From Dreckwachs to Kerze per trial and error

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Hm. So weit, so gut. Irgendwie hat das alles nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben extrem wenig Wachs gewonnen, das Gefühl ist: sehr viel ist in den Schmutzresten, die wir weggeworfen haben, hängengeblieben. Vor allem bei der ersten Hälfte. Wir haben aber nicht wirklich eine Idee, wo unser Fehler liegt, schließlich haben wir’s so gemacht, wie es im zuvor erwähnten Bienenkisten-blog beschrieben ist. Und was ich bislang ausprobiert habe von dem, was die beschrieben haben, hat immer wunderbar geklappt.

Letztlich werden wir, auf unseren Erfahrungen von heute basierend, beim nächsten mal so vorgehen:

  1. Wachspampe mit Wasser aufsetzen, erwärmen (nicht „mit Wasser auffüllen“, es reicht so viel Wasser, daß unten vielleicht 5 cm stehen)
  2. Wenn das Wachs flüssig ist, zur Grobreinigung die Pampe durch ein Sieb oder Fliegengitter in einen anderen Topf gießen.
  3. Nochmal erwärmen (WASSER!)
  4. Topf einwickeln, langsam abkühlen lassen
  5. Wachsplatte rausnehmen (durch das abgeschiedene Wasser geht das erstaunlich gut!), Schmutz mit dem Stockmeißel abschaben
  6. Wenn nötig, ab Schritt 3 wiederholen, bis das Wachs sauber ist.
  7. Wachskerzen brennen offenbar nur mit Runddocht gut. Und der muß richtigrum einliegen. Richtigrum ist: die Spitze der kleinen Vs, die man im Flechtwerk des Dochts erkennen kann, muß zur Kerzenunterseite zeigen. Aber Achtung: die spätere Unterseite ist beim gießen oben!
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Wachsgewinnung simpel

Naja, simpel… wirklich simpel ist das nicht mit dem „aus benutzten Waben Kerzen machen“. Es ist nämlich eine ganz schöne Sauerei und auch noch recht arbeitsintensiv dazu. Ich hoffe, das Ergebnis rechtfertigt das…. noch ists nicht klar, denn noch gibt’s nur – aber seht selbst:

So weit also… nun fehlt „nur noch“ Kerzen machen. Aber das muß noch auf Zeiten mit mehr Zeit warten. Und darauf, ob Marga in ihren schier unendlichen Beständen einen großen, alten Topf hat, den sie uns überlassen mag, oder ob wir noch danach suchen müssen. Zum Beispiel auf dem Schrottplatz. Und das erfahren wir bald.

Honiggewinnung simpel- ein erster Test

Unsere Bienen haben uns ja verlassen, aber ge-lassen haben sie uns eine Menge voller Honigwaben, die wir nicht nutzen können: wir mussten lernen, daß sie als Futter für neue Bienen nicht taugen, weil von Varroen übertragene Viren drin sein könnten. Und selbst essen können wir den Honig auch nicht, weil es Honig ist, den die Bienen aus als Winterfutter gegebenem Zuckerwasser hergestellt haben, kein „echter“. Was also tun? Alles wegwerfen?
Nein, das wollten wir auch nicht.
Also haben wir mitten im Vorfrühling eine Test-Honigernte und unsere erste richtige Wachsernte gestartet.

Die Bienenkisten- Seite- Macher sind super für Hobbyimker, weil sie oft zeigen, wie einfach geht, was „echte“ Imker mit teuren Geräten tun. Nach dieser Anleitung haben wir uns dann also auch gerichtet. Wir brauchten für unsere „Honigernte“

  • Mehrere Honigeimer
  • Fliegengitter zum ausfiltern gröberer Partikel
  • ein Seihtuch (Fachhandel) für die feinen
  • ein Messer mit langer Klinge

Nun haben wir das Ganze 2 Tage stehen lassen – es war so viel, daß wir dies 2x machen mussten, weil die 12,5l-Eimer nicht groß genug waren. Wir hätten über 15 Liter Honig geerntet. Wir haben ihn in der Au hinterm Haus entsorgt, weil Mülltonne/ Klo eine Sauerei gewesen wäre, Kompost keine Option, denn wir wollen ja nicht, daß Nachbar-Imkers erste fliegende Bienen sich via unseren Honig Viren einfangen.

