Der Honig ist im Eimer…..

…. und jetzt?

Nein, nicht was Ihr vielleicht jetzt denkt! 😉
Dem Honig geht es gut, er ist nur im wörtlichen Sinne „im Eimer“: wir hatten ihn geerntet, und er ist nun also im „vorerst endgültigen Eimer“ gelandet.

Mir ist beim erzählen im Bekanntenkreis aufgefallen, daß (logo!!) viele Leute nicht wissen, was dann passiert. Um einen guten („verbraucherfreundlichen“) Honig abzugeben reicht es nämlich nicht, ihn nun einfach mal in Gläser abzufüllen. Denn dann passiert etwas völlig normales: der Honig kristallisiert allmählich. Je nachdem, aus welchen Blüten die Bienen ihn gewonnen haben, wird er schon nach kurzer Zeit (zwei bis drei Wochen) oder im anderen Extremfall nach vielleicht einem halben Jahr hart sein (so daß man ihn aus dem Glas herausschaben muß) und/ oder körnig werden. Das hängt von der Zusammensetzung der unterschiedlichen Zuckersorten ab, Rapshonig zB wird steinhart, während Waldhonig flüssig bleibt, aber körnig wird. Der Idealhonig aber ist zähflüssig bis feincremig, je nach Sorte – und das glückt nur mit etwas Arbeit:

Erstmal bleibt der Honig im Eimer. Nach ein paar Tagen gucken wir nach, ob sich obenauf Schaum gebildet hat, aus Luftbläschen und kleinen Partikeln. Den nehmen wir mit einem Teigschaber ab.

Dann warten wir.

Manchmal dauert es nur ein paar Tage, manchmal aber auch ein paar Wochen – wir warten so lange, bis der Honig im Eimer beginnt, sich einzutrüben.
Dann beginnt die Zeit des rührens.

Mindestens einmal täglich, besser öfter, wird ausführlich, aber vorsichtig (keine Luft unterrühren!!) der Honig gerührt, damit die sich bildenden Zuckerkristalle klein bleiben. Kleine Kristalle bilden nämlich keine Körner und machen den Honig cremig, nicht aber hart.
Wir haben uns dazu im letzten Jahr einen Honigrührer geleistet, das ist einfacher als mit einem Löffel, wenn man größere Mengen rührt.
Nun also täglich rühren, bis perlmuttartige Schlieren dabei sichtbar werden. Das kann Tage dauern, aber auch mal drei Wochen…..

Jetzt – und keinen Moment früher – ist die Zeit gekommen, den Honig in Gläser zu füllen.

FERTIG!!

Natürlich kann der Honig auch vorher gegessen werden, wir finden den ganz frischen Honig sogar eigentlich leckerer, weil würziger. Aber man hat ja größere Mengen, so daß man den Honig wird lagern müssen – und dann ists natürlich besser, schön cremigen Honig abzugeben als harten oder körnigen….. im letzten Jahr war’s ganz seltsam, da waren nämlich schon nach ein paar Tagen die Trübungen da, und wir hatten nicht genug Zeit zu rühren – schon nach zwei Tagen rühren wurde der Honig fest, wir hatten Mühe, ihn noch schnell abfüllen zu können. SEHR seltsam! Dementsprechend hart ist er auch jetzt. Schade. Schmecken tut er genauso, das ist also kein Problem – aber ich bin auch eine derer, die eher weniger Appetit auf Honig haben, wenn er aus dem Glas geschabt werden muß….. zum Glück ist der Bekanntenkreis recht tolerant *g* – ich hoffe trotzdem, daß das dies‘ Jahr wieder normal ist und wir schönen, feincremigen Honig bekommen.

Abwarten, noch ist der Honig im Eimer 😉

 

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Honig „satt“

Gestern wollten wir eigentlich bloß die drei oder vier Waben Honig ernten, die die Kringelchen letzte Woche noch nicht verdeckelt hatten.
Aber dann war wiedermal alles anders, wie immer….. *gg*

Die Kringelchen hatten nach wie vor nur wenig verdeckelt. Kann doch wohl nicht sein, daß der Honig noch immer nicht reif ist! Das Refraktometer geholt und den Wassergehalt des Honigs gemessen: 16,5%. Besser geht nicht, also raus damit, auch wenn er unverdeckelt ist. (Bis 20% sind okay laut Honigverordnung)
Und dann waren da noch schiefe Waben… und beim Mondvolk zusammengebaute, schon fast verdeckelt und mit 17,5%, ebenfalls reif. Und beim Sonnenvolk auch schiefe – da hatten wir beim letzten Mal den Honigraum im ganzen aufgesetzt, aber nicht kontrolliert, ob Waben verrutscht waren. Waren sie – und prompt haben Biens das ausgeglichen, durch schiefe, dicke Waben…. raus damit, 17,5%

Von „raus damit“ bis zu den Bildern unten geht das übrigens so *klick*

Das ganze endete damit, daß jetzt 12 Waben aus allen drei Völkern durchtropfen, unser Eimer war eben mal noch groß genug dafür –  also nochmal um die 10 Kilo Honig….

ein voller Eimer mit Honig-Wachsgemisch und Löchern im Boden, drunter das grob-feine Doppelsieb, drunter der Honigeimer

Tropfhonig…..

