Bienen

  • Ein schönes Brutnest im Sonnenvolk! Heißt: die neue Königin ist gesund und eifrig.
  • Dasselbe beim Mondvolk und
  • bei den Kringelchen, die aber nicht geschwärmt waren.
  • Alle drei Völker konnten in unserem Urlaub keinen frischen Honig sammeln. Gestern abend, als doch nochmal die Sonne rauskam, hat die Linde ordentlich gesummt – vor Hummeln, für die Bienen war’s schon zu dunkel. Will heißen: es hat durchaus Nektar, aber es fehlt die Chance, über den Eigenbedarf hinaus einzutragen, weil das Wetter so besch*** war und ist. Die Honigvorräte sind sogar bei allen Völkern geschrumpft. Heute Dauerregen, in den nächsten Tagen soll’s wechselhaft bleiben, und die Lindenblüte ist nahezu beendet- das bedeutet: zum 2. Mal hintereinander keinen Sommerhonig. Ein wenig werden wir noch bekommen, die Kringelchen hatten schon vor dem Urlaub, aber nach dem Raps etwa einen halben Honigraum gefüllt. Den holen wir noch runter, sobald die Linde ganz verblüht ist; genug für den Eigenbedarf, also: alles gut soweit.
  • Beim Schwarm haben wir noch nicht reingeguckt, denn durchs Gitter betrachtet schaut’s so aus, als ob „reingucken“ auch „auflösen“ bedeuten wird. Und dafür war das Wetter zu schlecht. Vielleicht morgen, da soll’s „zeitweise trockene Phasen“ bei 20° geben….
  • Und damit nähert sich dieses Bienenjahr auch schon in großen Schritten seinem Ende. Gleich nach der kleinen 2.Ernte heißt es auffüttern und gegen Varroen behandeln, und ansonsten: in Ruhe lassen.

Heute habe ich aus lauter Verzweiflung (über das Wetter) die ersten Kerzen des Jahres gegossen …. Dauerregen, starker Wind und 17°…. Gestern nachmittag/ abend war’s allerdings noch recht schön, obwohl natürlich patschnaß. Da habe ich noch gepüsselt, draußen, nachdem wir von Ab. Geburtstag zurück waren, und bevor’s losging auch noch ein wenig, nach dem Regen. Zum Glück hatten wir uns da auch noch zum Bien-Kiek entschlossen, heute wäre nichts möglich gewesen.

Hier, jetzt:

  • Je wärmer es ist, desto weniger Hunger hat der Dicke, aber da ich inzwischen weiß „Trockenfutter geht immer“ und insofern: „mäkelig, nicht krank“ mache ich mir keine Sorgen mehr. In der kühleren Zeit hat er dann auch wieder gefuttert auf Vorrat *g*
  • Bald haben wir Urlaub. Wir werden wandern gehen, im Allgäu. Ohne Gepäck, aber mit abendlichem Hotelzimmer. Ich freu mich sehr drauf 🙂
  • Im Blog: Sommerloch. Aber nicht ich trete kürzer, die Leserschaft tut’s. Derzeit täglich nur knapp über 50 Aufrufe (AUFRUFE, nicht LeserInnen). Nuja….
  • Wind. Gestern nicht, aber da war ich auffe Arbeit. Heute wieder. Aber immerhin, trotzdem, 20°. Gstern abend nache Arbeit gegrillt und Lagerfeuer gemacht, halb elf rein, aber eigentlich hätten wir auch noch länger sitzen können. Schön!!!
  • Der Schwarm scheint doch noch etwas vorzuhaben, endlich bauen sie (etwas): heute konnte ich von unten durchs Gitter sehen, daß mindestens eine Wabe „schon“ bis einige Zentimeter über den Boden gebaut ist. Aus den eingehängten Stiften in der Tasche haben sie sehr merkwürdige Gebilde gemacht, klein, aber weiselzellenartig. Wir haben beschlossen, daß wir sie einfach machen lassen und abwarten, was das wird. Währenddessen, bekommen sie das ausgetropfte Wabenwerk der Anderen als Futterstrom, zumindest, bis wir in Urlaub fahren.
  • Vorhin habe ich fast einer Amsel den Schwanz abgeschnitten… ja, ich weiß, daß jetzt keine Zeit ist, Hecken zu schneiden, aber das Gebüsch gen hinten hat so gewuchert, daß ichs trotzdem getan habe, um noch durchlaufen zu können. Und bei sowas bin ich eine „Don’t stop me now“ und kann mich schwer einbremsen. Das hatte zur Folge, daß ich plötzlich auch von oben klippte, und dann – auf Augenhöhe ein Nest, und Frau Amsel todesmutig noch drauf, obwohl die Klippschere um sie herum tanzte. Et hätt noch emmer jot jejange, vielleicht ist mir das ja jetzt eine Lehre. Vielleicht.
  • Derzeitiger Lieblingsplatz, wenn der Wind es zuläßt: hinten, mit Blick auf die Kuhkoppel
  • Noch zweimal arbeiten vor dem Urlaub, übrigens. Und wahrscheinlich beginnt für mich nach dem Urlaub das gemäßigte arbeitssuchen. Es wird nämlich immer doller, was „die da oben“ mit uns anstellen, und ich denke, umschuen macht inzwischen Sinn. Sollte also EineR der (sehr) nördlichen LeserInnen was hören/ lesen, was für mich in Frage käme – immer her damit. Danke.
  • Vorher Bewerbungen für ein Ausbildungsprogramm mit den Iraki fertigmachen. Wird wohl ihre einzige Chance sein (Sprache!!), denn dies geht ab A2-Niveau und ist mit vorbereitendem und begleitendem Sprachunterricht. Gastronomie und Hotelwesen auf Sylt….. habe (ich meine, berechtigte) Zweifel, denke aber, daß es trotzdem einen Versuch wert ist.
  • zum guten Schluß noch ein Getränketipp: wenn man den Salbei und Thymian, den man von der Freundin mitgenommen hat, um Erkältungshonig anzusetzen, aufgrund von Zutatenmangel über Nacht erstmal in ein Wasserglas stellt, am nächsten Tag dann verbraucht und nachmittags vergessen hat, daß das in dem Glas da Blumenwasser war und man es in dem Glauben, es sei Honigwasser, mit Apfelsaft auffüllt – dann schmeckt diese Apfelschorle extrem lecker würzig!

