Unfreiwillige Honigernte

Pfingstsonntag war es mal wieder so weit: wir haben nachgesehen, wie es um unsere Bienen steht.

Und natürlich haben sie wieder nichts im Sinn als Blödsinn:

Alle drei haben endlich ihre Honigräume besetzt und bauen Waben. Aber Mondvolk und Kringelchen haben von unten durchs Absperrgitter bis in den Honigraum „Aufstiegshilfen“ gebaut – und Honig dort hineingetragen – eine Sauerei beim aufmachen, verschwendeter Honig und überhaupt….

Das Sonnenvolk ist das stärkste. Es brütet heftig, und es ist durchaus möglich, daß hier ein Schwarm ansteht, wenn wir nichts dagegen tun. Eines haben wir getan: eine Wabe mit Brut (allerdings hauptsächlich Drohnen, so reduzieren wir gleich die Varroen, die sich am liebsten in Drohnenbut vermehren) haben wir entnommen, eine frische Wabe eingehängt – haben sie auch unten was zu bauen….

Dem Mondvolk ist die hinterste (Futter-) wabe abgerissen. Es muß schon ein Weilchen her sein, denn oben haben sie schon neu gebaut, unten stabilisiert:

Sieht gut aus, gell? 🙂
Honig, verdeckelt, wie ein Theatervorhang, der Stalaktiten frisch gebauter Waben freigibt

Das ist natürlich nix für Imkers, die ja Waben entnehmen und hin- und herbewegen wollen, und so haben wir unsere erste kleine Honigernte eingefahren (netterweise war all der Honig, der im alten Teil der Wabe war, schon verdeckelt) Und dem Volk eine frische Wabe zum ausbauen gegeben.

Und die Kringelchen? Sie haben die Kalkbrut. Das ist eine Pilzinfektion, die dazu führt, daß die Maden sterben. Tun können wir da wenig, es wird empfohlen entweder die Bienen an einen wärmeren Standort zu bringen (der Pilz mags kühl), oder die Königin auszutauschen. Beides für uns keine Option. Oft aber gibt sich das von alleine, und da das Volk vital ist und sich sogar, was die Bienenmassen angeht, kräftiger zeigt als das Mondvolk, werden wir sie selbst damit fertig werden lassen (oder eben nicht)

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Emsig sind sie, die Bienen

… und offenbar unterschätzen wir immer noch laufend ihren sprichwörtlichen Fleiß:

heute ist der 2. Tag mit über 15°C bei Sonne und ohne Wind. Da ich gestern Arbeitssamstag hatte, haben wir uns vorhin drangemacht und Biens durchgeschaut.

Der Plan:

  • überall Brut sehen
  • kontrollieren, ob alle genug Futter haben (es können noch harte Zeiten kommen, und b4rütend ist der Verbrauch hoch
  • leere Waben herausnehmen, vor allem die alten, dunklen

Und dann kamen Biens…… alle Pläne haben sie zunichte gemacht…. *g*

  • es gab schlichtweg keine leeren Waben! Einiges ist noch über an altem Futter vom einwintern. Statt eine Wabe nach der anderen zu leeren, haben sie überall schräg unten angefangen zu leeren, so daß in jeder Wabe noch oben und in einer Ecke altes Futter hatte. Bei allen Völkern. Dieses alte Futter haben sie schon wesentlich stärker als vermutet mit frischem aufgefüllt.
  • beim Mondvolk ist sogar fraglich, ob sie genug Brutplatz haben, so stark glitzert das überall. Denen haben wir – eigentlich lächerlich um diese Zeit, wo grad mal Kornelkirschen und Krokusse blühen – einen Honigraum draufgetan. Können sie sehen, ob sie den nutzen, falls sie wirklich Platznot bekommen.
  • Obwohl also keine leeren Waben zu finden waren, haben wir alte oder schiefe Waben entnommen – es war ja eh so viel Futter da….. diese Waben werden wir aufheben, falls noch Futternot kommt, solange sie „gut“ sind (einiges ist verdeckelt, aber vieles nicht, und unverdeckelter Nektar kann durchaus schlecht werden.) 7 Waben sind nun aus 3 Völkern entnommen, jeweils 1 frisches Rähmchen haben wir eingehängt, damit sie Platz zum bauen haben.
  • Leider gab es nicht allzuviel Brut anzusehen. Alle Völker wirken zufrieden und agil, aber sind nicht gerade voll mit Bienen. Und alle Völker haben nur 3 Waben mit Brut, davon nur wenig verdeckelt, und keine der Waben ist eine volle Brutwabe- immer nur 1/3 bis 1/4 ist mit Maden bestückt, der Rest mit Pollen und Nektar.

Eigentlich haben wir dieses „Problem“ jedes Jahr wieder: nie können wir so viele Waben entnehmen wie wir gern würden, immer gibt es nur kleine Brutnester. So recht haben wir keine Idee, wie dies zu ändern wäre. Andererseits haben wir seit einigen Jahren keine Verluste und nur geringe Varroabelastung, insofern ists vielleicht ja gar nicht so schlimm. Hauptsache, gesunde, zufriedene Tiere 🙂

Ach, und a propos Tiere: heute flatterten ein Tagpfauenauge und ein Zitronenfalter durch den Garten. Auch mehrere unterschiedliche Hummelköniginnen habe ich gesichtet, und ein neues Tier kann ich demnächst auch vorstellen, wenn ich’s denn sicher bestimmt habe 🙂

Bzzzzzz

Flugbetrieb bei allen drei Völkern, als ich heute meine verordneten „10 Minuten wie ’ne alte Oma“ passend zu einigen Wolkenlücken als Gartenrundgang gemacht habe. Bei den Kringelchen wurden auch eifrig Pollen eingetragen – leider NUR bei ihnen. Nuja, in den letzten acht Jahren habe ich gelernt, daß das eigentlich noch nicht viel heißen muß – wahrscheinlich bedeutet es nicht, daß die anderen beiden keine zu versorgende Brut haben sondern nur, daß sie in diesen 10 Minuten keine Pollen gesammelt haben *g* Die Gemüllschubladen zeigen bei jedem Volk 4-5 besetzte Wabengassen, fallengelassene Pollen aber wieder nur bei den Kringelchen. 2x Kondenswasser, 1x trocken; 1x frisches Bauwachs; 1 Varroa. Habe mir nicht gemerkt, was wo….

Märzenbecher und Winterlinge waren gut besucht, die Krokusse seltsamerweise garnicht.

Erste Bärlauchspitzen!

 

Summ!!

Vorgestern:

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Gestern

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Uuuuund:

Und die!!! Die….

entsorgen Tote und

machen erste Reinigungsflüge (die braunen Flecken, das ist Bienenkacke)