Schon anderthalb Stunden später ist der Honigeimer fast halbvoll.

Wir haben die Honigräume mit leeren Waben aufgefüllt, denn an einigen Stellen beginnt die Linde schon zu blühen. Verrückt, wie früh dies‘ Jahr alles ist!!!

Dies ist übrigens, was aus der Ernte von letzter Woche wurde: 17 kg Honig und eine Wachsplatte, aus der – wenn sie ein weiteres Mal gesäubert wurde (durch aufkochen, erst mit, später ohne Wasser, um Honigreste zu entfernen), Kerzen werden:

Insgesamt haben wir also nun 27 Kilo Honig aus der ersten Ernte! Puh! Immer zu viel Honig, zu wenig Wachs….. 🙂

 

Arbeitssonntag

Heute war ein bewölkter, deutlich kühlerer Tag als je in den letzten Wochen. Der Dicke fand das toll, er hatte gleich ordentlich Hunger, war viel draußen – schonmal ein guter Tagesanfang, wenn der Katz quengelt und reinhaut, sogar den Nachschlag eher inhaliert als frißt….

Dann ab zu den Bienen.
Gestern hatte der Herr F., während ich auffe Arbeit war, dem Sonnenvolk die Bienenflucht untergesetzt, damit wir heute in Ruhe den erwartetermaßen ordentlich verdeckelten Honig ernten könnten. 8 Waben haben wir ihnen genommen, die restlichen dringelassen, weil sie zT noch nicht ganz verdeckelt waren, aber auch, weil sie im Brutraum recht wenig Futter haben und nicht wieder Hunger leiden sollen wie im letzten Jahr.

Acht Waben Honig, das bedeutet: fast zehn Kilo Honig……..

Dann hab ich gebuddelt 🙂
Im Laufe des Tages bin ich tatsächlich fertig geworden, aber dazu eines anderen Tages….

Nachmittags kam dann die Nixofenfreundin, es hatte sich bei einem gemeinsamen Tag herausgestellt, daß sie auch mal gern bienengucken wollte. Wir haben alle Völker durchgeguckt (noch immer keinerlei Schwarmlust zu sehen) und dem Mondvolk 4 Waben Honig entnommen. So konnte sie gleich mal lernen, wie man Tropfhonig erntet 😉 Also haben wir schonmal rund 15 Kilo Honig!!!

Danach Restbuddeln, und schon ist der Tag rum.

Meine Buddel- waren des Herrn Computerzeiten.
Arbeiten kann ich mit dem Teil, aber läääääääängst ist nicht alles machbar, ganz zu schweigen von bequem machbar. Gerade jetzt zB warte ich, wann der Herr F. reinkommt, damit ich wiedermal um Hilfe rufen kann: das mühsam bei dem vorübergehend genutzten Windows10 eingestellte XNview, mein Bildbearbeitungsprogramm, ist hier, im Linux, nicht zu finden – und auch kein anderes. Es gibt nur einen Bildbetrachter. Deshalb gibt es auch heute keine neuen Fotos. Dabei hätte ich Euch schon zeigen mögen, wie der neue Totholzhaufen samt Areal davor jetzt aussieht….. übrigens werde ich, was den Farn des Grauens angeht, tatsächlich noch ordentlich „dranbleiben“ müssen: überall im Rasen und Brennesselstreifen hinter den Weiden sprießen kleine Färnchen aus ebenso kleinen Wurzelstückchen *seufz* – das wird dauern, aber ich bin zuversichtlich, daß es immerhin möglich ist, ihn loszuwerden….

