Ein kleines Sternchen ;-)

Das scheint ein schöner, großer Schwarm zu sein!

Das scheint ein schöner, großer Schwarm zu sein! (Abends gewogen: 2,5 Kilo!!!)

Samstag, 16. Mai

Erst gestern hatten wir doch nachgesehen und alle Weiselzellen kaputtgemacht!?
Offenbar nicht alle… denn während ich auffe Arbeit war, hat der Herr F. schon wieder den nächsten Schwarm eingefangen, diesmal von den Sternchen … mehrfach musste er den um den Stamm eines Holunder gewickelten Bien abfegen, bis er beim 3. Mal einen neongelben Punkt leuchten sah… da war doch tatsächlich die Königin nie mit im Karton gewesen! Nun hatte er sie im Blick, und als sie UNTER den Kasten krabbeln wollte, hat er sie mit dem Flederwisch mal eben in die richtige Richtung gestubst, und dann krabbelte sie auch flugs rein. Und dannach klappte es dann auch mit dem Einzug… wie praktisch es doch sein kann, wenn so eine Königin ordentlich gezeichnet ist!!

Aber was nu‘?

Natürlich könnten wir wieder telefonieren und ihnen ein Zuhause suchen – aber eigentlich scheint die Villa Brumselia relativ heftig ausgedünnt nach ihren zwei Schwärmen, und das mit der neuen Königin – bisher sah es nicht so aus, als wäre es geglückt. Also keimt der Gedanke, den Sternchenschwarm zu behalten und mit dem Restvolk in der Villa zusammenzulegen.

Geht das?

Wir überlegen hin, her, vor und zurück – und schließlich steht eine Art Plan. Zur Sicherheit gucken wir nochmal in die Villa: sind da wirklich so wenige Bienen? Ist vielleicht doch frische Brut da? Und/ oder haben sie inzwischen bei der hineingehängten Brutwabe aus einem Stift (Ei) eine Weiselzelle gezogen?

Ja, nein und nein lauten die Antworten, und damit ist es entschieden.

Am Sonntag morgen werden wir wie folgt vorgehen:

  • Smoker an, hin zur Villa und von unten durch den Gitterboden ordentlich Rauch geben. „Ohje“, denkt der Bien, „Es brennt! Schnell die Mägen vollschlagen, denn nun müssen wir uns eine neue Behausung suchen!“ Wir werden ihnen etwa 20 Minuten Zeit dafür geben, und dann soll das losgehen:
  • Die Villa Brumselia wird an eine andere Stelle getragen (damit die Flugbienen nicht immer wieder zurückkehren können), dann geöffnet und Wabe für Wabe wird vors Sternchenvolk gekehrt. (Wieso vors Sternchenvolk? Weil die nun durch den Schwarm viel Masse verloren haben und die wenigen Villa-Bienen ihnen helfen können, das auszugleichen. Und weil wir hoffen, daß es weniger Probleme mit Kämpfen gibt, wenn der neue Schwarm in die Villa einzieht und dort keine Alteingesessenen mehr vorzufinden sind)
  • Die Bienen, so der Plan, werden sich, da sie ja einen vollen Honigmagen haben, bei den Sternchen gut einbetteln können.
  • Die Villa Brumselia wird, wenn sie leer ist, von sämtlichen krummen Waben befreit, gesäubert und abgeflammt und abends wieder an ihre alte Stelle gestellt
  • Dann wird der Schwarm dort einquartiert, der bis dahin im Karton im Schuppen gestanden hat. Er bekommt die geraden Waben des alten Volkes und deren Nektar zum sich-einleben. Das können wir ruhig machen, weil unsere Villa- Bienen ja nicht krank sind, sondern bloß durch die viele Schwärmerei geschwächt. Und so sind dann ab Montag, wenn sich alles beruhigt hat, alle zufrieden.

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Ich werde berichten, ob es so geklappt hat wie geplant….

Lang nix mehr von Biens gehört, gell? ;-) Und vom Auto auch nicht …

15.5. Da schon mehrere LeserInnen gemeldet hatten, daß das Blog aber derzeit ganz schön bienen-lastig ist, will ich man Niemanden enttäuschen und berichten, was es nun schon wieder gibt… *gg*

Endlich nämlich war heute das Wetter wieder so, daß der Herr F. allein getan hat, was wir zusammen am Sonnabend und dann nochmal am Dienstag hätten tun wollen …

Die Roten: wir waren ja etwas in Sorge, weil sie nach der Varroa-Sanierung die 2 Bruträume so mit Nektar zugeknallt hatten, daß kein Platz fürs Brutnest war. Nun hatten wir vom Jungimker „Equipment“ (Rähmchen mit Mittelwänden bzw ausgebaute Waben) bekommen, um da was tun zu können. Aber heute, nach der langen kalten Zeit, hatten die Bienen sich selbst geholfen: der Herr fand ein großes Brutnest vor, in 2 Zargen 8 Brutwaben! Wunderbar!

Haus2 hatte wieder Schwarmvorbereitungen getroffen, die der Herr F. ihm wieder vermiest hat 😉 Außerdem hat er ihnen eine volle Brutwabe ihres wahrhaft riesigen Brutnestes abgenommen, um sie dem kleinen Bienenrest in der 2x abgeschwärmten Villa zu geben

Villa Brumselia: hier waren wirklich wenige Bienen, die außerdem schon wieder kreuz und quer gebaut hatten. Der Herr F. hat alles krumme rausgeschnitten und keinerlei Brut gesehen. Hm. Wir werden in etwa einer Woche nochmal schauen, wenn dann immer noch nichts zu entdecken ist, müssen wir davon ausgehen, daß die junge Königin ihren Hochzeitsflug wohl nicht überstanden hat. Mal sehn, was wir dann tun… vielleicht sind ja in der Brutwabe, die sie vom Haus2 bekommen haben, Eier (Stifte), die jung genug sind, daß sie sich, falls sie nun keine haben, eine Königin ziehen können. Auch das müssten wir in der nächsten Woche dann sehen können.

Bei den Sternchen haben wir denn auch einige Weiselzellen beseitigt. Anosnsten schaut’s gut aus bei ihnen, bloß daß sie immer noch kein bißchen Nektar im Honigraum haben. Irgendwann müssen sie doch mal hoch… die Anfangsstreifen sind ausgebaut, aber mehr ist nicht.

