen ordentlich verdeckelten Honig ernten könnten. 8 Waben haben wir ihnen genommen, die restlichen dringelassen, weil sie zT noch nicht ganz verdeckelt waren, aber auch, weil sie im Brutraum recht wenig Futter haben und nicht wieder Hunger leiden sollen wie im letzten Jahr.

Acht Waben Honig, das bedeutet: fast zehn Kilo Honig……..

Dann hab ich gebuddelt 🙂
Im Laufe des Tages bin ich tatsächlich fertig geworden, aber dazu eines anderen Tages….

Nachmittags kam dann die Nixofenfreundin, es hatte sich bei einem gemeinsamen Tag herausgestellt, daß sie auch mal gern bienengucken wollte. Wir haben alle Völker durchgeguckt (noch immer keinerlei Schwarmlust zu sehen) und dem Mondvolk 4 Waben Honig entnommen. So konnte sie gleich mal lernen, wie man Tropfhonig erntet 😉 Also haben wir schonmal rund 15 Kilo Honig!!!

Danach Restbuddeln, und schon ist der Tag rum.

Meine Buddel- waren des Herrn Computerzeiten.
Arbeiten kann ich mit dem Teil, aber läääääääängst ist nicht alles machbar, ganz zu schweigen von bequem machbar. Gerade jetzt zB warte ich, wann der Herr F. reinkommt, damit ich wiedermal um Hilfe rufen kann: das mühsam bei dem vorübergehend genutzten Windows10 eingestellte XNview, mein Bildbearbeitungsprogramm, ist hier, im Linux, nicht zu finden – und auch kein anderes. Es gibt nur einen Bildbetrachter. Deshalb gibt es auch heute keine neuen Fotos. Dabei hätte ich Euch schon zeigen mögen, wie der neue Totholzhaufen samt Areal davor jetzt aussieht….. übrigens werde ich, was den Farn des Grauens angeht, tatsächlich noch ordentlich „dranbleiben“ müssen: überall im Rasen und Brennesselstreifen hinter den Weiden sprießen kleine Färnchen aus ebenso kleinen Wurzelstückchen *seufz* – das wird dauern, aber ich bin zuversichtlich, daß es immerhin möglich ist, ihn loszuwerden….

Aber zurück zum Computer: das Mailprogramm ist so, wie es soll, außer in Kleinigkeiten (zB setzt es jetzt immer eine Leerzeile, wo ich bloß einen Absatz haben will. Ich finde das fürchterlich, ich möchte selbst entscheiden, ob ich bloß ne neue Zeile will oder einen getrennten Absatz mit Leerzeile. Aber nuja, irgendwann. Vielleicht. *g*) Der Drucker funktioniert überhaupt noch nicht, ebenso der Scanner, die Tableiste im Browser ist an gleitsichtbrillenunkompatibler Stelle, der Desktop Sch*** – viel Kleinkram, von dem ich nur wenig selbst richten kann, weil ich einfach nirgends irgendwelche Menüs oder Buttons finde, von denen aus ich sowas einstellen kann. Mich macht das furchtbar ungeduldig, was unverschämt ist, weil der Herr F. Stunden seiner Freizeit mit dem Kram verbringt. Ich würde es halt viel lieber selbst machen, aber nuja – ich suche XNview für Linux im Netz, ich finde es sogar – und dann gibt es unterschiedliche Varianten und ich habe nicht die Spur einer Ahnung, warum und welche davon ich nehmen sollte, und schon muß ich wieder um Hilfe rufen – so geht das die ganze Zeit, eine Liste mit Wünschen liegt linker Hand neben mir und wird immer länger…. Der Herr F. ist ein Wunder an Langmut, aber dann und wann wird es auch ihm zu viel. Ich wußte, daß es ganz genau so werden würde und habe deshalb lange gezögert, überhaupt zuzustimmen, den Computer zu wechseln – aber irgendwann ging es ja einfach nicht mehr anders. FURCHTBAR – aber, wenn ich auf den letzten Computerwechsel zurückblicke, auch vorübergehend. . Noch 10, 14 Tage, dann wird das Dingen vernünftig benutzbar sein, dem Herrn sei Dank….