Frühlingsernte beendet

Gestern war noch einmal „ernten“ angesagt – auch der Honig des Sonnenvolkes hatte nun 18,5% Feuchte, also wenig genug, um geerntet werden zu können.

Wir haben jetzt

  • von den Kringelchen 21 Kilo Honig
  • vom Mondvolk 11 Kilo
  • und vom Sonnenvoll 7 Kilo

geerntet! Puh, 39 Kilo Honig!!! Und das ist erst die 1. Ernte!! *g*

Der Kringelchen-Honig war nun schon so weit, daß wir ihn abfüllen konnten! Das sieht jetzt so aus:

Rechts drei Reihen Kringelchen, 1. Ernte, links 2. Ernte. Der Honig der 2. Ernte ist viel zäher und heller, hat also offenbar einen höheren Rapsanteil. Wir hatten nicht viel Zeit zu rühren*, jetzt hoffe ich, daß er nicht steinhart wird….

Die Etiketten sind diesmal unterschiedlich. Hat sich so ergeben 😉

*rühren: Wenn der Honig im Eimer ist, dann wird er ersteinmal ein paar Tage in Ruhe gelasssen. Eventuelle Wachsreste, aber auch nach oben steigende Luftbläschen setzen sich dann als Schaum oben ab, der mit einer Teigkarte gut abgenommen werden kann. Dann wartet man, bis der Honig beginnt, sich einzutrüben. Das kann, je nach der Zusammensetzung des eingetragenen Nektars, von wenige Tage bis zu Wochen dauern. Ist es soweit, wird täglich gerührt. Das bewirkt, daß die Kristalle, die der Zucker im Honig bildet, zerkleinert werden, und dadurch wird der Honig schön cremig statt hart. Wenn die Schlieren, die sich beim rühren bilden, perlmuttartig auszusehen beginnen, dann ist der Honig fertig zum abfüllen.

Bei unserem Honig waren es diesmal nur wenige Tage vom trübwerden bis zum Perlmutt….  mal gucken, ob wir genügend rühren konnten 🙂

 

Experiment…

…offenbar gescheitert:

Eben haben wir voller Zuversicht in die TopBarHive geschaut – und was?

Die Weiselzelle war sehr verbaut, so daß nicht genau zu erkennen war, ob eine Königin geschlüpft oder die Zelle nur „umgebaut“ wurde. Prinzipiell erstmal ein „???“. Aber leider hatten Biens fast gar keine neuen Waben gebaut, nur neben der Weiselzelle hing ein kleines Wabenstück.

Normalerweise ist so ein Schwarm voller Baufreude und kann in fünf, sechs Tagen schonmal mehrere größere Waben bauen. Wenn er das nicht tut, kann das eigentlich bloß bedeuten, daß er keine Königin hat. So viel zu unserer „2-Königinnen-Theorie“ …. Wäre aus der Weiselzelle eine Jungkönigin geschlüpft, dann wüssten Biens das und würden auch schonmal ein Nest anlegen – also Waben bauen. Andererseits waren die Bienen erstaunlich ruhig (ohne Königin sind sie normalerweise unruhig und laut)

Wir haben den „Käfig“ nun aus der Schwarmtraubenmitte entfernt (da gerade Bienen aus den anderen verdeckelten Brutzellen schlüpften, mochten wir ihn nicht ganz rausholen) und werden am Wochenende nochmal schauen, was sich getan hat. Eventuell gibt es aus einem anderen Volk dann schon wieder eine neue Weiselzelle, die wir ihnen zugeben können. Noch ist nix verloren….

Sonntag.

Unruhig sind sie, die Schwarmbienen. Ich tippe: da passiert noch was, heute. Obwohl das Wetter sagt: drinbleiben, was die anderen Völker denn auch tun. Aber beim Schwarm herrscht Betrieb. Sterzelnde Bienen, lautes sausen, aufgeregte Flugobjekte… abwarten.

9 von 12en sahen so aus: voll und wunderhübsch gleichmäßig verdeckelt.

Im kleinen Eimer quetschen, dann umfüllen in den Tropfeimer – das hat sich so bewährt.