Ach ja, das Auto… ich kann’s abholen, es ist fertig repariert! Endlich! Wobei ich ehrlich sagen muß: ich habs nicht vermisst, dieser Golf Diesel fährt sich richtig gut! Aber dann kann ich mich endlich wieder ausbreiten, alles drin liegen lassen, den Kofferraum verdrecken- das ist schon gut so!! *g*

 

Schwarmschwarm, die zweite …

Neeee, ne?

Samstag, elf Uhr dreißig, kalte 11 Grad mit Wind, dunkle Regenwolken am Horizont – und was sehe ich, als ich rausgehe, um eine Pflanze umzupflanzen?
Ich sehe, daß unser Schwarm sich schon wieder zum schwärmen klarmacht!
Dabei hatte der Herr doch eine Königin umgebracht!? Waren da wohl doch noch mehr davon. Kacke!

Dem Herrn Bescheid gegeben, und schon standen wir da und betrachteten das Schauspiel: ein steter Strom von Bienen – diesmal quoll er nicht, sondern sie krabbelten hoch an der Beutenwand, um dann sofort abzufliegen. Summsumm, so kreiste es laut überm Teich, bis schließlich der Strom nachließ und die Masse sich auf der anderen Teichseite sammelte. Diese Königin also macht ernst, sie hat auch deutlich mehr Bienen „mitgezogen“ als man bei den drei Fehlversuchen zuvor beobachten konnte. Und da hingen sie dann in den Knallerbsen.

Schwierig zu knipsen, da im Gebüsch...

Schwierig zu knipsen, da im Gebüsch…

Immerhin scheint der Mirabellenverlust das Schwarmfangen leichter zu machen, weil Biens nun nicht mehr die Höhe suchen:
Karton drunter, zweimal schnipp mit der Gartenschere, einmal schütteln weiter oben, Karton zu, warten – nach ’ner halben Stunde war das ganze durch.

Diesmal haben wir – endlich!! – dran gedacht, den Karton mal zu wiegen, und so wissen wir nun, daß ein Kilo Bienen auf einen neuen Betreuer wartet…. nicht riesig, das, aber ausreichend, wenn vital. Ich klemmte mich hinter’s Telefon. Zehn Minuten später war klar: dieser Schwarm wird in eine Dadant-Beute in Süderbrarup einziehen

Montag, nach der Arbeit:
Los geht’s. Diesmal wird das nix mit „einlaufen lassen“ – am Sonntag war die Schwarmempfängerin nicht daheim, am Montag mussten sowohl Herr F. als auch ich arbeiten – also abends nach der Arbeit den Schwarm einfach in seine neue Behausung kippen. So haben wir das ja noch nie erlebt, wir sind gespannt…

Aber erstmal mussten wir einen Kaffee trinken: just zur Ankunft kam ein Regenschauer… schön bekommt’s der Schwarmschwarm2: Er wohnt auf einem riesigen, natürlichen Grundstück, geschützt durch ein dachbegrüntes Häuschen, mit Morgensonne. Hinterm Grundstück Naturschutzgebiet, davor ein Wäldchen, Hühner laufen, zahme Schafböcke lassen sich kraulen, freundliche Katzen und Hunde sind unterwegs und nette Leute zeigen uns ihre selbstgebaute (!)  Sauna aus dicken Baumstämmen … – unsere Schwärme haben’s wirklich besser, wenn sie ausziehen *seufz* (auch wenn sie das mit der Sauna wahrscheinlich nicht so sehr zu schätzen wissen 😉

Ihre Behausung: eine Dadant-Beute im Erstbezug, denn auch hier ist unser Schwarm das allererste Volk einer Neu-Imkerin.

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Da sind sie schon drin.

Das mit dem reinkippen hat dann gut geklappt, Biens waren sehr träge, wohl durch die Kälte. Aber obwohl kaum ein Bienchen draußen gelandet ist, standen sofort welche zum sterzeln im Flugloch… und dann – ein Wunder: 13°, feuchtelnde Luft, Wind, abends sechs Uhr – und die Bienen kommen raus und erkunden ihre Umgebung als sei ein sonniger Nachmittag angebrochen! Erst dachte ich schon, die wollen wieder ausziehen, aber nach ’nem Viertelstündchen sah man ebensoviel „ein“ wie „aus – nein, hier wurde ernstlich geflogen!

Jetzt drücken wir die Daumen, daß Biens sich gut einleben und die Königin den Hochzeitsflug schafft – tjüs, ihr Bienen! Am 20. gibt’s Kunde, da ist Treffen bei der Demeter-Imkerin, da sehen wir uns wieder, die Neu-Imkerin und wir….

 

 

Momentan …

… halten unsere Bienen uns auf Trab!

Fast täglich gibt’s was zu tun oder zu reagieren:

  • Der Schwarm wollte bereits 3x wieder schwärmen, aber immer hat’s nicht geklappt – will heißen: nach einer Weile sind sie von allein wieder in die TBH zurück. Beim letzten Mal, am Dienstag, hat der Herr tatsächlich die Königin im Gewusel gefunden und getötet. Gut, es war recht kalt – aber wenn sie das 3x nicht schafft, ihren Schwarm vernünftig abgehen zu lassen, dann stimmt da eh irgendwas nicht – und da das Volk auch gar nicht soooo groß ist, ist es uns ganz recht, wenn sie nicht ein zweites Mal schwärmen. Wir hoffen, daß jetzt mal Hochzeitsflugwetter ist, damit die Königin, die drin ist, mal in die Hufe kommen kann …
  • Bei den Grauen mussten wir den Drohnenrahmen schneiden – darüber, wie fürchterlich befallen die Roten sind/ waren, vergißt man leicht, daß auch unser Aggro-Volk zu viele Varroen für diese Zeit hat
  • Die Roten sind immer noch voll mit Honig. An diesem Wochenende werden wir da was tun, dh. Material vom Jungimker holen (und ihm volle Honigzargen bringen), um da was auszutauschen. Dann bekommen auch sie für die Überlebenden einen Drohnenbaurahmen eingehängt.
  • Außerdem wollen auch Haus2 und Sternchen schwärmen. Von Letzteren hätte ich das nicht gedacht, schließlich bauen sie immer noch an ihren Brutraumrähmchen. Der Herr hat Dienstag geguckt: im Honigraum gähnende Leere, aber der Brutraum ist schön ausgebaut, mit großem Brutnest. Wir sind immer noch dabei, allmählich Zander- gegen Dadantwaben zu tauschen, insofern sind sie eigentlich gut beschäftigt, haben Platz und alles sieht ganz gut aus. Keine Ahnung, wieso es trotzdem Weiselzellen gab. Wir haben sie herausgebrochen. Beim Haus2 müssen wir da am Wochenende wieder nachschauen.