Nun hatten wir einen fast randvollen Eimer Wachs-Resthonigpampe. Aus dem Wachs wollen wir natürlich Kerzen machen- wie’s dazu weitergeht, zeige ich Euch in den nächsten Tagen.

Unser Test war aber schonmal ein Erfolg- wir haben festgestellt, daß wir das im Grunde genau so auch machen können, wenn wir wirklich Honig haben. Dann kommt wahrscheinlich noch ein wenig Arbeit dazu (rühren, abschäumen….), aber im Prinzip klappt das gut.

In memoriam….

        

P.S.: Leider hab ich zu spät ans fotografieren gedacht: in Bild eins kühlt das Wachs schon ab vom ersten schmelzen. Damit die Schmutzpartikel Zeit haben, sich unten abzusetzen, gut eingemummelt. Im 2. Bild sieht man, wie viel schon beim durchlaufen durchs Tuch rausgefiltert wird. Dann den ganzen Block (übrigens nicht alles von unseren Bienen, ich hatte noch Echtwachskerzen-Reste) nocheinmal eingeschmolzen, ab in die Flasche und nach dem erkalten die Flasche (in Zeitung gewickelt) zerschlagen. Recht provisorisch und nicht für größere Kerzen-Produktionen geeignet, dieses Verfahren- aber nun brennt abends ein Licht, das uns unsere Bienen gespendet haben.

Das Ende unseres ersten Bienenjahres

Heute- kalt, aber schön sonnig und zwischenzeitlich auch länger ohne Schnee- habe ich noch einmal nachgeschaut, ob es vielleicht doch noch ein Lebenszeichen von unserer Brumsel gibt (nein) und dann wollte ich den Kasten abbauen und säubern. Beim öffnen bot sich ein grausiges Bild:

Man kann richtig sehen, wie gut es unseren Bienen wohl noch im Herbst gegangen sein muß – und es ist so traurig, sich anzusehen, wie sie ihr Haus gerichtet haben für den kommenden Winter, und daß sie es gut gemacht hatten- genug zu futtern, Schäden repariert – so tapfer haben sie versucht, zu überleben.

Uns bleibt, ihr Erbe gut zu verwalten. Die uns abgebrochene Wabe haben wir eingefroren, um sie eventuellen Neuankömmlingen als Anfangsfutter anzubieten¹, die restlichen haben wir aber erst einmal so belassen, wie sie sind, um nicht noch mehr Abrisse zu verursachen- bei diesen Temperaturen (um -6°) scheinen die Waben doch recht mürbe zu werden. (Das ist natürlich ein Nachteil der TBH – ohne Rähmchen geht da schneller was kaputt.) Wir werden es bei höheren Temperaturen noch einmal versuchen, ich würde gern die Waben im Kasten in den Schuppen bringen und dort auf neue Bienen warten lassen, die Böcke abgebaut. Er soll ja auch im nächsten Jahr etwas anders stehen.

Die leeren Waben, die ich entnommen habe, will ich einschmelzen. Vielleicht bekomme ich ja schon eine winzigkleine „eigener-Wachs-Kerze“- die wird dann mit Gedanken an unsere erste Brumsel brennen.