Erstmal holen wir die Honigzarge vom Mondvolk. Nicht ganz so voll wie bei den Kringelchen: ein leeres Rähmchen, zwei nicht ganz ausgebaut, aber der Rest wunderbar voll und verdeckelt, das Refraktometer gibt Werte zwischen 17 und 19%.

Obwohl wir zu 2. tragen, verdrehe ich mir den Rücken. Also die nächsten vielleicht 11, 12 Kilo tropfen lassen und selbst mit Wärmflasche, Fellweste und dem neuen Merino-Shirt (Warm!!) das ich im Angebot gefunden hatte, aufs Sofa.

Vorher aber gehe ich noch Mails gucken. Anja schickt mir ein Bild – so kann es also auch sein mit der Schwarmfangerei: einer ihrer Schwärme hatte sich um einen Zaunpfahl gewickelt und war ganz offenbar höchst erfreut über die angebotene Behausung – von ganz alleine nahmen sie den Weg hinein in die ihnen hingestellte TBH. Vielleicht sollte ich das auf Postergröße bringen und meinen Bienen vor die Nase hängen…….(Danke, Anja, daß ichs hier veröffentlichen darf!)

Der Herr F. fährt derweil zum Straßenflohmarkt nach Schnarup-Thumby (ich LIEBE diesen Namen!!!!) Und ist nach einer Viertelstunde zurück: der war gestern gewesen, er hatte sich im Datum vertan…. Eigentlich wollten wir nachmittags zum Wallsbüller Wikingermarkt, aber jetzt – draußen kalt, windig, bewölkt, drin Rücken, dazu der Gedanke, ob wohl der Schwarm schwärme und außerdem kommt die Antigenfoodfrau, um nach ihrem Ableger zu gucken – alles gute Gründe, um vielleicht doch daheim zu bleiben…..

Einen Wetterwechsel, ein Nickerchen in der Sonne im Windfang und mehrere Stunden später schmerzt der Rücken immer noch, wenn ich länger sitze, aber die TBHs haben sich beruhigt: normaler Flugverkehr, deutlich leiseres und ruhigeres sausen. Immer noch nicht das ruhige Lüftungssummen, und es sterzeln auch nach wie vor einzelne Bienen, aber insgesamt ist es deutlich normaler. Vielleicht bleiben sie ja doch!?

Abend. Sie blieben! Und wir glauben: sie werden auch weiterhin bleiben, denn jetzt ist alles ruhig, ein schönes, gelassenes summen, Wachspartikelchen in der Schublade zeigen an, daß Waben gebaut werden, und auch am Flugloch wirkt alles ruhig. Ein schöner, dicker 2,5-Kilo-Schwarm – prima!!! Ich freue mich! 🙂  Das tut auch die Antigenfoodfrau: Sie hat eine schöne, große Weiselzelle im Ableger entdeckt – alles so, wie es soll also, bis auf meinen doofen Rücken. Ich hoffe, morgen ist auch der wieder, wie er soll.

 

 

 

Die ganze, lange Geschichte dazu ;-)

Angefangen hat das ganze am Freitag, mit herrlichstem, windstillen Sonnenwetter. Der Herr F. und ich aber haben diesen wunderschönen Tag auffe Arbeit verbracht, was gar nicht so recht nach unserem Geschmack war, denn wir wussten ja: das Mondvolk will vielleicht schwärmen, und wer weiß, ob wir bei den anderen Völkern nicht auch noch eine Weiselzellen übersehen hatten….. und dieser Tag bot klassisches Schwarmwetter der besten Sorte! Der Herr F. hat deshalb dann auch extra etwas früher freigenommen und ist heimgefahren, und was?

Nichts.

Erstmal.

Also hat er einen Kaffee mit einer Geocacherin getrunken, die zufällig gerade da unseren kleinen Haus-Cache loggen wollte und ist dann nochmal durch den Garten gelaufen. Und dann hörte er: ganz hinten am Grundstück summte es mehr, als es da summen sollte!! Also die Ohren auf „Ortung“ gestellt, geguckt und gehorcht, und:

Da hinten, wenn man genau schaut, sieht man im rechten höchsten Ast eine Verdickung…. blöderweise hatte sich der Schwarm, den der Herr F. nun also gefunden hatte, um den Ast herumgewickelt. Nix mit „einfach runterschütteln“. Nein, vier Äste, die zu dicht dran waren, mussten abgesägt werden, dann auch der Ast mit Schwarm:

Dann die Schwarmfangkiste einfach obendrauf gestülpt, und tatsächlich ging nach kurzer Zeit schon das Gesterzel los: „Königin im Karton, alle rein hier!!!!“

Man zieht also ein

Hier ist ein kleiner Sog gen Kiste zu sehen 🙂

Einige Zeit später: den Kasten umdrehen, zukleben, Flugloch öffnen und warten. Das war der Zeitpunkt, an dem ich von der Arbeit heim kam. Nun hieß es: Volk in den dunklen Schuppen sperren, warten auf morgen und schonmal die TopBarHive richten, denn die wollten wir endlich mal wieder mit einem Schwarm besiedeln, ganz ohne weitere Wünsche als daß das Volk leben und gegen Varroa behandelt werden soll. Ein Guck-Volk, das deshalb auch gern krumm bauen darf oder wasauchimmer tun 😉

Am Samstag dann der Schreck beim nachschauen: im Karton hatten sich ZWEI Trauben gebildet! Was bedeutet DAS nun wieder? ZWEI Königinnen? Oder gar keine, vielleicht hatte sie sich ja doch beim Sturz verletzt und ist nun gestorben? Es ist auch relativ laut im Karton….