Dieses Jahr ist wirklich ein dolles, bienenmäßig!

 

1. Mai bei Biens

Tag der Arbeit – wir haben das wörtlich genommen und allerhand Bienen-Arbeiten getan, die getan sein mussten.

Nachdem ich in den Tagen zuvor acht (ACHT!!) Stiche kassiert hatte, alle von den Gruen des Grauens *g*, war ich nicht so wirklich motiviert, aber wat mutt, dat mutt. Also mit „stiff upper lip“ ran. Dies übrigens in doppeltem Sinne, denn am Morgen des 30. April hatte eine Graue (?) angriffslustig summend mein Nasenloch ins Visier genommen und vor ihrem verdienten Tod davor (zum Glück nicht darin) auch noch einen Piek hinterlassen. Und tags drauf war die Schwellung dann runtergesackt zur Oberlippe. Das war übrigens mein erster total unverdienter Stich: ich hatte harmlos neben den Roten gestanden, um zu gucken, ob sie Pollen eintragen… Bei der Stechattacke mit den 7 Stichen einige Tage vorher haben wir ihnen immerhin eine Honigwabe geben(!) wollen, die bei den Roten über war …

Aber zurück zum 1. Mai:

Unsere Roten mussten nun, einige Tage nach der Brutentnahme, noch Wabe für Wabe mit Milchsäure eingesprüht werden, um auch noch den auf ihnen sitzenden Varroen den Garaus zu machen. Das haben wir als erstes getan und dabei verblüfft feststellen müssen, daß sie in den fünf Tagen seit der Brutwabenentnahme ihre ganzen neuen Waben mit Honig vollgetragen hatten!! Der Honigraum war schlichtweg voll, höchste Zeit, ihnen endlich einen 2. Honigraum dazuzugeben! Leider waren auch beide Bruträume voller frischem Nektar, verdammt, da soll doch Brut rein, da ist ja nun gar kein Platz dafür!!
Da merkt man dann doch mal wieder unsere mangelnde Erfahrung: klar, der Raps blüht! Klar, es war tolles Wetter! Und doch: daß das SO schnell gehen kann, hatten wir nicht gedacht. Wir hätten gleich am 26. eine 2. Honigraum draufstellen sollen!
Wir hoffen jetzt zweierlei: erstens, daß das bißchen, was da noch „über“ war (2 Waben) nun auch wirklich war, als was wir es einschätzen: das Brutnest mit Stiften (Eiern). Ich meine, welche erkannt zu haben, darauf dann der Herr auch- aber wir sind beide unsicher. Und zweitens hoffen wir, daß sie nun den Honig nach oben umtragen, um ihr Brutnest zu erweitern. Das, was sie jetzt haben, ist zu wenig, aber wir hatten auch keine mittelwändchenbestückten Waben mehr, die wir ihnen im Austausch hätten geben können.
Die Stimmung bei den Roten war relativ friedlich, und alle, die erstmal besprüht waren, konnten ja eh nicht mehr auffliegen (naß!), Insofern ging das ganz gut. Nach 3 oder 4 Stunden sah man dann auch wieder die ersten Bienen am Flugloch, die sich offenbar berappelt hatten. Zuvor war alles wie tot…..

(Tags drauf dann HUNDERTUNDSIEBZEHN tote Varroen in der Gemüllschublade- Mannmann, also, selbst wenn das nun schiefgehen sollte von wegen „keine Brut“ oder was auch immer… dieser Sanierungsversuch war ganz sicher die einzige Chance für die Roten, zu überleben! Wollen wir ihnen die Daumen drücken, daß sie ihre Chance nutzen können!)

Dann die Zähne zusammenbeißen und zu den Grauen. Schon das Geräusch beim öffnüen machte uns klar: wir konnten nicht auf Gnade hoffen: dröhnedes, helles, drohendes Gesumm – und schon standen die ersten stachelzeigend oben auf den Rähmchen, andere quollen von unten herauf, um sich auf uns zu stürzen … ja, dieses Volk ist wehrhaft!! Wir haben es aber gut überstanden: Beide in Vollmontur inclusive Handschuhen. Dabei wollten wir nur den Baurahmen mit der Drohnenbrut tauschen- aber sie war noch garnicht verdeckelt. Okay, dann nicht…. Honigraum 2 dazu, zumachen und wech.

Jetzt zu den Sternchen. Vielleicht hatten ja auch die schon den Honigraum voll, wenn das bei den anderen so heftig ist!?
Aber nein, die Sternchen sind noch damit beschäftugt, ihren Brutraum zu füllen. Das machen sie allerdings gründlich: auch die Waben hinterm Trennschied waren ausgebaut und mit Honig gefüllt *g*. Weiter innen ein schönes Brutnest – und trotz Naturbau (wo sie ja in allen Waben bauen können, was immer sie mögen), gab es eine ganze Wabe mit verdeckelter Drohnenbrut. Die Gelegenheit haben wir ergriffen und diese Wabe entnommen, um auch hier den Varroabefall zu minimieren. Eine andere rein und zumachen- alles in völliger Ruhe bei angenehm- tiefem summen unserer freundlichen Bienen … was für ein Unterschied!!!

Damit war dann der Arbeits-Teil des Tags der Arbeit beendet, leider haben wir seit Mai kein so tolles Wetter mehr, der Wind ist eisekalt, und so haben wir den restlichen Tag auf dem Sofa verbracht…. schließlich ist die Malerfreundin zu Besuch 🙂

 

Tjüs, Schwarmschwarm!

Gestern nachmittag bin ich  – mit leicht flatternden Nerven, war ich doch zum ersten Mal die Abgebende und die „Erfahrene“ noch dazu  –  gen Kappeln gefahren um dort den Schwarmschwarm in seinem neuen Zuhause abzuliefern.

