Na, wie schaut’s, Ihr Bienchen?

Es ist Weihnachten. Bei Imkers die Zeit, in die hoffentlich brutfreien Völker Oxalsäure zu geben, um auch noch die letzten Varroen umzubringen. Aber vorher guckt man natürlich mal, was überhaupt so los ist bei den Bienen. Dazu haben wir bei allen Völkern fünf Tage lang die Gemüllschublade fest zugemacht und dann gezogen. Und was gibt es nun zu sehen?

Der Schwarm

Der Schwarm

Beim Schwarm sieht man: sie sitzen auf sieben Waben. Zu erkennen an den Streifen: da, wo Müll runterfällt, ist „zwischen den Waben“, Wabengassen nennt man das. Und da, wo’s dazwischen hell ist, da sind die Waben. Außerdem haben wir zwei Varroen gefunden. Zwei tote Varroen in fünf Tagen- das bedeutet um diese Jahreszeit:

  • <1 Varroa/ Tag: ok. Muß nichts getan werden.

Ois easy beim Schwarm also, was die Varroa-Lage angeht. 🙂
Was die Volksstärke angeht, bin ich nicht so sicher, denn es war in letzter Zeit ziemlich warm (um 6-8°), was bedeutet, daß die Wintertraube recht locker sitzt. Außerdem sitzen sie zwar über einige Waben, aber dort längst nicht über die ganze Länge der Waben, wie man sieht. Schwer einzuschätzen, das.

Nun unser Zander-Volk:

Die Kleinen

Die Kleinen

Man sieht, daß man nichts sieht…. außer zwei Varroen…. daß da so gut wie nichts zu sehen ist, mag daran liegen, daß wir ihnen ja die 2. Zarge gelassen haben. Da fällt wohl einiges vom Müll auf die Rähmchen und nicht bis unten durch. Keine blasse Ahnung, was das nun insgesamt zu besagen hat… aber beim einwintern machten unsere Kleinen die ganze Zeit einen sehr guten Eindruck.    ???

Weiter zu Haus zwei, dem Volk, von dem der Schwarm abgegangen war, und das uns verdammt klein und „ich weiß nicht, ob die’s schaffen“- mäßig vorkam.

Haus zwei

Haus zwei

Man sitzt auf sieben Waben (da, wo die hellen Streifen sind, das sind die Waben. Müll fällt rechts und links davon, ZWISCHEN den Waben, in die Wabengassen. So kann man da zählen), und nicht eine Varroa ist zu sehen. Das ist gut. Mir scheint, in diesem Jahr können wir uns die Winterbehandlung sparen. Das ist ganz gut so, weil die Temperaturen schon seit letzter Woche (wo das behandeln möglich gewesen wäre) absolut ungeeignet sind: zu warm, zu feucht. Wahrscheinlich beginnen die Königinnen nun auch schon wieder mit der Brut, so daß es besser ist, die Bienen in Ruhe lassen zu können. Ziemlich mittig im Bienensitz hier erkennt man zwei Flecken, an denen das Gemüll heller ist als an den anderen Stellen. KÖNNTE sein, daß das Brut ist. Könnte auch sein, daß nicht 😉 Es gibt eine Website, auf der Imkerpapst Liebig mehrere Gemüllschubladen nebst Auswertung zeigt. Könnte äußerst hilfreich sein, WENN ich bloß erkennen könnte, wie er auf seine Einschätzungen kommt!! Der Herr kapiert’s ebenso wenig wie ich …

Wenn bis Sylvester das Wetter mal über 6°, aber windstiller und trocken ist, werden wir wohl vorsichtshalber die Kleinen mit Milchsäure behandeln- dazu gibt’s dann einen Beitrag extra, falls es stattfinden sollte. Aber das machen wir nur, wenn’s Wetter wirklich paßt, aus Unsicherheit. Sonst lassen wir sie in Ruhe.

Der Rest ist Hoffnung…. möge der Winter ruhig etwas kälter werden, aber nicht zu spät und nicht zu lang – auf daß der Frühling drei fröhliche Bienenvölker ausfliegen lasse!!!!

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Unsere Bienen …

..nutzen die derzeit ja fast sommerlichen Temperaturen von um die 17° noch einmal redlich aus.
Besonders die (ehemals) Kleinen fliegen wie im Frühsommer, und auch Pollen werden fleißig gesammelt.

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Die Kleinen

Wir haben schon Anfang Oktober die Fluglöcher verkleinert. Angeblich soll der Spalt, der bei den kleinen oben zu sehen ist, klein genug sein, um Mäuse abzuhalten. Das hat uns auf die Idee gebracht, die blöde anzubringenden und bei Biens recht unbeliebten Mäusegitter einfach durch unsere halben Fluglochstopfen, die wir ja vom ersten Jahr, als unsere Bienen ausgeräubert wurden, noch liegen hatten, zu ersetzen. Das gefällt Biens deutlich besser, mit den Maschen der Mäusegitter haben sie sich recht schwergetan.

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Verkleinerte Fluglöcher beim Schwarm

Wenn man dann von unten so ins Gemüll guckt, sieht’s eigentlich alles recht fein aus: das dunkle und das helle Geknusper kann man ja ganz gut unterscheiden: dunkel= Deckelchen von Brutzellen – haha!! Es wir noch gebrütet!!! 🙂 Hell= Deckelchen von Futterzellen – hier wird genutzt oder umgetragen, das weiß man nicht, aber normalerweise werden sie jetzt schon ordentlich vom Winterfutter zehren müssen, soooo viel ist nicht mehr zu holen, und soooo viel draußen sind die Damen ja auch nicht mehr…

Beim Schwarm

Beim Schwarm

Beim Haus zwei, dem Sorgenkind, weil man ja schon eeewig nix mehr sieht, das auf Brut schließen läßt, sieht das so aus: und da man auch dort rechts hell, links dunkel erkennen kann und ich immerhin ein (!) verlorenes Pollenknubbelchen fand, sag ich mal einfach: doch, ist alles gut 😉

Beim Haus2

Beim Haus2

A propos Pollen: Oben, beim Schwarm, lagen richtig viele, alle farblich ganz typisch Phacelia.  Aber bevor ich ans Blog gedacht habe, hatte schon derAppetit zugeschlagen, und die leckeren, gesunden Häppchen waren in meinem Mund verschwunden *g*

Laut Blühkalender blüht Phacelis übrigens nur bis Ende September, aber da in diesem Jahr unsere Landwirte vermehrt auf Gründüngung setzen, sehe ich an vielen Stellen (wenn auch nicht im Flugkreis unserer Bienen- aber da wissen sie selbst wohl mehr als ich ;-)) Misch-Gründüngung mit zT noch blühenden Senf- Phacelia- und Luzerne- Anteilen. Insofern…. Übrigens sind in diesen Feldern fast immer auch Sonnenblumen zu sehen- kann mir Jd. hier erklären, wieso? Sonnenblumen sind ja nicht, wie die anderen genannten Pflanzen, Stickstoffsammler- als Gründüngung also eher sinnlos…. übrigens habe ich läuten hören, die vermehrte Gründüngung sei eine Folge der immer-mehr-Mais- Strategie der Bauern: Mais ist ein Starkzehrer und laugt den Boden sehr aus, wenn man ihn mehrere Jahre lang in denselben Boden sät. Irgendwie scheint mir das als Grund aber nicht ganz realistisch:
Erstens ist es NACH der Maisernte, also jetzt, zu spät, um die Gründüngung noch anzusäen, das ginge also höchstens, um dem Mais fürs nächste Jahr schonmal im wahrsten Sinne des Wortes den Boden zu bereiten. Zweitens haben unsere Landwirte bisher mit der Ausbringung von Kunstdünger auch ihre Maisfelder gut über die Runden bekommen, wieso sollten sie das nun ändern? An einen Sinneswandel kann ich nicht so recht glauben. Vielleicht gibt’s ja eine Subventions-Änderung jetzt, unter rot-grün!? Auch da: weiß wer was??

