April?

P1110312Nein. Nicht April. 8 Dezember 2015. Und auf dem Foto sieht es wesentlich weniger aus als es ist. Ein großes Gesumme im Garten, wie beim Reinigungsflug! Kein Wunder, denn:

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Geschützt an der dunklen Wand und in der Sonne. Ja. Aber es ist frühlingswarm!

Wir haben heute beschlossen, daß unter diesen Umständen die Winterbehandlung mit Oxalsäure nur bei den Völkern durchgeführt werden wird, die aufgrund der Varroazahlen auch im brütenden Zustand nach dem Motto „jede tote Varroa ist eine gute Varroa“ eine Dezimierung dringend brauchen. Normalerweise behandelt man ja mit Oxalsäure nur, wenn die Völker brutfrei sind, weil die Oxalsäure nicht durch die Brutzellen-Deckelchen dringt. Deshalb werden die meisten Varroen, nämlich alle, die in der verdeckelten Brut sitzen, nicht erwischt. Gewöhnlich haben die Bienen um Weihnachten herum keine Brut, weil die Königin bei Minustemperaturen das brüten einstellt und 21 Tage drauf keine verdeckelte Brut mehr im Kasten ist. In diesem Jahr gab es bisher aber nur in zwei aufeinanderfolgenden Nächten überhaupt mal um -2° … es ist unwahrscheinlich, daß die Bienen nicht brüten…

..und die Bienen?

gesehen in Nürnberg, hoch oben über dem schönen Café am Dürerplatz

gesehen in Nürnberg, hoch oben über dem schönen Café am Dürerplatz

Ja, die Bienen…. momentan haben wir um 12°, und damit gehen unsere Bienen (wenn mal kein Regen fällt) ganz unterschiedlich um: bei den Sternchen ist – für diese Jahreszeit – immer noch erstaunlich viel los. Sie fliegen eifrig, wann immer es wettermäßig möglich ist, und offenbar tragen sie dabei auch Honig ein – denn die Beute ist schwer. In ca einem Kilometer Luftlinie ist ein blühendes Senffeld – ob sie da bei diesen Temperaturen noch hinfliegen? Vielleicht blüht aber auch „nur“ in sonniger Lage irgendwo schon ein Efeu. Pollen sieht man auch noch manchmal. Bei den anderen Völkern ist es viel ruhiger. Man sieht ab und an mal zwei, drei Bienen, aber das wars auch schon.

Die Varroen sind in drei Völkern sehr gut in Schach. Nur im Mondvolk (mal zwei, mal eine, mal drei pro Tag) und natürlich beim Liegenvolk mit etwa fünfen ist die Lage suboptimal, aber nuja, wenn ichs mit letztem Jahr vergleiche, ist das alles nicht soooo fürchterlich. Bei den Sternchen hatten wir da um diese Zeit noch immer täglich an die zwanzig Varroen gefunden – und sie haben es überlebt (ausgerechnet sie, die die allermeisten hatten….) Zum behandeln ist es einfach zu kalt, uns bleibt die Weihnachtsbehandlung mit Oxalsäure, die wir natürlich machen werden.

 

Vorräte

Was Ihr hier seht, das ist, was derzeit an Honig von den eigenen Bienen in unserem Vorratskeller lagert – das meiste davon ist von diesem Jahr, dabei haben wir ja schon einiges gegessen und verkauft… Aber es ist auch noch Honig von 2013 und 2014 dabei – wir haben jetzt begonnen, „von alt nach neu“, von links nach rechts, aufzuessen, denn obwohl es natürlich toll ist, Geschmäcker etc vergleichen zu können, muß der 2013-er dann doch mal irgendwann weg.

Boah ej!!

Boah ej!!

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Man beachte die unterschiedlichen Färbungen der Honige!

Es ist wirklich schön, auf diesen Vorrat zu schauen 🙂 Ganz was anderes als auf Vorräte, die nicht von den eigenen Tieren stammen.

Je heller der Honig, desto mehr Rapsanteil, desto früher also wahrscheinlich der Erntezeitraum. Ganz rechts stehen sieben Gläser vom aufgelösten Schwarm aus der TopBarHive, links daneben die große Ernte von den Sternchen, die so schön dunkel = würzig ist. Doch, ich bin schon etwas stolz, nicht nur auf unsere Bienen, sondern wider alle Vernunft (schließlich haben wir nicht gesammelt und eingedickt und….) auch auf uns.