Aber zurück zum Computer: das Mailprogramm ist so, wie es soll, außer in Kleinigkeiten (zB setzt es jetzt immer eine Leerzeile, wo ich bloß einen Absatz haben will. Ich finde das fürchterlich, ich möchte selbst entscheiden, ob ich bloß ne neue Zeile will oder einen getrennten Absatz mit Leerzeile. Aber nuja, irgendwann. Vielleicht. *g*) Der Drucker funktioniert überhaupt noch nicht, ebenso der Scanner, die Tableiste im Browser ist an gleitsichtbrillenunkompatibler Stelle, der Desktop Sch*** – viel Kleinkram, von dem ich nur wenig selbst richten kann, weil ich einfach nirgends irgendwelche Menüs oder Buttons finde, von denen aus ich sowas einstellen kann. Mich macht das furchtbar ungeduldig, was unverschämt ist, weil der Herr F. Stunden seiner Freizeit mit dem Kram verbringt. Ich würde es halt viel lieber selbst machen, aber nuja – ich suche XNview für Linux im Netz, ich finde es sogar – und dann gibt es unterschiedliche Varianten und ich habe nicht die Spur einer Ahnung, warum und welche davon ich nehmen sollte, und schon muß ich wieder um Hilfe rufen – so geht das die ganze Zeit, eine Liste mit Wünschen liegt linker Hand neben mir und wird immer länger…. Der Herr F. ist ein Wunder an Langmut, aber dann und wann wird es auch ihm zu viel. Ich wußte, daß es ganz genau so werden würde und habe deshalb lange gezögert, überhaupt zuzustimmen, den Computer zu wechseln – aber irgendwann ging es ja einfach nicht mehr anders. FURCHTBAR – aber, wenn ich auf den letzten Computerwechsel zurückblicke, auch vorübergehend. . Noch 10, 14 Tage, dann wird das Dingen vernünftig benutzbar sein, dem Herrn sei Dank….

Wie schafft eigentlich irgendjemand, der keinen Herrn F. hat, seinen Computer nutzbar zu machen????????????????

 

 

 

Unfreiwillige Honigernte

Pfingstsonntag war es mal wieder so weit: wir haben nachgesehen, wie es um unsere Bienen steht.

Und natürlich haben sie wieder nichts im Sinn als Blödsinn:

Alle drei haben endlich ihre Honigräume besetzt und bauen Waben. Aber Mondvolk und Kringelchen haben von unten durchs Absperrgitter bis in den Honigraum „Aufstiegshilfen“ gebaut – und Honig dort hineingetragen – eine Sauerei beim aufmachen, verschwendeter Honig und überhaupt….

Das Sonnenvolk ist das stärkste. Es brütet heftig, und es ist durchaus möglich, daß hier ein Schwarm ansteht, wenn wir nichts dagegen tun. Eines haben wir getan: eine Wabe mit Brut (allerdings hauptsächlich Drohnen, so reduzieren wir gleich die Varroen, die sich am liebsten in Drohnenbut vermehren) haben wir entnommen, eine frische Wabe eingehängt – haben sie auch unten was zu bauen….

Dem Mondvolk ist die hinterste (Futter-) wabe abgerissen. Es muß schon ein Weilchen her sein, denn oben haben sie schon neu gebaut, unten stabilisiert:

Sieht gut aus, gell? 🙂
Honig, verdeckelt, wie ein Theatervorhang, der Stalaktiten frisch gebauter Waben freigibt

Das ist natürlich nix für Imkers, die ja Waben entnehmen und hin- und herbewegen wollen, und so haben wir unsere erste kleine Honigernte eingefahren (netterweise war all der Honig, der im alten Teil der Wabe war, schon verdeckelt) Und dem Volk eine frische Wabe zum ausbauen gegeben.

Und die Kringelchen? Sie haben die Kalkbrut. Das ist eine Pilzinfektion, die dazu führt, daß die Maden sterben. Tun können wir da wenig, es wird empfohlen entweder die Bienen an einen wärmeren Standort zu bringen (der Pilz mags kühl), oder die Königin auszutauschen. Beides für uns keine Option. Oft aber gibt sich das von alleine, und da das Volk vital ist und sich sogar, was die Bienenmassen angeht, kräftiger zeigt als das Mondvolk, werden wir sie selbst damit fertig werden lassen (oder eben nicht)

Emsig sind sie, die Bienen

… und offenbar unterschätzen wir immer noch laufend ihren sprichwörtlichen Fleiß:

heute ist der 2. Tag mit über 15°C bei Sonne und ohne Wind. Da ich gestern Arbeitssamstag hatte, haben wir uns vorhin drangemacht und Biens durchgeschaut.