Bienenjahresende

Langsam neigt sich das Bienejahr dem Ende zu:

Die Drohnen sind vertrieben, das Winterfutter ist eingelagert, die Varroa beseitigt, die Kopfzahl pro Volk stark vermindert, aber es werden noch weiterhin ordentlich starke, äußerlich etwas pummeliger wirkende Winterbienen geboren.

So der Idealfall.

Wie sieht es denn bei unseren Völkern damit aus?

  1. Die Drohnen sind vertrieben.  Ja. Das sind sie. Bei allen Völkern habe ich seit etwa 25. August keine mehr gesehen.
  2. Die Varroa ist beseitigt. Wir haben mehrfach behandelt- aber das Ergebnis läßt zu wünschen übrig. Bei Haus zwei sind bei zwei Versuchen ordentlich Milben gefallen. Bei der letzten Behandlung ist wenig passiert, obwohl die Bedingungen gut waren und das Schwammtuch am nächsten Tag „vorschriftsmäßig“ strohtrocken. Schwarm: hier hatten wir, als wir vom Urlaub heimkamen, eine ganze Ladung verkrüppelter Larven zu entsorgen, trotzdem sind danach bei nur einer Behandlung  ordentlich Varroen gefallen.  Und die Kleinen: obwohl sie die einzigen sind, die wir (was überall als wirkungsvoller angegeben wird) von oben behandeln konnten, und obwohl jedesmal das Schwammtuch schön trocken war, sind jedesmal genau 0 Varroen in der Gemüllschublade zu sehen gewesen. Und auch im Vorfeld haben wir bei der Bestandsaufnahme 0 gezählt. Nun ist es aber quasi unmöglich, daß ein einziges Volk im Bienenstand überhaupt keine Varroen hat, also freuen wir uns nicht über dieses grandiose Ergebnis, sondern fragen uns, was falsch gelaufen ist…. Wer weiß, vielleicht haben wir aber auch das erste Bienenvolk Deutschlands, das varroaresistent ist – man wird sehen….
  3. Das Winterfutter ist eingelagert. Nunja…. Die Kleinen und Haus zwei haben je einen Eimer, 14 Kilo, Sirup bekommen und eingelagert. Da wir ja nur wenig Honig entnommen haben, müsste das dicke ausreichen, wenn wir dazunehmen, was sie selbst noch eingelagert haben (wir haben gewogen und Waben gezählt) Der Schwarm ist ein Sorgenkind: den ersten Eimer voll hat er gut abgenommen, aber jetzt mögen die Bienen ihr ihnen zugedachtes Restfutter (von immerhin einem ganzen weiteren Eimer) nicht mehr so recht annehmen.
  4. Stark verminderte Kopfzahl bei Winterbienen-Brut: hier schaut’s bei den Kleinen super aus. Eigentlich sind unsere Kleinen inzwischen die Großen 😉 Sie wirken kraftvoll und stark, tragen nach wie ordentlich Pollen ein, und es sitzen auf den Waben schön viele Bienen. Wir haben die untere, die Brutzarge, in der 4 Honigwaben und 6 Brutwaben zu sein scheinen, nach oben um-gestellt (wir haben nicht alle Waben gezogen, aber konnten durch von-oben-reingucken ziemlich gut sehen, was da los ist) , die obere Zarge hat 6 volle Honigwaben und ist nach unten gewandert.  – Anders beim Schwarm: Ich bin nicht sicher, ob da alles ok ist: ich sehe keine Winterbienen-Pummelchen, es herrscht wenig Flugbetrieb, nur selten ist mal eine Pollita im Anflug, und wenn man von unten durch den Gitterboden schaut, sieht man vorn wie hinten mehrere Waben durch die Bienen- da ist zu wenig Masse! Es mag sein, daß sie, was wohl vorkommt, statt neue Waben zu bauen, Futter in das Brutnest eingelagert haben und die Königin nun keinen Platz mehr hat, um Eier zu legen – was fatal wäre. Oder sie haben gar keine Königin- was ebenso fatal wäre. Da sie so blöde schief gebaut haben, können wir aber überhaupt nicht nachgucken und nichts unternehmen, was helfen könnte. Natürlich könnten wir das Volk auflösen, aber das ist schon eine ziemlich extreme Maßnahme, wenn man nur „nicht recht weiß“ – Im Haus zwei ist auch wenig los, und auch dort sieht man vorn zwei oder drei Waben durchschimmern, aber insgesamt ist das Volk viel stärker, sitzt ja auch auf viel mehr Waben. Es wird regelmäßig Pollen eingetragen, wenn auch weniger als bei den Kleinen, also scheint auch gebrütet zuw erden, und man kann deutlich die Winter-Pummelchen erkennen.

Fazit: Die Varroa-Situation ist schwer zu beurteilen, aber da wir seit unserem Urlaub keinerlei Kofferraumbienen (die verkrüppelten Larven oder zu kurz geratene lebende Bienen) mehr entdeckt haben und der natürliche Totenfall gering ist (was er allerdings auch vor den Behandlungen war, bei denen um die 200 tote Milben unten lagen) , denke ich, daß die Gesamtlage ganz gut aussieht. Momentan würde ich den Kleinen und Haus zwei eine ganz gute Chance für den Winter geben, beim Schwarm bin ich aber sehr unsicher. Ich würde gern etwas unternehmen, um ihm auf die Füße zu helfen, weiß aber nicht, was.

And now to something completely different 😉

Wahl-O-Mat

Parteiennavi  – Ich fand’s hilfreich.

Honeyhoney – how you thrill me (aha) Honeyhoney *träller*

(Wer’s nicht kennt: ABBA *g*)

Kaum aus dem Urlaub zurück, gucke ich natürlich erstmal nach Katz und Bien- und dann auch runter in den Thermokeller, wo Honig von zwei Ernten darauf wartet, gerührt zu werden. Und, was sieht mein ungeschultes Auge?

Perlmuttschlieren! Endlich!!

Perlmuttschlieren. (Und gespiegelte Regale und Finger *gg*)

Perlmuttschlieren. (Und gespiegelte Regale und Finger *gg*)

Beim rühren auftretende Perlmuttschlieren bedeuten: dieser Honig will in Gläser abgefüllt werden!

Abfüllen, Ernte 21.7. Hmmmm, lecker!

Abfüllen, Honig von Haus2
Hmmmm, lecker!

