Langkiek

Am 28.3., letzten Dienstag, haben wir bei herrlichem Sonnenschein ohne Wind und starkem Bienenflug alle drei Völker ganz durchgeschaut. Dabei sind ganz nebenbei die Sternchen zum Sonnenvolk geworden.Sie sitzen schon seit, glaube ich, vier Jahren in der Sternchen-Beute, die ich falsch bemalt hatte, und die dadurch um 90° verdreht dasteht – deshalb sitzen die Bienen parallel zum Flugloch (Warmbau) statt wie in den anderen Beuten senkrecht dazu (Kaltbau). Wahrscheinlich ist das den Bienen ziemlich egal, aber für uns bedeutet es jedesmal ein anderes rangehen. Einfacher finden wir, seitlich zu stehen und nicht ganz über die Waben greifen zu müssen. Also sind die Sternchen umgezogen. Dabei haben wir auch gleich geschaut, wie es ihnen geht. Es wird empfohlen, bei dieser ersten Durchsicht zwei volle Futterwaben an den Rändern zu belassen und auf alle Fälle Pollenbretter zu entfernen (Waben, auf denen fast nur Pollen eingelagert sind), weil diese wie ein Trennschied mitten im Nest bei kalten Temperaturen die Bienen dran hindern, zu den anderen Waben zu krabbeln. Außerdem soll man den Bienen höchstens sieben Waben drinlassen (bei unseren großen Dadant-Waben). Das Sonnenvolk hat 4 Brutwaben mit nicht riesigen, aber großen Brutfeldern und nun also zusätzlich drei Waben, die eine mit nur wenig Futter. Hinter dem Trennschied hängen nochmal Pollen – und Honigwaben, aus denen sie Futter umtragen können, sollte es nochmal eine kalte, nasse Zeit geben, in der sie nicht rauskönnen.

Allererster, frischer Weidenhonig – zum naschen, war ans Trennschied angebaut… hmmmmm, süüüüüß!

Beim Mondvolk ists ähnlich, aber mit nur drei Brutwaben, die auch noch nur spärliche, auslaufende, verdeckelte Brut zeigen. Es fliegen viele, viele Bienen, dick bepackt mit Pollen, deshalb gehen wir davon aus, daß wir mal wieder Stifte übersehen haben. Platz für Brut ist da. Genug Bienen zum füttern auch. Auch ihnen haben wir Futter und Pollen hinters Trennschied gehängt. Leider war beim Mondvolk ein Stück Wabe abgerissen und lag quer unten über drei andere Waben, natürlich festgebaut. Aber wir konnten das ganz gut entfernen, ohne viel kaputtzumachen. Das Wachs habe ich eingeschmolzen.

Die Kringelchen hatten ja schon zum einwintern weniger Waben, und dann war auch noch eine gerissen…. dadurch hatten sie beim reparieren die hinterste Wabe krumm und dick gebaut, und zusätzlich auch noch ans Trennschied festgeklebt. Hier haben wir zwei Honigwaben zerstört. Zum Glück hatten die anderen ja so viel, daß es überhaupt kein Problem war, auch sie wieder aufs rechte Maß zu bringen. Wir haben ihnen Waben der anderen Völker als Ersatz gegeben. Sie sitzen jetzt auf vier Brut – und zwei Futterwaben, hinterm Schied hängen auch noch zwei Pollen- und Futterwaben zum umtragen.

Allen drei Völkern haben wir schonmal die Honigzargen aufgesetzt. Sie hatten tatsächlich schon viel frischen Honig von den Weiden im Umkreis gesammelt – falls es ihnen zu eng wird, können sie nun nach oben ausweichen und dort auch ihren Bautrieb befriedigen.

Nachher

Aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern. Erstmal müssen sie sich jetzt neu sortieren, und es ist ja auch noch früh im Jahr…. aber die Mirabelle öffnet schon ihre Blüten!