Bei den beiden Pflegevölkern liegt der Verdunster in den letzten Zügen. Beim Liegenvolk haben wir schon über 3000 Varroen gezählt, es ist ein Wunder, daß die so vital und kräftig herumfliegen. Aber auch das grau-rote Volk ist mit über 1000 kräftig dabei… Wunderbar ist, daß unsere drei Völker gut dastehen: momentan bekommt täglich wechselnd eines davon die Gemüllschublae eingelegt, und nie zähle ich mehr als eine Varroe. Bisher müssen wir da also nicht nachlegen.

Die Futtersituation ist okay, wenn auch nicht üppig: unsere eigenen Völker haben wir letzten Sonntag gewogen. Alle haben zwischen 18 und 20 Kilo Futter drin, allen haben wir noch einmal ca 3-4 Liter Sirup nachgegeben. Im Vergleich zum letzten wiegen hatten die Sternchen 2 Kilo abgenommen, die Sonnen 3 Kilo zugelegt – und das Mondvolk war genau gleich geblieben – obwohl alle nach dem letzten wiegen noch etwa 5 Liter Sirup dazubekommen hatten. Seltsam… wenn die Leihvölker mit dem Verdunster durch sind, wiegen wir die auch nochmal nach und hoffen, daß es, falls auch hier noch gefüttert werden muß, nicht schon zu spät im Jahr ist und zu kalt, als daß sie uns das Futter noch abnehmen.

Heute haben wir dann auch noch die Pflegevölker von den Verdunstern „befreit“ (alles wechgedunstet, man merkte es in den letzten Tagen schon an den Varroa-Zahlen, die deutlich sanken), gewogen und daraufhin den Grau-roten nochmal einen ca. 4-Liter-Behälter mit Sirup reingestellt. Ausgerechnet das heftigst varroageplagte Liegenvolk, das – Ihr erinnert Euch – als es bei uns ankam  völlig ohne Vorräte war, hat jetzt die beste Futtersituation mit 22 Kilo Winterfutter. Es ist doch immer wieder verblüffend: diese Bienen wirken auch sehr vital, fliegen ohne Ende und scheinen auch noch ordentlich zu brüten (Polleneintrag)

In 21 Tagen, wenn sämtliche Ameisensäure-Wirkung „durch“ ist, werden wir noch einmal Varroen zählen. Ich bin jetzt schon gespannt….


Aussortiert: zwei Ofenhandschuhe. Sozialladen-Tüte.

7/12

September

September

Vorgestern – ja, vorgestern, da war noch einmal Spätsommer. In Eckernförde saß ich mit a im Windschatten am Strand in der Sonne, im T-shirt. (Raus aus dem Windschatten, und man wünschte sich sofort die Vließjacke plus Mütze – aber auch nur direkt am Wasser. wo der Wind weiße Schaumkrönchen auf die sonst so ruhige Ostsee pfiff)

Abends dann das Letzter-Abend-Essen mit teff und dem Grafen – wie schnell so eine Woche vorbeigeht…. – als wir aus dem Restaurant kommen, ist es schon stockfinster, aber noch einmal kann man im Innen-Dreß ohne Frösteleien zum Parkplatz laufen, ein Spätsommerabend.

Gestern dann musste ich mir eine Regenlücke suchen, um das Foto zu machen. Und der Ofen ist an. Man sieht erste rötliche Schimmer an den Weinblättern am Haus, Montbretien und Strandastern sind die Blumen der Stunde – und natürlich der Schlangenkopf, dem ich das ausbreiten nicht mehr verwehren mag, seit ich sehe, wie unsere Bienen jede Sonnenminute nutzen, um sich in seine Blütenköpfe zu zwängen.

P1110150Bei unseren beiden Pflegevölkern arbeitet der Nassenheider Verdunster. Im Liegenvolk merkt man, daß es bitter nötig ist: 89/120/ 310 sind die an den ersten 3 Tagen gezählten toten Milben. Sonnen-und Mondvolk brauchen keine weitere Behandlung; jetzt, nach Ende der „Wartezeit“, waren mal keine, mal eine Milbe tot in der Windelschublade. Bei den Sternchen sind wir unsicher. Es fielen täglich 3-4 Milben; wir sind noch uneins, ob wir ihnen bei diesen Zahlen eine Zweitbehandlung zumuten sollen. Ansonsten scheint es allen Bienen recht gut zu gehen. Das Sonnenvolk ist das kleinste, aber ich denke, es ist groß genug, daß es den Winter wird schaffen können, sofern Frau Königin fit bleibt – aber das ist ja eh immer die Grundvoraussetzung für alles…. Ende des Monats werden wir zur Sicherheit nochmal wiegen, aber eigentlich sollten alle Völker genug Futter haben um gut und satt den Winter zu überstehen, selbst wenn es ein langer, kalter werden sollte.