Sowieso müssen wir heute unbedingt alle drei Völker gründlich durchschauen. Also schmieden wir einen Plan für ein Experiment. Und das geht so: Der Herr F. bastelt (siehe gestern) Und wenn wir in einem Volk eine geeignete Weiselzelle finden, dann werden wir die nicht kaputtmachen, sondern dem Schwarm geben. Und gucken, ob sie – falls ihnen wirklich die Königin fehlt – die Zelle annehmen und pflegen, um so eine Königin zu bekommen. Keine Ahnung, ob das klappen kann. Aber einen Versuch ists wert. Also los.
Wir finden VIELE Weiselzellen, beim Mondvolk mehrere!! Und auch zwei(!) aus denen Königinnen bereits geschlüpft sind. Wir nehmen an, daß der Schwarm doch vom Mondvolk ist, denn dort gibt es auch keine junge Brut, und wer meine Beiträge über die Schwarmvorbereitung gelesen hat, der weiß ja: einige Tage vor dem schwärmen beendet die Königin das stiften…. Und auch beim Sonnenvolk 6 oder 7 Weiselzellen, und hier hängt eine sehr gut:

Schön unten und frei, da kann man gut schneiden. Also los:

DAS also hat der Herr F. gebaut: einen Käfig mit Türchen für die Weiselzelle

Ehe ich Zeit zum fotografieren habe, sind Schwarm und Weiselzelle schon in der TBH

Da steht sie, ganz idyllisch. Die Bienen sind eingezogen (aufgeflogene und im Karton zurückgebliebene wurden per sterzeln herangeholt) Wir haben sie reingeklopft, nicht einlaufen lassen. War uns lieber diesmal. Nun heißt es 4-5 Tage warten bis zur Milchsäurebehandlung, und dann werden wir auch schon den Käfig rausholen können, entweder ist die Königin dann geschlüpft, oder sie haben sie entsorgt, wenn sie doch eine hatten. Oder das Experiment ist gescheitert…. abwarten.

Willkommen, Schwarm!

Ihr dachtet, jetzt wäre die laaaange Geschichte zuende?
Das dachten wir auch.
Aber weit gefehlt!
Um 15 Uhr etwa, wir saßen grad beim letzten Kaffee gemütlich hinten, kam’s mir plötzlich ziemlich laut vor im Garten….. oh-ha!? Ab zum Bienenplatz, gucken – und da zog der Schwarm wieder aus!!!!

Ich mach’s kurz: das Schauspiel dauerte vielleicht eine halbe Stunde, ich fand schon seltsam, daß sich so gar keine Richtung erkennen ließ (normalerweise sieht man relativ schnell, wo sie sich niederlassen werden) – und dann beschlossen die Bienen, doch wieder in die TBH zurückzuziehen. Nochmal ’ne halbe Stunde – und nun sind die meisten wieder drin.

Was ist passiert?

Wir wissen es nicht – vielleicht waren tatsächlich zwei Königinnen drin, und so beschloß eine samt Troß, auszuziehen. Warum aber ging’s dann zurück? Eine Möglichkeit: es zog gerade eine Gewitterzelle auf. Eine andere: die Königin ist nicht mit rausgekommen oder auf dem Flug zu Schaden gekommen. Oder ihnen paßte die Weiselzelle nicht (was ich aber eigentlich für unwahrscheinlich halte – so eine Zelle ist ja sehr leicht einfach zu entfernen – aufbeißen, Larve totbeißen – fertig) – nun bleibt es spannend: werden sie morgen (wenn Ihr dies lest: heute!) noch einen Fluchtversuch starten, oder finden sie sich über Nacht doch noch ein und bleiben in ihrem neuen Zuhause? Wir beide tippen eher auf ersteres. Aber unsere Bienen sind ja immer für eine Überraschung gut…. *augenroll*

 

Experimentelles imkern

Ein Rätsel für die (wenigen) ImkerInnen, die hier mitlesen:

was ist das wohl?

Der Herr F. hat’s für eine ganz besondere Situation extra hergestellt…. mal sehn, was unser Experiment erbringt – morgen gibt’s die ganze, lange Geschichte dazu.

15 Kilo

Das wird etwa die Menge Honig sein, die wir aus nur dieser einen einzigen Honigzarge herausholen werden, die wir heute von den Kringelchen geerntet haben! Etwa deshalb, weil wir garnicht alles auf einmal wiegen konnten (paßte nicht in EINEN Eimer…) und weil ja noch das Wachs später übrigbleibt, das auch etwas wiegt.