Häh?, fragt sich jetzt Jemand?? Ja, lieber Leser/ liebe Leserin, das verhält sich so: Wenn der Honig geerntet wird, ist er (mehr oder weniger) flüssig in den Wabenzellen. Und wenn er dann älter wird und nicht mehr von den Brumseln auf Nesttemperatur gehalten, dann kristallisiert er aus. Das gibt dann nachher den Honig, den JedeR kennt. Den, den man aus dem Glas schaben muß, weil er steinhart geworden ist. Der Güte des Lebensmittels Honig tut das keinen Abbruch, wohl aber der Bedienbarkeit, dem Bequemlichkeits- und Mund-Lecker-Gefühl des Essers. Und der Esserin. Das ehrgeizige Ziel jedes Imkers (und jeder Imkerin) ist daher, einen Honig herzustellen, der feincremig ist- schön aus dem Glas zu holen, und auf der Zunge zartschmelzend zergehend- hmmmmmm!! Und das erreicht ImkerIN durch fleißiges rühren. Das ergibt kleine Kristalle, und kleine Kristalle machen Creme statt Stein…. Und daß man/ frau genug gerührt hat, zeigt sich halt durch oben erwähnte Perlmuttschlieren.

Unsere Couchsurf-Gästin hat interessiert zugeschaut, wie wir Ernte eins eingeglast haben, Ernte zwei kam tags drauf, da war sie schon wieder weg. Ein sehr befriedigendes Gefühl, so eine Abfüllaktion! Leider haben wir die erste Ernte nicht gewogen, aber 6,5 Kilo vom Dadant-Völkchen (also der zweiten Ernte), aus nur vier Waben ist schon ne Masse Stoff! Wir sind gespannt, ob unser Honig denn nun wirklich schön cremig wird… der allererste, die eine Wabe, aus der vier Gläschen wurden, ist inzwischen rapsig-weiß- und hart. Den hatten wir aber auch gleich abgefüllt, für 4 Gläschen lohnt die Rührerei nicht…. Er schmeckt aber toll, nicht nur nach Raps (Rapshonig mag ich garnicht so gern), sondern schön würzig, aber leicht. Wer zur Party kommt, kann sich mal durch unsere Sorten testen, die anderen dürfen grün sein vor Neid, wenn sie wollen 😉

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PS: Ists Euch aufgefallen? Es gibt soooo viele Arten von Gender-Sprech, politisch korrekt frauenbewegt … ich habe sie alle eingebaut. Glaube ich. Normalerweise wechsle ich eher zwischen dem Zwischen-I (ImkerInnen) und „ach, das ist mir heute zu umständlich“, aber irgendwie fing’s so an, und dann konnte ich nicht mehr aufhören  😉

Heuer trägt man Vollbart

Während man bei Biens in Angeln in der letzten Saison Pyramiden schick fand, trägt man dies‘ Jahr Vollbart 🙂

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Der Schwarm, der von Anfang an dazu neigte, seine einzelnen Damen viel mehr als die zwei anderen Völker draußen an der TBH herumkrabbeln zu lassen, macht die Mode voll mit.
Die Kleinen dagegen bleiben klein: der Bart will noch nicht recht wachsen, man zeigt aber stolz die ersten Ansätze vor, wie das kleine Menschen mit ihren ersten Bartstoppeln auch zu tun pflegen

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Und unser einziges überwintertes Volk, das in Haus2? Das wahrt seine Traditionen und zeigt sich schier. Und stubenhockt 😉

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Varroa

Es ist ein Elend mit der ollen Milbe- kaum hatte man die Freude der Honigernte, schon kommt der Kummer gleich hinterher: wieder mal will die Varroabehandlung nicht so klappen wie geplant:

Der Schwarm ist bei den ersten beiden Versuchen am 29. abends immer gleich ausgezogen- Massen von Bienen quollen aus den Fluglöchern, so daß wir annehmen mussten, daß die Dosis (24ml Ameisensäure, 60%ig) zu hoch war. Gestern haben wir mit 16ml einen nächsten Versuch gestartet- auch wieder Proteste. Letztlich haben wir das Schwammtuch dann unter die hintere Hälfte der TBH gelegt. Da passierte nichts. Aber die Chance ist groß, daß es da auch nicht vernünftig verdunstet- und also auch nix nützt.

Beim Zander-Volk (32ml = 2ml pro Wabe, wie empfohlen) ist schlichtwegs gar nichts passiert. Keine Proteste, keine Reaktion- aber auch keine einzige tote Varroa-Milbe. Auch hier haben wir gestern Abend einen zweiten Versuch gestartet, diesmal ohne aufgesetzte Leerzarge und mit dem Schwammtuch ohne Schutz auf dem Trenngitter statt, wie vorher, mit Plastikunterlage. Mal sehn, ob nun was passiert.

Am übelsten ist das ganze in Haus 2 gelaufen (41,6ml -> 3,2ml pro voll ausgebauter Wabe). Hier gibt es zwar massig tote Varroen (bisher habe ich etwa 150 gezählt) – aber auch viele tote Bienen. Und seltsamerweise seit 2 Tagen nur ganz, ganz, ganz, ganz, ganz ganz wenig Flugverkehr. Nun haben wir noch nie davon gehört, daß das eine Nachwirkung einer Varroabehandlung sein könne, und vielleicht liegt’s ja auch ganz einfach daran, daß das Volk sich auf dem vielen Nektar, den es ja noch drinbehalten hat, meint ausruhen zu können. Aber komisch ist es doch. Wir hoffen, das Volk nicht umgebracht zu haben 😦 Immerhin: das hineingestellte Futter nehmen sie an- wenn auch langsam: heute war erst die Hälfte der gefüllten 2Liter-Dose leer. Normalerweise schaffen die so ein Kleckschen Futter in wenigen Stunden weg…

Wer nun ganz frisch mitliest und nicht so recht weiß, wovon hier die Rede ist, dem sei gesagt, daß die Varroa-Milbe ein seit den 80ern in Deutschland aus Asien eingeschleppter Schädling ist, gegen den vorgegangen werden muß, weil die Bienen nicht in der Lage sind, sich selbst vor ihm zu schützen.
Ein zu stark von der Milbe befallenenes Volk ist dem Tode geweiht, weil verkrüppelte Bienen heranwachsen(die Milbe vermehrt sich in den Brutzellen und schädigt durch aussaugen die Larve) und das Volk anfällig gegen Viren einiger Krankheiten wird, die ihm dann letztlich den Garaus machen. Man behandelt mit Ameisen- und Oxalsäure, weil das die Mittel sind, die relativ natürlich sind und die keine Resistenzen erzeugen (im Gegensatz zu einigen Chemieriesen-„Medikamenten“)
Die Ameisensäure liegt vor der Behandlung 2 Tage im Kühlschrank (damit der Schock für die Bienen langsamer und dadurch erträglicher kommt, wenn die Säure zu verdunsten beginnt) Der Herr F. hat letztes Jahr begonnen, auch noch beim verdunsten Kühlakkus drunterzulegen, das war gut, das machen wir wieder so. Trotz aller Vorsicht und versuchter Kontrolle  ist es immer Sch**** , wenn’s dran geht, die Milben, hoffentlich aber nicht die Bienen zu verätzen.
Die TBH bekommen die Säure auf einem Schwammtuch von unten, beim Zander-Volk wird das Schwammtuch von oben aufgelegt  (was besser ist, da die Säure schwerer ist als Luft) . Wir müssen aber nicht nur auf die Bienen, sondern auch auf uns aufpassen: einatmen kann Verätzungenhervorrufen, auch in Augen und eigentlich überhaupt auf die Haut sollte das Teufelszeug nicht kommen. Also mit Schutzbrille und nix da barfuß und in kurzem Höschen…

Nachtrag 3.8. : erste Ergebnisse: Schwarm und Zander: nix – beim Zander-Volk ist uns das ein Rätsel, weil die Säure ganz vorschriftsmäßig verdunstet ist (am nächsten Tag war das Schwammtuch strohtrocken, beide Male)
Haus2: an die 150 Varroen sind bisher gefallen (die Säure wirkt ja auch in die Brut, dh erst nach 16 Tagen hat man vollständige Zahlen. MAN. Wir nicht, weil wir weg sind und deshalb nicht weiters zählen können), dem Volk scheint’s wieder gut zu gehn, aber sie sind halt weniger geworden… Bislang sieht man zum Glück keine rausgeräumten, toten Larven.

