Wort zum Sonntag

Da fängt’s so hochtrabend an – und dann Vers zwei: aber sowas von einer Binsenweisheit … ich musste ziemlich grinsen, als ich das im Allgäu las. Aber es hat mich doch auf etwas gebracht, nämlich darauf, daß ich schon lang nicht mehr nach Ursprüngen von Redewendungen gesucht habe. Denn woher kommt wohl „Binsenweisheit“, ich selbst hab dazu keine Idee. Wikipedia schon:

Der Begriff spielt auf die weite Verbreitung der Binsen (Gräser) an sowie auf die einfache, knotenlose Form der Binse. So gab es bereits im Lateinischen die Wendung: nodum in scirpo quaerere („Stengelknoten auch an der Binse suchen“), wenn jemand an einer simplen Feststellung herumdeuteln wollte.

Advertisements

(Ich bekam einen) Denkanstoß

(…)Auch in anderen Artikeln wurde erwähnt, dass der Anteil der Leute mit rechten oder migrantenfeindlichen Einstellungen in den neuen Bundesländern höher ist, aber hier wurde eindeutig differenzierter berichtet.
Dabei könnte man deren Lebenserfahrungen auch nutzen, um vielleicht den Flüchtlingen, die jetzt hier ankommen, besser helfen zu können, finde ich. Die ehemaligen DDR-Bürger wissen nämlich genau, wie das ist, wenn man in ein völlig fremdes Gesellschaftssystem kommt und auf einmal alles, bis in den Alltag hinein, anders ist und die bisher gemachten Erfahrungen überhaupt nichts mehr nützen. Sie kennen das Gefühl, den einst in unerreichbarer Ferne liegenden „Goldenen Westen“ zu erreichen und nun zu sehen, dass der gar nicht so golden ist. Sie wissen, wie es ist, in einem Land zu stehen und nicht zu wissen, wie es weiter geht, was nun kommt, keine Arbeit und kein Geld zu haben und sich aus dieser Situation mit Zukunftsangst und dem Gefühl, Menschen zweiter Klasse zu sein, nicht aus eigener Kraft befreien zu können. Und sie wissen, was aus solchen Gefühlen entstehen kann! Sie haben gelernt, mehr oder weniger gut mit der Frustration und Enttäuschung klar zu kommen und sich von 0 etwas aufzubauen. Ich finde, man sollte diese Erfahrungen nutzen, aber damit man das kann, darf man nicht weiterhin einfach über die Ängste und Sorgen der Menschen hier hinwegschauen, sondern muss ihnen auf einer Höhe begegnen, ihnen wirklich zuhören und sie so mit ins Boot holen.

(aus einem Journal-entry für ein BookCrossing-Buch)

(Jetzt folgen spontan geschriebene Überlegungen nach dem lesen dieses Journal-entrys)

Schwupps, kamen bei mir Fragen über Fragen hoch:
Warum ist denn dann die Fremdenfeindlichkeit im Osten so markant stärker als im Westen? Und warum gibt es so wenig Empathie Leuten gegenüber, denen es doch ähnlich geht, und die man vielleicht gerade aufgrund ähnlicher Erfahrungen gut unterstützen könnte (den Flüchtlingen)?
Ich habe mich das schon oft gefragt, und ich komme zu keiner Antwort.

  • Ist es wirklich die andere Kultur, das andere Aussehen (also das „keine Deutschen“-Thema)?
  • Oder ist es Angst davor, etwas weggenommen zu kriegen?
  • Neid? (Es gehen ja immer wieder so Gerüchte um, daß „die alles kriegen und wir nichts“ und so, aber das wäre ja hier im Westen dasselbe, eigentlich)