Ganz leicht wollten die Kinners es mir nicht machen:

  • erst musste ich 2x anhalten, weil plötzlich zwei Bienen im Kofferraum summten (ich hatte dann doch ziemlich Bange, daß mein Karton nicht mehr bienendicht sein könnte. War er aber. Noch *g*. Die beiden muß ich wohl von daheim mitgeschleppt haben…)
  • In Kappeln angekommen, den Karton kaum draußen, hatten Biens dann doch noch eine Stelle gefunden, an denen das Klebeband abhob – und wollten schonmal an die frische Luft…. Hektik….
  • dann erstmal umgeguckt. Schön haben sie’s! Ein von großem, altem Apfelbaum freundlich beschattetes Plätzchen mit vor Wind schützender Hecke im Rücken, ein großer Garten, naturnah, gemütlich und insektenfreundlich. Auf einer Seite Wald, fünf Gehminuten entfernt die Innenstadt, auf der anderen Seite andere Gärten – wenn sie dort nicht zurecht kommen, dann haben sie selbst schuld!
  • Aber los, Biens wollen raus aus dem Karton!  Die Wohnung ist eigentlich vertraut: auch eine TBH. Und trotzdem mochten Biens nicht so recht einziehen: der mutige Neuimker hat sie selbst aufs zu den Fluglöchern gespannte Bettuch gekippt – aber der Sog, der sich ein Weilchen drauf entwickelte, führte sämtliche Bienen nicht ins Flugloch, sondern unter den Dachüberstand der TBH! Was nun?
  • Wir haben den Deckel abgehoben und einen Oberträger dort entfernt, wo viele saßen- vielleicht würden sie ja von oben einziehen!? Tatsächlich gingen viele gucken- aber sie blieben nicht dort, keine sterzelte – nein, das ging so nicht!
  • Also nochmal anders: Ab in den Eimer mit Biens, und dann von oben in die TBH geschüttet. Das sollte aber dann doch lieber ich machen, und da ich ja derzeit das Lieblingsopfer sämtlicher biestiger Bienen Angelns bin, habe ich mich dafür dann doch lieber in Schleier und Handschuhe geworfen…. ich hätte es besser wissen sollen: das sind doch Abkömmlinge meines süßen, friedlichen Schwarms! Ruhig ließen sie sich alles gefallen, und als der größte Batzen Bienen im Kasten war, da ging’s dann auch endlich los mit dem sterzeln, und schwupps- schon flogen sie ein und aus, als hätten sie niemals etwas anderes getan! 🙂

Darauf gab’s dann einen leckeren alkfreien Traubensecco, und ich habe mal wieder (wie das so ist, wenn ich erstmal über Bienen rede) furchtbar viel erklärt und erzählt. Hatte ja dankbares Publikum 😉 , die 2 neuen Bieneneltern fragten viel und waren zum Schluß dann auch ganz erfreut über die schon in den Apfelblüten naschenden und wie selbstverständlich ein- und ausfliegenden Bienen.

Jetzt bin ich also wieder daheim und recht erleichtert, daß ich das einigermaßen hingekriegt habe. Zwischendurch, als sie so gar nicht einziehen wollten, wusste ich auch nicht so recht, ob das jetzt alles so richtig ist, wie ich das mache *g* Im vierten Jahr mit Bienen und noch immer unsicher….

Das neue Heim

Das neue Heim

Nun wünsche ich unserem Schwarmschwarm, daß er schnell groß und stark werde und den neuen Bienen-Eltern viel Freude am begleiten der Biens und nächstes Jahr dann leckeren Honig (und in diesem Herbst schöne, große Äpfel – sie erzählten nämlich, daß bisher in ihrem Garten überhaupt keine Bienen zu sehen sind, obwohl in der Nähe ein Imker ist. Der ist bestimmt in den Raps gewandert mit seinen Völkern, und die schönen Obstbäume stehn ohne Bestäuber da!! Na, jetzt summt es ja!)

 

Alle Jahre wieder…..

…komme ich nach Hause, um vom Herrn F. einen Bienenschwarm präsentiert zu bekommen 😉

Diesmal war’s aber nicht gar so abenteuerlich wie letztes Jahr: die Bienen hatten sich an und oberhalb der TBH abgesetzt. Erst dachte der Herr, sie wollten vielleicht, wie im letzten Jahr die anderen, dann doch wieder zurück – doch da das nicht der Fall war, hat er sich gedacht „besser jetzt als warten, bis sie wieder oben in einem Baum hängen“, hat sie leicht mit Wasser eingesprüht und in den Schwarmkasten gekehrt. Dort warten wir jetzt mal bis heute abend ab, ob sie doch noch wieder zurückkehren, oder ob sie beschließen, ein echter Schwarmschwarm zu werden 😉

(wie immer: Bilder anklicken zum vergrößern)

Uff!

Samstagabend, 19 Uhr 30.

Unsere Roten haben das Gemetzel hinter sich.

  • Rauch ins Flugloch, damit sie sich vollfuttern und nicht so stechlustig sind
  • die ganze Beute einen halben Meter versetzt hingestellt
  • Eine Zarge voller ausgebauter Waben und mit 2 vollen Futterwaben hingestellt (da waren wir dann froh über das Equipment, das wir noch vom Sternchen-Umzug stehen hatten, weil der Jungimker in weiser Voraussicht gemeint hatte, es sei immer gut, Zargen und Rähmchen stehen zu haben. Und er hatte auch noch ausgeschleuderte Waben mitgebracht, auch gut für diesen Zweck. Dafür ist dann unsere Art des Honigmachens nicht gut, wir machen dabei ja alle Waben kaputt und hätten so den Biens kein einigermaßen wohnliches Haus anbieten können)
  • Drüber eine Leerzarge mit je einer Futterwabe rechts und links.
  • Und dann los: jede Wabe aus dem „alten“ Bau entnommen, nach Königin abgesucht, leicht mit Wasser eingesprüht (damit die Bienen nicht so dolle auffliegen), Bienen in die Leerzarge abgestoßen. Abstossen: Wabe drüberhalten und ruckartig ein-, zweimal nach unten stoßen. Die meisten Bienen fallen dann ab. Wabe mit Restbienen in eine bereitgestellte Leerzarge, same procedure mit der nächsten Wabe…. jedesmal zwischen abstossen von Waben den Deckel kurz drübergeschoben zur Beruhigung (dunkel!!) Das klappte so ganz gut
  • Zum Schluß Wabenwerk in die bisher fast leere Zarge, dann nochmal jede fast leere Wabe rausgenommen, um die Restbienen abzufegen und die leere Beute bienendicht gen Feuerplatz gebracht.
  • Dann noch Absperrgitter und die Honigzarge drauf, dabei noch 3 leere Honigzargenwaben gegen 3 halbvolle reine Futterwaben aus der alten Beute getauscht. Wäre ja schade gewesen, den halbfertigen, frischen Honig wegzuschmeißen. Und in reinen Honigwaben sitzen keine Varroen, die sind nur auf Biens und in der Brut.
  • Fertig – und festgestellt, daß wir die „Fangwabe“ vergessen hatten, eine Brutwabe, die dafür gesorgt hätte, daß Biens in ihrem geplünderten Zuhause bleiben. Beschlossen, daß wir jetzt nicht nochmal stören wollten, als wir sahen, daß schon eine Menge Bienen vorn am Flugloch sterzelten (den Ausdruck kennen inzwischen alle, oder??)