Ja, und ich – ich war im Wege. Will sagen: ich hab einen Stich abgekriegt, genau zwischen den Augenbrauen. Ein Bienchen hat sich in einer Ponyfranse verfangen, wurde bange und hat sich verteidigt. Bin gleich geflitzt und habe eine von des Herrn Allergietabletten eingeworfen. Deshalb und weil das Bienchen nicht die Chance hatte, den Stachel ganz zu versenken ist er nicht allzu schlimm ausgefallen

 

Kurzkiek

Gestern bei schönem Sonnenschein waren alle drei Völker ordentlich unterwegs – Zeit für uns, zum ersten Mal reinzuschauen. Dr Plan lautete: leere Waben entfernen, gucken, ob noch genug Futter da ist.

Ja, der Plan….

tatsächlich konnten wir konstatieren: es sieht gut aus wie nie: Sternchen und Mondvolk besetzen alle Waben, und alle Waben sind auch voll – bis hinten mit Nektar! (in der Mitte sitzt die Brut, daß die vorhanden ist, sehen wir ja an den Pollitas) Wenn da 2 volle Futterwaben sind, dann ist das allemal genug (zumal erfahrungsgemäß auf der anderen Seite des Brutnests auch nochmal mindestens 1 Futterwabe sitzt) Also haben wir nicht weiters was aufgemacht, alles gut.

Kringelchen haben ja nur 5 Waben, eine davon war auch noch abgerissen, da konnten wir also nur hinten rein gucken, denn zum alles kaputtmachen (was wir müssen, um die reparierte abgerissene Wabe rauszuholen) ist es noch zu kalt. Aber auch sie hatten die dicke hinterste Wabe voll mit Futter, auch sie haben Brut.

Wunderbar soweit, es fragt sich, wann der rechte Zeitpunkt für eine richtige Durchsicht und Wabenerweiterung ist; wenn die so weitermachen, muß auch schon bald der Honigraum drauf, denn obwohl wir es fast nicht glauben können, sind wir doch Beide der Meinung: der offene Honig ist frischer. Sieht ganz so aus, so hell, glitzerig und die Deckelchen, wo welche draufsind, auch ganz neu und nicht eingesunken….

Dankeschön!!

Früh: schon jetzt dicke Narzissenknospen im Garten!

Früh: schon jetzt dicke Narzissenknospen im Garten!

Irgendwie hat mein gestriger Beitrag wohl den richtigen Adressaten gefunden: heute vormittag ists genau so, wie wir uns das gestern noch gewünscht haben. Und so setze ich mich auch nur eben kurz hier an den Computer, denn eigentlich wirbele ich grad draußen ein wenig:

Karrenweise entferne ich halbmeterdicke, erstickende Laubschichten aus den Ecken, in die der Winterwind sie zu festen, nassen Lagen geweht hat. Buchenlaub verrottet nur sehr langsam und erstickt in solchen Mengen tatsächlich das Leben drunter. Wenn ich also möchte, daß nicht nur Goldnessel und andere Spezialisten überleben, muß ich ran…

Natürlich war mein Blick auch immer gen Bienen gerichtet, ich wartete sehnlichst auf ihr Erscheinen, aber Niemand läßt sich blicken, und so habe ich kurz meiner Neugierde nachgegeben und alle drei Deckel gelupft.

Am besten siehts beim Mondvolk aus. Da sitzen sie auf 4-5 Gassen dick auch oben auf den Oberträgern (und schützen damit ihre Brut). Bei Sternchen und Kringelchen sind die Bienen weniger zahlreich, aber „es lebt“, und überall sind auch Futtervorräte oben zu sehen, so daß ich jetzt hoffe, daß auch die beiden kleineren Völker genug Bienenmasse haben, um Brut aufzuziehen und sich für den Frühling zu stärken.

Mit diesen erfreulichen Nachrichten verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
die sonnen- und frischlufthungrige Gärtnerin*

Fjonka

*muß mich beeilen, langsam schieben sich schon die Schleier vor die Sonne, und für nachmittags ist Regen angesagt…..