Boah, ej!

beim herausschneiden der Waben

Das ist der 1. Eimer, aber natürlich wurden die Waben, wie immer, danach noch ordentlich zermantscht, damit der Honig überhaupt rauslaufen kann. Als alles zermantscht war, hat’s dann doch knapp in einen Eimer gepaßt, aber das war natürlich der Eimer mit den Löchern untendrin und konnte deshalb nicht gewogen werden. (Wer jetzt neu hier ist und nicht weiß, wie bei uns Honig geerntet wird, der klicke bitte hier)

Ich hatte uns, um die beiden unterschiedlich groben Tücher zu ersetzen, ein professionelles Edelstahl-Doppelsieb gekauft, aber nuja… das ist nur zum durchgießen von geschleudertem Honig gedacht, nicht dafür, daß man einen Eimer, aus dem es tropfen soll, draufstellt. Es steht jetzt, ist aber eine verdammt wacklige Konstruktion – wir werden beim nächsten Mal wieder unsere Tücher nutzen und dann nur nochmal durchs Sieb durchgießen… oder aber nochmal nachdenken, wie man das hinkriegen könnte. *gg*

PS: Feuchtigkeit nach den Gewittern gestern und heute und im gesamten Gemisch: 17% (die Gewitter könnten insofern damit zu tun haben, als Honig sehr gern Feuchte aufnimmt und die Luftfeuchte abends und heute sehr hoch war.)

Honigschwemme!

GROOOOOOSS!!

Die Kringelchen, ich erwähnte es bereits, platzen aus allen Nähten. Trotzdem haben wir noch keine Weiselzelle gefunden und ihnen am Donnerstag den DRITTEN Honigraum aufgesetzt, weil auch der 2. bereits ausgebaut war. Vorhin nun habe ich mal nachgeschaut, ob es denn vielleicht schon so weit ist, den ersten abzuernten. Garnicht so einfach, denn ich bin klein, der Turm mit 3 Zargen drauf ist hoch, und so ein Honigraum voller Honig ist sauschwer! Wie schwer, das hatte ich sogar noch unterschätzt, ich habe ihn kaum wieder obendrauf gekriegt, und überhaupt ging es nur mit schieben und dadurch mit Toten bei den Bienen 😦 – das mach‘ ich nicht nochmal alleine!

Das Ergebnis des nachschauens allerdings war klasse: obwohl erst etwa ein Drittel verdeckelt war, hat das Refraktometer klar grünes Licht gegeben: 15,5% Honigfeuchte aus unverdeckelten Zellen – 18% ist nach DIB (Deutscher Imkerbund) okay, 20% nach Gesetzeslage. Also die Bienenflucht druntergesetzt und morgen können wir ernten!

Gut, daß wir das Refraktometer haben – ohne das hätte ich gedacht, es ist längst noch nicht so weit, weil man pi mal Daumen sagt: 2/3 müssen verdeckelt sein, dann ist der Honig reif. Aber diese Daumenregel stimmt halt längst nicht immer, oft ist auch verdeckelter Honig noch recht feucht, oder aber – wie jetzt – Biens verdeckeln noch nicht, aber der Honig ist längst reif.

Bisher hatten wir noch nie so viel Honig! Das höchste der Gefühle waren 2 Honigräume auf einem Volk, der 2. allerdings war nie voll, und wir haben überhaupt erst einmal eine ganze Zarge voll Honig geerntet, und die war noch aus mehreren Völkern zusammengetragen – und jetzt das! Es gibt mehrere Probleme *g*

  • Wir haben nur einen Eimer zum durchlaufen lassen (das klappt, soweit ich mich erinnere, knapp, wenn man gut quetscht und immer zwischendurch mal wartet, bis wieder Honig abgeflossen ist)
  • Wir haben insgesamt nur sechs Honigräume (pro Volk zwei, dachten wir, reichen dicke) und so müssen wir schnell sein, denn die Kringelchen brauchen den Platz, und wir müssen ihnen fix den abgeernteten Honigraum samt „Ausschleckresten“ an den Rähmchen, von denen wir ja auch bloß die haben, die in die sechs Zargen passen, wieder obenaufsetzen
  • Und ich bin nicht sicher, ob wir genug Gläser haben, dabei dachte ich, langsam keine mehr sammeln zu müssen …. Also, für diese eine Zarge reicht das dicke, aber es kommt ja noch viel mehr!!!)
  • Dazu kommt: wir verkaufen ja nur privat, und da ist fraglich, ob wir solche Mengen überhaupt essen/ verschenken/ verkaufen können. Honig wird ja nicht schlecht, aber trotzdem….

Luxusprobleme *gg*

Und es liegt ein arbeitsreicher Tag vor mir. Heute bereite ich schonmal die Küche soweit vor (soll ja möglichst sauber sein), und mrgen dann….. yallayalla!! 🙂Unser Bienenstand im Moment. Von vorn nach hinten: Sonnenvolk mit einem Honigraum, Mondvolk mit zweien und der Kringelchen-Wolkenkratzer 😉 Dahinter ein Ablegerkasten: wir beherbergen für vier Wochen den Ableger der Antigenfoodfrau. Danach kann er zurück in ihren Garten (dann sind alle Bienen eines natürlichen Todes gestorben, die sonst in ihren alten Kasten zurückfliegen würden)


PS Nachtrag, den Dicken betreffend: ich bin teffs Rat gefolgt und hab mal beim Tierarzt angerufen. Wurde (nochmal) beruhigt, und vor allem habe ich sein Gewicht vom letzten Mal bekommen: 5,8 Kilo, das heißt: er hat es gehalten und sogar noch ein klein wenig zugelegt (das kann aber auch waagebedingt sein). Die Frau am Telefon meinte: solange er nicht abnimmt – alles gut in dem Alter. Alle 14 Tage mal wiegen, dann ist man auf der sicheren Seite. 🙂

Immer für eine Überraschung gut – die Kringelchen :-)

Der Herr F. hat gestern ganz alleine alle unsere Bienen durchgeguckt, denn ich war arbeiten, und für nachmittags und heute war Regen und Gewitter angesagt – und was?