Wäre toll, wenn….

auf dem Rücken!

Aha! auf dem Rücken wieder die roten Pfeile 🙂

…ja, wenn wir jetzt, wie in normalen Bienenjahren, schon fertig aufgefüttert und gegen die Varroen behandelt hätten.

Aber wie in jedem Jahr – es ist halt nichts normal – diesmal ist es das Wetter. Bei uns war es so lange so kalt, daß wirklich Alles sich nach hinten verschoben hat – auch die Lindenblüte, und die wollten wir nunmal noch abwarten, um danach zu ernten und mit den Wintervorbereitungen zu beginnen. Da es aber den ganzen Sommer über kalt, naß, dunkel blieb, stehn wir jetzt dumm da: Es ist Anfang September, unsere Bienen sind erst durch eine Varroabehandlung gegangen, das zählen des Totenfalls gestaltet sich schwierig, weil MASSEN von Asseln da sind, sobald wir eine Schublade einschieben, und auch mit dem auffüttern sind wir noch nicht ganz durch, weil Biens diesmal wirklich viel Futter nötig haben.

Zum Glück scheinen nur Sternchen und das Liegenvolk bisher echte Varroenprobleme zu haben, besonders letzteres. Wir konnten ja nur einen flüchtigen Eindruck von der Lage vor ihrem Umzug zu uns gewinnen, der war bei denen schon übel. Dann haben wir gleich behandelt, aber es fiel nur wenig. Aber dafür jetzt – über 30 Varroen am Tag! Ich hoffe und bitte, daß das noch der Behandlung geschuldet ist (nein, die 21 Tage sind noch nicht rum) und das schlechte Sofortergebnis dann jetzt durch den langfristigen Totenfall noch relativiert wird, aber sicher bin ich nicht. Wir können aber derzeit auch nicht nochmal behandeln – es ist schlicht zu kalt, und laut Wettervorhersage wird sich das in absehbarer Zeit auch nicht ändern.

Was bleibt ist, in der Wartezeit fertig aufzufüttern. Das tun wir gerade. Dann ist das wenigstens schonmal durch.

Bei unseren Völkern ist ebenfalls die Wartezeit noch nicht vorbei. Hier sieht es (die asseligen Unwägbarkeiten mal beiseitegelassen) nicht gar so düster aus. Die Zahlen sind wesentlich besser. Wir haben aber nicht einmal die Chance, die Völker noch einmal durchzugucken, um hoffentlich wieder ordentliche Brutnester zu sehen. Wir müssen uns auf die Fluglochbeobachtungen der letzten guten Tage (in denen sie noch gefüttert wurden, deshalb keine Durchsicht möglich war) verlassen. Die stimmen immerhin zuversichtlich, weil inzwischen alle Völker wieder ordentlich Pollen sammeln. Auch die quietschroten, die die Pfeile hinterlassen. Was war das noch? Ach ja…

Krieg im Garten

Einen Tag, nachdem wir die Bienen durchgeguckt und die zwei schwächsten Völker zusammengelegt haben, herrscht Krieg im Garten.

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Hier wache ich!!!

Das Sonnenvolk hat Ärger mit Wespen, das Mondvolk muß sich gegen fremde Bienen wehren, die zwei zusammengelegten Völker sausen laut in der Beute (draußen sieht es bei denen dagegen relativ friedlich aus), und die Sternchen verjagen alle drei Minuten wieder dieselbe Hornisse…. Nur auf der Liege wirkt alles recht friedlich – ich habe bei diesem „Volk ohne Futter“ (habt Ihr dieselbe üble Assoziation, so im Zusammenhang mit dem Beitragstitel und überhaupt??) morgens mal kurz den Deckel gelupft – fast zwei Drittel des Futters sind schon weggeschlürft!!

Natürlich sind die Wespen auch mal bei den Sternchen, und die Hornisse war auch ab und an mal beim Sonnenvolk zu sehen – aber eben eher weniger. Hmmm. Aber irgendwie ist die Hornisse kleiner als sonst Hornissen sind. Abends dann habe ich mal nachgeschaut, weil auf den Fotos erst so richtig auffiel, daß sie nicht nur kleiner, sondern auch viel dunkler ist als unsere Hornissen sonst. Und prompt habe ich wieder eine neue Bewohnerin unseres Gartens entdeckt: die kleine Hornisse oder Mittlere Wespe  Ich kann jetzt nicht behaupten, daß mich diese neue Bewohnerin wirklich glücklich stimmt 😉 Unsere Bienen mögen sie nicht (zu Recht, sie hat ziemlich agressiv angegriffen), und das macht sie mir nicht gerade sympathisch…. aber nuja, auch eine Kleine-Hornissen-Kolonie noch zu Wespen und echten Hornissen wird unsere Bienen nicht ernsthaft kleinkriegen …. denn …

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Alle Völker wehren sich erbittert gegen die Vereinnahmung von wem auch immer.