Heute (gleich) gibt’s beim Schwarm einen weiteren Versuch, dringend nötig ist es: wir haben heute im hinteren Raum, wo das Futter steht, viele tote “Kofferraumbienen” gefunden, Bienen, die durch die Varroa so verkrüppelt sind, daß der Hinterleib aussieht wie in einen Kofferraum gepreßt- nicht lebensfähig :-( Und das bei so geringem natürlichen Totenfall, es ist ein Rätsel!!

Nach der Ernte: Varroen bekämpfen

29.7.

Das Varroawetter sagt: heute geht’s gut. Wir gehorchen. Bei zwei Völkern hatten wir vorher den IST-Zustand gemessen, indem wir in der Gemüllschublade 3 Tage lang Varroen gezählt haben. Obwohl in diesem Jahr eine wirklich schwache Belastung festzustellen war, war der IST-Zustand mit 7 bzw 5 Varroen natürlichem Totenfall bei „über 5 Varroen/Tag: es muß bald behandelt werden“.

Die Menge der zu gebenden Ameisensäure richtet sich nach der Größe des Volkes und der Waben:

  • Zander: 2ml pro Wabe. Nach der Fütterung sind 16 Waben übrig: 32ml Ameisensäure.
  • Haus2: 3,2 ml pro voll ausgebauter TBH-Wabe. 15 besetzte Waben nach der Ernte, davon 1 noch sehr klein, minus etwas „Angstabzug“ für nicht 100%ig ausgebaute Waben: 41,6ml Ameisensäure
  • Villa Brumselia: 3,2ml pro voll ausgebauter TBH- Wabe. 11 besetzte Waben, aber es ist uns unmöglich, nachzuschauen, wie viele davon voll ausgebaut sind. Nur von der hintersten wissen wir:  grad mal handtellergroß, die Wabe. Warum? Weil jede Menge Bienen jetzt, wo nur noch Läppertracht geboten ist, rumlungern – man sieht nur BIENE, wenn man reinguckt. All diese Bienen sind in „Winterfutter muß verteidigt werden!!“- Stimmung – sorry, aber dies plus 26° (= sehr weiches Wachs) plus unbebrütete (also NOCH fragilere) Waben läßt uns fürchten, daß wir mehr zerstören als gut machen, wenn wir hier mal schätzen statt wirklich gucken. Wir haben entschieden: 24ml.

Die Ameisensäure ist seit 2 Tagen im Kühlschrank (damit der Schock für die bienen langsamer und dadurch erträglicher kommt, wenn die Säure zu verdunsten beginnt) Der Herr F. hat letztes jahr begonnen, auch noch Kühlakkus drunterzulegen, das war gut, das machen wir wieder so. Trotz aller Vorsicht und versuchter Kontrolle  ist es immer Sch**** , wenn’s dran geht, die Milben, hoffentlich aber nicht die Bienen zu verätzen.
Die TBH bekommen die Säure auf einem Schwammtuch von unten, beim Zander-Volk wird das Schwammtuch (was besser ist, da die Säure schwerer ist als Luft) von oben aufgelegt. Wir müssen aber nicht nur auf die Bienen, sondern auch auf uns aufpassen: einatmen kann Verätzungenhervorrufen, auch in Augen und eigentlich überhaupt auf die Haut sollte das Teufelszeug nicht kommen. Also mit Schutzbrille und nix da barfuß und in kurzem Höschen…

—-
So. Beim Zander und Haus 2 ist Ruhe, nachdem in Haus2 ersteinmal aufbrausen und heftiger Flugverkehr angesagt war. Der Schwarm wollte aber nicht so wie wir, binnen einer Minute eine große Bienentraube draußen. Schnell haben wir das Schwammtuch wieder rausgeholt, nun ziehen Biens langsam wieder ein, das Schwammtuch liegt im Gefrierfach und wir versuchen’s mit mehr Kühlung und weniger Säure (einiges ist ja nun schon weggedunstet) nochmal, wenn’s dunkel wird.

—-
Wieder nix- auch diesmal kamen Biens wieder aus den Fluglöchern gequollen. Nun haben wir das Schwammtuch zum ausdünsten draußen hingelegt und müssen es morgen abend mit deutlich weniger Ameisensäure noch einmal versuchen. Na ja, , we schon Meatloaf sang:
„Two out oft three ain’t bad“

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The day after, 30.7.
Während beim Zander-Volk, dem einzigen, wo wir ganz sicher sein konnten, alles entsprechend der Literatur richtig gemacht zu haben, einfach gar nichts passiert (Die Bienen benahmen und benehmen sich als wäre keine Säure in der Luft, fliegen morgens ganz normal – aber es ist auch keine einzige varroe gefallen, bisher) ist bei Haus 2 nichts schönes zu sehen: nur vereinzelte Bienen sind unterwegs, keine Pollensammlerinnen, dafür werden Tote entsorgt. Ich habe dann mal die hintere Schublade (auf der kein Säure-Tuch liegt) geöffnet – und wo man sonst keine einzige Wabenzelle sah, kann man jetzt die hinteren beiden erkennen. Und es liegen Tote am Boden. Wir haben beschlossen, das Schwammtuch erauszuholen, obwohl es noch nicht trocken ist und man durchaus noch Säure merkt, wenn man darüberhängt und Varroen zählt. Denn auch die sind gestorben, immerhin: 80 Stück habe ich gezählt.

Jetzt können wir nur hoffen, daß Brut und Königin nicht geschädigt sind. Wir haben beschlossen, daß 3,2ml pro Wabe dann wohl doch zu viel sind – obwohl wir das ja in Relation zu den Angaben zu anderen maßen und den jeweilgen Wabenflächen ausgerechnet haben. Wir werden den nächsten Versuch mit nur 3ml pro Wabe starten.

Drückt den Mausis die Daumen – es ist nicht schön, wenn man das Gefühl haben muß, seine eigenen Tiere umzubringen. Ich kann mir das schlecht angucken, sie tun mir so leid! Nichtsdestotrotz müssen wir heute abend nochmal beim Schwarm ran.

Imkerlatein: Preßhonig und die Bienenflucht

28. Juli

Gestern und heute haben wir erstmals eine Bienenflucht benutzt, erstmals Honig aus einer Magazinbeute (der roten mit den Leiharbeiterinnen) geerntet, erstmals Preßhonig gemacht.  Lauter Premieren! Das war mal wieder ausgesprochen spannend.