Die Kringelchen explodieren grad, sagt er – sie hatten sämtliche Waben voll mit Brut, aber die beiden Futterwaben, die wir für kalte, nasse Nofälle noch immer hinterm Trennschied geparkt hatten, waren offenbar leer geworden – aber jetzt mit glitzernd-frischem Nektar wieder aufgefüllt (die hat er ihnen dann vors Trennschied gehängt) Und, haltet die Luft an: der Honigraum ist fast vollständig ausgebaut und mit Nektar gefüllt!!!!! Er hat einen 2. obenauf gesetzt. Eigentlich packt man den neuen DRUNTER, aber da er ja noch nicht völlig „fertig“ war, hat sich der Herr gedacht, sollen sie Platz bekommen, aber erstmal den anderen vollmachen. Nächste Woche dann werden wir das umstapeln….

Da denken wir, sie finden kaum Zeit zum eintragen, und dann nutzen sie die letzten Tage so heftig! 🙂 Weiselzellen hat der Herr F. noch nicht gesehen, aber ’ne Menge Spielnäpfchen, die Vorstufen der Weiselzellen (wer mit diesen Ausdrücken nix anfangen kann, möge hier nachlesen, bitte 🙂 )

Bei den beiden anderen Völkern beginnt gerade erst der Ausbau des Honigraums, sie sind nicht so stark, legen aber endlich richtig los mit dem brüten. Auch recht…. Da wirds dann vielleicht mehr was mit dem Sommerhonig….

Ein Rundbrief der Gettorfer Imker berichtet übrigens, daß die Schreiberin dort in fast allen Völkern schon bestiftete Weiselzellen gefunden hat……

 

Sonntag in Schleswig-Holstein:

„Der Bienenfreund“ Hans Thoma, 1863

Heute im Plan:

  • wählen gehen
  • Bienen durchgucken

Daumen drücken, bitte sehr

  • daß die AFD unter 5% kommt (GANZ unrealistisch ist das nicht, die Prognosen gehen gen 6%. Aber nuja, Prognosen….)
  • daß wir zumindest nur EIN Volk auflösen müssen (die Kringelchen sind zu 98% sicher buckelbrütig) und einige Drohnenbeobachtungen beim Mondvolk nichts böses bedeuten

Tschä, das also habe ich gestern, Samstag, Mittag geschrieben. Und dann bin ich rausgegangen, wo zu meiner großen Verwunderung trotz Bewölkung und nicht gerade warmen Temperaturen knapp über 10° vor allen Völkern die Bienen in Massen unterwegs waren. Aber was für Töne musste ich hören? Es summte viel zu hoch, viel zu laut – und auch beim Mondvolk: DROHNEN! Jemine…. Also haben wir umdisponiert, nachdem der Herr F. auch dazugekommen war, und haben gleich heute geschaut, hoffend, daß wir abends noch Bienenbesitzer sein würden….

Die Bienen sind immer, aber auch immer für Überraschungen gut!
Diesmal für schöne Überraschungen: Mondvolk und Sonnenvolk hatten zwar nicht gerade üppige und lückenlose, aber doch vorhandene Brutnester mit Arbeiterinnen- und Drohnenbrut. Das war prima, denn bei diesen Witterungen ist nicht zu erwarten, daß die Königinnen sehr viel stiften. Trotz Raps- und Obstblüte haben wir Futterwaben dringelassen, denn Biens haben keine Chance, die schönen Trachten genügend zu nutzen, um auch nur ihre Brut zu versorgen, geschweige denn, Honig einzutragen. Außerdem ist es außer zu kalt auch viel zu trocken (jetzt auch bei uns), was durch den dauernden starken Wind noch verstärkt wird. Und wenn es sehr trocken ist, dann honigen die Pflanzen auch nicht gut. Aber uns ist ja alles recht, wenn es den Bienen bloß gut geht, selbst wenn wir gar keinen Honig bekommen ….

Und dann zu den Kringelchen – und: juchhu! Tatsächlich waren größere Flächen inzwischen verdeckelt – und nicht buckelbrütig, die Königin lebt also und kann befruchtete Eier legen 🙂 Alle drei Völker wohlauf!!!

Wir sind uns einig, noch nie im Mai so viele Drohnen gesehen zu haben – aber offenbar meinen die Bienen, daß sie das so haben wollen, jedenfalls liegt es nicht daran, daß die Völker ihre Königinnen verloren haben 🙂

Unsere Pläne, doch noch einen vorweggenommenen Schwarm zu machen, mit dem wir eine der TBH neubesiedeln könnten, sind damit wieder in erreichbare Nähe gerückt. Und Honig gibt’s dann vielleicht ja noch von der Linde….. oder eben nicht…..