Die lästigen Wespen werden eher verjagt als richtig angegriffen, aber bei den fremden Bienen (ob es heimatlose Flugbienen von der Liege sind, die sich verfliegen, weil sie ja nun seit tags zuvor zwischen Sternchen und Mondvolk stehen? Das Flugloch des Mondvolks ist etwa auf der gleichen Höhe…) geht es auf Leben und Tod, und vor der Beute liegen Opfer im Gras. Nach Räuberei sieht es für mich nicht wirklich aus, bisher wirkte das auf mich anders. Aber wer weiß das schon genau…

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Im Grunde ist es genau, wie es sein soll. So ein Volk muss sich ja wehren können, sonst ist es verloren! Viele möchten vom leckeren Honig nur zu gern etwas abhaben. Und gibt man ab, dann verhungert man im Winter. Und doch ist es nicht schön anzusehen, wenn sich fünf, sechs Bienen auf eine andere stürzen und man sich ineinander verbeißt und auch zu stechen versucht.
Wespen und Hornissen haben momentan, soweit ich das sehen konnte, keine Chance. Ich habe nicht eine gesehen, die es in eine Beute geschafft hat, das war in anderen Jahren auch schon anders.
Und dann keilen sich die Wespen auch noch untereinander, gut so *gg*

Ganz zum Schluß wurde dann auch ich noch in die Mangel genommen – eine Wespe war genervt vom fotografiertwerden und flitzte auf mich zu – ein Stich unterm Kinn…. tjä, was tut Frau nicht alles für ihr Blog ;-|


Aussortiert: ein programmierbares Heizungsthermostat. Da es durchaus funktioniert (ich aber tierisch genervt bin, weil alle paar Wochen die Batterien leer sind und man dann jedesmal neu programmieren muß) geht es zum Sozialladen. Nach zwei Jahren!! Die hat es in einem Körbchen auf der Schlafzimmerkommode verbracht, weil ich immer dachte „na, vielleicht nächsten Winter doch…. – denn im Prinzip finde ich das gerade für unser Schlafzimmer absolut sinnvoll. Na, das Äppelken macht zur Zeit  für uns (naja *gg*) einen Praxistest mit einer anderen Marke. Wenn sie da im Frühjahr grünes Licht gibt (dh bei dem Dingen nicht dauernd wechseln/ neu programmieren musste) dann gibts zum übernächsten Winter ein anderes.

Das war ARBEIT!

Achtung: der folgende Beitrag ist verständlich nur für Imker oder SEHR eifrig Mitlesende 😉 ich habe auf jegliche Erklärungen verzichtet, weils eh schon so viel ist! 

Sonntag, 23.8.