Der Plan:

  • überall Brut sehen
  • kontrollieren, ob alle genug Futter haben (es können noch harte Zeiten kommen, und b4rütend ist der Verbrauch hoch
  • leere Waben herausnehmen, vor allem die alten, dunklen

Und dann kamen Biens…… alle Pläne haben sie zunichte gemacht…. *g*

  • es gab schlichtweg keine leeren Waben! Einiges ist noch über an altem Futter vom einwintern. Statt eine Wabe nach der anderen zu leeren, haben sie überall schräg unten angefangen zu leeren, so daß in jeder Wabe noch oben und in einer Ecke altes Futter hatte. Bei allen Völkern. Dieses alte Futter haben sie schon wesentlich stärker als vermutet mit frischem aufgefüllt.
  • beim Mondvolk ist sogar fraglich, ob sie genug Brutplatz haben, so stark glitzert das überall. Denen haben wir – eigentlich lächerlich um diese Zeit, wo grad mal Kornelkirschen und Krokusse blühen – einen Honigraum draufgetan. Können sie sehen, ob sie den nutzen, falls sie wirklich Platznot bekommen.
  • Obwohl also keine leeren Waben zu finden waren, haben wir alte oder schiefe Waben entnommen – es war ja eh so viel Futter da….. diese Waben werden wir aufheben, falls noch Futternot kommt, solange sie „gut“ sind (einiges ist verdeckelt, aber vieles nicht, und unverdeckelter Nektar kann durchaus schlecht werden.) 7 Waben sind nun aus 3 Völkern entnommen, jeweils 1 frisches Rähmchen haben wir eingehängt, damit sie Platz zum bauen haben.
  • Leider gab es nicht allzuviel Brut anzusehen. Alle Völker wirken zufrieden und agil, aber sind nicht gerade voll mit Bienen. Und alle Völker haben nur 3 Waben mit Brut, davon nur wenig verdeckelt, und keine der Waben ist eine volle Brutwabe- immer nur 1/3 bis 1/4 ist mit Maden bestückt, der Rest mit Pollen und Nektar.

Eigentlich haben wir dieses „Problem“ jedes Jahr wieder: nie können wir so viele Waben entnehmen wie wir gern würden, immer gibt es nur kleine Brutnester. So recht haben wir keine Idee, wie dies zu ändern wäre. Andererseits haben wir seit einigen Jahren keine Verluste und nur geringe Varroabelastung, insofern ists vielleicht ja gar nicht so schlimm. Hauptsache, gesunde, zufriedene Tiere 🙂

Ach, und a propos Tiere: heute flatterten ein Tagpfauenauge und ein Zitronenfalter durch den Garten. Auch mehrere unterschiedliche Hummelköniginnen habe ich gesichtet, und ein neues Tier kann ich demnächst auch vorstellen, wenn ich’s denn sicher bestimmt habe 🙂

Bzzzzzz

Flugbetrieb bei allen drei Völkern, als ich heute meine verordneten „10 Minuten wie ’ne alte Oma“ passend zu einigen Wolkenlücken als Gartenrundgang gemacht habe. Bei den Kringelchen wurden auch eifrig Pollen eingetragen – leider NUR bei ihnen. Nuja, in den letzten acht Jahren habe ich gelernt, daß das eigentlich noch nicht viel heißen muß – wahrscheinlich bedeutet es nicht, daß die anderen beiden keine zu versorgende Brut haben sondern nur, daß sie in diesen 10 Minuten keine Pollen gesammelt haben *g* Die Gemüllschubladen zeigen bei jedem Volk 4-5 besetzte Wabengassen, fallengelassene Pollen aber wieder nur bei den Kringelchen. 2x Kondenswasser, 1x trocken; 1x frisches Bauwachs; 1 Varroa. Habe mir nicht gemerkt, was wo….

Märzenbecher und Winterlinge waren gut besucht, die Krokusse seltsamerweise garnicht.

Erste Bärlauchspitzen!

 

Summ!!

Vorgestern:

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Gestern

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Uuuuund:

Und die!!! Die….

entsorgen Tote und

machen erste Reinigungsflüge (die braunen Flecken, das ist Bienenkacke)

 

Schlürf

Spät dran sind wir mit unseren Bienen. Weil das Jahr so spät dran ist, so ohne Sommer und Wärme. Es hat lange gedauert, bis die Linde blühte, dementsprechend auch, bis wir ernten konnten (bzw kann man eher sagen „hätten ernten können“, war ja kaum was mit der 2. Ernte) und dann auch einfüttern, varroabehandeln, Rest einfüttern. Aber jetzt, mit dem letzten Rest Futter, habe ich doch noch mal Bilder gemacht. Allzu dolle erkennen kann mans nicht, aber wenn ich Euch sage, was zu sehen ist, dürftet Ihr’s erkennen:

Dies ist die Futterzarge von oben. Jedenfalls die eine Ecke, in der die Bienen ihr Futter ausschlürfen. Im Prinzip wird ein unten geschlossener Kasten oben auf die Bienenbeute gestellt, der nur eine Öffnung hat, durch die Biens hochkrabbeln können (mittig unter der Plastikkappe), drumherum einen Holzwall und über beidem eine Plastikkappe, die unten auf kleinen Klötzchen aufliegt. Zur Folge hat diese Konstruktion, daß der Sirup, den man eingießt, außen am Wall aufsteigt, nicht aber überschwappt. Biens erklimmen den Wall, steigen dann bis auf Höhe des Sirupstandes ab und könne, ohne zu ertrinken, gemütlich schlürfen. Hier sieht man, wie hoch der Sirup steht, und daß Biens eifrig trinken. Wessen Honigblase gefüllt ist, der macht Platz für die nächste Durstige. In so einen Futterkasten passen locker 15 Liter Sirup, den zu Beginn die Bienen an einem Tag (längstens!!) weggeputzt haben. Jetzt, gegen Ende der Zeit, brauchen sie für nichtmal 10 Liter, den Rest, schonmal 3-4 Tage. Erstens hat die Volksstärke schon abgenommen, zweitens ist das Wetter ungünstiger, drittens weniger Platz in den Waben…..

Wenn der Kasten leer ist, können die Bienen unter dem Rand der Plastikkappe durchschlüpfen und machen uns so kostenlos den Kasten wieder schön sauber 🙂


Einfüttern nennt man, wenn man im späten Sommer den Bienen den weggenommenen Honig durch Sirup ersetzt. Ein Volk braucht für den Winter etwas 15-20 Kilo Futter, das sind über 25 Liter  Sirup.

Unser Fütterungskasten heißt Adamfütterer. Weil ein Herr Adam den entwickelt hat. Es gibt noch andere Arten einzufüttern. Da alle übereinanderstapelbaren Module zu allen Zwecken Zargen heißen (Brutzarge, Honigzarge ….), heißt er allgemeiner gesagt auch einfach Futterzarge

Wir füttern mit gekauftem Sirup. Man kann aber auch aus Zucker und Wasser Futter selbst herstellen. Der beinhaltet aber weniger Zuckerarten als der Sirup, deshalb vertragen Biens wohl den Sirup besser.

Wackersteine purzeln…

… von meinen Schultern, von denen ich zuvor garnicht gemerkt hatte, daß sie auf ihnen lasten, seit ich – jetzt kann ichs auch ohne Paßwort schreiben, denn jetzt ists offiziell – weiß, daß ich die neue Arbeit habe und Ende September die alte Stelle verlassen werde.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja irgendwann sogar mal wieder gemütlich aufwachen statt wie in den letzten Monaten mit Adrenalinschub. Schlafen geht eh schon besser seit ich den Entschluß gefaßt und mich beworben hatte.

Andere, kleinere Wackersteine purzeln wahrscheinlich von Tausenden kleiner Bienenschultern: erschreckt mussten wir feststellen, daß bei Mondvolk und Kringelchen ü-ber-haupt keine Futtervorräte vorhanden waren! Und das, obwohl wir ja allen Völkern vor der ersten Varroabehandlung einen halben kanister Sirup gegeben hatten! Alles weg! Und – wahrscheinlich eine Folge des Futtermangels, vielleicht aber auch der Ameisensäurebehandlung geschuldet – keinerlei Brut, auch bei beiden Völkern. Nun fließt seit zwei Tagen der Sirup, die Aufregung ist groß – und seit gestern wird ordentlich Pollen „eingefahren“! Ein gutes Zeichen, denn Pollen ist ja zur Brutfütterung nötig, und offenbar bereitet man sich auf frische Brut vor. Im Sonnenvolk ist übrigens alles besser: Brutnest und Futter vorhanden. Auch das hat aber selbstverständlich Futter bekommen.

Sommer beendet.

Zumindest für unsere Bienen trifft das zu – ich hoffe, uns Menschen ist demnächst endlich mal (ja, ich weiß, das wiederum gilt nur für uns arme Tuktuks hoch im Norden) sommerliches Wetter vergönnt. Das aber ist Biens egal- sie haben ihre Drohnen vertrieben und stellen so deutlich klar: Essen nur für Nützliche, und nützlich sind jetzt nur noch Arbeitende. Wir haben letzten Samstag bei eigentlich immer noch nicht wirklich geeignetem Wetter Honig geerntet: die Kringelchen hatten etwa eine halbe Zarge allerfeinsten, würzigen Sommerhonig für uns, die anderen Bienen konnten nichts erübrigen – bei dem Schietwetter kein Wunder, und außerdem hatten sie ja eine brutlose Zeit.

Drei Tage Gemüllschublade zeigen, daß die Einschätzung stimmt: wer durchbrütet und superstark ist (die Kringelchen) hat jetzt mehr als doppelt so viele Varroen als Völker mit Brutpause per Schwarm. Also heißt es nun: erstes Futter geben, und dann gegen Varroen behandeln. Zumindest Kringelchen und Mondvolk. Das Sonnenvolk liegt deutlich unter der Schadschwelle von derzeit 10 Varroen/ Tag. Es wird empfohlen, dann vorerst nicht zu behandeln, denn diese Säuren sind ja auch eine große Belastung für die Bienen.