¹ 7.2.’12: Ich muß nun eine Berichtigung anfügen. Unten in den Kommentaren steht ja auch nochmal extra, daß das mit dem „Waben für neues Volknutzen“ kein Problem sei. So war mein Wissensstand- bis heute. Heute nämlich erreichte mich eine mail unsrer Patenimkerin- und da steht dies:

„das finde ich ja sehr bedauerlich, dass euer Start so verlustreich ist. Da haben die Varroen letztlich doch wohl ganze Arbeit geleistet!
Da wir von dieser Todesursache ausgehen müssen, habt ihr für 2012 keine Futterwaben mehr übrig, da von „Todesopfern“ der komplette Bau einzuschmelzen ist.
Im Futter von Varroa-Opfern befinden sich Viren, die auf gesunde Jungvölker beim Futterwaben-Recycling übergehen…
Das ist ein zentraler Baustein der guten imkerlichen Praxis.“

Ohweia – die Varroen sind also tot, aber sie übertragen zuvor Viren ins Futter oder den Wachs (da muß ich nochmal nachfragen, wahrscheinlich in beides…) Mist!!

Sorry für die Fehl-Info; Wie gesagt, das war mein Wissensstand- und ich bin Frischling…..

Villa zu vergeben :-(

Gehofft hatte ich ja noch- aber nun gibt es schon seit mehreren Tagen überhaupt keine Lebenszeichen mehr aus unserer Villa Brumselia- die Bienen haben es also wohl nicht geschafft.

Bis zum Schluß haben sie noch Tote aus denFluglöchern geschafft, und am Geknurpsel unten in der Schublade konnte man sehen, daß noch ein wenig gegessen wurde- aber nun schon seit 2 Tagen nichts derartiges mehr.

Ach, ihr Lieben, ich hätte Euch, die ihr so freundlich zu uns wart, so gern behalten und vermehrt- aber nun müssen wir uns doch nach neuen Bewohnerinnen für unseren Kasten umschauen.

Das Jahr eins hat ein trauriges Ende gefunden, und ich hoffe bloß, daß es nicht allzu sehr eine Folge unserer Unerfahrenheit war.

Zu Weihnachten Saures!

Gestern war’s so weit- die Brumsel bekam ihr Weihnachtsgeschenk: Oxalsäure, geträufelt in die Wabengassen, zur Restentmilbung.

Das Fazit der kurzen Begutachtung, die dadurch möglich war:

  1. Viele tote Bienen im Stock, Varroaschäden deutlich erkennbar (Kofferraumbienen)
  2. der Bien lebt noch, aber
  3. mehr Lebende wären gut,
  4. die Prognose: vorsichtig optimistisch

Jetzt heißt es abwarten- weiterhin sind fest gedrückte Daumen willkommen!

Mäusegitter und Gewichtskontrolle

Gestern hat der Herr F. aus Resten eines Dachrinnenschutzes ein Mäusegitter für unsere Brumsel gebastelt. Ab Oktober sollte sowas dran sein, denn dann steigt die Gefahr, daß Mäuse sich im Kasten an den gesammelten Vorräten gütlich tun- und sich sogar im warmen Bienenkasten häuslich niederlassen.
Spitzmäuse sind ja sehr klein, deshalb reichen unsere verengten Fluglöcher nicht aus, um dieser Gefahr zu begegnen.
Optimal ist unser Konstrukt nicht, etwas größer dürften die Maschen sein. Wir hoffen, daß die Damen so nicht noch mehr Pollen vorzeitig verlieren. Aber wir konnten im Fachhandel kein passenderes Gewebe finden. Wir wissen, daß es sowas gibt- aber Uwes Bienenkorb hat Mäusegitter nicht mit Maschen sondern nur mit Stäben, und das können wir nicht brauchen. Im Netz aber gibt es gerade die Gewebe, die wir bräuchten, nur als große Rolle, nicht im Zuschnitt….also muß es vorerst so gehen.

Unsere Wintereinfütterung ist so gut wie beendet. Beim letzten Mal wiegen Anfang September hatten wir 12,5 Kilo Futtereinlagerung geschätzt, jetzt waren 5 Kilo dazugekommen. Aber wir hatten 10 Kilo (Trockenmasse, an der Wasserverdunstung liegt’s also nicht) gegeben. Wohin sind also die restlichen 5 Kilo verschwunden?