Aber von vorne:

Gestern, nach der Arbeit und vor dem Gewitter, hieß es „Bienenflucht einlegen“. Eine Bienenflucht ist eine furchtbar praktische Einrichtung. Man legt sie einfach zwischen den Brutraum und den Honigraum, einen Tag, bevor man ernten möchte, und wartet. Technisch gesehen ist so ein Teil eine Sperrholzplatte mit 2 kreisrunden Plastikteilen drin.  (Auf den Fotos liegen sie AUF dem Holz, sie sind aber natürlich eingepaßt)

P1050512 Von oben: Bienchen riecht durch die winzigen Löchlein: da will ich hin! krabbelt rein, es geht in 2 Richtungen längs dem Plastikrand leicht abwärts (sieht man nicht)

Von unten: und aus einem der zwei größeren (im Bild oben) Löchlein kommt Bienchen wieder raus. Unten, im Brutraum. Wieder hoch findet es nicht: zu eng, und duften tut’s ja von der anderen Seite her …. P1050513

Das ganze hat zur Folge, daß man nach einem Tag einen fast bienenfreien Honigraum hat- und viel entspanntere Bienen – fegt Ihr man mit dem Flederwisch bei 28° in schwüler Gewitterluft Tausende Bienen von X Waben herunter (derzeit lungern ganz viele im Stock herum, es gibt ja kaum Nektar). Macht keinen Spaß!

Also sind wir, völlig gespannt, ob das denn nun auch wirklich klappt, vorhin gen Bienen gelaufen. Da standen sie und ahnten nichts… das hellbraune mittig ist die Bienenflucht – Bild 1.  Wir also die obere Zarge abgehoben, und gen vorbereiteten Platz vor dem Wintergarten gebracht, wo schon 2 Bretter warteten (weil die Bienen unten etwas anbauen, und das ja nicht im Gras stehen soll) – Bild 2… derweil noch fix die Bienenflucht samt der oben und unten dransitzenden Bienen vor den Stock gestellt, damit sie wieder rein finden- Bild 3 Die Plastikeinsätze hatten Biens schon mit Propolis bearbeitet, die waren unter der oberen Zarge festgeklebt- Gut, daß die nicht gleich auf dem Boden steht…

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Dann also los, jetzt wird das spannend: haben sie während der Lindenblüte endlich ordentlich Honig eingetragen? Ist der schon genügend verdeckelt? Wie viele Bienen sitzen noch dran?

P1050489  P1050490 P1050492 So sieht das also aus, wenn eine Bienenflucht benutzt wurde- unendlich nützlich und entspannend für ImkerInnen und Bienen…. toll!!! selbst die paar Dutzend, die da noch waren, wurden beim abfegen relativ zickig, je länger das ganze dauerte. Gut, daß es nicht tausende waren! Wir haben jede Wabe gezogen, geschaut, ob schon genug verdeckelt war (voller Nektar waren sie alle!!! :-)) und die, die schon genug verdeckelt hatten, haben wir bienenfrei gefegt und dann sofort in den Wintergarten gebracht (TÜRE ZU; SCHNELLL! *g*), wo eine Leerzarge auf Zeitungspapier und Bretter gestellt schon auf sie wartete. Vielleicht erkennt Jemand, wieso das Foto mit dem ganz wenigen verdeckelten Honig interessant ist? Da sitzt nämlich eine Mitesserin, die sehr, sehr hartnäckig darauf bestand, auch da schlurpsen zu wollen. Wir dagegen wollten sie nicht mit im Bienenstock haben – es war nicht einfach, sich durchzusetzen 🙂

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Hier sind die vier Waben, die wir letztlich geerntet haben, schon in der Küche. Mindestens 2/3 verdeckelt ist die Faustregel für Honig, der dann hoffentlich schon unter den 18% Feuchtigkeit ist, die er höchstens haben soll, um erntereif zu sein. Wir haben sogar ein Refraktometer, mit dem man das genau messen kann- aber entweder wir sind zu doof, das zu benutzen- oder es taugt nüscht: tut man Wasser auf die Fläche, klappt das wunderbar- aber mit Honig sieht man auf der %-Skala: NICHTS. Tja.

Nun geht’s also in der Küche weiter. Die Zarge haben wir, nun gänzlich ohne Bienen, reingebracht, der Euch bekannte Eimerturm aus Honigeimer, Fliegengitter, Seihtuch und Löchereimer steht, und wir haben beschlossen, diesmal Preß-Tropfhonig zu ernten 😉

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Zum Glück sind wir zu zweit: der Herr schneidet die Streifen zwischen den Drähten der Waben heraus (hier gibt es ja Rähmchen mit verdrahteten Mittelwänden, das hatte ich anfangs, als wir diese Bienen neu bekamen, mal erklärt), ich darf matschen 😉 (Ähm: ich hab mir vorher ordentlich die Hände geschrubbt, keine Bange!!) So hat man das früher auch gemacht: um die verdeckelten Zellen zu öffnen, so daß der Honig gut abfließen kann, hat man sie einfach gequetscht.

Wir hatten ja zuvor gestampft (Ergebnis: einer unserer Honige schmeckte arg nach Wachs, da hatte ich zu klein gestampft) bzw geschnitten (Ergebnis: guter Honig, aber zu viele Reste, weil zu viele Zellen heile bleiben) Wenn ich mir anschaue, was jetzt im Honigeimer so rumtropft, dann denke ich, das haben wir gut entschieden. Das Ergebnis sehen und schmecken wir natürlich erst später, aber ich bin sehr zuversichtlich, daß das die Erntetaktik unserer Wahl werden wird 🙂

Jetzt steht der Eimerturm oben und tropft schön vor sich hin, der Honig schmeckt deutlich nach Linde, ist aber dunkler, nicht so flüssig und würziger- da haben sie glücklicherweise (weil ich den reinen Lindenhonig ja nicht so gerne mag) ordentlich gemischt 😉

Jetzt kommt noch das langweiligste und leider auch langwierigste: säubern! Aber vorher haben wir natürlich die Zarge mit den restlichen 6 Honigwaben sowie 4 leeren Rähmchen mit Anfangsstreifen aus Mittelwändchen drin oben aufgesetzt. Diesmal ohne Trennschied, d.h. ab jetzt darf die Königin auch in die obere Zarge, und sie soll sogar dorthin: man hofft als ImkerIn (das hab ich mir gestern in einem Telefonat nochmal vom Jungimker erklären lassen, weil wir und dann doch ein wenig unsicher mit einigen Verfahrensdingen waren), daß die Bienen bis zum richtigen einwintern nach oben „umziehen“ –  wenn sie, was ich bei unseren annehme, auf nur einer Zarge überwintern – man nähme dann die untere heraus, und könnte die alten, bebrüteten Waben gleich einschmelzen – Hygienemaßnahme!!

Noch Deckel und Stein drauf- und die Bienen können erstmal aufatmen…

Theoretisch hätten wir natürlich in wenigen Tagen noch die dann verdeckelten restlichen Waben ernten können, aber: erstens wäre das viel zu viel Honig!!! *g* Zweitens käme unser Zeitplan durcheinander- wir fahren ja Ende der Woche ein paar Tage weg, und bis dahin müssen wir noch die erste Varroabehandlung hinter uns bringen – und dann kann man nicht mehr ernten. Und drittens finden wir’s auch schön, wenn sie eigenen Honig zum überwintern haben (Futter bekommen sie natürlich auch noch)- es ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen, daß eigener Honig rein „menschenverstandsmäßig“ sicherlich gesünder für Biens ist als so ein angereicherter Zuckerrübensaft.