Den Schwarm hat der Herr F. am Freitag abend aufgelöst, nachdem günstigeres Wetter als ein einzelner sonniger Tag auch für die nächste Woche nicht zu erwarten stand. Die Überraschung: gegen alle Erwartungen gab es doch Arbeiterinnenbrut, also eine Königin. Aber das Wabenwerk war nach all der Zeit mal gerade in der Größe, die man nach einer Woche Schwarm erwartet hätte, es gab kaum Sammelbetrieb, und das Brutnest ist vorhanden, aber entsprechend winzig. Da stimmt nichts, dieses Völkchen hätte keinerlei Überlebenschance. Wirklich schade!

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Bienen

  • Ein schönes Brutnest im Sonnenvolk! Heißt: die neue Königin ist gesund und eifrig.
  • Dasselbe beim Mondvolk und
  • bei den Kringelchen, die aber nicht geschwärmt waren.
  • Alle drei Völker konnten in unserem Urlaub keinen frischen Honig sammeln. Gestern abend, als doch nochmal die Sonne rauskam, hat die Linde ordentlich gesummt – vor Hummeln, für die Bienen war’s schon zu dunkel. Will heißen: es hat durchaus Nektar, aber es fehlt die Chance, über den Eigenbedarf hinaus einzutragen, weil das Wetter so besch*** war und ist. Die Honigvorräte sind sogar bei allen Völkern geschrumpft. Heute Dauerregen, in den nächsten Tagen soll’s wechselhaft bleiben, und die Lindenblüte ist nahezu beendet- das bedeutet: zum 2. Mal hintereinander keinen Sommerhonig. Ein wenig werden wir noch bekommen, die Kringelchen hatten schon vor dem Urlaub, aber nach dem Raps etwa einen halben Honigraum gefüllt. Den holen wir noch runter, sobald die Linde ganz verblüht ist; genug für den Eigenbedarf, also: alles gut soweit.
  • Beim Schwarm haben wir noch nicht reingeguckt, denn durchs Gitter betrachtet schaut’s so aus, als ob „reingucken“ auch „auflösen“ bedeuten wird. Und dafür war das Wetter zu schlecht. Vielleicht morgen, da soll’s „zeitweise trockene Phasen“ bei 20° geben….
  • Und damit nähert sich dieses Bienenjahr auch schon in großen Schritten seinem Ende. Gleich nach der kleinen 2.Ernte heißt es auffüttern und gegen Varroen behandeln, und ansonsten: in Ruhe lassen.

Heute habe ich aus lauter Verzweiflung (über das Wetter) die ersten Kerzen des Jahres gegossen …. Dauerregen, starker Wind und 17°…. Gestern nachmittag/ abend war’s allerdings noch recht schön, obwohl natürlich patschnaß. Da habe ich noch gepüsselt, draußen, nachdem wir von Ab. Geburtstag zurück waren, und bevor’s losging auch noch ein wenig, nach dem Regen. Zum Glück hatten wir uns da auch noch zum Bien-Kiek entschlossen, heute wäre nichts möglich gewesen.

Hier, jetzt:

  • Je wärmer es ist, desto weniger Hunger hat der Dicke, aber da ich inzwischen weiß „Trockenfutter geht immer“ und insofern: „mäkelig, nicht krank“ mache ich mir keine Sorgen mehr. In der kühleren Zeit hat er dann auch wieder gefuttert auf Vorrat *g*
  • Bald haben wir Urlaub. Wir werden wandern gehen, im Allgäu. Ohne Gepäck, aber mit abendlichem Hotelzimmer. Ich freu mich sehr drauf 🙂
  • Im Blog: Sommerloch. Aber nicht ich trete kürzer, die Leserschaft tut’s. Derzeit täglich nur knapp über 50 Aufrufe (AUFRUFE, nicht LeserInnen). Nuja….
  • Wind. Gestern nicht, aber da war ich auffe Arbeit. Heute wieder. Aber immerhin, trotzdem, 20°. Gstern abend nache Arbeit gegrillt und Lagerfeuer gemacht, halb elf rein, aber eigentlich hätten wir auch noch länger sitzen können. Schön!!!
  • Der Schwarm scheint doch noch etwas vorzuhaben, endlich bauen sie (etwas): heute konnte ich von unten durchs Gitter sehen, daß mindestens eine Wabe „schon“ bis einige Zentimeter über den Boden gebaut ist. Aus den eingehängten Stiften in der Tasche haben sie sehr merkwürdige Gebilde gemacht, klein, aber weiselzellenartig. Wir haben beschlossen, daß wir sie einfach machen lassen und abwarten, was das wird. Währenddessen, bekommen sie das ausgetropfte Wabenwerk der Anderen als Futterstrom, zumindest, bis wir in Urlaub fahren.
  • Vorhin habe ich fast einer Amsel den Schwanz abgeschnitten… ja, ich weiß, daß jetzt keine Zeit ist, Hecken zu schneiden, aber das Gebüsch gen hinten hat so gewuchert, daß ichs trotzdem getan habe, um noch durchlaufen zu können. Und bei sowas bin ich eine „Don’t stop me now“ und kann mich schwer einbremsen. Das hatte zur Folge, daß ich plötzlich auch von oben klippte, und dann – auf Augenhöhe ein Nest, und Frau Amsel todesmutig noch drauf, obwohl die Klippschere um sie herum tanzte. Et hätt noch emmer jot jejange, vielleicht ist mir das ja jetzt eine Lehre. Vielleicht.
  • Derzeitiger Lieblingsplatz, wenn der Wind es zuläßt: hinten, mit Blick auf die Kuhkoppel
  • Noch zweimal arbeiten vor dem Urlaub, übrigens. Und wahrscheinlich beginnt für mich nach dem Urlaub das gemäßigte arbeitssuchen. Es wird nämlich immer doller, was „die da oben“ mit uns anstellen, und ich denke, umschuen macht inzwischen Sinn. Sollte also EineR der (sehr) nördlichen LeserInnen was hören/ lesen, was für mich in Frage käme – immer her damit. Danke.
  • Vorher Bewerbungen für ein Ausbildungsprogramm mit den Iraki fertigmachen. Wird wohl ihre einzige Chance sein (Sprache!!), denn dies geht ab A2-Niveau und ist mit vorbereitendem und begleitendem Sprachunterricht. Gastronomie und Hotelwesen auf Sylt….. habe (ich meine, berechtigte) Zweifel, denke aber, daß es trotzdem einen Versuch wert ist.
  • zum guten Schluß noch ein Getränketipp: wenn man den Salbei und Thymian, den man von der Freundin mitgenommen hat, um Erkältungshonig anzusetzen, aufgrund von Zutatenmangel über Nacht erstmal in ein Wasserglas stellt, am nächsten Tag dann verbraucht und nachmittags vergessen hat, daß das in dem Glas da Blumenwasser war und man es in dem Glauben, es sei Honigwasser, mit Apfelsaft auffüllt – dann schmeckt diese Apfelschorle extrem lecker würzig!

Frühlingsernte beendet

Gestern war noch einmal „ernten“ angesagt – auch der Honig des Sonnenvolkes hatte nun 18,5% Feuchte, also wenig genug, um geerntet werden zu können.

Wir haben jetzt

  • von den Kringelchen 21 Kilo Honig
  • vom Mondvolk 11 Kilo
  • und vom Sonnenvoll 7 Kilo

geerntet! Puh, 39 Kilo Honig!!! Und das ist erst die 1. Ernte!! *g*

Der Kringelchen-Honig war nun schon so weit, daß wir ihn abfüllen konnten! Das sieht jetzt so aus:

Rechts drei Reihen Kringelchen, 1. Ernte, links 2. Ernte. Der Honig der 2. Ernte ist viel zäher und heller, hat also offenbar einen höheren Rapsanteil. Wir hatten nicht viel Zeit zu rühren*, jetzt hoffe ich, daß er nicht steinhart wird….

Die Etiketten sind diesmal unterschiedlich. Hat sich so ergeben 😉

*rühren: Wenn der Honig im Eimer ist, dann wird er ersteinmal ein paar Tage in Ruhe gelasssen. Eventuelle Wachsreste, aber auch nach oben steigende Luftbläschen setzen sich dann als Schaum oben ab, der mit einer Teigkarte gut abgenommen werden kann. Dann wartet man, bis der Honig beginnt, sich einzutrüben. Das kann, je nach der Zusammensetzung des eingetragenen Nektars, von wenige Tage bis zu Wochen dauern. Ist es soweit, wird täglich gerührt. Das bewirkt, daß die Kristalle, die der Zucker im Honig bildet, zerkleinert werden, und dadurch wird der Honig schön cremig statt hart. Wenn die Schlieren, die sich beim rühren bilden, perlmuttartig auszusehen beginnen, dann ist der Honig fertig zum abfüllen.

Bei unserem Honig waren es diesmal nur wenige Tage vom trübwerden bis zum Perlmutt….  mal gucken, ob wir genügend rühren konnten 🙂

 

Experiment…

…offenbar gescheitert:

Eben haben wir voller Zuversicht in die TopBarHive geschaut – und was?