Grob-Einblick bei Biens (und Aktualisierung)

30.4.

Auch heute ist das Wetter schlechter als angekündigt. Zwar strahlt die Sonne, aber bei Fast-Sturm und 11° ist das auch nix dolles. Bienen sind unterwegs, mit Pollen und so, aber nicht so heftig, wie man bei besserem Wetter erwarten würde. Wie auch?

Trotzdem haben wir heute mal die Beuten geöffnet, zu bänglich waren wir, daß die armen Tiere hungern könnten – und tatsächlich, die Kringelchen waren nahezu blank mit Futter, und auch die Vorratswabe hinterm Trennschied war restlos leergeräumt. Oben im Honigraum glitzerte tatsächlich ein wenig was – das bedeutet aber nicht, daß unten im Brutraum Überfluß herrscht! Nein, es gab nichtmal einen Futterkranz zu sehen. Alles saß pickepacke voll mit Bienen, und die Annahme ist, daß die Waben mit Brut voll belegt sind und deshalb das bißchen Nektar von gestern in den Honigraum gebracht wurde. Das ist ja prinzipiell auch gut so, bloß hatten die Kringelchen auch tote Larven unten liegen, was für Futtermangel spricht – dann räumen sie nämlich in ihrer Not Brutzellen aus.

Zum Glück haben wir ja Futterwaben über. Eine davon haben wir ihnen reingehängt. Es ist hoffentlich noch nicht allzuviel Schaden entstanden, und sie können sich wieder sanieren.

Sonnen- und Mondvolk dagegen hatten noch genug Futter, und nur eine Vorratswabe hinterm Trennschied war fast geleert. Die haben wir mit rausgenommen. Beide Völker sind mit mehr Bienen als beim letzten schauen ganz gut gerade vor, aber nicht pickepacke voll, und beide haben auch noch nichts im Honigraum gemacht (kein Wunder!)

Wir hoffen nun, daß nächste Woche das Wetter endlich, wie neuerdings versprochen, wärmer wird, dann werden wir bei den Kringelchen genauer hinschauen; es ist durchaus möglich, daß sie schon mit Schwarmvorbereitungen beschäftigt sind, und da wir gern eine TBH besetzen und dazu einen vorweggenommenen Schwarm nutzen würden, wäre das auch okay. Bloß soll uns ja möglichst kein Schwarm entwischen, also müssen wir auf Habacht sein 😉

Drückt Biens die Daumen, daß möglichst schnell das Wetter gut wird, so daß sie die Möglichkeiten, die Wildkirsche und Raps ihnen bieten, nutzen können – dann sieht das so schlecht nicht aus, trotz Kältewelle und ausgeräumter Larven.

2.5.

Da ich gestern Drohnenmengen bei den Kringelchen gesehen hatte und heute das Wetter besser ist als angesagt, haben wir bei Kringelchens doch nochmal genauer hingeguckt – und ohweh: Drohnen in Massen und ganz viel frische Brut, die noch nicht verdeckelt ist. Nun ist eine andere Variante als oben geschrieben wahrscheinlich geworden: daß nämlich die Kringelchen ein Drohnenmütterchen haben (Erklärung hier *Klick*) Mist!Da vor der Kältewelle noch schöne Arbeiterinnenbrut in Mengen da war ist anzunehmen, daß die Königin die Kälte nicht überstanden hat. Am Futtermangel kanns nicht gelegen haben, schließlich wurde ja auch noch eine ganze Drohnengeneration großgezogen 😦

Wir werden aber die Verdeckelung der größten Madenzellen noch abwarten, zu oft gabs schon Fehlalarm. Vielleicht stiftet ja doch die Königin jetzt nach. In einigen tagen wissen wir’s sicher.

 

Tapfere Bienchen

Keine 10° hat es, aber sobald der Regen vobei war und die Sonne auf die Kästen schien, waren/ sind alle drei Bienenvölker fleißig: Pollenträgerinnen, Totengräberinnen, Wasserholerinnen und sogar schon ein, zwei Drohnen sind unterwegs. Morgen soll es sensationelle 12° bei ganztägiger Sonne geben…. eigentlich immer noch zu kalt, und trotzdem werden wir zumindest mal gucken, ob Alle noch genügend Futter haben, denn der versprochene warme Frühling ist wiedermal verschoben worden *augenroll* (aber der menschliche Frühling, der wird kommen!)

PS wir Menschen sind nicht so tapfer: der Ofen ist an….