PS Nach der Mittagspause: Bin grad über dies hier gestolpert: vor vier Jahren am 2.3. gab es erst einen einzigen Krokus! Jetzt ist vorn im Staudenbeet ein Krokusmeer – nicht nur die zarten Elfenkrokusse, sondern auch schon „normale“ lila und auch gelbe und weiße recken sich der Sonne entgegen, die durch den darübergelegten Schleier noch immer scheint. Und auch 3-5 Bienen lassen sich jetzt sehen (aber das ist nicht symbolisch gemeint, mehr sind’s tatsächlich nicht….. Schleiersonne mit kaltem Wind bei 7° ist halt doch noch nicht das Idealwetter)

 

Eindrücke

Leider ists hier nach wie vor grau und naß und kalt, so daß Biens keine Chance haben, erste Flüge in die Umgebung zu unternehmen und zum Beispiel die Winterlinge anzufliegen, die schon so weit wären. Aber wenn ich in die Gemüllschubladen gucke, ist überall „Leben satt“ im Sinne von Gemüll über 3-5 Wabengassen.

Gern würde ich mich überzeugen, daß noch genug Futter direkt am Brutnest ist, aber bei dem Wetter geht das nicht. Mengenmäßig könnte es eh nur bei Kringelchens kritisch werden, die ja den Wabenabriß hatten – und bei denen wir genau deshalb auch eh nicht eingreifen könnten.

Leider scheinen Kringelchens Durchfall zu haben, ab und an guckt ein Bienchen raus, um sich zu erleichtern, was man an hellbraunen Kotspuren ums Flugloch sieht. Tun können wir da nichts, nur auf ihre Selbstheilungskräfte hoffen.

Besser spät als nie

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Kurz vor Weihnachten

Nun zieht er wieder, der Erkältungshonig. Vergessen hab ich ihn – bis ich zum ersten Mal schniefen musste. Und dann war es noch etwas schwierig, an die frischen Kräuter zu kommen – aber dank a war auch dies Problem lösbar. Nun kann ich bloß hoffen, daß mich die erste Erkältung nicht vor Ende Januar erwischen will, so daß ich ihr beim ersten Anflug schon etwas entgegenzusetzen habe.


Heute: Tja, da hätte ich wohl mal lieber nichts beschreien sollen – keine Woche später ist sie da, die Erkältung. Ohrenschmerzen, Husten, Halsweh, und – das momentan schlimmste: ein Gefühl totaler Erschöpfung. Und der Honig noch nicht fertig…. heute wäre es eh zu spät, vorgestern wäre der rechte Zeitpunkt gewesen, mithilfe meiner 3 Teelöffel täglich den Kampf aufzunehmen. Hätte, könnte, wollte. Jetzt heißt es: schonen und gesunden 😦

Kerzendocht

Hier sieht man die kleinen Vs

Hier sieht man die kleinen Vs

Einige Kerzen brennen schlecht. Der Docht glüht dann sozusagen von oben aus, wird hart, zieht kein Wachs nach. Oft reicht es, wenn man das harte, oberste Stückchen immer wieder abknipst, aber jetzt hatte ich (nach langem wieder einmal) eine Kerze, bei der das so schlecht war, daß letztlich nur ein Tunnel in die Kerze brannte, sozusagen.
Nun heißt es ja immer, man solle die Dochte nur „richtigrum“ verwenden, es gäbe kleine V s zu sehen, die immer mit der Spitze nach oben? oder unten? sein sollen, damit das Wachs richtig zieht. Wir können dies aber überhaupt nicht erkennen! Wir sehen wohl die V s (siehe Bild links), aber wenn man den Docht in den Fingern dreht, ist mal die Spitze oben, mal unten, weil das ganze so geflochten ist, daß es mehrere V s gibt! Vielleicht gilt der V-Hinweis ja auch nur bei Flachdochten? Unsere sind alle Runddochte.

Viele Dochte haben übrigens, wenn man sie kauft, eine Art Marker – aber wir haben VIEL Docht – zB auch eine ganze große Spule – aber keine Marker, nirgends. Und selbst wenn – bedeutet das markierte Ende „hier ist Kerzenspitze“ oder „hier ist Kerzenboden“? Nirgends ein Hinweis…

Wer weiß da was?