Davon ausgehend, daß unsere Bienen bei dem Sauwetter um diese Jahreszeit wohl nicht viel eigenen Nektar eingetragen haben und sich also vom gegebenen Futter auch ernähren mussten, könnten sie an die 2 Kilo davon selbst verbraucht haben. Und der Rest? Der See von gestern hat sich zum Glück nicht erneuert, ich denke also, daß es wohl wirklich so war, daß Waben gerissen sind. Ausgelaufen sind vielleicht 150g, mehr keinesfalls. Eher weniger. Heute morgen war auch wieder viel braunes Geknabber in der Schublade, ebenso wie einige (auffallend viele) Bienenbeinchen und -fühler. Haben sie Erstickte/ Ertrunkene in Stückchen beseitigt? Und tragen nun Nektar aus den kaputten Wabenteilen (oder den an anderen Waben lehnenden etc) um, und stammt das Gemülle davon? Oder sind doch Räuber drin, knabbern die Honigvorräte unserer Bienen an und werden dafür gebissen?
Nach wie vor (seit Wochen schon) sehe ich allerdings draußen keine Anzeichen dafür- keine Kämpfe, keine größere Unruhe, nichts. Dunkle, glänzende Bienen (so werden ja die Räuberinnen beschrieben, da die Verteidigerinnen ihnen im laufe der Zeit die Härchen abbeißen) gibts zu sehen. Aber das können ja auch einfach alte Arbeiterinnen sein.

Wiedermal weiß ich, daß ich nichts weiß, und das setzt mir ganz schön zu. Aber jetzt, zum derzeitigen Zeitpunkt von Einwintern/ Einfüttern, bleibt uns eh nichts zu tun, als auf unser Volk zu hoffen und , das Wetter läßt es ja heute zu, noch einmal gegen die Varroen zu behandeln.

Ich bitte um möglichst viele gedrückte Daumen für unsere Damen, die sich ja bisher wacker geschlagen haben.

25.000 Sorgenkinder….

Ohweh!

Heute wollte ich nur schnell mal Varroen zählen. Nehme die Schublade raus – und was? Ein ganzer See aus Zuckerwasser! Was ist denn nun wieder los? In der letzten Zeit haben wir noch ordentlich gefüttert, die Bienen haben fleißig eingetragen, und jetzt DAS! Der erste Gedanke: ist vielleicht eine Wabe abgerissen? Das Brett hinten abgemacht, um nachzuschauen- aber eigentlich sieht’s nicht so aus: Alles gerade, und unter allen Waben hängen (lebende) Bienen. Könnten sie ja nicht, wenn die Wabe unten aufsäße.

Aber der Gitterboden ist an 2 Stellen ausgebeult als ob doch Gewicht darauf lasten würde.

Wiedermal wissen wir nicht wirklich weiter. Kann es sein, daß die Bienen nicht wußten, wohin mit dem Nektar? Nein, auch nicht, denn an den äußeren Waben wäre doch noch genug anbau-Platz. Außerdem waren über die Tage ganz offensichtlich noch viele Bienen geschlüpft, denn es gab einiges an aufgeknabbertem zu sehen: braune, kleine Zelldeckelreste.

Vielleicht irgendwelche Räuber, die Honigvorräte aufgeknabbert hatten, so daß der ausläuft? Aber eigentlich doch auch nicht, denn die Deckel der Honigwaben sind doch nicht braun, sondern weiß??

Von oben nachgeguckt haben wir nicht, denn tun können wir eh nichts- und mehr kaputtmachen wollten wir auch nicht. Aber ich bin ziemlich erschreckt, und weiß nicht, was ich davon halten soll.