Ich versteh’s einfach nicht 😦
Dann taucht beim schreiben grad noch eine andere Frage bei mir auf: ich bin noch nie auf die Idee gekommen, daß es ja wirklich schlau sein könnte, die „Ossi- Erfahrungen“ zu nutzen, um als Gesellschaft nicht dieselben Fehler immer wieder zu machen. Ich als Ur-Wessi habe diese Erfahrungen aus dem Zitat damals überhaupt nicht wahrgenommen – und ehrlich gesagt bis jetzt nicht – , sondern war von all den enthusiasmierten Menschen beider Seiten völlig genervt: ich konnte den Enthusiasmus nicht teilen und habe eigentlich überhaupt nicht eingesehen, warum ich froh sein soll, daß ein fremdes Land plötzlich zu Deutschland gehören soll (ich bin aufgewachsen damit, daß die DDR ein anderes Land ist wie Spanien, Italien oder die Schweiz, nichts anderes) Ja, und dann sollte ich nicht nur über Jahre Geld geben (Solidaritätszuschlag), sondern mich auch noch fortwährend  freuen *g* Irgendwie ging es den Leuten aus der DDR nicht schlecht genug, um mein Mitgefühl zu bekommen – und dann forderten sie auch noch. Will sagen, ich bin eigentlich genau so Eine, die wahrscheinlich als der überhebliche Arrogant-Klischee-Wessi wahrgenommen wurde, tatsächlich aber auch den selbstmitleidigen, aber dreisten Klischee-Ossi vor sich sah….. ohje!

Ich hoffe, jetzt nicht selbst die Antwort gegeben zu haben auf meine Fragen – daß dieses gegenseitige totale Unverständnis dazu geführt hat, daß sich „eine Dynamik des geschlagenen Kindes“ entwickelt hat – das mißhandelte (Ossi-)Kind, benimmt sich jetzt, erwachsen geworden, den neuen (Flüchtlings-)Kindern gegenüber genauso, wie man es einmal behandelt hat 😦 – und das meine ich jetzt wirklich überhaupt nicht ironisch, ich überlege im schreiben, sozusagen.

Puh.

Heute mal lyriken?

Unser Leben gleicht der Reise
Eines Wandrers in der Nacht;
Jeder hat in seinem Gleise
Etwas, das ihm Kummer macht.

So geht das Beresina-Lied an; ich fand diese Strophe in einem Historienschmöker einem Kapitel vorangesetzt. Mich haben Klang und Rhythmus angesprochen. Und der Inhalt ist auch stimmig …. also hab ich mal gesucht im Netz, weil dort nichts weiter stand – und fand die restlichen Strophen, die zweite geht so:

Aber unerwartet schwindet
Vor uns Nacht und Dunkelheit,
Und der Schwergedrückte findet
Linderung in seinem Leid.

Ein Mutmach-Text also eigentlich, denn in diesem Tenor geht es weiter…

Meine Postkartenwand sagt dazu folgendes:

Das Leben ist kein Ponyschlecken

und Karte zwei, passend zur Strophe zwei:

Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.

Geburtstagsgruß

Er speist vergnügt sein Leibgericht,
und in den Nächten wälzt er nicht
schlaflos sein Haupt, er ruhet warm
in seiner treuen Gattin Arm.

Heinrich Heine

Dies schöne, heitere und zufriedene Lebensgefühl wünsche ich Dir, liebes Geburtstagskind, fürs nächste Lebensjahr (und gern auch alle weiteren)

Komm, laß uns alles drucken
und walten für und für
Nur sollte keiner mucken,
der nicht so denkt wie wir

Johann Wolfgang von Goethe

Gelesen und an all die „Lügenpresse“-Rufer gedacht. Und an den „Fake-news-media“-Krakeeler, der sich nicht scheut, noch zu lügen, während er die Medien bezichtigt, zu lügen. Dann an Diejenigen, die dafür, daß sie schreiben, was sie sehen und denken (und damit mucken, in den Augen der Erdogans, Trumps, Orbans undundund dieser Welt), ins Gefängnis oder gar in Lebensgefahr geraten.

Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden

Rosa Luxemburg – wobei ich unterschiedliche Wortlaute dieses Zitats gefunden habe und deshalb nicht sicher bin, ob dies genau der richtige ist.

Wie traurig, daß diese alten Worte heute immer noch so aktuell sind!