(@zauberweib – kannst Du damit was anfangen? Und machst Du Bienenwachskerzen oder solche aus „normalen“ Kerzenresten oder -perlen? Das ist nämlich anders…)

Echte Wachskerzen

P1100986Ein Tipp für Diejenigen von Euch, die welche machen:

Ich las vor einiger Zeit, daß die Kerzen länger und schöner brennen, wenn man sie nach dem gießen längere Zeit lagert. Erstmals habe ich in diesem Jahr genug Kerzen gemacht, um das austesten zu können. Ja, es stimmt tatsächlich! Sehr deutlich merke ich es bei den Teelichtern, die ich schon gar nicht mehr nehmen wollte, weil fast alle so schlecht brannten. Jetzt, nach etwa einem Dreivierteljahr Lagerung, brennen sie alle richtig gut ab!

Aber auch die Blockkerzen brennen regelmäßiger, vor allem aber langsamer ab. Und das ist toll, denn sooooo viel Wachs haben wir nun auch nicht „über“. So hält’s länger vor. Und ich finde es nach wie vor viel schöner, eine Wachskerze abends betrachten zu können als eine aus Stearin oder Paraffin oder wasauchimmer. Das Licht ist schöner, isso!

Falls Irgendjemand ahnt, wieso das so sein könnte – gern hier hinterlassen, denn ich habe nicht die leisteste Idee, und auch der Herr F. mit seinem unbestritten ganz guten Chemie- und Physikwissen konnte nicht helfen.

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Woran ich nach wie vor rätsele, hier könnte ich einen Tipp brauchen:

einige Kerzen brennen schlecht. Der Docht glüht dann sozusagen von oben aus, wird hart, zieht kein Wachs nach. Oft reicht es, wenn man das harte, oberste Stückchen immer wieder abknipst, aber jetzt hatte ich (nach langem wieder einmal) eine Kerze, bei der das so schlecht war, daß letztlich nur ein Tunnel in die Kerze brannte, sozusagen. Nun heißt es ja immer, man solle die Dochte nur „richtigrum“ verwenden, es gäbe kleine V  s zu sehen, die immer mit der Spitze nach oben? oder unten? sein sollen, damit das Wachs richtig zieht. Wir können dies aber überhaupt nicht erkennen! Wir sehen wohl die V s, aber wenn man den Docht in den Fingern draht, ist mal die Spitze oben, mal unten, weil das ganze so geflochten ist, daß es mehrere V s gibt! Wer weiß da was? (Viele Dochte haben ja, wenn man sie kauft, eine Art Marker – aber wir haben VIEL Docht – zB auch eine ganze große Spule – aber keine Marker, nirgends)

Biens und ein wichtiger Gartentipp *seufz*

spielen dieser Tage bei windstillen, wolkigen 18° nochmal Sommer:

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richtig was los da!!

Die Futterzargen waren noch drauf (leer), weil noch so viele Bienen da drin sitzen. Seit vorgestern sind sie aber wech.

Wir sind durch mit unseren Bienen: gefüttert, jeweils nur einmal (!) behandelt gegen Varroen mit sagenhaften Ergebnisse von bisher dauerhaft nur 0-2 Varroen/ Tag, und alle drei Völker tragen ordentlich Pollen ein und wirken kräftig und vital 🙂

Vielleicht haben wir ja mal Glück und bringen drei kräftige Völker ins nächste Frühjahr mit!?

Die Kringelchen, die auf weniger Waben sitzen, weil sie nicht mehr bauen mochten, platzen schier aus den Nähten. Wahrscheinlich hätten sie im August, nach/ bei der ersten Futtergabe, wieder gebaut – aber da ist ja der Wabenabriss, der uns daran hindert, ein weiteres Rähmchen einzuhängen. Da müssen sie jetzt also durch. Das Mondvolk hat die wenigsten Bienen, aber ich denke/ hoffe: genügend, um durchzukommen.