Wir haben dann weitergemacht, hinten an der Feuerstelle. Ein richtig prima Zufall war, daß wir erst vor wenigen Tagen von Freunden einen riesengroßen Alupott angeboten bekamen, den wir dankend mitnahmen und jetzt wunderbar nutzen konnten. Nämlich zum einschmelzen der Brutwaben. Da drin sind ja die meisten Varroen, und die werden dann  – natürlich zusammen mit der unschuldigen, armen Bienenbrut, umgebracht.

Also haben wir das Wabenwerk aus jeder Wabe herausgeschnitten. Die Rähmchen sind gedrahtet (machen „normale“ Imker, damit die Waben beim schleudern stabiler sind), und so mussten wir also aus jeder Wabe vier Streifen herausschneiden – ziemlich fürchterlich, denn die Leichenteile spritzten uns dabei nur so um die Ohren…. gleich rein mit den Wabenstreifen ins kochende Wasser im Alupott auf dem Lagerfeuer – siehe unten. Nach der Aktion bin ich erstmal duschen gegangen….

Einfrieren ging ja bei den Massen nicht, und so ging das immerhin schneller, als wenn wir die armen Bienenlarven allmählich hätten verkühlen lassen. Schön ist aber anders. Ich habe mir mehr als einmal vorsagen müssen, daß es hier ja darum ging, das Volk als Ganzes zu retten, das ohne diese drastische Maßnahme nicht die geringste Chance gehabt hätte.

 

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Zum Schluß haben wir dann noch das, was da im Topf köchelte, in zwei große Wachspötte gekippt, zum abkühlen, durch einen Durchschlag, um das „Grobe“ schonmal los zus ein, und dann drinnen in der Küche das Erkaltete nochmal erhitzt und durchs feine Sieb in die schon bekannte Silikonform gefüllt. Und jetzt ists halb acht, und angefangen haben wir um halb zwei…. aber wie man im letzten Foto sieht, gab’s zwischendurch auch mal Kaffee- und Kuchenpausen. Trotzdem: eine anstrengende Aktion für Bien und Mensch, und beide sind auch jetzt noch nicht ganz durch damit: Biens müssen alles richten für den Neuanfang, und wir müssen noch Zargen abflammen und alles zuende aufräumen und abwaschen. Morgen.

Die Königin haben wir nicht gesehen, wir können nur hoffen, daß sie das Ganze einigermaßen gut überstanden hat und schon fleißig neue Eier legt. Wissen werden wir das, wenn Biens ab Mittwoch (etwa) immer noch/ wieder Pollen eintragen, denn das hat für sie nur dann Sinn, wenn es Brut zu versorgen gibt. Drei Tage braucht das Ei, bis Maden schlüpfen, Queenmum muß sich vielleicht erst neu sortieren und von den Arbeiterinnen die Waben hergerichtet bekommen – aber wenn zum Wochenende noch kein Pollen eingetragen wird, dann … hmmm. Aber erstmal rechnen wir mit dem besten.

Insgesamt bin ich erst einmal vor allem erleichtert – wir haben für „unsere“ Bienen getan, was wir konnten und reagiert, so schnell es ging. Jetzzt braucht’s noch das Quentchen Glück, damit das Volk überlebt. Und in ein paar Tagen müssen wir dann noch einmal stören: dann werden alle Bienen (möglichst) mit Milchsäure besprüht, damit auch die Varroen, die auf den Bienen sitzen, noch getötet werden.

 

 

 

Na stillen Freedag kümmt ook Ostern

Heute bekam ich ein Päckchen. Daß ich neue Gläschen für Honig bekommen würde, das war angekündigt – aber jetzt guckt mal!!!!

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🙂

Und außerdem waren auch noch zwei Bücher dabei, die passten „wie Deckel auf Pott“, nämlich eines über Bienen und eines mit plattdüütschen Sprichwörtern und ihren Erklärungen. Und das, das oben als Titel steht, das paßt gleich doppelt – einmal wegen der Osterüberraschung, und einmal wegen seiner Bedeutung, daß nämlich nach etwas traurigem gewiß immer auch etwas gutes nachkommt. („Nach Karfreitag kommt auch Ostern“)

Das traurige war gestern (und ich habe heut nacht nicht so recht gut geschlafen deshalb): unsere Roten sind geradezu verseucht mit Varroen! 65 (!!!!) habe ich gestern nach 2 Tagen Gemüllschublade einlegen gezählt, das sind um die zehnmal so viele als in dieser Jahreszeit unbedenklich wären! Gestern haben wir erstmal gedacht: kannste nix machen außer weiter Drohnenbrut zu schneiden, um diese Jahreszeit. Aber inzwischen bin ich anderer Meinung. Dazu dann später etwas, wenn sich geklärt hat, was tun.

Ersteinmal aber freue ich mich jetzt über diese gelungene Überraschung von Dagobert1

(Geschrieben am 23.4.)

 

Villa, eben grad

Guckte ins Gemüll: keine Wachsplättchen. Mensch, Bienchen, gerade Ihr müsst doch bauen, wir haben Euch doch so Einiges genommen, und Ihr fliegt und sammelt Nektar!

Hob den Deckel, rückte das Trennschied, guckte rein: Och neeee, ne? Da liegt ja ein Stcük Wabe drunten am Boden! 😦

Holte Flederwisch, Zange, Imkerhüte, Eimer und den Herrn F.

Haben das Stück Wabe rausgeklaubt. Und zwei Weiselzellen (neue Königinnen im werden). Was soll das denn jetzt? Ihr seid doch erst im letzten Jahr hier eingezogen, wieso wollt Ihr denn jetzt schwärmen? Oder habt Ihr keine Königin und wollt Euch eine nachziehen?

Überlegen, ob wir doch noch den „Rest“ auseinanderklauben und gucken sollen. Entscheiden uns dagegen, weil die Biens ja so schon zu wenig Platz haben und nicht bauen mögen. Und „der Rest“ eben zT auch aneiandergebaut ist und dann kaputtgehen würde.