Die Weiselzelle war sehr verbaut, so daß nicht genau zu erkennen war, ob eine Königin geschlüpft oder die Zelle nur „umgebaut“ wurde. Prinzipiell erstmal ein „???“. Aber leider hatten Biens fast gar keine neuen Waben gebaut, nur neben der Weiselzelle hing ein kleines Wabenstück.

Normalerweise ist so ein Schwarm voller Baufreude und kann in fünf, sechs Tagen schonmal mehrere größere Waben bauen. Wenn er das nicht tut, kann das eigentlich bloß bedeuten, daß er keine Königin hat. So viel zu unserer „2-Königinnen-Theorie“ …. Wäre aus der Weiselzelle eine Jungkönigin geschlüpft, dann wüssten Biens das und würden auch schonmal ein Nest anlegen – also Waben bauen. Andererseits waren die Bienen erstaunlich ruhig (ohne Königin sind sie normalerweise unruhig und laut)

Wir haben den „Käfig“ nun aus der Schwarmtraubenmitte entfernt (da gerade Bienen aus den anderen verdeckelten Brutzellen schlüpften, mochten wir ihn nicht ganz rausholen) und werden am Wochenende nochmal schauen, was sich getan hat. Eventuell gibt es aus einem anderen Volk dann schon wieder eine neue Weiselzelle, die wir ihnen zugeben können. Noch ist nix verloren….

Sonntag.

Unruhig sind sie, die Schwarmbienen. Ich tippe: da passiert noch was, heute. Obwohl das Wetter sagt: drinbleiben, was die anderen Völker denn auch tun. Aber beim Schwarm herrscht Betrieb. Sterzelnde Bienen, lautes sausen, aufgeregte Flugobjekte… abwarten.

9 von 12en sahen so aus: voll und wunderhübsch gleichmäßig verdeckelt.

Im kleinen Eimer quetschen, dann umfüllen in den Tropfeimer – das hat sich so bewährt.

Erstmal holen wir die Honigzarge vom Mondvolk. Nicht ganz so voll wie bei den Kringelchen: ein leeres Rähmchen, zwei nicht ganz ausgebaut, aber der Rest wunderbar voll und verdeckelt, das Refraktometer gibt Werte zwischen 17 und 19%.

Obwohl wir zu 2. tragen, verdrehe ich mir den Rücken. Also die nächsten vielleicht 11, 12 Kilo tropfen lassen und selbst mit Wärmflasche, Fellweste und dem neuen Merino-Shirt (Warm!!) das ich im Angebot gefunden hatte, aufs Sofa.

Vorher aber gehe ich noch Mails gucken. Anja schickt mir ein Bild – so kann es also auch sein mit der Schwarmfangerei: einer ihrer Schwärme hatte sich um einen Zaunpfahl gewickelt und war ganz offenbar höchst erfreut über die angebotene Behausung – von ganz alleine nahmen sie den Weg hinein in die ihnen hingestellte TBH. Vielleicht sollte ich das auf Postergröße bringen und meinen Bienen vor die Nase hängen…….(Danke, Anja, daß ichs hier veröffentlichen darf!)

Der Herr F. fährt derweil zum Straßenflohmarkt nach Schnarup-Thumby (ich LIEBE diesen Namen!!!!) Und ist nach einer Viertelstunde zurück: der war gestern gewesen, er hatte sich im Datum vertan…. Eigentlich wollten wir nachmittags zum Wallsbüller Wikingermarkt, aber jetzt – draußen kalt, windig, bewölkt, drin Rücken, dazu der Gedanke, ob wohl der Schwarm schwärme und außerdem kommt die Antigenfoodfrau, um nach ihrem Ableger zu gucken – alles gute Gründe, um vielleicht doch daheim zu bleiben…..

Einen Wetterwechsel, ein Nickerchen in der Sonne im Windfang und mehrere Stunden später schmerzt der Rücken immer noch, wenn ich länger sitze, aber die TBHs haben sich beruhigt: normaler Flugverkehr, deutlich leiseres und ruhigeres sausen. Immer noch nicht das ruhige Lüftungssummen, und es sterzeln auch nach wie vor einzelne Bienen, aber insgesamt ist es deutlich normaler. Vielleicht bleiben sie ja doch!?

Abend. Sie blieben! Und wir glauben: sie werden auch weiterhin bleiben, denn jetzt ist alles ruhig, ein schönes, gelassenes summen, Wachspartikelchen in der Schublade zeigen an, daß Waben gebaut werden, und auch am Flugloch wirkt alles ruhig. Ein schöner, dicker 2,5-Kilo-Schwarm – prima!!! Ich freue mich! 🙂  Das tut auch die Antigenfoodfrau: Sie hat eine schöne, große Weiselzelle im Ableger entdeckt – alles so, wie es soll also, bis auf meinen doofen Rücken. Ich hoffe, morgen ist auch der wieder, wie er soll.