And the winner iiiiiiiiiiiis…

Tja, das war diesmal wirklich, wirklich schwierig. Ihr habt uns wieder mit so vielen schönen Elfchen beschenkt. Danke dafür 😄. Und ich war direkt froh dass doch einige am Thema vorbei geschrieben waren, sonst hätte ich mich noch viel länger quälen müssen mit der Auswahl. Auch so hätte ich gerne mehr Autoren aufs Siegertreppchen gestellt. Fjonka gings sicher ähnlich. Ihr seid so verdingst gut! Doch da wir uns in unserem Job als Juroren genauso viel Mühe machen wollten, wie ihr beim Elfchen dichten, haben wir uns letztendlich entschieden…

Ihr seid alle Gewinner und es soll hier keine ersten und zweiten Preise geben, sondern Äppelkenpreise und Fjonkapreise, schließlich ist der Geschmack nicht objektiv messbar und hier doch die einzige ausschlaggebende Bewertungsgrundlage. Und jemand anderes hätte bestimmt ganz anders entschieden. Oder auch nicht. Wer weiß das schon?

Wem ist es aufgefallen? – Genau, hier steht Preise, Mehrzahl! Denn wir haben beschlossen, dass jeder von uns zwei Preise verteilt. Und jetzt wird nicht mehr länger auf die Folter gespannt.

Tadaaaaaaaaaaaaaah!

Je eine Portion Teelichter  von Fjonkas Bienen geht an

Komma

für

Gute
Vorsätze habe

ich stets zur
Hand, gebe sie gerne
ab.

…und an

mmandarin

für

Wollte
Pusteblumen pusten
und Wolken verschieben
mit den Kranichen fliegen
Demnächst

Ein Fotokalender vom Äppelken geht an

Bibo

für

Vorsätze?
Wozu denn?
Laut Murphys Gesetz
geht es sowieso schief
Entspannen.

und der zweite an

„gut-geklaut-ist-halb-gewonnen“-hempelssofa

für

Abnehmen!
Vierzehn Tage
Diät gehalten und
dabei tatsächlich zwei Wochen
verloren!

Ich gratuliere und wünsche euch Allen ein gesundes und glückliches neues Jahr.

Euer Äppelken 🍎🍎🍎

Elf Wörter müsst Ihr sein

Ein Silvesterpreisrätsel

Nachdem wir vor zwei Jahren einen so grandiosen Erfolg mit dem adventlichen „Elfchen-Preisrätsel“ hatten, ist jetzt aus aktuellem Anlaß (das Äppelken hat einen ihrer Fotokalender „über“) die Idee entstanden, ein Elfchen-reloaded zu starten. 🙂
Aufgabe: bis Silvester sammeln wir Elfchen zum Thema

„Gute Vorsätze und was draus wird“

Schreibt Eure Elfchen ganz einfach in die Kommentare 🙂 Auch diesmal gilt: Es ist erlaubt bzw. erwünscht, sich randläufig am Thema entlang zu lavieren bzw. es ad absurdum zu führen. Der Einsatz von Humor ist auch nicht verboten.

Aber was ist überhaupt ein Elfchen?? Nicht JedeR hier wird vor zwei Jahren mitgelesen haben!
Ein Elfchen geht zum Beispiel so

Neujahr
gute Vorsätze
um Mitternacht geschworen
halten höchstens drei Tage
wiedermal.

(vom Äppelken)

Also:
1. Zeile: ein Wort
2. Zeile: zwei Worte
3. Zeile: drei Worte
4. Zeile: vier Worte
5. Zeile: ein Wort

macht zusammen ein Elf. 🙂

Die Definition und genaue Erklärung findet Ihr hier https://de.wikipedia.org/wiki/Elfchen

An Neujahr sucht das Äppelken als Preisstifterin ihren ganz subjektiven Gewinner raus. Der gewinnt einen großen Fotokalender mit Fotos, die sie (fast alle) in meinem Garten aufgenommen hat. Sehr feine Tele-oder Makrobilder; einen Vorgeschmack der Sorte Foto gibt es hier
Und da dies ja mein Blog ist und ich auch etwas beitragen möchte, gibt es als zweiten Preis für meinen ebenso ganz subjektiv ausgesuchten Favoriten fünf Selfmade-Bienenwachsteelichter samt Teelichtglas zu gewinnen.

Also, liebe LeserInnen, los geht’s – viel Spaß!!! Und wundert Euch nicht: Elfchen werden natürlich (von uns Jurorinnen) nicht vor Fristende kommentiert – fühlt Euch bitte Alle trotzdem sehr willkommen – Ihr seid es!!! 🙂

Im April aufzusagen

Der letzte Schnappschuß vom Monschauer Nonkonformistenzaun

Der letzte Schnappschuß vom Monschauer Nonkonformistenzaun*

Wer im April
spazieren will,
was tut er? Was beginnt er?
Er jubelt „Frühl… Dann schweigt er still
und murmelt matt:
Frühlinter!