Eine Zusammenfassung unserer Bienen-Großaktion

  • Offenbar haben alle unsere drei Völker (wegen des Ameisensäureverdunsters?) eine Brutpause eingelegt. Nicht gut. Bei Sternchen und beim Mondvolk haben wir liegende Stifte gesehen, das heißt, sie haben genau als der Verdunster zu verdunsten aufhörte, wieder zu brüten begonnen. Im Sonnenvolk haben wir die Königin gesehen und mit einem Farbpunkt versehen, aber überhaupt keine Brut gefunden 😦 Ich überlege aber, ob das an uns liegt, denn ich sehe dort laufend Pollitas. Und es gab keine Pollenbretter, der Pollen wird also verbraucht.
  • Alle Verdunster waren leer. Es sind Varroen gefallen, besonders bei den Sterchen (über 500); aber nicht so viele, wie wir aufgrund der Ausgangslage gehofft hatten (das wären bei den Sternchen so um die 900 gewesen)
  • Die Schwammtuchbehandlung bei den anderen drei Völkern ist zwar gelungen (Tücher trocken oder nur leicht feucht), doch sind nur sehr wenige Varroen gefallen. Eigentlich kaum mehr, als wir beim zählen beim Besitzer als natürlichen Totenfall ermittelt hatten. Mist!
  • Das eine Volk unserer Pflegebrumseln war wirklich sehr zart. Es hatte zwar Brut, saß aber mit nicht allzuvielen Bienen auf nur fünf (Zander-)rähmchen. Die anderen Mittelwände waren nicht einmal ausgezogen. Zu diesem Zeitpunkt bedeutet das, daß dieses Volk unserer Meinung nach keine Chance hätte, den Winter zu überleben. Das war ja auch die Einschätzung des Vorbesitzers gewesen
  • Das zweite, stärkere Volk mit den meisten Varroen war, wie auch unsere Bienen und die kleinen Zarten, sehr freundlich. Wir haben es vollständig durchgeguckt und ein vernünftiges Brutnest mit auslaufender Brut, aber absolut keine frische Brut gefunden. Und nicht das kleinste bißchen Futter, die armen Bienen!!! Unser erster Gedanke: kein Wunder, daß die nicht brüten, die könnten ihre Brut ja garnicht versorgen. Aber jetzt, wo die ganze Aktion durch ist, haben wir nochmal nachvollzogen welche Bienen welche sind und festgestellt: von diesen Bienen hatten wir vor dem Umzug einen dicken Honigraum voll Honig den Besitzer dagelassen. Aber normalerweise hat ein Volk mit vollem Honigraum immer auch genügend Honigvorrat am Brutnest! Und mit vollem Honigraum müssen die doch nicht zu brüten aufhören. Das müssen wir beobachten
  • Das 3. Volk war eigentlich insgesamt das mit der ausgeglichensten Bilanz: Maden, verdeckelte Brut, Futter…. alles da! Aber: alles recht wenig. Und die wurden dann auch richtig patzig, als wir die leeren Waben abgefegt haben, um zwei auf eine Zarge zu schrumpfen, die wir dann dem zarten Volk aufgesetzt haben. Die müssen sich nun entscheiden, welche Königin besser ist….

Jetzt mussten wir also überlegen. Wir kamen zu dem Fazit, daß wir Volk 1 und 3 zusammenlegen und danach alle Völker füttern. Letzteres wollten wir erst abends tun, aber dann sahen wir, daß eh Alles in der Luft war nach dem zusammenlegen, und die Bienen auch bei unseren – eigentlich ja unbeteiligten – Völkern versuchten, in die Beuten zu kommen. Wenn da was schiefgehen sollte (Räuberei!), dann war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Also haben wir sofort gefüttert, nachdem wir noch gewogen hatten. Das wiegen hat ergeben, daß die Futtersituation offenbar wirklich schlecht ist in diesem Jahr: alle Völker hatten nur zwischen vier und sechs Kilo Futter. Wenn man bedenkt, daß wir im letzten Jahr fast gar nicht zugefüttert haben …. jetzt hat jedes Volk einen 14-Kilo-Kanister Futter bekommen, und nun warten wir darauf, daß sich die ganze Lage beruhigt (also im Grunde auf den Abend, denn vorher wird das nicht passieren)

Die überzähligen Waben sind inzwischen eingeschmolzen, denn das ist ja auch immer noch was – es bleibt ja nicht bei der Arbeit an den Bienen- das ganze Equipment raus- und nachher wieder reintragen, umziehen, Waben einschmelzen (bei uns immer sofort, damit wir keine Ameisen in die Bude kriegen); auch das will getan sein. Und so waren wir mit allem Drum und Dran mal eben bummelig drei Stunden beschäftigt (Rest-Chaos ausgenommen….)

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Ein zuammengelegter Zweizarger steht jetzt da, wo das zarte Volk war – das wird das rotgraue Volk sein

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Das ist das Volk ohne Futter; die Futterzarge steht schon bereit. Es wird „das Liegenvolk“ heißen. Warum, sieht man hier gut 😉

Was bleibt?

Wir müssen

  • nächste Woche gucken, ob die Sonnenkönigin zu stiften begonnen hat und
  • ob im Liegenvolk das Brutgeschäft wieder aufgenommen wird.
  • Außerdem muß in einigen Tagen bei den verbliebenen zwei Pflegevölkern die 2., hoffentlich erfolgreichere Schwammtuchbehandlung erfolgen.
  • Danach heißt es: kontrollieren, wie viel noch gefüttert werden muß und
  • am Wochenende 5./6.9. müssen wir nochmal bei unseren Völkern Varroen zählen, um zu schauen, wie erfolgreich dort die Behandlung war (dann ist ein Brutzyklus nach der Verdunsterei rum, und wir können den natürlichen Totenfall sehen)

Aussortiert: Eine Art Hänge-Aktenordner. Eigentlich klasse- bloß habe ich gar keinen Platz, um den aufzuhängen… totaler Fehlkauf, weil ja so praktisch! Ist er auch wirklich, bloß hab ich gar keinen Platz zum aufhängen, dafür aber genug in Schubladen *Augenroll* Kann den Jemand brauchen? Sonst kommt der zum Umsonstladen.