P.S. noch ein Tipp von der (nun ein wenig erfahreneren) Gärtnerin: Nie, aber auch wirklich nie!!! Odermennig im Herbst umpflanzen, ohne vorher die Triebe zu kappen. Zumindest nicht, wenn man nicht eh vorhat, sich noch am selben Tag eine schicke Kurzhaarfrisur schneiden zu lassen. Die überaus klettigen, kugeligen Samen bilden nämlich heftige Klumpen in den Haaren, die nur mit viel Geduld, geopferten Haaren und Schmerzen zu entfernen sind. Weil die Triebe nämlich A lang sind und B sehr schön hin-und herpendeln und C die Samen sehr locker sitzen – alles in allem natürlich eine prima Taktik, mit der der Odermennig sich da verbreitet. Aber nuja, in der halben Stunde, die ich mit rausziepfen verbracht habe, hat sich meine Bewunderung in Grenzen gehalten……. ich habe sehr geflucht!

Freumich-Abend

Samstag Abend. Fahre nach der Arbeit in den Hof – sehe: ein Empfangskommittee! 🙂
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Allerdings rührt sich das erst nach Aufforderung, um mich zur Tür zu begleiten *g*
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Zweites Empfangskommittee im Garten 😉 Und ein Freumich dazu: wr gaaaaaaaaanz genau hinschaut kann sehen, daß die beiden Mirabellenbäumchen an der Grundstücksgrenze ordentlich beschnitten wurden. Dankeschön, Ihr BesucherInnen 🙂
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Die knotige Braunwurz wurde von vielen Raupen heimgesucht, es ist fast nichts über. Warum das unter „Freumich“ steht?
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Weil sie sie erst haben aussamen lassen, bevor sie zu fressen begannen!
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Biens gehts prima! Die Sternchen sind nicht drohnenbrütig, der Herr F. hat vormittags nachgeschaut. Warum sie wohl Drohnen gezogen haben? Eine Weiselzelle hat der Herr nicht entdeckt (um diese Jahreszeit basteln sich Biens manchmal eine neue Königin, wenn sie mit der alten aus irgendwelchen Gründen nicht zufrieden sind) Große Brutnester hat er bei ihnen gesehen, und auch beim Mondvolk (die Kringelchen haben den Verdunster drauf, aber auch sie tragen Pollen ein)

Und wer genau guckt, sieht: auch die Kirschbäume sind fachkundig beschnitten 🙂
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… und dann hab ich noch glücklicherweise ein extrem unattraktiv wirkendes Buch mit dem überaus dämlichen Namen „Spaß mit den Zaubertanten“ zu lesen begonnen. Es lohnt sich: ein wenig ists wie früher, als mein Vater mit Fips und Kasper, den beiden Handpuppen, mit mir spielte – da passierten auch immer völlig unglaubliche Dinge, Gegenstände bekamen Leben und alles war haarscharf so, daß es aber vielleicht doch stimmen könnte *g* So auch hier. Und dann in diesem netten, altmodischen Tonfall geschrieben, den es in den peppigen Kinderbüchern heutzutage nicht mehr gibt.
P1110701Als letztes Highlight dann noch die mir vertraute Büchereitechnik (keine Bange, es ist ein ausgemustertes Büchereibuch!) mit Stempelzettel und Kartenhalter. Ach, wie gern wollte ich als Kind in der Bücherei arbeiten! Und warum? Weil man da immer Bücherstapel stempeln durfte!!!! 🙂

Jetzt aber noch schnell den Wermutstropfen: in der Mittagspause hab ich den Fehler gemacht, meinen ersten Macchiato zu trinken seit ich die Brecherei hatte – und nun ist mir wieder schlecht. Also weiter warten….

Und jetzt ab, raus in die Sonne, den jetzt begonnenen Urlaub genießen, bevor tatsächlich die angekündigten Gewitter kommen!!!!

Freumich-Abend 🙂

Au weia!