Bien aktuell

  • unsere Bienen sitzen derzeit auf 12 bebauten Waben, davon 2 noch nicht voll ausgebaut. Außerdem gibt’s 1 leere „Baustopp-Wabe“ sowie 1 leere TB
  • Am 8.9. haben wir gewogen, es sollten damals ca. 12,5 Kilo Futter im Volk gewesen sein. Seither haben wir noch weitere 6 Kilo Zucker eingefüttert. Heute habe ich Anhaltspunkte bekommen, wie viel so ein Volk pro Tag verputzt (außer unserem Futter ist ja derzeit nicht viel zu holen): brütend 100g/ Zarge, brutlos 20-50g pro Zarge (Zarge, ja….. in einer DNM-Zarge gibt’s ja 11 Waben, unsere Waben waren voll ausgebaut ca 1/4 größer, das bedeutet *Kopfrauchrechentüftel*…. wir haben ETWA 13-14 Waben DNM, also etwas mehr als eine Zarge) Wenn ich davon ausgehe, daß die Brumseln noch brüten (was ich aber nicht genau weiß), dann gehe ich ganz, ganz üppig gerechnet von 150g Futterverbrauch täglich aus, d.h daß sie derzeit ETWA 16,5 Kilo Futtervorräte hätten.
  • Wir haben ja noch etwas Zeit zum einfüttern (bis Ende September), so 3x je 1 Kilo sollten es schon noch werden.

Nutze den Tag

Kennt noch Jemand diese unsäglichen Foto-/ „Gedicht“bände? *grinsusel* Ich hab sie mal gesammelt….

Aber darum gehts jetzt hier gar nicht, sondern um….tataaaa….die Bienen!! Heute nämlich kam die Sonne raus, erst übermorgen soll’s wieder regnen, es hat 19° und morgen soll’s 21°werden- DIE Gelegenheit, wieder mal reinzuschauen um zu kontrollieren, was die Brumsel so tut.

Und sie tut. Und wie! Die Bienen meinen, sie brauchen Futter, Futter, Futter- und so haben sie leider auch die TB, die wir ihnen ins Brutnest gehängt haben, mit Nektar belegt. Und zusätzlich dort, wo Bienen geschlüpft sind, nicht neu gebrütet, sondern Nektar eingelagert:

Sie haben ja recht – wir haben erstmals gewogen: der Kasten, leer, mit 12 TB und Trennschied samt Böcken, das hatten wir vor Einzug der Bienen gewogen, hat 32,5 Kilo. Heute dann haben wir 51 Kilo gewogen. Bienen, Waben und die mehr-als-12-TB wiegen zusammen etwa 6 Kilo- das heißt, für Futter bleiben ca 12,5 Kilo über- und das reicht noch nicht für den Winter. Wenn unsere Rechnung stimmt.

Allerdings brauchts für den Winter nicht nur Futter, sondern auch Bienen. Und 2 zentrale Waben ohne Honig (weil der zu sehr kühlt) für den Wintersitz. Also brauchen unsere Bienen auch mehr Platz!

Wir haben noch einmal 2 TB eingehängt, in der Hoffnung, daß sie weiterbauen und hoffentlich auch weiterbrüten.

Außerdem haben wir heute noch einmal ein Schwammtuch mit 30 ml Ameisensäure 65% eingelegt. Diesmal kein empörtes brausen, schonmal gut (aber sie haben seit dem letzten Mal 30ml ja auch 2 Waben mehr bebaut). Weiteres bleibt abzuwarten, denn das Tuch liegt erst seit einer Viertelstunde.

Das war wieder ziemlich aufregend, ich fühle mich immer noch jedesmal wie Weihnachten als Kind, wenn wir eine richtige Durchsicht machen…. schön ist das!!!!

PS am 11.9.: diesmal hat’s geklappt mit der Ameisensäure: heute morgen war das Tuch staubtrocken, erschreckend viele Varroen lagen tot darauf (so viele, daß wir nicht gezählt haben, es müssen über 200 gewesen sein!). Daraufhin haben wir den Bienen wieder ein Kilo Futter gegeben, heute abend dann wieder Varroen gezählt: von heut morgen bis jetzt sind wieder 42 gefallen.

Einerseits bin ich wirklich erschrocken über diese Mengen – andererseits: wir hätten es (zumindest jetzt im Spätsommer) nicht anders machen können, das Wetter gab nicht mehr her als wir versucht haben.