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So. Erstmal ist alles saubergespritzt, aber nuja… Wachsreste …. an den Rähmchen, am Absperrgitter- das wird noch ein Getüddel, bis wir das abgepult haben…. das ist mal bei den TBH einfacher: mit dem Stockmeißel die OT längs, dann mit dem „Flammenwerfer“ abgebrannt – fertig!

Der Herr und ich haben eine kleine Wette laufen, wie viele Liter (!) Honig wir nun aus diesen vier Waben ernten werden. Wer Lust hat, kann mitschätzen.  Als Anhaltspunkt: unsere Ernte am 21.7. (eine TBH-Wabe plus Bruch aus dem Schwarm) ergab fünf Liter schönen Honigs, der jetzt täglich im Keller gerührt wird 🙂 Aber TBH-Waben sind größer als diese Zander-Waben….

P.S.: Unsere Brumseln haben (etwas zu) gute Nasen: in dem Zeug, das ich gestern zu Honigernte anhatte, kann ich jetzt nicht frühstücken: immer mehr kamen an, und suchten bei mir nach gutem Nektar, und so musste ich mich mitten im Frühstück ersteinmal umziehen gehen *g* Überflüssig, zu sagen: keine Honigkleckse waren auf die Sachen gekommen, und ich rieche nix.

Puh

21. Juli

Das war aufregend, heute. Wir hatten nämlich Bienen-Nachmittag.

Erste Maßnahme: Die Kleinen: Als erstes wollten wir gucken, ob sie inzwischen die untere, leere Zarge angenommen hatten. Hatten sie nicht. Also, ganz einfach (dachten wir): zuammen die 2 oberen Zargen anheben, wegstellen, untere weg, die 2 anderen wieder hin- fertig.

Weg jetzt da, ihr Bienen, diese (leere) Zarge soll zurück zum Jungimker

Weg jetzt da, ihr Bienen, diese (leere) Zarge soll zurück zum Jungimker

Erstens kommt es anders: die kleinen hatten die Zargen schön mit Propolis verschmiert, so daß die unterste sich mit anhob und dann (aus 2 Zentimetern oder so) abplumpste. Nuja, 2 Zentimeter… denkt man. Bienen denken anders! RIESENAUFREGUNG, Gebrause, wütende Bienen… schnell die 2 oberen Zargen abgestellt und nix wie weg… die Verfolgerinnen waren dicht auf, doch keine hat uns erwischt. Puh. Wir beschlossen, dieses Volk ersteinmal in Ruhe zu lassen, und beim Haus2 weiterzumachen- das steht am weitesten weg 😉

Haus2 ist die TBH, aus der das alte Volk abgeschwärmt ist und das mit dem „wir basteln uns selbst eine neue Königin“ gut geklappt hat. Das Volk scheint uns gesund und stark, wir hofften, ein wenig ernten zu können- schließlich sind ganze 19 TBs besetzt! Diesmal haben wir getan, was wir schon lange nicht mehr taten: wir haben wirklich jede einzelne Wabe angeschaut, bis auf 3 verbaute ziemlich am Flugloch- vom Nest-Aufbau her kann da gar nichts anderes sein als Nektar- und so haben unsere Bienen schon ganz ohne auffüttern ZEHN Honigwaben voll gesammelt, und der Rest sind schöne, große Brutbretter. Ergebnis: glückliche ImkerInnen 😉 Aber wir haben dann auch ganz vermessen ZWEI Waben herausgeholt: eine einfach so zum ernten (echt jetzt!!) und eine verbaute Dickwabe, in der nur wenig Brut und davon noch einiges Drohnen waren, der Rest Nektar. Die haben wir entnommen (und dafür „hinten“ 2 leere TB eingehängt), weil wir damit wieder ein wenig mehr imkergemäße Ordnung ins Nest gebracht haben. Im Haus dann habe ich ziemlich sorgfältig alles an Brut rausgeschnitten und die Nektarteile mit in den Honigeimer zum austropfen gegeben. Die Brutteile lagen bis heute morgen im Gefrierfach, und heute abend dann können sie diese Teile selbst von Nektarresten säubern und auslutschen. Das war sehr befriedigend- zu sehen, wie unser heftiger Eingriff im Frühjahr gut gegangen ist, und wie kräftig sie sind trotz der Schwärmerei. 🙂

bei der Arbeit

bei der Arbeit

Zuversichtlich haben wir uns dann den Schwarm vorgenommen- und da erwartete uns eine böse Überraschung:

Schräg gebaut über mehrere TB!

schrägüber5Waben

Schräg über fünf Waben!! Hier ist noch alles ruhig….

Der Schrägbau war allerdings noch nicht voller Nektar, und so bildeten wir uns ein, das ganze gut entfernen zu können. Pustekuchen! Der Schrägbau hat offenbar die Teile der Waben gut stabilisiert, die voller Honig waren- die sind dann nämlich abgerissen 😦 Und so haben wir unfreiwillig auch vom ziemlich stinkigen Schwarm allerhand Wabenteile voll mit unverdeckeltem Nektar geerntet…. Schade!! Die Rest-Durchsicht haben wir uns dann verkniffen, Bienen und Menschen waren ziemlich geschafft und genervt. Wir haben aber in der letzten Woche keine Kalkbrut-Larven mehr gefunden und hoffen, daß das überwunden ist und im Brutnest alles seine Ordnung hat- und vor allem, daß wir nicht die Königin unter abbrechenden, leckenden Wabenteilen begraben und ertränkt haben, wie so manche arglose Biene 😦

Auch zu den Kleinen mochten wir danach nicht mehr weiter hineingucken, das haben wir einfach verschoben, wir waren fertig mit Jack‘ und Büx, sozusagen, und außerdem wartete ja schon der Michelmann mit dem Böötchen auf uns….

So ein Gesummse war nie…

… im Fjonk’schen Garten.

Drei Völker in der Linden-Volltracht, da summt der ganze Garten! Wenn es mal einen Moment lang still ist (kein Wind, keine Autos, keine kreischenden Nachbarskinder mit Ferien, keine Rasenmäher- ist schon schwierig….) dann hört man’s ganz deutlich. Wenn man sich bei Sonnenschein unter die Linde stellt, dann darf die Geräuschkulisse auch mal etwas weniger elitär sein, dann übertönen Zigtausende Bienen, Hummeln, Käfer, Wespen einiges. Es ist ein Wunder!!

Ein Wunder, das leider nur sehr fragmentarisch im Bild festhaltbar ist. Immer sieht es im Foto nach fast nix aus, was in Wirklichkeit jeden Tag neues staunen bei uns hervorruft.