Mondvolk: um die 750 Varroen von FR auf SA. Sternchen um die 600. Und die nächsten Tage ging es munter genauso weiter, mal fand ich 400, mal 800, mal 200 – pro Tag und Volk.

Okay, man sagt: wenn 30 am Tag eines natürlichen Todes sterben (das war ja die Ausgangslage gewesen) dann sind hundertmal so viele im Volk, also um 3000. Wir sollten also froh sein, daß es nun so schnell Entlastung für Biens gibt.

Aber: das ist wirklich erschreckend. Ich hoffe sehr, daß in diesem Jahr zumindest nach der Behandlung (und zwar schon nach der ersten, bittesehr!) eine merkliche Dezimierung der Varroen zu sehen (zu zählen) ist. Wir hatten ja auch schon den Fall, daß sie starben wie die Fliegen – aber trotzdem nix zu merken war.

Verdunsten tut alles jedenfalls vorschriftsmäßig – nach etwa einem Viertel der Behandlungsdauer war am Samstag auch etwa ein Viertel der Säuren-Menge verdunstet. Noch 3-4 Tage hat der Verdunster jetzt Zeit, sein Werk fortzusetzen….Ich bin froh, daß wir diese Verdunster haben und nicht mehr mit dem Schwammtuch herumhantieren, das war ja doch immer sehr unsicher in der Wirkung.

Varroa

Mond- und Sternenvolk haben seit Dienstag den Verdunster drin (Ameisensäure)

Es ist erschreckend: gestern, nach 1 Tag, beim Mondvolk 170 Varroen gezählt, bei den Sternchen 130.

Immerhin funktioniert’s.

Die Bienen herbsteln

Gestern, am Samstag. 17° bei Dauernieselregen und heftiger Bewölkung. Ich bin auffe Arbeit, und währenddessen schuftet auch das Mondvolk: Drohnenschlacht!!

Uns fiel das auf, als wir heute – 18°, Wolken und immerhin kein Regen – zu den Bienen wollten, um ihnen den ersten Futterstoß zu verpassen: Oweh, was ist das? Ganze Klumpen toter Bienen vor dem Mondvolk! Beim näheren hinschauen sahen wir dann: alles Drohnen!

Damit sagen uns Biens also: Leute, das mit der Sommertracht wird nix mehr, es geht gen Herbst: Wir entsorgen die nutzlosen Fresser und sehen zu, daß wir uns für den Winter rüsten! Früh sind sie dran, meist findet die Schlachterei erst Mitte/ Ende August statt, aber im Jahr 2011 hatten wir’s auch schon Mitte Juli. Bei Sternchen und Kringelchen ist noch nichts zu beobachten – meist folgen die anderen Völker aber schnell.

Uns Menschen paßt das ganz gut, denn auch wir sind der Ansicht, daß es dringend geboten ist, die Völker gen Winter vorzubereiten: sie haben sehr viele Varroen (mehr als 30/ Tag!!!! Bei Mond und Sternchen!!!) und wenig Aussicht auf weiteren Honigertrag: die Linde ist verregnet, danach kommt eh nix mehr. Also haben sie heute einige Kilo Futtersirup bekommen, und der Plan ist, am Dienstag dann die Nassenheider Verdunster reinzutun, damit wir hoffentlich ordentlich Varroen dezimieren!

Die Kringelchen sind in jeder Hinsicht die Ausnahme: sie haben das bißchen Honig vom Mondvolk aufgesetzt bekommen und werden am Dienstag noch nicht behandelt, denn sie haben – der langen Brutpause durch die Zeit ohne Königin sei dank – nur 2 Varroen pro Tag fallenlassen. So können sie erstmal noch ohne Ameisensäure-Streß weiter dafür sorgen, ihr Volk aufzubauen. Futter haben sie dafür genug; wir hoffen, daß sie den Honig aus den aufgesetzten Waben nach unten umtragen und wir die heilen Waben fürs nächste Jahr lagern können. Wenn nicht, müssen wir die Waben halt kaputtmachen und ihnen das ganze auf diese Art füttern.