SIEBENUNDZWANZIG

SIEBENUNDZWANZIG ist die sagenhafte Zahl der Gläser, die wir heute mit der Honigernte von unseren Sternchen gefüllt haben! So viel war nie zuvor (und wieder wissen wir das ganze nicht in Kilo oder Litern, weil wir nie wiegen oder messen….) Außerdem gibts noch einen kleinen Topf voll von der TBH und die Einzelwaben, die wir vorher immer mal hier und da entnommen hatten – viel Honig für dies‘ Jahr! 🙂

Und man denke jetzt nicht an winzige Probiergläschen! Nein, von „echten“ Honiggläsern bis zu Hefepastengläsern geht die Spannweite der gefüllten Gläschen. Und da wir beim Bieneneinsammeln berichtet hatten, wie schwer wir das haben würden, weil der große (10-Liter??-) Topf voll Honig ist, und weil der Bienenbesitzer noch sowas geniales stehen hat, ohne es zu brauchen (für seine Honigernte, die wir dortgelassen haben, hat er sowas nämlich noch in (noch) größer), und weil er zwischen Bienendurchgucken/ Honigräume abfegen und Bienen holen nochmal eben heimgefahren ist, um das kleinere „sowas“ zu holen (dazwischen mußten die abgefegten Bienen ja erstmal eine Chance haben, zurückzufliegen, und WIR hatten die Chance, lecker beim Inder essen zu gehen), deshalb – ja, deshalb hatten wir es leicht mit dem abfüllen des Honigs.

Das „sowas“

Hmmmmmm....

Hmmmmmm….

Da tropft nix, da fließt es und stoppt, ganz wie man mag – es geht eben nichts über gutes Werkzeug! Ohne dies hätte der Herr den schweren 10-Liter (?)-Topf voller Honig immer so vorsichtig kippen müssen, daß der Honigstrahl ja nicht zu dick wird, und dann, eine Weile, bevor das jeweilige Glas voll ist, langsam absetzen, so daß der Strahl noch versiegen und abtropfen kann, ohne daß das Glas überquillt – ganz schön schwierig und nicht gut für den Rücken! So war es eine reine Freude, den Honig abzufüllen.

Bisher hatten wir ja nie so große Mengen – mit einem normalen Kochtopf ist das alles kein Ding…

Nachzählen?? ;-)

Nachzählen?? 😉

Und schaut mal, wie dunkel der jetzige Honig ist!

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Der ist schön würzig, und recht flüssig – es wird ein ordentlicher Anteil Waldhonig (= Honig nicht von Blüten, sondern von Blattläusen auf Bäumen) dabeisein, den mögen wir ja Beide besonders gern 🙂

Bin stolz auf unsere Bienen!!!!

Suchbild

Na?

Fällt Jemandem etwas auf?

P1110066Nicht? Oder doch?

Wenn nicht, dann aber jetzt:

P1110067P1110068Ja, genau! Drei weitere Bienenvölker sind in unseren Garten eingezogen. Wieder Pflegekinder (daß man uns nach dem Fiasko vom letzten jahr überhaupt noch welche anvertrauen mag, dabei kann sich dann Jeder denken, was er möchte)

Wieder ist ein Notfall der Grund, es ist aber schon klar, daß sie längstens bis Frühjahr hier bleiben werden, wir werden sehen, wohin sie dann weiterziehen. Erstmal wollen wir aber tun, was wir können, damit sie auch überleben, und dazu gehört, daß sie gleich am Abend nach ihrem Einzug erstmal Saures bekommen haben – nämlich eine Schwammtuch-Ameisensäurebehandlung. Da unsere eigenen Völker nun auch seit heute mit dem Verdunster „durch“ sind (vorschriftsmäßig waren die jeweils 290ml 60%iger Ameisensäure nach 11-14 Tagen vollständig verdunstet), können wir nun am Sonntag einen GRoßeinsatz machen und

  1. sechs Bienenvölker durchgucken – und ganz vielleicht dann gleich zwei der „Neuen“ zusammenlegen, wenn sie nämlich so schwächlich sind, wie der Besitzer es vermutet),
  2. dann alle Völker wiegen, um zu sehen, wie die Winterfutter-Lage ist, um dann
  3. zu füttern.

Na, und dann steht da ja auch noch immer ein groooßer Topf Honig, der langsam abfüllreif ist – dafür haben wir praktisches Equipment mitbekommen- mehr dazu, wenns getan ist 🙂

Erfolge!?