Was wir daraus gelernt haben: der nächste Schwarm wird, egal wie gut es aussieht, gleich mit Milchsäure behandelt und sofort mit Drohnenschneiden begonnen. Keine Schonzeit mehr… die war ein Fehler!

Die Brumsel baut wieder

Das ist, was aus der vor ein paar Tagen eingehängten leeren TopBar bis jetzt entstanden ist. Gut: die Brumsel baut. Schlecht: da drin ist Honig, nicht die erhoffte Brut. Aber vielleicht wird das noch, wenn wir von nun an, wie empfohlen, den Bienen durch kleine Futtergaben alle 2 Tage einen stetig strömenden Futternachschub geben, so daß sie das neu gegebene Futter nicht mehr einlagern sondern verbrauchen und damit neue Brut heranziehen.

Immer noch gab das Wetter bisher keine neue Varroa-Behandlung her. Morgen soll es aber laut Bericht besser werden, so daß wir eventuell heute abend dann doch endlich einen Versuch starten (rein soll man’s abends tun, damit in der kühleren Zeit langsam die Ameisensäure sich zu verteilen beginnt und die Bienen Chance haben, sich an das unangenehm beißende Zeugs zu gewöhnen.)

Gucken mit Hilfe

Heute war’s dann soweit:

Die Bienerin (die letztlich beim Steinofenbacktag kennengelernte Imkerin) ist hergekommen und hat sich mit uns unser Volk angeschaut. Das Wetter war leider nicht optimal: windig, Nieselregen, 18° – aber naja, besser allemal als nicht gucken. Für uns jedenfalls.

  • Was sie meint: das ist ein mittelstarkes, aber gut dasitzendes Volk, das auf alle Fälle gute Chancen hat, über den Winter zu kommen.
  • Wir haben zu spät mit der Varroa-Behandlung angefangen, denn es waren tote, „halbfertige“ Bienen zu finden (keine Maden mehr, aber noch weiß), die verstümmelte Flügel haben, was bedeutet, daß ein Virus in Gange ist, das von der Varroa übertragen wird. Und es gab tote Bienen, deren Hinterleib viel zu kurz war- denen hatten Varroen als Maden so viel ausgesaugt, daß sie sich nicht vollständig entwickeln konnten.
  • Wir müssen also im nächsten Jahr früher ran und jetzt dringend nochmal was tun- wobei sie uns vom Plan „heute Abend 2. Schwammtuch“ abgeraten hat: zu kalt, zu viel Luftfeuchte, um gut zu verdunsten. Also vielleicht morgen!? Da soll’s etwas besser werden.
  • Auch sollten wir im nächsten Jahr etwas früher einfüttern und auch jetzt noch während der Einfütterung versuchen, die Bienen dadurch, daß wir ins Brutnest eine leere TopBar hängen, zum weiter-bauen zu bewegen. Damit wir auch gleich eine Waben-Auffrischung bekommen, denn unsere Waben sind schon jetzt, nach 1 Sommer, sehr dunkel – und das bedeutet: so verbraucht, daß wir lieber frische bauen lassen sollten.
  • Unsere Bienen brauchen noch mehr Futter. Aber das wußten wir ja, wir haben ja noch vor, mindestens die restlichen 4l einzufüttern- wenn das Schwammtuch wieder draußen ist.
  • Es gibt wieder etwas Drohnenbrut im Volk- wenn es nicht die ausgiebige Drohnenschlacht gegeben hätte, hätte sie vermutet, daß unsere Königin, die ja nicht mehr die allerjüngste ist, schwächelt, und sich über Drohnenbrut abzusichern versucht – d.h., daß das Volk evtl jetzt noch umzuweiseln versuchen könnte.  Dann hätten wir evtl überlegen sollen, zur Sicherheit (damit’s per Natur nicht zu spät käme), eine neue Königin zu erwerben und einzusetzen. Aber als wir dann von der heftigen eindeutigen Schlacht erzählt hatten, war das wohl dann doch nicht so akut wie zuvor vermutet.
  • inzwischen wurde ordentlich Honig verdeckelt, und auch Arbeiterinnenbrut gibt es nach wie vor- so weit alles gut

Schön ist, daß die Bienerin unsere Bienen-Villa sehr interessant findet und gern mitverfolgen würde, wie so ein Bienenjahr darin sich entwickelt – und wir sind froh, wenn wir uns dadurch dann nicht so doll als Bittsteller fühlen müssen. Insgesamt war das eine wirklich hochspannende und sehr angenehme Durchsicht. Und wir sind nun schlauer – unsere Sorge von letzter Woche war wohl – wie ja auch schon birgitta per Ferndiagnose gemeint hatte- überflüssig.