Wie schafft eigentlich irgendjemand, der keinen Herrn F. hat, seinen Computer nutzbar zu machen????????????????

 

 

 

Unfreiwillige Honigernte

Pfingstsonntag war es mal wieder so weit: wir haben nachgesehen, wie es um unsere Bienen steht.

Und natürlich haben sie wieder nichts im Sinn als Blödsinn:

Alle drei haben endlich ihre Honigräume besetzt und bauen Waben. Aber Mondvolk und Kringelchen haben von unten durchs Absperrgitter bis in den Honigraum „Aufstiegshilfen“ gebaut – und Honig dort hineingetragen – eine Sauerei beim aufmachen, verschwendeter Honig und überhaupt….

Das Sonnenvolk ist das stärkste. Es brütet heftig, und es ist durchaus möglich, daß hier ein Schwarm ansteht, wenn wir nichts dagegen tun. Eines haben wir getan: eine Wabe mit Brut (allerdings hauptsächlich Drohnen, so reduzieren wir gleich die Varroen, die sich am liebsten in Drohnenbut vermehren) haben wir entnommen, eine frische Wabe eingehängt – haben sie auch unten was zu bauen….

Dem Mondvolk ist die hinterste (Futter-) wabe abgerissen. Es muß schon ein Weilchen her sein, denn oben haben sie schon neu gebaut, unten stabilisiert:

Sieht gut aus, gell? 🙂
Honig, verdeckelt, wie ein Theatervorhang, der Stalaktiten frisch gebauter Waben freigibt

Das ist natürlich nix für Imkers, die ja Waben entnehmen und hin- und herbewegen wollen, und so haben wir unsere erste kleine Honigernte eingefahren (netterweise war all der Honig, der im alten Teil der Wabe war, schon verdeckelt) Und dem Volk eine frische Wabe zum ausbauen gegeben.

Und die Kringelchen? Sie haben die Kalkbrut. Das ist eine Pilzinfektion, die dazu führt, daß die Maden sterben. Tun können wir da wenig, es wird empfohlen entweder die Bienen an einen wärmeren Standort zu bringen (der Pilz mags kühl), oder die Königin auszutauschen. Beides für uns keine Option. Oft aber gibt sich das von alleine, und da das Volk vital ist und sich sogar, was die Bienenmassen angeht, kräftiger zeigt als das Mondvolk, werden wir sie selbst damit fertig werden lassen (oder eben nicht)

Emsig sind sie, die Bienen

… und offenbar unterschätzen wir immer noch laufend ihren sprichwörtlichen Fleiß:

heute ist der 2. Tag mit über 15°C bei Sonne und ohne Wind. Da ich gestern Arbeitssamstag hatte, haben wir uns vorhin drangemacht und Biens durchgeschaut.

Der Plan:

  • überall Brut sehen
  • kontrollieren, ob alle genug Futter haben (es können noch harte Zeiten kommen, und b4rütend ist der Verbrauch hoch
  • leere Waben herausnehmen, vor allem die alten, dunklen