Gibt jetzt 3 Möglichkeiten:

  1. Biens wollen schwärmen (und selbst, wenn wir jetzt alle Weiselzellen entdeckt haben, werden sie sich dann neue ziehen)
  2. Biens wollen sich eine neue Königin ziehen („still umweiseln“ heißt das), und wir haben ihnen jetzt die 2 Kandidatinnen genommen – dann würden wir’s in nächster Zeit am Verhalten merken und das Volk einem anderen Volk „dazugeben“
  3. Biens wollen sich eine neue Königin ziehen, haben aber noch Weiselzellen über. Dann werden sie das eben tun.

*seufz*

 

Noch’n Versuch …

20.4.

Heute ist das Wetter nicht gar so prima wie gestern, es windet sehr, aber trotzdem sind alle Bienen höchst beschäftigt- auch die Neuen haben inzwischen gelbe Rapsnasen und außerordentlich viel zu tun.

Wir haben gestern die Drohnenbrutwabe, nachdem sie ordentlich durchgefroren war, am Vogelfutterplatz aufgehängt. Mal schauen, ob wir nicht den Meisen was gutes tun können – und tatsächlich konnten wir heute beim Frühstück beobachten, wie eine Kohlmeise sich eine Larve aus der Wabe gepickt, am Ast nebendran gekostet und sie sich ordentlich zurechtgelegt hat – und dann mitsamt Larve weggeflogen ist. Ich nehme an, Richtung Nest… auch an der Wabe konnte man ordentlich Gepicke sehen, es ist offensichtlich nicht die einzige Nutzung dieses neuen Futterangebotes geblieben. Wir fragen uns nur: wie lange kann man sowas hängen lassen? Merken die von allein, wann das nicht mehr gut ist?  – Vorsichtshalber wollen wir die Wabe morgen dann wieder abhängen.

Nachmittags dann der nächste Versuch, den Grauen einen Zustandsbericht abzuringen – und siehe da, das war doch schon ein ganzes Eck besser als gestern! Vorsichtshalber war der Herr erstmals in Vollmontur incl. Handschuhen und Arbeitsschuhen unterwegs, und das hat sich als gut erwiesen. Denn obwohl die Damen viel friedlicher waren als gestern, gab es doch einige gute Wächterinnen, die willens gewesen wären, sich fürs Volk zu opfern, indem sie ihm die Hände zerstochen hätten. Aber an den Lederhandschuhen prallte der Stachel ab, Niemandem geschah böses. Optisch allerdings ist das ganze grenzwertig- sieht irgendwie aus, als sei die Marsmission eher das Ziel als ein „harmloser“ Bienenstand. Oder mindestens, als drohe von Biens eine leicht übertragbare schlimme Krankheit oder so *g*

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Ergebnis: das graue Volk ist ein gutes Stück kleiner als das rote (das hatten Jungimker und der Herr F. allerdings auch schon nach dem zum-Platz-tragen sagen können, die Roten waren viel schwerer!) Es gab in jeder Zarge noch leere Waben, aber das Brutnest war größer als drüben, wo ja (zu) viel Futter eingelagert gewesen war. 9 teils volle Brutwaben- das ist schon was! Die werden sich bald den Roten angleichen, schätze ich.
Eine Wabe musste raus, denn in diesem Volk hing keine bebaute Drohnenwabe, und so sollten sie einen Baurahmen* bekommen. Wir wollen dies bei den beiden Leihvölkern machen, und da wir heute leider auch festgestellt haben, daß zumindest die Grauen stark von Varroa befallen sind, ist das auch dringend geboten: an nur 1 Tag sammelten sich mindestens 4 tote Varroen in der Gemüllschublade; morgen wird sich zeigen, wie’s um die Roten steht…
Wir haben uns für eine Wabe entschieden, die schon drittels voll mit frischem, verdeckeltem Honig war. Der tropft jetzt gerade aus, und ich bilde mir ein, daß er rapsig schmeckt 😉
Bis dieses Volk den Honigraum annimmt, wird es sicherlich noch dauern- wir tippen, daß sie erst einmal die vorhandenen Leerwaben füllen werden, sei es mit Honig oder mit Brut. In jeder Zarge haben wir ihnen außen Futterwaben gelassen- einmal 2, einmal 3. ES sollen ja auch noch regnerische Tage kommen….

Dann haben wir noch bei den Sternchen nachgeschaut, ob in den restlichen Zanderwaben die Brut geschlüpft ist, so daß wir die Waben ersetzen können. Aber es ist noch nicht so weit. Da gucken wir jetzt alle 2 Tage mal, das wird dann schon. Netterweise haben sie schon ordentlich in den leeren, neuen Rähmchen gebaut. Und so schön gerade!!! *g* So soll es sein!


 

* Erklärung „Baurahmen“: Wer mit Rähmchen und Mittelwänden (in denen ja die kleinen Arbeiterinnenbrutzellen schon vorgeprägt sind) arbeitet, der hat die Möglichkeit, auf einfache Art Drohnenbrut auszuschneiden (klicken und erfahren, wieso) Den Bienen hängt man dazu ein einziges leeres Rähmchen in der oberen Brutzarge an die 2. Position vom Zargenrand aus. Sie werden ziemlich sicher ihre Chance nutzen und die größeren Drohnenzellen bauen, so daß dort dann nur Drohnenbrut ist, die man dann fortlaufend alle 10 Tage mitsamt der hoffentlich zahlreichen Varroen entfernt.

 

 

Der bevölkerte Garten …

Gestern:

Ein lose bekannter Imker hat derzeit einfach keine Zeit für seine Völker, möchte aber in zwei Jahren wieder einsteigen. Er suchte nun nach einer zeitweiligen Heimat für seine (Zander-)Völker – und zweie stehen nun bei uns. Mit fünf Völkern ist für unseren Garten, meinen wir, nun das Limit erreicht… mehr sollen das nicht werden. Wir freuen uns und sind gespannt, was für Überraschungen unsere neuen Leiharbeiterinnen für uns parat haben 😉

Heute:

Es ist wieder schön warm (nach dem gestrigen kalten Wind-Tag). Außerdem geht es seit heute morgen los: überall in den alteingesessenen Völkern sieht man Bienen mit Rapsnasen! So können die neuen Mädels gleich gut starten. Und wir auch, müssen wir doch mal schauen, wie sie den Transport überstanden haben (Waben verrutscht?) und was das denn überhaupt so für Damen sind, die wir uns da eingeladen haben 😉

Es gibt, das sieht man ja auf den Fotos, ein rotes und ein graues Volk. So will ich sie dann auch von jetzt an mal nennen; darf ich vorstellen?