Der Nassenheider Verdunster ist jetzt sechs Tage drin. Anfänglich waren wir beunruhigt, weil so garnichts passierte- wir haben dann den 4. Verdunster, den wir noch in Vorrat stehen hatten, mal mit Wasser befüllt und genau so in der Küche aufgebaut wie die anderen in der Bienenbeute stehen – und wir stellten fest: okay, es dauert wohl einfach etwas, bis der in Gang kommt, und außerdem entsteht kein sichtbarer nasser Fleck, aber das Vlies ist feucht – alles okay. Eine Mail an Blue-book ergab noch weitere Infos, und so konnten wir beruhigt den Verdunster arbeiten lassen.

Heute nun habe ich nachgeschaut, und bei allen Völkern sind ganz vorschriftsmäßig durchschnittlich 20-25ml täglich verdunstet. Ideal also.

Jeden Tag habe ich Milben gezählt, und der Erfolg ist – naja.

Insgesamt haben wir beim Sonnenvolk bisher 15 tote Varroen, beim Mondvolk 35, und bei den Sternchen immerhin  424. Das ganze ist ja noch nicht rum, der Verdunster bleibt 10-14 Tage drin, je nachdem, wie lange es braucht, bis die 290ml, die bei einem Dadant-Volk eingefüllt werden, weggedunstet sind. Aber trotzdem ist das schon sehr wenig.

Vorher hatten wir ja – man rechnet „natürlicher Totenfall pro Tag x100= Istbestand an Varroen“ – bei Mond- und Sonnenvolk nur etwa 100, bei den Sternchen aber um die 900 Milben im Volk. Na, mal sehen, was nach den vollständigen zwei Wochen so passiert ist…

Insgesamt sind alle drei Völker derzeit sehr ruhig. Es ist wenig Tracht vorhanden, und vielleicht liegt es auch mit an der Säure. Aber sie fliegen, und sie tragen Pollen ein. Wenn die Behandlung vorbei ist, werden wir mal wieder reinschauen, bis dahin gehen wir mal davon aus, daß es ihnen gut geht.


Aussortiert: ein BH. Der ist einfach unbequem. Fehlkauf. Weg.

Varroa-Behandlung – erstmals mit dem Nassenheider

Manchmal ist es ja einfach toll, in gut erreichbarer Nähe einen Bienenbedarfsfachhandel zu haben. Naja, „fach“… aber das ist ja auch nicht so wichtig, wenn man weiß, was man will – in diesem Fall schnell zwei Liter Ameisensäure 60%…. und los kanns gehen. Jetzt haben Biens dann hoffentlich auch aufgegessen 😉

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Wir erhoffen uns davon

  1. schonendere Ameisensäurebehandlung für Biens (mit der Schwammtuchmethode war es ja doch immer ein ziemlicher Schock für die Bienen, wenn die Säure zuschlug. Jetzt sollte das langsamer und allmählicher vonstatten gehen. Bisher gibt es auch noch keine Reaktion der Bienen (beim Schwammtuch gab es ja doch immer wieder Panikreaktionen)
  2. größere Wetterunabhängigkeit für uns. Der Verdunster bleibt 10-14 Tage drin und gibt kontinuierlich Säure ab, da ist die Toleranz, was Temperatur und Luftfeuchte angehen, größer. Inzwischen gibt es den Super-Service des „Varroawetters“ – Postleitzahl eingeben und nachschauen, ob die Bedingungen gerade günstig sind – sehr hilfreich! Bei uns siehts, so weit dei Vorhersage reicht, prima aus.

Ich bin froh (und, bei den Sternchen, überrascht), wie relativ entspannt die Varroen-Lage ist: letzte Woche an 3 Tagen gezählt: der natürliche Totenfall betrug bei Mond- und Sonnenvolk 0/0/1 Varroe, bei den Sternchen 1/1/2. Jetzt, nach der Drohnenschlacht, ist – typisch, denn die Varroen vermehren sich um diese Zeit heftig, und Biens werden weniger – die Lage etwas angespannter: Mondvolk: 2, Sonnenvolk: 2, Sternchen : 9!! Ein Teil der harmlosen Zahlen der letzten Woche mag aber auch der starken Besiedelung mit Ohrenkneifern geschuldet sein (die gern tote Varroen fressen) – jetzt hatten wir die Beutenböden von unten abgefegt, bevor wir die Schublade eingelegt hatten.

Nun heißt es also abwarten und täglich Varroen zählen, um zu sehen, was passiert….