Und dann kamen Biens…… alle Pläne haben sie zunichte gemacht…. *g*

  • es gab schlichtweg keine leeren Waben! Einiges ist noch über an altem Futter vom einwintern. Statt eine Wabe nach der anderen zu leeren, haben sie überall schräg unten angefangen zu leeren, so daß in jeder Wabe noch oben und in einer Ecke altes Futter hatte. Bei allen Völkern. Dieses alte Futter haben sie schon wesentlich stärker als vermutet mit frischem aufgefüllt.
  • beim Mondvolk ist sogar fraglich, ob sie genug Brutplatz haben, so stark glitzert das überall. Denen haben wir – eigentlich lächerlich um diese Zeit, wo grad mal Kornelkirschen und Krokusse blühen – einen Honigraum draufgetan. Können sie sehen, ob sie den nutzen, falls sie wirklich Platznot bekommen.
  • Obwohl also keine leeren Waben zu finden waren, haben wir alte oder schiefe Waben entnommen – es war ja eh so viel Futter da….. diese Waben werden wir aufheben, falls noch Futternot kommt, solange sie „gut“ sind (einiges ist verdeckelt, aber vieles nicht, und unverdeckelter Nektar kann durchaus schlecht werden.) 7 Waben sind nun aus 3 Völkern entnommen, jeweils 1 frisches Rähmchen haben wir eingehängt, damit sie Platz zum bauen haben.
  • Leider gab es nicht allzuviel Brut anzusehen. Alle Völker wirken zufrieden und agil, aber sind nicht gerade voll mit Bienen. Und alle Völker haben nur 3 Waben mit Brut, davon nur wenig verdeckelt, und keine der Waben ist eine volle Brutwabe- immer nur 1/3 bis 1/4 ist mit Maden bestückt, der Rest mit Pollen und Nektar.

Eigentlich haben wir dieses „Problem“ jedes Jahr wieder: nie können wir so viele Waben entnehmen wie wir gern würden, immer gibt es nur kleine Brutnester. So recht haben wir keine Idee, wie dies zu ändern wäre. Andererseits haben wir seit einigen Jahren keine Verluste und nur geringe Varroabelastung, insofern ists vielleicht ja gar nicht so schlimm. Hauptsache, gesunde, zufriedene Tiere 🙂

Ach, und a propos Tiere: heute flatterten ein Tagpfauenauge und ein Zitronenfalter durch den Garten. Auch mehrere unterschiedliche Hummelköniginnen habe ich gesichtet, und ein neues Tier kann ich demnächst auch vorstellen, wenn ich’s denn sicher bestimmt habe 🙂

Bzzzzzz

Flugbetrieb bei allen drei Völkern, als ich heute meine verordneten „10 Minuten wie ’ne alte Oma“ passend zu einigen Wolkenlücken als Gartenrundgang gemacht habe. Bei den Kringelchen wurden auch eifrig Pollen eingetragen – leider NUR bei ihnen. Nuja, in den letzten acht Jahren habe ich gelernt, daß das eigentlich noch nicht viel heißen muß – wahrscheinlich bedeutet es nicht, daß die anderen beiden keine zu versorgende Brut haben sondern nur, daß sie in diesen 10 Minuten keine Pollen gesammelt haben *g* Die Gemüllschubladen zeigen bei jedem Volk 4-5 besetzte Wabengassen, fallengelassene Pollen aber wieder nur bei den Kringelchen. 2x Kondenswasser, 1x trocken; 1x frisches Bauwachs; 1 Varroa. Habe mir nicht gemerkt, was wo….

Märzenbecher und Winterlinge waren gut besucht, die Krokusse seltsamerweise garnicht.

Erste Bärlauchspitzen!

 

Summ!!

Vorgestern:

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Gestern

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Uuuuund:

Und die!!! Die….

entsorgen Tote und

machen erste Reinigungsflüge (die braunen Flecken, das ist Bienenkacke)

 

Schlürf

Spät dran sind wir mit unseren Bienen. Weil das Jahr so spät dran ist, so ohne Sommer und Wärme. Es hat lange gedauert, bis die Linde blühte, dementsprechend auch, bis wir ernten konnten (bzw kann man eher sagen „hätten ernten können“, war ja kaum was mit der 2. Ernte) und dann auch einfüttern, varroabehandeln, Rest einfüttern. Aber jetzt, mit dem letzten Rest Futter, habe ich doch noch mal Bilder gemacht. Allzu dolle erkennen kann mans nicht, aber wenn ich Euch sage, was zu sehen ist, dürftet Ihr’s erkennen:

Dies ist die Futterzarge von oben. Jedenfalls die eine Ecke, in der die Bienen ihr Futter ausschlürfen. Im Prinzip wird ein unten geschlossener Kasten oben auf die Bienenbeute gestellt, der nur eine Öffnung hat, durch die Biens hochkrabbeln können (mittig unter der Plastikkappe), drumherum einen Holzwall und über beidem eine Plastikkappe, die unten auf kleinen Klötzchen aufliegt. Zur Folge hat diese Konstruktion, daß der Sirup, den man eingießt, außen am Wall aufsteigt, nicht aber überschwappt. Biens erklimmen den Wall, steigen dann bis auf Höhe des Sirupstandes ab und könne, ohne zu ertrinken, gemütlich schlürfen. Hier sieht man, wie hoch der Sirup steht, und daß Biens eifrig trinken. Wessen Honigblase gefüllt ist, der macht Platz für die nächste Durstige. In so einen Futterkasten passen locker 15 Liter Sirup, den zu Beginn die Bienen an einem Tag (längstens!!) weggeputzt haben. Jetzt, gegen Ende der Zeit, brauchen sie für nichtmal 10 Liter, den Rest, schonmal 3-4 Tage. Erstens hat die Volksstärke schon abgenommen, zweitens ist das Wetter ungünstiger, drittens weniger Platz in den Waben…..

Wenn der Kasten leer ist, können die Bienen unter dem Rand der Plastikkappe durchschlüpfen und machen uns so kostenlos den Kasten wieder schön sauber 🙂


Einfüttern nennt man, wenn man im späten Sommer den Bienen den weggenommenen Honig durch Sirup ersetzt. Ein Volk braucht für den Winter etwas 15-20 Kilo Futter, das sind über 25 Liter  Sirup.

Unser Fütterungskasten heißt Adamfütterer. Weil ein Herr Adam den entwickelt hat. Es gibt noch andere Arten einzufüttern. Da alle übereinanderstapelbaren Module zu allen Zwecken Zargen heißen (Brutzarge, Honigzarge ….), heißt er allgemeiner gesagt auch einfach Futterzarge

Wir füttern mit gekauftem Sirup. Man kann aber auch aus Zucker und Wasser Futter selbst herstellen. Der beinhaltet aber weniger Zuckerarten als der Sirup, deshalb vertragen Biens wohl den Sirup besser.

Wackersteine purzeln…

… von meinen Schultern, von denen ich zuvor garnicht gemerkt hatte, daß sie auf ihnen lasten, seit ich – jetzt kann ichs auch ohne Paßwort schreiben, denn jetzt ists offiziell – weiß, daß ich die neue Arbeit habe und Ende September die alte Stelle verlassen werde.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja irgendwann sogar mal wieder gemütlich aufwachen statt wie in den letzten Monaten mit Adrenalinschub. Schlafen geht eh schon besser seit ich den Entschluß gefaßt und mich beworben hatte.

Andere, kleinere Wackersteine purzeln wahrscheinlich von Tausenden kleiner Bienenschultern: erschreckt mussten wir feststellen, daß bei Mondvolk und Kringelchen ü-ber-haupt keine Futtervorräte vorhanden waren! Und das, obwohl wir ja allen Völkern vor der ersten Varroabehandlung einen halben kanister Sirup gegeben hatten! Alles weg! Und – wahrscheinlich eine Folge des Futtermangels, vielleicht aber auch der Ameisensäurebehandlung geschuldet – keinerlei Brut, auch bei beiden Völkern. Nun fließt seit zwei Tagen der Sirup, die Aufregung ist groß – und seit gestern wird ordentlich Pollen „eingefahren“! Ein gutes Zeichen, denn Pollen ist ja zur Brutfütterung nötig, und offenbar bereitet man sich auf frische Brut vor. Im Sonnenvolk ist übrigens alles besser: Brutnest und Futter vorhanden. Auch das hat aber selbstverständlich Futter bekommen.