….uuuund…..cut!!

So fühlte es sich an, als ich heute früh vor dem Bienenstock saß. Nach wie vor: Hektik, Gewusel, keine Kämpferei, aber lautes, aufgeregt tönendes Gesumm – und dann binnen 10 Minuten der Wechsel:

plötzlich nur noch etwa ein Viertel so viele Bienen um den Kasten herum, entspanntes Gesumme, ruhig einfliegende Bienen…. und so ist es bis jetzt. Das sind jetzt Bienen-Mengen, die sehr überschaubar sind, aber bei diesem Wetter (19 Grad, Sonne, kalter Wind dazu) ist es das, was ich erwarten würde – und was wir auch an anderen Bienenstöcken derzeit beobachten.

Heute morgen hatten wir die leere Tupperdose rausgeholt, die 5 Kilo Sirup waren restlos weggeschlürft, aber es waren trotzdem noch seeeeehr viele Bienen dringesessen (vielleicht roch das Heu noch danach?)

Ob es daran lag??? Ob es doch unsere Bienen waren, die, aufgeheizt durch die Signale „FUTTER IN MENGEN – EINTRAGEN!!!!“ in helle Aufregung versetzt wurden und deshalb in Mengen unterwegs waren, die wir sonst nicht kennen? (Der Herr F. hat gelesen, daß unter 200m Entfernung angeblich nur „Futter in der Nähe, suchen!“ getanzt wird und erst bei weiter-weg-Futter Richtungs- und Entfernungsangaben mit vermittelt werden)

Oder ob es doch Räuber waren, die jetzt gemerkt hatten: nix mehr da? Aber die hätten doch noch genug aus den Waben unserer Bienen holen können, das kann doch nicht auch Alles weg sein!? Oder doch?

Antworten wird es geben, zumindest zum Teil: die Imkerin, von der ich unter „Input“ geschrieben habe, wird morgen oder Montag längskommen und unser Volk mal angucken. Dieser Gedanke erleichtert mich sehr, ebenso wie das wieder ruhigere Treiben rund um die Villa Brumselia.

Ich werde berichten….

17 Grad mit Wind und doch….

…. sind unsere Bienen erstaunlich doll unterwegs (VIEL mehr als sonst um diese Zeit, wenns so kühl ist) und weiterhin sehr hektisch. Deshalb hab ich nun zum ersten Mal die „Bewegtbild“-Funktion meines Fotoapparates genutzt und auch noch, weil es ordentlich Geld kostet, bei wordpress die Videofunktion zu nutzen, ein Youtube-Konto eröffnet. Das Ergebnis? Bitte sehr:

Ich muß dazu sagen, daß es in echt wesentlich heftiger aussieht, weil die Bienen so seltsam hakeln/ zittern. Auch diese unruhige Bewegerei hatten wir beobachtet als geräubert wurde – und jetzt wieder. Außerdem sitzen Viele an der Rückseite des Kastens, auch eher ungewöhnlich.

Gelesen hatten wir ja, daß die Bienen nach dem einfüttern oft hektisch werden- beim letzten Mal war das nicht der Fall gewesen. Kann es das sein? Oder wird doch wieder geräubert? Kämpfe sahen wir wieder überhaupt nicht heute, bloß mehrere Wespen (die kleine Sorte), die es aber nicht schaffen, in den Kasten zu kommen. Sie werden abgedrängt oder – eher selten- auch angegriffen.