… und eine weniger gute.

Seit etwa zwei Wochen ist das Wetter äußerst – nunja – wechselhaft. Will heißen: kaum mal kommt die Sonne durch, dicke Wolken ziehen im Wind schnell über den Himmel, grau in grau sind die Tage, und oft regnet es stundenlang – oder aber Starkregenschauer wechseln sich mit kurzen trockenen Phasen ab. Das alles bei 17-22°. Kacke also, mit anderen Worten….
Das eine ist, daß es inzwischen schon wieder zügig gen „Wasser im Keller“ zu gehen scheint. Machen können wir nichts, bloß hoffen. Das andere aber ist, daß das zur Folge hat, daß die Bienen leiden. Obwohl sie in jeder trockenen Minute fliegen und obwohl die Linden blühen (normalerweise DER Nektarspender, DIE Honigernte im Jahr) und obwohl unsere Linde auch durchaus immer wieder summt vor Geschäftigkeit mußte ich feststellen, daß Biens Hunger leiden!

Eigentlich wollte ich bloß gucken, ob unsere Sternchen denn wohl Stifte haben, weils mir ja vorkam, als ob sie recht wenig Pollen eintrügen. Zwischen zwei Schauern hatte ich mehrere Waben gründlich angeschaut – und erst, als ich schon wieder im Haus war, fiel mir auf: oh! Nur eine Wabe hatte einen Futterkranz (sozusagen also ein Honig-Vorratslager) über den Brutzellen! Und die normalerweise am Ende des Brutnestes sitzenden Vorratswaben waren auch leer gewesen. Ganz zu schweigen vom Honigraum, einem leeren Nichts! 😦
Also habe ich mit (erstmal) einem Glas Honig Nothilfe geleistet (eigener, natürlich!!), bei etwas besserem Wetter nachmittags dann auch noch eine fette Schale Sirup nachgelegt, weil der Honig sehr fest ist und sie ihn deshalb nicht so schnell auffuttern können. Bei dieser Gelegenheit sah ich dann: auf der anderen Hälfte des Brutnests war doch ein wenig Honig-Vorrat. Aber eben wirklich „ein wenig“. Schlimm daran ist, daß es gut sein kann, daß wir zu spät aufmerksam geworden sind, und deshalb die Königin ihr Brutnest so stark eingeschränkt hat Um diese Zeit rechnet doch Niemand mit sowas!!!!!

Das Mondvolk hatte immerhin eine volle Honigwabe im Honigraum, aber auch bei ihnen gab es sonst nicht viel Nektar zu betrachten. Also hab ich auch ihnen ein Glas Honig hineingestellt und die Wabe nach unten hinters Trennschied gehängt, zum aufbrauchen. Ihr Brutnest ist schön groß, und auch Stifte hab ich gesehen.

Nur die Kringelchen machen, was das angeht, keine Sorgen: zwei dicke, volle Honigwaben zeugen davon, daß sie die Zufütterung zu Beginn gut angenommen haben (und gut brauchen konnten)

Heute kam dann der neue Infobrief vom Bieneninstitut – und siehe da: unsere Bienen sind nicht allein! Dammich! Offenbar haben sogar viele ImkerInnen (hauptsächlich in West- und Süddeutschland) gar keinen Honig von der Frühtracht ernetn können, und momentan herrscht überall Hunger bei Biens.

 

Eine gute Nachricht….

Komm‘ ich vorhin vom Frühdienst, guck‘ ich bei Biens, seh‘ ich die Kringelchen mit dicken Pollenhosen einfliegen. Ha! Gestern waren da auch immer mal ein paar, jetzt deutlich mehr, da wird doch wohl nicht…. hebe kurzentschlossen und ohne jeden Rauch oder Schutz den Deckel ab, schiebe die zwei Honigwaben zur Seite, hieve die 3. Wabe nach oben – und sehe: Stifte!!!!

Madame Kringel hat ihren Hochzeitsflug überstanden und beginnt pünktlich mit dem Brutgeschäft!

Schön!