Links (Wo sonst?*g*) Die Roten
und rechts daneben Die Grauen

Und was gab’s zu sehen?

Gleich morgens sind sie schon geflogen, als hätten sie schon immer hier gestanden. Das große einfliegen war nachmittags zu bewundern: Wolken von Bienen direkt vor dem Stock, Kopf gen Eingang, auf und ab fliegend. Dann die erste Durchsicht:

Die Roten: Es war dringend nötig, ihnen ihren Honigraum aufzusetzen. Viel Futter dort, wo Brut hätte sein sollen, im Verhältnis relativ wenig Brut. Wir haben zwei Futterwaben entnommen, den Drohnenrahmen herausgenommen und eingefroren (zum dezimieren der Varroa) und durch einen leeren ersetzt und ihnen den Honigraum über dem Absperrgitter aufgesetzt. Die Damen waren sehr freundlich

Die Grauen: Hier war nichts zu wollen. Kaum hatten wir die obere Zarge abgenommen, schon wurde auf Angriff geflogen. Wir nehmen an, daß die Erschütterungen, die sich beim abschaben des Wildbaus und beim auf- und abstapeln bei den Roten per Paletten- Unterbau übertragen haben, sie schon so genervt haben, daß sie auf Krawall gebürstet waren…. Also nur den Honiraum drauf – und morgen sehen, ob’s besser ist, oder ob wir unsere ersten „Stecher“ erleben *g*

Wegen evtl verrutschter Waben hätten wir uns übrigens überhaupt gar keine Gedanken machen müssen- beide Völker haben ihre Waben eher ZU gut stabilisiert: zu allen Seiten und nach oben war überall zusammengebaut…..

Alles Gute, Ihr Bienen!!

Alles Gute, Ihr Bienen!!

Imkern macht nicht immer Freude.

Gestern zum Beispiel. Gestern hat es keinen Spaß gemacht.

Wir wussten ja, daß die erste Durchsicht unseres Schwarms nich‘ so dolle werden würde, hatte dieses Volk doch von Anfang an nicht gerade bauen wollen, und zum Schluß sogar die Waben schief über 3 TBs gezogen. Den Bienen ist sowas ja eigentlich egal- bloß können wir so nicht gucken, was bei ihnen los ist. In Zeiten v.V. (vor Varroa *g*) wäre auch das nicht wirklich schlimm gewesen, man hätte sich eben aufs nötigste beschränkt und gut. In Varroamilbenzeit ist sowas blöd, zumindest für Neu-Imker, zu denen wir uns auch im „Jahr 4“ noch zählen (müssen). Also los, ran da, bevor es richtig losgeht mit Honig, und wir NOCH mehr zerstören müssen…

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Letztlich haben wir drei ganze Waben, davon leider auch eine mit Brut, abschneiden müssen. Die armen Larven kamen in die Kühltruhe zum hoffentlich schnellen und schmerzfreien sterben, einige Stunden später habe ich dann die Waben eingeschmolzen. Eine Sauerei, sag ich Euch! Und wie viele arme Tote in so ein paar kleinen Stücken bebrüteter Wabe sind – es war schon ein echtes Elend 😦 Jetzt können wir nur hoffen, daß sie ihre neuen Waben gerade bauen.
Was wir getan haben, um zu helfen: wir haben die TBH, die inzwischen durch absacken des Geländes recht schief stand (ich schrieb’s ja schon) wieder waagrecht ausgerichtet, und wir haben unseren Bienen eine schön gerade gebaute Wabe aus Haus2 direkt an ihren Nestrand gehängt, in der Hoffnung, daß die sie leitet. Außerdem haben wir alles, was wir an Nektar rausgeschnitten haben, hinten reingelegt, damit sie es auslutschen können. In der Haus2-Wabe ist auch noch Futter für sie drin….

Also los, Ihr Lieben. Jetzt schön diszipliniert gerade bauen….

Haus zwei

7.4.
Unsere Pläne, am Sonntag – bei vorhergesagten trockenen 14° – unsere TopBarHives durchzuschauen, (wissend, daß das beim Schwarm in der Villa Brumselia kein Spaß werden würde, weil die kreuz und quer gebaut haben) wurden uns von Dauerregen bei 11° durchkreuzt. Das betrübte uns vor allem deshalb, weil der Raps schon „Gewehr bei Fuß“ steht, will heißen, beim nächsten Sonnenstrahl zu blühen beginnen wird. Und davor sollte das eigentlich geschehen sein, damit wir Biens die Chance geben, das zerstörte bei guter Wetter- und Trachtlage wieder aufzubauen.

Gestern nun, ich hatte noch frei, der Herr F. war aber auffe Arbeit, war es trocken und hatte relativ windstille 14°. Unsere Bienen nutzten diese Wetterlage eifrig, und so dachte ich mir: ok, dann mache ich zumindest die Durchsicht im Haus zwei. Das Zerstörungswerk beim Schwarm – dafür braucht’s schon gern zwei Hand in Hand arbeitende Brumsel-BetreuerInnen.

Also, gedacht, getan: Smoker angeworfen, Eimer, Stockmeißel, Flederwisch und für den Fall der Fälle Imkerhut, Messer sowie Greifzange (für evtl in die TBH fallende Wabenstücke) mitgenommen und raus. Der Plan lautet: überflüssige, leere und dunkle, dh nicht „frische“ Waben raus (damit frische, neugebaute an ihre Stelle treten können – Hygienemaßnahme), evtl schräg- oder zusammengebaute ebenso. Und natürlich gucken, wie das Volk sich zeigt:

  • gibt’s noch genug Futtervorräte?
  • haben sie ein Brutnest?
  • brauchen sie mehr Platz (leere TB, an die sie bauen können)?

Und das kam heraus: Es gab schlichtweg keine dunklen Leerwaben- überall war entweder ’ne Menge Futter oder aber ’ne Menge Brut. Bis auf die letzten drei – leider neugebauten, schön hell-frischen- Waben waren alle Waben schön gerade. Die letzten drei waren zusammengebaut und rissen denn auch beim gucken auf – sie habe ich entnommen und leere TB eingehängt. Sonst habe ich nichts getan. Gab nix zu tun sonst. Die Bienen waren ausgesprochen freundlich (auch die obligatorische im Hosenbein habe ich wieder ohne Schäden herausholen können- da muß ich wirklich dran denken: zu Biens heißt Hose in die Strümpfe!!) Alles sah gut aus: ein Gewimmel auf den Waben, mehrere große Brutnestflächen, mehrere Futterwaben, also auch genügend Vorräte… prima, alles!