Aussortiert: Bücher. Sogar recht viele in letzter Zeit: mir fehlte die Zeit, zur Tanke-Frau zu fahren, um Lese-Nachschub zu holen, und so habe ich immer wieder auch Zweit- und Drittlesen betrieben. Und immer wieder musste ich feststellen: nochmal brauche ich dieses Buch nicht zu lesen. Also registrieren und freilassen…. Da ist allerhand zusammengekommen in letzter Zeit!

Planungskompetenz: null!

Seit Wochen wissen wir: wenn das Wetter endlich mitspielt, muß gegen die Varroa behandelt werden.

Vor Wochen haben wir uns entschieden, den Nassenheider professionell auszuprobieren, haben ihn bestellt und schonmal zusammengebastelt, die Gebrauchsanweisung genau durchgelesen – nun also ist das Wetter gut, die Bienen haben ein wenig Futter aufgeschlurpst, und heute abend soll es losgehen.
Und was?
Ich geh schonmal hoch gucken – und es ist nur noch ein wönzöges Schlöckchen in der Flasche mit der Ameisensäure!
Ups!


Achja, aussortiert habe ich sogar auch schon. Als ich eh in den Keller ging, habe ich eine nicht mehr funktionstüchtige Petroleumlampe weggeworfen, die man vielleicht noch hätte reparieren können, die ich aber nunmal in den letzten etwa zehn Jahren nicht repariert habe. Wat fott is, is fott!!!

 

Tatsache ist…

… daß es nun doch ein Drohnenmütterchen gibt in der TBH. Am Donnerstag nachgeschaut, nur Drohnenbrut. Eigentlich war es klar, sahen wir doch im Gemüll, daß Niemand den Wabenbau vergrösserte (keine Wachsplättchen zu sehen), und das wäre dringend nötig gewesen für ein wachsendes Volk, das sich ja schließlich auch auf den Winter vorbereiten muß!

Schade, aber dann soll es wohl nichts sein mit unserem Schwarm. Wir haben ihn nun vor der Sonnenbeute abgefegt, das Ritual kennen wir ja inzwischen schon zu Genüge, leider….  Nun können die Arbeiterinnen noch in ihrer Restlebenszeit das Sonnenvolk verstärken, und gut is‘.

Ein wenig verdeckelten Honig gab es sogar zu ernten. Und wir gehen mit drei Völkern in den Winter.


Aussortiert: Einen Zahnbürstenhalter für 3 Zahnbürsten. Fehlkauf! (Und zwar vor mindestens 12 Jahren) Braucht wer einen???? (schönes blau, sein einziger Pluspunkt. Ansonsten: Plastik, der Deckel mit 3 Löchern für je eine Zahnbürste…)

Imkerlatein: Drohnenmütterchen, drohnenbrütig

Es kann sein, daß unser Schwarm ein Drohnenmütterchen gebildet hat, das die neuen Königinnen abgestochen hat. Als der Herr nämlich am Samstag reinschaute, war alle bisher verdeckelte Brut Drohnenbrut. Aber mehrere Weiselzellen waren ausgeschlüpft.

Was heißt das?

Wenn ein Volk lange ohne Königin ist, kann es sein, daß eine Arbeiterinnenbiene versucht, die Rolle, der Königin zu übernehmen und zu stiften. Da sie aber ja nicht befruchtet wurde, kann sie nur Drohnen produzieren (die ja aus unbefruchteten Eiern schlüpfen), das Volk ist drohnenbrütig. Das läßt das Volk natürlich langfristig sterben. Als wir die frische Brut vom Mondvolk einhängten, waren ja noch keine Stifte da, und Biens haben sofort die Weiselzellen ausgebaut – da müsste das also genau dazwischen, während sich eine neue Königin entwickelte, passiert sein. Nun kann zweierlei geschehen:

  • das „Drohnenmütterchen“ ist so stark und überzeugt, daß es die schlüpfenden Königinnen als Konkurrenz absticht. Schade, denn dann ist dies Volk verloren.
  • Oder eine junge Königin konnte sich durchsetzen und hat das Drohnenmütterchen abgestochen (oder es wird aufgrund der königlichen Pheromone wieder zur normalen Arbeiterin), dann sind – hoffentlich – die frischen Stifte, die der Herr auch gesehen hat, Arbeiterinnen. Das bleibt für uns jetzt abzuwarten…. Da nach „Zeitplan“ der Königinnenentwicklung die junge Königin tatsächlich frühestens letztes Wochenende zu stiften begonnen haben kann, könnte das sein. Abwarten.