Sein Schuh im Matsch
macht quitsch und quatsch,
halb Frühling ist’s, halb Winter.
Ein bißchen plitsch, ein bißchen platsch,
von jedem was:
Frühlinter!

Wohin das zielt?
Was das bezweckt?
Es kommt kein Mensch dahinter.
Wenn sich ein Kind mit Lust bedreckt,
dann frag nicht, was dahintersteckt.
Es ist April:
Frühlinter!

James Krüss, gefunden im Lesebuch für die 3. Klasse. Und für knuffig befunden. Und auch für zutreffend, bei uns macht der April nämlich meist seinem Namen alle Ehre und weiß wirklich nicht, was er will.

*Mehr vom Nonkonformistenzaun? Hier in der Diashow und hier

Wind,


Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh‘:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Eduard Mörike

Hab ich letztlich gelesen – wo? Natürlich im BookCrossing-Forum *gg* – und ich finde dieses Gedicht so schön, es spricht mir aus dem alten Herzen und paßt gut zum Frühjahrscountdown!

Das Philosophenkatz sagt:

P1070918

Vergiß nicht: es braucht nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen!

(Zum Beispiel einen Karton, sei er auch noch so klein….) Das Philosophenkatz sagt auch, das sei ein Zitat von Marc Aurel. Das solle ich mal lieber dazuschreiben. Braves Katz, niemals mit fremden Federn schmücken!!!

Und der Herr F. meint dazu: „Platz ist in der kleinsten Hütte!“

Kleine Fluchten

Wenn bitter sich die Menschen streiten
mit Grösse wie mit Kleinigkeiten –
da weiche ich am liebsten aus
und flüchte mich ins Bienenhaus.
Hör ich das friedliche Gesumm,
vergess ich Schelten und Gebrumm,
und aller Krieg und Krach auf Erden
kann mir sogleich gestohlen werden.

( J.W. von Goethe )

Gestern haben wir die beiden Zander-Völker umgestellt, damit wir nicht dann doch noch den Zeitpunkt verpassen (wenn sie erst fliegen ists zu spät, und fürs Wochenende waren endlich „Flugtemperaturen“, also Sonne bei 10° und mehr, angesagt) – und während wir noch danach beim aufräumen waren, haben sich tatsächlich bei den Sternchen zaghaft einige Bienen gezeigt, als kurz die Sonne durchkam! So ein richtiger Reinigungsflug war DAS noch nicht, aber heute solls besser werden, bis 15° und sonniger. Ich bin gespannt und freue mich, daß zumindest ein Volk noch lebt!!!!! Beide Zanders waren gestern noch ohne Bienenflug… mein Tipp lautet: Graue tot, Rote leben – habe Windelschubladen eingelegt, denn wenn nun der Bienenflug beginnt, müssen wir „tote“ Beuten aus dem Garten holen. Also, Biens, so oder so: morgen zeigt sich, ob noch Leben da ist!

Aus aktuellem Anlaß einen Link betreffend Pfandflaschen contra Einweg – nun geht es wohl sogar noch abwärts selbst mit den eh schon schlechteren Plastik-Mehrwegflaschen, Coca-Cola macht den Anfang *klick*


Aussortiert: Radierer, die nicht vernünftig radieren. Was bedeutet, daß ich wieder – immer noch – mit einem kleinen Reststummel von vor zig Jahren weiterradiere. Der radiert wenigstens!! *kopfschüttel*

 

Gewachsener Schnabel

8

P1010433

Also, darauf wäre ich nun wirklich nicht gekommen, dabei sage ich gar nicht soooo selten, daß ich mit diesem oder jenem gern auf Nummer sicher gehen würde…. ah!

(Wieder aus dem Henkershaus in Nürnberg)


Aussortiert: Einiges an Papieren mal wieder….

Die Bienen summen nur noch leis‘ – ganz leis‘
und nur der alte Bienenvater weiß,
daß sie in warmer Traube sich verbinden,
vereint den kalten Winter überwinden.
Gönnt ihnen gern die wohlverdiente Ruh‘,
deckt jedes Volk warm und behaglich zu.
Horcht, wie sie flüstern leise, wie im Traum,
von neuer Blütenpracht im weiten Raum.