Dann also die Waben wieder zurückgeschoben, die, die ich entfernen wollte, bienenfrei gestoßen und die restlichen Damen abgefegt, Deckel drauf- fertig.

Nun also rein und die Restarbeiten erledigt:

  • Die leeren Wabenteile sind eingeschmolzen (einmal einschmelzen sollte man immer, denn sonst könnte sich die Wachsmotte an ihr zerstörerisches Werk machen. Sie geht aber nur an bebrütete und nicht eingeschmolzene Waben)
  • Der Honig tropft (es langt der ganz kleine Tropftopf)
  • jetzt muß ich noch bei Gelegenheit die rausgenommenen TB per Flammenwerfer von sämtlichen möglichen Krankheitskeimen säubern, und dann heißt es: hoffen, daß am späteren Sonntagnachmittag das Wetter gut ist- denn erst dann wäre die nächste Chance, zu 2. den Schwarm durchgucken zu können.

 

Umzug!!

Sonntagswetter: windstille 15°, leichte Sonne.
Schon morgens war an unseren Bienenstöcken ordentlich was los, nachdem die Damen vom Wetter über eine Woche Zwangskuscheln auferlegt bekommen hatten. Und so haben wir beschlossen: ok, heute ist Umzugstag!

Erster Schritt: wiegen der leeren, neuen Dadant-Behausung. Mit Deckel und voll mit leeren Rähmchen wiegt das Teil schon seine 16 Kilo! Das zu wissen ist wichtig, denn gegen Winterende können wir dann gut abschätzen, wie viel von dem, was wir wiegen, Futter ist.

Okay. Dann los. Eigentlich wäre das ganze schön einfach, wenn da nicht die kleinen Tücken wären: da das Gelände, auf dem die Bienen stehen, erst in den letzten Jahren von mir aufgeschüttet wurde (damit eine einigermaßen ebene Fläche entstehen sollte), ist es inzwischen wieder etwas nachgesackt, und der Kasten steht schief. Also tun wir gut dran, den Umzug zur Begradigung zu nutzen. Aber Biens können nicht mal eben woanders hingestellt werden und so lange dorthin fliegen. Sie sind auf den Platz eingeflogen, wo nunmal die ganze Zeit das Flugloch war – und so umschwirren uns nach kürzester Zeit Hunderte Bienen. Nicht, daß wir das nicht gewusst hätten- wir haben unsere Imkerhüte aufgesetzt und lassen uns nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Aber da sich das ganze dann doch nicht schnell mal eben bewerkstelligen läßt, beschließen wir nach einiger Zeit, den Umzug in zwei Teilen zu machen, und die Begradigung des Geländes dann zu machen, wenn Biens selig schlafen.

Also die Palette für drunter leicht schief an den alten Platz gestellt, und los: Dadant-Beute, leer, hinstellen, und Wabe für Wabe im alten Kasten mit dem Stockmeißel lösen, herausziehen und begutachten:

  • Leer? (Keine Brut, kein Nektar- nur Bienen): dann mitsamt Bienen zurück in den alten Kasten – Ihr kommt später dran.
  • Nektar? Dann ab in den neuen Kasten. Futter wird noch benötigt!
  • Brut? Nix wie in den neuen Kasten!!! Auf der vierten Wabe mit Brut haben wir dann sogar Ihro Majestät, die Königin selbst, entdeckt. Sie ist glücklich im neuen Zuhause verstaut worden, die Erleichterung bei uns war spürbar- denn ist die Königin da, dann kommen über kurz oder lang auch die verirrten Schäfchen Bienchen in das neue Zuhause!

Insgesamt sieht’s im neuen Brutraum nun so aus: mehrere alte Waben mit Futter hängen hinter’m Trennschied. Wenn Biens das brauchen, werden sie’s nach vorn zum Nest umtragen, und dann können wir die alten Waben entsorgen. Dann das Trennschied, dahinter eine neue Dadant-Brutraum-Leerwabe mit „Anfangsstreifen“ (Wachsstreifen mit vorgeprägtem Wabenmuster, damit Biens nicht quer zu den Rähmchen bauen), dahinter eine volle Futterwabe, dann in derselben Anordnung wie im alten Nest die Brutwaben, dahinter wieder eine Futter- und eine neue Leerwabe.
Als nächstes nun fix das Absperrgitter drauf, das dafür sorgt, daß die (größere) Königin nicht nach oben kommt, in den Honigraum (damit sie dort nicht brütet. So wird oben wirklich nur reiner Honig sein!), darüber dann der Honigraum. In den haben wir ersteinmal nur zwei Rähmchen eingehängt, weil: da waren ja noch jede Menge Bienen auf den Waben, die wir (siehe oben) aussortiert hatten. Die haben wir dann in den Honigraum abgestoßen (einmal ruckartig schütteln, dann fallen sie fast alle runter), dann fix das Wachstuch drauf, und den Deckel. Fertig!!

 

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Auf den Fotos sieht man, was dann geschah- jetzt, zwei Stunden später, hat sich alles recht gut normalisiert. Zwei, drei Bienen sterzeln noch, aber im Grunde ist Ruhe eingekehrt. Schön 🙂 Das hat ja prima geklappt!

Nun das leidige saubermachen – alles ist mit Propolis abgedichtet, dann sind da Wachsreste und – wir sind ja im Norden) die allgegenwärtigen Algen – und Asseln … und nun kann der Jungimker sein Equipment zurück bekommen!

Heute abend dann noch den Honigraum mit Rähmchen auffüllen (die Bienen werden ja schon längst nach unten gekrabbelt sein), und den Kasten noch gerade hinstellen- und dann können wir ab nächster Woche mal regelmäßig nachschauen, ob und wie wir die alten Rähmchen gegen neue austauschen können (die neue Beute hat ja im Brutraum größere, im Honigraum kleinere Waben als die alte, und da muß dann nach und nach umgebaut werden.

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Wieder ein Abenteuer mit Biens gut überstanden! Unsere „Kleinen“ werden von nun an das Sternenvolk sein, wieso, das seht Ihr ja im Bild oben … Klein waren sie ja eh lang schon nicht mehr!!

Und zum guten Schluß, nach getaner Arbeit, rief mich der Herr F. mit den wohlklingenden Worten „Essen ist fertig“vom Computer weg. Krönender Abschluß: eine Brotzeit mit Blick auf die Bienen!! 🙂

Hmmmm!

Hmmmm!