Langkiek

Am 28.3., letzten Dienstag, haben wir bei herrlichem Sonnenschein ohne Wind und starkem Bienenflug alle drei Völker ganz durchgeschaut. Dabei sind ganz nebenbei die Sternchen zum Sonnenvolk geworden.Sie sitzen schon seit, glaube ich, vier Jahren in der Sternchen-Beute, die ich falsch bemalt hatte, und die dadurch um 90° verdreht dasteht – deshalb sitzen die Bienen parallel zum Flugloch (Warmbau) statt wie in den anderen Beuten senkrecht dazu (Kaltbau). Wahrscheinlich ist das den Bienen ziemlich egal, aber für uns bedeutet es jedesmal ein anderes rangehen. Einfacher finden wir, seitlich zu stehen und nicht ganz über die Waben greifen zu müssen. Also sind die Sternchen umgezogen. Dabei haben wir auch gleich geschaut, wie es ihnen geht. Es wird empfohlen, bei dieser ersten Durchsicht zwei volle Futterwaben an den Rändern zu belassen und auf alle Fälle Pollenbretter zu entfernen (Waben, auf denen fast nur Pollen eingelagert sind), weil diese wie ein Trennschied mitten im Nest bei kalten Temperaturen die Bienen dran hindern, zu den anderen Waben zu krabbeln. Außerdem soll man den Bienen höchstens sieben Waben drinlassen (bei unseren großen Dadant-Waben). Das Sonnenvolk hat 4 Brutwaben mit nicht riesigen, aber großen Brutfeldern und nun also zusätzlich drei Waben, die eine mit nur wenig Futter. Hinter dem Trennschied hängen nochmal Pollen – und Honigwaben, aus denen sie Futter umtragen können, sollte es nochmal eine kalte, nasse Zeit geben, in der sie nicht rauskönnen.

Allererster, frischer Weidenhonig – zum naschen, war ans Trennschied angebaut… hmmmmm, süüüüüß!

Beim Mondvolk ists ähnlich, aber mit nur drei Brutwaben, die auch noch nur spärliche, auslaufende, verdeckelte Brut zeigen. Es fliegen viele, viele Bienen, dick bepackt mit Pollen, deshalb gehen wir davon aus, daß wir mal wieder Stifte übersehen haben. Platz für Brut ist da. Genug Bienen zum füttern auch. Auch ihnen haben wir Futter und Pollen hinters Trennschied gehängt. Leider war beim Mondvolk ein Stück Wabe abgerissen und lag quer unten über drei andere Waben, natürlich festgebaut. Aber wir konnten das ganz gut entfernen, ohne viel kaputtzumachen. Das Wachs habe ich eingeschmolzen.

Die Kringelchen hatten ja schon zum einwintern weniger Waben, und dann war auch noch eine gerissen…. dadurch hatten sie beim reparieren die hinterste Wabe krumm und dick gebaut, und zusätzlich auch noch ans Trennschied festgeklebt. Hier haben wir zwei Honigwaben zerstört. Zum Glück hatten die anderen ja so viel, daß es überhaupt kein Problem war, auch sie wieder aufs rechte Maß zu bringen. Wir haben ihnen Waben der anderen Völker als Ersatz gegeben. Sie sitzen jetzt auf vier Brut – und zwei Futterwaben, hinterm Schied hängen auch noch zwei Pollen- und Futterwaben zum umtragen.

Allen drei Völkern haben wir schonmal die Honigzargen aufgesetzt. Sie hatten tatsächlich schon viel frischen Honig von den Weiden im Umkreis gesammelt – falls es ihnen zu eng wird, können sie nun nach oben ausweichen und dort auch ihren Bautrieb befriedigen.

Nachher

Aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern. Erstmal müssen sie sich jetzt neu sortieren, und es ist ja auch noch früh im Jahr…. aber die Mirabelle öffnet schon ihre Blüten!

Ja, und ich – ich war im Wege. Will sagen: ich hab einen Stich abgekriegt, genau zwischen den Augenbrauen. Ein Bienchen hat sich in einer Ponyfranse verfangen, wurde bange und hat sich verteidigt. Bin gleich geflitzt und habe eine von des Herrn Allergietabletten eingeworfen. Deshalb und weil das Bienchen nicht die Chance hatte, den Stachel ganz zu versenken ist er nicht allzu schlimm ausgefallen

 

Kurzkiek

Gestern bei schönem Sonnenschein waren alle drei Völker ordentlich unterwegs – Zeit für uns, zum ersten Mal reinzuschauen. Dr Plan lautete: leere Waben entfernen, gucken, ob noch genug Futter da ist.

Ja, der Plan….

tatsächlich konnten wir konstatieren: es sieht gut aus wie nie: Sternchen und Mondvolk besetzen alle Waben, und alle Waben sind auch voll – bis hinten mit Nektar! (in der Mitte sitzt die Brut, daß die vorhanden ist, sehen wir ja an den Pollitas) Wenn da 2 volle Futterwaben sind, dann ist das allemal genug (zumal erfahrungsgemäß auf der anderen Seite des Brutnests auch nochmal mindestens 1 Futterwabe sitzt) Also haben wir nicht weiters was aufgemacht, alles gut.

Kringelchen haben ja nur 5 Waben, eine davon war auch noch abgerissen, da konnten wir also nur hinten rein gucken, denn zum alles kaputtmachen (was wir müssen, um die reparierte abgerissene Wabe rauszuholen) ist es noch zu kalt. Aber auch sie hatten die dicke hinterste Wabe voll mit Futter, auch sie haben Brut.

Wunderbar soweit, es fragt sich, wann der rechte Zeitpunkt für eine richtige Durchsicht und Wabenerweiterung ist; wenn die so weitermachen, muß auch schon bald der Honigraum drauf, denn obwohl wir es fast nicht glauben können, sind wir doch Beide der Meinung: der offene Honig ist frischer. Sieht ganz so aus, so hell, glitzerig und die Deckelchen, wo welche draufsind, auch ganz neu und nicht eingesunken….