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Geguckt

9.7.2013

  1. P1000853

    Aufs Trenngitter angebaute Wabenstücke werden abgeschabt

    Die Kleinen bleiben klein ;-). Mitten in der Linden-Vollblüte fangen sie nun auch mal an, oben im Honigraum die Mittelwändchen auszubauen…. tjä, da haben sie wohl in der Schlechtwetterzeit ordentlich von ihren Vorräten gezehrt und müssen nun erstmal wieder auffüllen, was leer geworden war. Was ihre Anzahl angeht, so sind sie wahrlich nicht mehr „klein“ zu nennen, nachmittags um vier wundert man sich, wie so viele Brumseln, die da rein- und rausschwirren, überhaupt in den Bienenstock passen…. aber offenbar sammeln sie nur so viel, wie sie meinen zu brauchen. Die untergestellte Zarge ist denn auch noch komplett leer, nicht ein Wäbchen…

  2. P1000856

    Mehr haben wir vom Schwarm nicht gesehen

    Der Schwarm hat inzwischen 10 Oberträger bebaut. Das Volk wirkt vital und zufrieden, aber das tun sie eigentlich alle 3 🙂 Alles, was wir ihnen (dem Schwarm) an Zusatz-Futter gegeben haben, ist leergeschluppt. Aber mitten in der Lindenblüte bekommen sie grad mal nix neues, danach dann wieder. Ansonsten haben wir nichts gesehen, weil der Herr sich durchgesetzt hat: ich wollte mal durchgucken, auch um verbautes rechtzeitig zu korrigieren. Er war quakig (Heuschnupfen) und wollte am liebsten  – eigentlich überhaupt gar nichts…. Natürlich ließen sich auch dafür gute Gründe finden 😉 So meinte er, das mit dem korrigieren klappe doch eh nicht und überhaupt…. Ihr dürft ihn gern mal bedauern, denn wenn der Herr quakig ist, dann ist’s schon wirklich schlimm mit ihm und den Pollen.

  3. So groß und voller Honig ist die neugebaute Wabe schon, die die am 30.6. geerntete ersetzt

    So groß und voller Honig ist die neugebaute Wabe schon, die die am 30.6. geerntete ersetzt

    Unser abgeschwärmtes Volk in Haus 2 hat schon begonnen, die Drohnen rauszuschmeißen. Ziemlich früh, aber verständlich, wenn man gesehen hat, welche Übermacht nach dem schwärmen die Herren Bien hatten. Zu viele nutzlose Esser… Wir haben gesehen, daß 18 Oberträger gut besetzt sind, auch der, den wir nach der Ernte neu reingehängt hatten, ist schon wieder bebaut (aber nicht angebaut *freu*) und auf der einen Seite schon mit verdeckeltem Honig gefüllt. Auch die „seltsame Wabe“ vom letzten Mal trägt Honig, danach setzt das Brutnest ein, und mehr haben wir nicht gestört- geerntet haben wir nicht noch mehr, 2 Waben, dachten wir, können sie schon brauchen, so viele Mäuler wollen gestopft werden…. Wahrscheinlich sind ja auch ganz vorn noch Honigwaben, aber da werden wir dann nach der Lindentracht nochmal schauen, ob’s noch was zu holen gibt. Wenn wir wissen, wie viel sie insgesamt haben. Wir haben ihnen noch einmal 3 Oberträger dazugehängt, dann können sie noch mehr bauen, wenn sie mögen.

Alle 3 scheinen varroafrei, doch wir wissen ja, daß das täuscht und werden selbstverständlich zuzeiten trotzdem behandeln. Aber es ist ein schönes Gefühl, sich keine größeren Sorgen darum machen zu müssen, denn bedrohlich viel kann da nicht sein.

P1050342

Das Bild ist recht groß, einfach anklicken.

Am 10.7. sieht alles schon nicht mehr ganz so rosig aus: in der Gemüllschublade unseres Schwarms liegen Larven, die durch die Kalkbrut mumifiziert sind und von Putzbienen ausgeräumt wurden. Es ist wohl so, daß die Kalkbrut oft von äußeren Faktoren (kurzfristige Unterkühlung der Larven wäre bei uns möglich, da der Schwarm noch recht klein und das Wetter zwischenzeitlich sehr kühl war. So kann es sein, daß ein Teil der Brut nicht genügend gewärmmt werden konnte.) ausgelöst wird und von allein wieder vorbeigeht. Wenn mehr nachkommt, werde ich gesondert berichten. Auf dem Foto erkennt man auf 2 Larven die Pilzsporen, die sich über die harte, mumifizierte Madenlarve ausbreiten, das ist nämlich das schwarze 😦

Horch

Ich hatte es mir schon gedacht, seit ich wusste, daß es zum Wochenende warm und sonnig werden sollte.
Gestern abend dann kamen wir vom Wochenende im Rheinland heim, und wir mussten gar nicht ganz hingehen, sondern konnten schon hören, was los ist, als wir noch 50 Meter weit weg waren:

Die Lindenblüte ist im Norden angekommen!!!

Die Linden bei der Nachbarin die Straße runter summen abends um sieben noch, als hätte man ihnen einen Lautsprecher verpaßt 🙂 Und unsere Brumseln sind mittenmang, alle Völker sind fleißig wie die Bienchen!!

Außerdem ist an diesem Wochenende, es war ja schön warm, der Honig, den wir aus der einen, verbauten Wabe im Haus 2 geerntet hatten, schön durchgetropft.
Der Herr tippte auf 2 Gläser, ich, als ich sah, welche er mitgebracht hatte, auf 2 1/2 bis 3. Geworden sind’s vier- man ist doch erstaunt, wie viel Honig aus so einer noch nicht ganz fertigen UND nicht ganz vollen Wabe herauskommt 🙂

3 Gläser voll, Honigreste tropfen noch ins vierte Glas. Mittig: die Wachsreste sind ja auch noch honigfeucht, das ist lecker zum naschen zwischendurch: auslutschen und das Wachs zum einschmelzen in den Pott....

3 Gläser voll, Honigreste tropfen noch ins vierte Glas. Mittig: die Wachsreste sind ja auch noch honigfeucht, das ist lecker zum naschen zwischendurch: auslutschen und das Wachs zum einschmelzen in den Pott….

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Die 3 vollen Gläser. Jetzt muß schon beschriftet, werden, damit wir nicht den Überblick verlieren *freu*

Ende Juni beim Bien

Etwas seltsam aussehend- aber es ist verdeckelter Honig.

Etwas seltsam aussehend- aber es ist verdeckelter Honig.

30.6.

Letzten Sonntag war das Wetter zwar wahrlich nicht gut – aber immerhin trocken und über 10°.

Wir haben beim Schwarm gesehen, daß das Futter dann doch endlich nahezu verbraucht war und 1 Kilo nachgelegt, und dann haben wir doch mal kurz beim Haus2 geguckt. Eigentlich wollte der Herr schauen, ob die nicht doch nochmal Schwarmzellen anlegen (Brut schien ja wieder da zu sein, weil sie seit einiger Zeit wieder Pollen eintragen wie wild, aber die mal wirklich zu sehen, war auch noch ein Wunsch…) Also den Smoker gepackt und das restliche Zeugs und aufgemacht.

Es war dann wieder nur ein „kurzes gucken“: den Bienen gefiel es nicht gut, daß wir bei dem Wetter ihr warmes Nest aufreißen wollten, und so haben wir folgendes gemacht und dann aufgehört:

  • die hinterste, kleine Wabe war schön voll mit verdeckeltem Honig, und sie war fies ans Trennschied und an die nächste Wabe angebaut. Deshalb haben wir uns entschlossen, sie herauszunehmen und diesen Honig zu ernten. Lecker!!! (Genascht haben wir natürlich 😉
  • Dahinter waren noch 2 Honigwaben, das Völkchen ist also ganz gut versorgt, zumal ganz vorn ja auch beim letzten gucken noch mindestens 2 volle Honigwaben zu finden gewesen waren.
  • Und dahinter konnten wir wirklich ein schönes Brett verdeckelter(!) Arbeiterinnenbrut sehen, bald also gibt es wieder Nachwuchs und Hilfe- rechtzeitig zur Lindenblüte, hoffe ich!