Edmund Herold – wahrscheinlich jedenfalls

….und bald können sie wieder fliegen… letztes Jahr gabs um diese Jahreszeit schon erste Flugtage. Dies Jahr noch nicht, obwohl es jetzt grad deutlich wärmer wird (von -5 auf+5° in zwei Tagen….)


Aussortiert: eine Porzellanplatte

Elf Wörter müsst ihr sein!

Ein Adventspreisrätsel

An alle Strickenden da draußen (und ihre Angehörigen): pünktlich zum ersten Advent verschenke ich ein Päckchen mit 11 selbstgemachten Maschenmarkern. Aber nicht einfach so, ihr müsst schon was dafür tun.

10 von 11 Elfchen ;-)

10 von 11 Elfchen 😉

Nämlich dichten. „Die ist ja nicht ganz dicht!“ denkt jetzt die Eine oder der Andere bestimmt. Und da könnte was dran sein. Ursprünglich wollte ich Euch ein schönes Rätsel stellen, aber dank dem weltweiten Netz würde dann wohl nicht der kreativste Lösungsvorschlag gewinnen sondern die findigste Recherche. Langweilig, wa?

Die treuen Blogleser sind ja schon oft in den lyrischen Genuss einer Poesie gekommen, die ihre Kreativität aus dem Mangel (sowohl an verfügbaren Wörtern als auch an Platz) schöpft. Hier im Blog gibt’s keine Magnetwand mit einer Wörtersammlung für poetischen Lückentext wie in der Villa Fjonka, dafür haben wir andere Möglichkeiten.

Hier also die Aufgabe:

Bis zum Elften Zwölften Zwotausendvierzehn habt Ihr Zeit, in den Kommentaren ein Elfchen zu posten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Elfchen

Thema: „Wer hat dem Weihnachtsmann den Sack geklaut?“

Es ist erlaubt bzw. erwünscht, sich randläufig am Thema entlang zu lavieren bzw. es ad absurdum zu führen. Der Einsatz von Humor ist auch nicht verboten.

Ab dem Zwölften werden Fjonka und ich uns besprechen und darüber befinden, wer denn nun das schönste Elfchen erdacht hat.

Der oder die Siegerin wird dann in den Kommentaren gekürt und wenn es gut läuft, sollten die Elf bis Weihnachten im Briefkasten liegen.

Dann mal ran an die Tasten!

Euer Äppelken (gespannt wie’n Flitzebogen)

Gewachsener Schnabel

Es ist ja wirklich so: man redet, wie einem „der Schabel gewachsen ist“ und macht sich oft gar keine Gedanken dazu, woher denn nun die Ausdrücke kommen, die man nutzt. Dabei sind viele viel älter als gedacht. Und haben einen Hintergrund, der heute oft schon gar nicht mehr bekannt ist. Wie zB
„bankrott“ Okay, eine Bank kenn‘ ich, und wenn man in Angeln wohnt, dann weiß man auch, wie es ist, rott zu sein. Wenn Einer rott ist, dann fühlt er sich müde, zerschlagen, kaputt. Aber wie paßt das dazu, bankrott zu sein, kein Geld mehr zu haben? Und hat es überhaupt mit „Bank“ und „rott“ zu tun?

Ja, hat es:
P1010441

Allerdings: woher kommt denn wohl der Ausdruck „rott“ hier in Angeln – doch wohl nicht aus dem italienischen!?

PS: Mehr Redensarten und ihre Herkünfte hab ich schon hier gesammelt.

PPS: Gefunden im Haus des Henkers – das über der Pegnitz in Nürnberg liegt und als kleines Museum sehr interessant anzuschauen ist.


Aussortiert: Ein einst in einer BC-Tombola gewonnenes 3er-Schub Max Raabe-CDs. Ich mag Max Raabe. War sogar schonmal auf einem Konzert! Aber ich habe eine CD mit den Stücken, die ich besonders mag. Und habe festgestellt, daß ich doch immer nur wieder die einschiebe. (Die CDs haben schon eine begeisterte Abnehmerin gefunden :-))