Dann haben wir zugemacht, wie viel Brut da ist, das wissen wir also nicht.

Büschen was ist aufgerissen- weil es ja verbaut war.

Büschen was ist aufgerissen- weil es ja verbaut war.

Nicht allzu viel. Wir bräcuhten 2 3- oder 5-Liter-Eimer mit Deckeln. aber wo gibt's sowas??

Nicht allzu viel. Wir bräuchten zwei 3- oder 5-Liter-Eimer mit Deckeln für solche Kleinernten, die wiederum zu groß sind für unsere 1000g- Joghurtbecher. Aber wo gibt’s sowas??

Neues vom Bien. Oder auch nicht.

Es wird Herbst.

Ja, ich weiß, grad erst war Sonnenwende- aber wie soll man 15° bei starkem Wind mit heftigen Regenschauern und Bewölkung fast ohne Sonnenlöcher sonst deuten?
Bei diesem Wetter – das seit letzter Woche durchgängig herrscht, und davor gab’s Schwüle und Gewitter – können wir bei den Bienen nicht reingucken. Dabei wär’s grad so spannend:
ZB müsste jetzt Brut im abgeschwärmten Volk im Haus zwei sein. Von außen spricht auch einiges dafür, zB wird wieder ordentlich Pollen eingetragen.
Oder der Schwarm in der Villa Brumselia: es müsste alles ok sein, ob sie aber genug Futter haben (da sie ja nach wie vor die Zuckerlösung größtenteils ignorieren und derzeit kaum fliegen können)- ???
Und die Kleinen: seit vorgestern fliegen sie so- ziellos, irgendwie… Wenn ein Sonnenloch ist, ist wirklich viel los, aber sie treiben sich so lang vor dem Flugloch herum, bevor sie reingehen. Und sie summen anders, scheint mir. Lauter.  Das ist auffällig, und ich frage mich, ob da vielleicht Räuber unterwegs sind. Wir sehen aber keinerlei Kämpfe, und aufgeregt „gezickelt“ wird auch nicht- doch das könnte ja auch innen stattfinden, was weiß ich!? Es wäre also wirklich gut, mal wieder reingucken zu können, doch bis Ende dieser Woche ist schlechtestes Wetter angesagt.

Abwarten…

Ganz interessant finde ich noch, daß unsere drei Völker ganz unterschiedliche Schwerpunkte beim pollensammeln zeigen. Derzeit siehts zB so aus:

  • die Kleinen: fast ausschließlich dicke, fette Höschen in zartem creme, mit dem auch die Pollitas über und über eingepudert sind, wenn sie heimkommen. Und das trotz der Nässe. Ich neige dazu, von den „angebotenen“ Pflanzen mit passender Pollenfarbe den Holunder zu verdächtigen, denn im Comfrey sehe ich nie pollige Bienen und der Holunder ist grad in Vollblüte
  • Direkt daneben steht der Schwarm. Hier tragen die Damen im Moment ein kräftiges orangerot.  Da Hundsrose und Weißklee in Mengen im Dorf zur Vefügung stehen, schätze ich, daß eines davon angeflogen wird.
  • Noch eins weiter: Haus zwei. Hier neigt man zum understatement: gedecktes graugrün mit ab und an einem Tupfer orangerot, schwarz oder creme …. Schwer zu sagen- die Sommerlinde blüht noch nicht, der Blutweiderich auch nicht, der Weißdorn mit der roten Blüte blüht zwar, aber in näherer Umgebung hab ich noch keinen gesehen- hier ist die Auswahl, vielleicht ists ja das Mädesüß in Kombi mit Brombeere? Und welchen Pollen gibt eigentlich die Himbeere? Die blüht nämlich, und gut besucht ist sie auch… *schnellnachguckt*: hellgrau. Ok, das war vor einigen Tagen bei Haus zwei sehr aktuell … die Mode wechselt schnell 😉

Na, bei der jetzigen Vielfalt kann man eh nur Vermutungen anstellen, aber wie gesagt: spannend ist da eher die ganz unterschiedliche Auswahl!

Zum Zeitvertreib noch ein Bild aus der spärlichen Sonnenzuteilung, das der Herr geschossen hat:

Bienen beim wassersammeln. Oder beim trinken.

Biene beim wassersammeln. Oder beim trinken.

Und eins von den Küken- da muß man, so schnell wie das geht, momentan dranbleiben! Ich kann’s selbst immer garnicht glauben!

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Babies im Schwarm!

P1050079 Unserem Schwarm aus der Buche, dem wagemutig eingefangenen mit der alten Königin, geht das gut!

Heute haben wir zum ersten Mal durchgeguckt. An acht TBs bauen sie an, auch wenn das äußerste Wäbchen noch wirklich winzig ist – dahinter wird’s deutlich größer, und diesmal tun die Bienen, was sie angeblich im Naturbau immer tun: sie bauen zuerst am Flugloch die TBs sehr groß aus, um dort viele Bienen sitzen zu haben und Fluglöcher besser verteidigen zu können. Bei uns hatten sie bisher immer klein-groß-klein gebaut, also in der Mitte am größten (zunächst, in ein paar Wochen sieht man das eh nicht mehr) Zu sehen ist auch, daß sie ganz rechts an den TBs bauen und erst langsam weiter nach links die Waben ausziehen- auch das vorschriftsmäßig 😉 : rechts sitzen die Fluglöcher.

P1050080Es ist ordentlich Nektar und Pollen eingelagert.

P1050081Vor allem in den hintersten drei Waben glitzert es schön, und ein wenig verdeckelter Honig ist auch schon zu sehen.

Unser Futter brauchen die Bienen offenbar nicht mehr, auch wenn immer ein oder zwei daran naschen, wenn ich mal von unten durch’s Gitter hineinschaue.

Ab der vierten Wabe gibt es dann auch Brut zu bewundern, keine Unmengen, aber schöne, kleine, verdeckelte Bretter und daneben Rundmaden. Und wo die sind, sind dann gewiß auch Stifte, auch wenn wir wiedermal keine gesehen haben …

P1050085Wen wir auch nicht gesehen haben, ist die Königin- und das, obwohl die Bienenmenge gerade doch schön übersichtlich ist- viele sind bei dem derzeit recht schönen Wetter imm Außendienst unterwegs gewesen, und soooo viele sind es ja eh noch nicht. Den Stift zum Punkt-draufmalen hatten wir griffbereit- aber: nüscht. Ich glaube, die hat einfach keine Lust auf  Bodypainting 😉

Leider beginnen auch diese Bienen, ein wenig schief zu bauen. Wir haben versucht, es zu richten, aber so recht gelingen wollte das nicht. Auch an der einen Seite angebaut haben sie bei ein paar Waben. Das haben wir weggekratzt und hoffen, daß sie es so reparieren, daß die Wabe danach frei hängt.

Brutgflege

Und hier nochmal eine Nahaufnahme, auf der man schön sieht, wie die Babies gepflegt werden: überall tasten sorgende Fühler die Zellen ab, und zwei Bienen stecken gerade bei einem Kind ihre Köpfe in die Wiege, vielleicht, um dem Futtersaft, auf dem die Lütten gemütlich schwimmen, noch etwas hinzuzufügen. Oder um nachzugucken, ob alles ok ist mit der Klein-Brumsel- wer weiß?

Ein schönes Bild- wer hätte gedacht, daß man sich so über den Anblick dicker, weißer Maden freuen kann 😉